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Pascow, Captain PlanET, Mofa, Inner Conflict, Schreng Schreng & La La, Rabatz, 27.04.2013 in Bonn, Klangstation - Bericht aus Veranstaltersicht

Keinkultur Festival, 27.04.2013 in Bonn (Bericht 2)

aus Zuschauersicht - aus Veranstaltersicht

Zweitausenddreizehn und das Keinkultur-Festival geht in die dritte Runde. Da ich keine Lust mehr auf Bescheidenheit habe, darf ich mir erlauben, dass das Festival, welches aus einer "Scheiße, Bonn ist irgendwie langweilig"-Laune heraus entstand, sich zu ner ganz coolen Kiste entwickelt hat. Aber auch hier steckt das Eichhörnchen im Detail. Zu den Bildern! Chronologisch! - es berichtet der eine Typ des Veranstaler-Duos. Und zwar der, der darauf besteht, dass man Keinkultur nicht mit dem zweiten K groß schreibt.
Wir schreiben Donnerstag den 25.04. Während die meisten Teilnehmer der späteren Schicksalsgemeinschaft Keinkultur 2013 noch unbefriedigenden Tätigkeiten zwecks Lebensunterhalt nachgehen, steht meine Freundin in der Küche und fängt an zu kochen. Hilfe in Form weiterer Freunde eilt nach und nach herbei. Die Dunstabzugshaube wird an diesem Tag ca. 10 Stunden am Stück auf Vollgas laufen.
Was hat das mit dem Bild zu tun? Nichts! Also zur Technik und damit zum nächsten Wagnis. Die Technik in der Klangstation ist leider teilweise defekt und damit für uns unbrauchbar. Das erste Festival haben wir noch unwissend darüber laufen lassen. Doch jetzt wissen wir es besser und fahren dick Megawatts auf. Transportiert wird das mit dem Bandbus von KOETER, denen wir hiermit nochmal herzlichst danken!
Platz für das ganze Backstage-Essen ist da nicht mehr. Hier nur ein kleiner kleiner Ausschnitt. Da die Fladenbrote jünger als 12 Jahre und selbst gestapelt grade so kleiner als 1,50m sind, müssten sie eigentlich hinten sitzen. Ich hoffe es verpfeift uns keiner.
Backstage vorher. War wohl mal ne Küche. Soll heute auch wieder so ne Art Küche werden. Dieser Raum ist für uns jedes Jahr wieder eine Überraschung. Mal gibt es Kühlschränke, mal nicht, das Inventar wechselt ständig. Aber egal. Wir machen's uns hier schon bequem.
Während wir Essen und Getränke für die Bands reinkarren, hat sich Simon, der einzige Profi im Team, schon an die Arbeit gemacht, trägt Boxen umher, zieht Kabel, macht alles punkersicher und ist die ganze Zeit recht entspannt dabei. Profi eben.
Bier, Kölsch und Soft Drinks für die Bands. Auch hier haben wir dazu gelernt. Ekelbier muss draußen bleiben. Kölsch hält sich trotzdem hartnäckig.
Mit so vielen fleißigen Helferlein mag auch bei mir nicht so recht Stress aufkommen. Mit Erfahrung wird man glücklicherweise etwas ruhiger. Also habe ich Zeit auch mal auf die Bühne zu klettern um die Aussicht der Künstler zu checken. Fein sieht das aus.
Simon at the controls. Ich kann nicht zu viel verraten aber wenn der Sound ne Band wäre, wäre er die teuerste. Musik ist eben hauptsächlich Geräusch und wir wollen, dass das super klingt. Beschwerden sind mir auch noch nicht zu Ohren gekommen.
Viele Leute haben danach gefragt und wir haben sie alle ignoriert. Doch es gibt ihn, den Zeitplan! Das gefragteste Dokument des Abends. Überraschenderweise läuft das Festival tatsächlich auch fast genau so ab wie auf dem Plan. Mein Dank gilt allen Band, die das so diszipliniert durchgezogen haben!
Und so beginnt es auch pünktlich mit Rabatz. Wir freuen uns wenigstens eine Bonner Band dabei zu haben. Und dann auch noch die wohl dienstälteste! Für die Uhrzeit und den Fakt, dass es die erste Band ist, sind auch schon echt viele Leute da und genießen ihr erstes Bier. Getrübt wird der Genuss nur von den vielerorts für zu hoch befundenen Preisen. Leider hatten wir da null Einfluss drauf. Wenn wir den Bierverkauf auch noch machen dürften, könnten wir bei dem gesunden Bierdurst der versammelten Punkerschaft den Eintritt vermutlich kostenfrei anbieten oder unsere Jobs kündigen.
Das "Raucherlounge"-Schild wurde von einem findigen Mitarbeiter überklebt und durch "Backstage" ersetzt. Trotzdem verirrten sich einige Leute "ausversehen" in den Backstage. Einer bäumte sich vor mir auf und sagte "Aber bevor du mich rausschmeißt..." - ich wappne mich für das Schlimmste - "... schenke ich dir noch meine aktuelle CD!". Na gut! Danke unbekannterweise. Gehen musste er trotzdem.
Schreng Schreng & La La. Super Duo. Viel zu unbekannt. Und mit ihrer Erstveröffentlichung auf unserem Label. Klar, dass wir die nochmal ins Lineup klüngeln. Außerdem gehört für uns JörKK zur Musik wie für andere das Bier zur Kippe.
Er hier kam mit ner Tüte voller Müll reingestapft und hielt es für ne gute Idee alle Leute anzupöbeln. Verblüffend: Er hatte ein Backstage-Bändchen. Bis jetzt weiß keiner wie er da rangekommen ist. Nachdem er vom Türsteher gefühlvoll (ehrlich!) herausbegleitet wurde, treffen wir ihn später draußen wie er versucht das Kennzeichen des Autos meines Mitveranstalters abzureißen. Musst ich kurz ausrasten. Er hat weitergepöbelt. War also harmlos.
