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Casanovas Schwule Seite, Nonstop Stereo, 08.02.2013 in Köln, Sonic Ballroom - Bericht von Chris

Casanovas Schwule Seite, 08.02.2013 in Köln

Bericht vom Fö - Bericht vom Scholz

Der Karnevalsfreitag ist der angenehmste der tollen Tage: Viele Jecken bleiben verkatert daheim, weil sie Weiberfastnacht noch nicht verdaut haben, insofern ist die Dichte an Uniformen in der Bahn erträglich. Dafür habe ich keine Kamera dabei, was das Fotomachen erheblich erschwert. Ich setze mal auf die Phantasie der Leser. Do-It-Yourself ist angesagt.
Gut, Quetschebüggel spielende, Sessions-Hits vortragende Jecken trifft man dann doch in der Bahn, aber alles in allem: erträglich, zumindest im Gegensatz zu Rosenmontag. Naja, die DDR war auch nicht so schlimm wie das Dritte Reich.
An der Live Music Hall stehen, wie immer, Leute an. Spannend. Vor mir läuft jemand, dick vermummt (Minusgrade!) her, der mir bekannt vorkommt. Als er sich umdreht, ist es Wolfgang, Sänger von RAPTUS. Ewig nicht gesehen, den Mann. Genau genommen seit dem Vortag, als Knochenfabrik im Sonic Ballroom spielten.
Vorm Ballroom entleere ich noch mein Fahrtbier. ?Vorglühen? nennt man diese Technik normalerweise, aber bei kaltem Bier in noch kälterer Luft ist dieser Ausdruck meines Erachtens eher deplaziert, ?einfrieren? trifft es besser.
An der Kasse dann eine herbe Enttäuschung: Mein Eintritts-Stempel vom Vortag ist abgelaufen, ich brauche einen neuen. Die Karte aus dem Vorverkauf kann ich also nicht auf dem Schwarzmarkt absetzen. Kommerzschweine! Aber wenigstens ist Thorsten bereits da. Angenehm.
Drinnen laufe ich erst einmal Hasan über den Weg. Genauer gesagt: Er macht mich auf seine Anwesenheit aufmerksam, ich habe ihn glatt übersehen. Kein Wunder, ich kenne den Mann ja erst seit ca. 20 Jahren. Auf meine Frage erklärt er mir, er habe nicht im Sonic Ballroom geschlafen, was ja eigentlich sinnvoll gewesen wäre. Donnerstag Bass bei Knochenfabrik, Freitag bei CSS ? da zwischendurch nach hause zu fahren, ist ja fast schon fahrlässig. (Hier könnte ein wunderbarer Kalauer aus ?fahren? und ?fahrlässig? stehen, ich will aber die Nerven der Leserschaft nicht überstrapazieren.)
Viel Gesocks anwesend. Der Kollege zum Beispiel. Fö. Maks. Campino. Die Bands. Und sonstiges Geschmeiß. Man kann gar nicht soviel trinken, wie man kotzen möchte.
Die neue Casanovas Schwule Seite-Platte ist da. Noch nicht als Vinyl, aber immerhin als CD. Hasan findet es irgendwie doof, bei einer Release-Party bereits den fertigen Tonträger dabeizuhaben. Recht hat er, das verstößt gegen alle Traditionen. Im Booklet ist dafür ein Foto von dem 50er-Jahre-Blumenhocker, der gerade neben mir steht. Er gehört mir, und das Foto habe ich gemacht. Wollte ich nur mal sagen und mächtig stolz drauf sein.
Nonstop Stereo machen den Anfang und ihre Sache geil. Vollkommen unterbewertet, die Band. Die Barden-Wechselei kommt sehr gut, aber das wusste ich schon neulich, als sie direkt um die Ecke gespielt hatten. Frank erzählt mir, das sei 2011 gewesen. Ups.
Hit auf Hit, gut durch das Oeuvre der Band hindurch. Ach, kauft Euch doch einfach die Platten oder guckt Euch das live an, ich habe gerade anderes zu tun, als die hier abzufeiern.
Hm. Vielleicht doch nicht. Also nochmal: ABFEIER!
Irgendwann dann die Band, auf die hier wohl alle warten: Casanovas Schwule Seite. Man könnte einfach ?ohne Worte? schreiben, dem kultivierten Musikkonsumenten sollte nämlich allgegenwärtig sein, was jetzt ansteht. Alle anderen sollen sich bitte verpissen. Danke.
Nachdem wir die Kulturverweigerer los sind, noch ein paar Worte: Hit an Hit an Hit. An Hit. Und noch'n Hit. Natürlich absolut überzeugend dargeboten. Ach ja, und ein paar Hits haben se auch noch gespielt.
Danach dann das übliche Gechille: Trinken. Alkoholisches. Konversation führen, die zumindest im momentanen Zustand intelligent ist. Ich natürlich der intelligenteste, charmanteste Kommunizierende im Raum.
Dann die Riesen-Idee: Ich verlasse um 1 Uhr den Sonic Ballroom, kriege dann pünktlich die letzte Straßenbahn Linie 13, und bin im 11minutenkommanix in meiner Hood. Viel besser, als fast eine halbe Stunde lang samt Umsteigerei zu fahren. Tja, kam eine halbe Stunde zu spät, die Bahn, hätte ich das geahnt, wäre ich wohl länger geblieben.
Die Welt ist gemein und ungerecht. Und das ausgerechnet immer zu mir. Verpiss' Dich, Welt!

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