Backstage füllt es sich etwas und es wird fröhlich gemampft. Wir haben gefühlt um den Faktor 5 zu viel Essen gekauft und gekocht aber das macht natürlich schwer was her. Die Reste haben wir übrigens alle verschenken können, was uns sehr beruhigt. Unser eigener Türsteher, der sich hier düster links im Bild abzeichnet, wurde leider durch einen vom Pächter bestellten Türsteher ersetzt. Das gefiel ihm nicht, uns nicht und dem Publikum nachher auch nicht. Ärgerlich.
Hier gut zu erkennen: Als Veranstalter scheuen wir weder Kosten noch Mühen um unsere Bands zu verhätscheln. Hier das nachträgliche Geburtstagskind JörKK beim Anschneiden seiner Benjamin Blümchen Tööröö-Torte. Um dem wievielten 29. Geburtstag es sich dabei handelte, ist nicht überliefert.
Inner Conflict! Die bei Insidern nur als "Döner Conflict" bekannte Band bleibt mir leider nur wegen ihrer ausgesprochen ausgeprägten Nettigkeit in Erinnerung. Soll heißen, dass ich das Set - wie leider das Set zuvor von Rabatz - fast komplett verpasst habe. Füllstand war aber gut würde ich sagen. Trotzdem Notiz an mich selbst: Nochmal gucken!
Das geht so nicht weiter. Also schalte ich einen Gang runter und gebe mir unsere Reunion-Sensation Mofa komplett. Und was soll ich sagen. Hat mich schwer gefläsht. Geil geil geil! Was für verkackte Profis. Da sitzt ja wirklich alles. Aber ist ja auch kein Wunder. Schließlich haben sie zwei mal geprobt. Ich bin Fan!
Klar, Pascow sind die geilsten. Aber diese Feststellung ist ein ähnlicher No-Brainer wie "New York ist toll". Einfach zu offensichtlich. Ich erlaube mir trotz Veranstalter-Diplomatenstatus eine Präferenz zu äußern: Mein Favorit des Abends heißt Mofa!
Next up: Captain PlanET. Auch die sind ein mords-sympathischer Haufen. Ich rödel wieder Backstage und an der Kasse rum und verpasse den größten Teil des Sets, während mein Mitveranstalter vergnügt vorne rum springt. So funktioniert bei uns die Arbeitsteilung.
Dann spielen auch schon Pascow. Die geben wir uns beide. Das Foto konnte nur so schön werden weil das Stroboskop die ganze Zeit wie blöde geblitzt hat. Boah war das nervig! Auf die Seitenhiebe hat der Lichtmann - der im Übrigen auch unbestellt auf der Matte stand - wohl nicht reagiert. Aber was soll er auch machen wenn ein Großteil der Lichtanlange kaputt ist. Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles aus wie ein Nagel. Alte Weisheit.
Pascow! Der Grund warum es Keinkultur überhaupt gibt. Vor drei Jahren wollten wir nämlich eigentlich nur Pascow nach Bonn holen. Nach und nach entwickelte sich dann die Idee zum Festival. Als ich grinsend am hinteren Ende des pogenden Publikums stehe, bin ich im Veranstalterhimmel. Besser wird's nicht!
Auch erweist es sich als lohnend auf die Kohle zu scheißen und den Laden nicht bis unter die Decke voll zu packen. Man steht so noch recht bequem. Für Spraypaint the Walls kommt dann nochmal JörKK auf die Bühne. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass Pascow hier JörKK's alte Band covern, ist besoffen. Also sicher die allermeisten.
Kaputtgerockt! Naja soooo schlimm sieht's garnicht aus. Letztes Jahr lag alles voll mit Asselpunk-Schmuggelbier-Altglas. Dieses Jahr haben wir wohl eher die Geister der Bonner Diplomatenkinder geweckt. Sehr zivilisiert von euch.
Ende! PA verpackt, Flaschen eingesammelt. Essensreste zurück in den Autos. Und doch bekommen wir den Backstage nicht leer. Der Grund: Immernoch viel zu viel Backstage-Bier da. Mit gebetsmühlenartigem Einreden auf die Restmusiker gelingt es uns dann aber doch, den Laden zu leeren.
DOCH ohne die Aussicht auf's Bla wäre uns das wohl nicht gelungen. In Bonn wohl DAS Refugium für Musiker. Robse Dee haut am DJ Desk die Hits raus und die verbleibenden Freunde und Pascow-Jungs wollen gar nicht mehr weg da. Ich beschließe dennoch nur kurz zu bleiben und schaue nach zwei Pils und fünf Schnäpsen verdutzt auf die Uhr: 40 Minuten. Pascow verstehen es wirklich ihre Wochenenden zu nutzen.
Draußen prügelt sich das Publikum der umliegenden Stino-Etablissements. Zum Glück für uns heute Other People's Problems.
Am nächsten Morgen ohne viel Schlaf noch flink die PA weggebracht und den Koeter-Jungs ihren Bus wieder gebracht. Ach, ich hab mir da vorne so nen Kaugummi genommen. Hoffe das war OK.
Keinkultur 2013, du hast mir gut gefallen! Die weitestgehend positiven Berichte schmeicheln uns sehr. Mal schauen, ob das Lineup noch zu toppen ist. Und wenn wir das nicht hinbekommen, mach du, lieber Leser, doch mal selbst was los.

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