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Kotzreiz, 10.01.2014 in Dortmund, Rekorder - Bericht von Fö

Kotzreiz, 10.01.2014 in Dortmund

Punk bleibt Punk. Endlich darf auch in Dortmund mal wieder ausgiebigst geschwoft werden, ist die Stadt doch sonst eher ein leerer Fleck auf der Punkkonzerte-Landkarte - mit wenigen Ausnahmen, klar, und die Ausnahmen werden erfreulicherweise mehr, nicht zuletzt auch dank neuer Läden wie heute dem Rekorder. Hier hat der "Philippino der Herzen" Markus sich was Nettes einfallen lassen: Ein kleines Benefiz-Konzert zugunsten der Taifun-Opfer auf den Philippinen. Was, Taifun, werdet ihr jetzt fragen, das ist doch schon ewig her! Ja, 2 Monate um genau zu sein, aber nur weil das nicht mehr auf den Titelseiten der Zeitungen steht, heißt das ja nicht dass da nicht trotzdem noch viel gemacht werden muss. Wie auch immer. Kotzreiz sagen spontan zu, die Zustände aus Mannheim ebenfalls, und, als goldene Krönung, DJ Baby! Damit ist ja eigentlich schon klar, dass der Laden aus allen Nähten platzen wird. Um den Andrang son bisschen einschätzen zu können, gibt's vorab ne Reservierungsliste. Hat auch den Vorteil, dass, wenn die voll ist, man das den Leuten sagen kann, und wer nicht draufsteht, sollte sich dann ja wohl des Risikos bewusst sein, ohne Reservierung eventuell nicht reinkommen zu können. Der Andrang ist dann aber doch so riesig, als hätten wir diese Reservierungsoption überhaupt nicht angeboten. Oder als hätten wir im Vorfeld gesagt "kommt alle, es passen 1000 Leute in den Laden!". Nunja, wie auch immer. Ich biete an, kurz an der Kasse auszuhelfen, 2 Stunden später sitze ich schweißgebadet immer noch da, erschöpft vom Leute-nach-den-Vornamen-fragen (nächstes Mal sortieren wir die Liste nach Nachnamen, verdammtes Studentenpack! Ich dachte Punker haben keine Nachnamen!) und den ständig gleichen Diskussionen, dass wir erst später, wenn die Reservierungs-Abhol-Frist abgelaufen ist, eventuell neue Leute reinlassen können, blabla, und so weiter. Ein paar Leute sind einfach zu dreist, um in Ruhe abzuwarten, andere wissen angeblich nicht, unter welchem Namen sie auf der Liste stehen, dazu hagelt es Bestechungsversuche mit Geld, Getränken und großen Rehaugen. Nächstes mal stellen wir einfach nen bulligen Bodybuilder vor die Tür. Jonas zum Beispiel, der geht doch eh pumpen. Nunja, wat solls. Was ich sagen wollte: Sorry an alle die nicht mehr reingekommen sind!
Komplett verpasst habe ich dadurch die erste Band ZUSTÄNDE. Etwas schade, weil die auf Konserve zumindest so klangen, als würden sie live was können, und die Reaktionen heute waren auch größtenteils angetan, aber nunja, pünktlich zu Kotzreiz stehe ich dann auch vor der Bühne. Die Kamera beschlägt schon.
Der Rekorder-Keller ist pickepackevoll, die vorderen Reihen ein einziges Geschubse, wunderbar. Die drei Berliner Boyz wie immer schmusig gut gelaunt und brettern fleißig Lieder runter gegen Fahrscheine, Bauarbeiter, Emosäue und Taifune. Wunderbärchen!
Das Gedränge vorne ist echt amtlich. Todespit für Wahnsinnige. Wenn man schon gegen Naturgewalten kämpft, dann doch wenigstens so. Wobei der Durchschnitts-Alkohol-Pegel auch nicht grad ohne ist. Ich fühl mich mal wieder wie der einzige Nüchterne heute, is' aber auch nich weiter schlimm eigentlich.
Der Soundtrack zur Nüchternheit kommt von Kotzreiz: Wir wollen nicht ins Arbeitsamt, wir wollen saufen die ganze Nacht! Wie kann man nur dermaßen viele Hits haben, die so wunderbar aus dem Leben gegriffen sind. Herrlich.
Hier noch ein Foto mit Bier.
Nebenbei wird noch fleißig dem Laden gedankt, den Veranstaltern und natürlich DJ BABY, der ja der eigentliche Hauptgrund ist, weswegen wir alle (inklusive der Band Kotzreiz) heute angereist sind. Was hat Chris' Schatten da eigentlich aufm Kopp?
Kurz ein Blick in die hinteren Reihen. Huiuiui! Da tanzt sogar die Discokugel. Mehr hätte hier wirklich nicht mehr reingepasst. Da links am Rand, an diesem Deckenvorsprung, fällt sogar der Putz von der Decke. Einfach runter gerockt. Muss man sich mal vorstellen.
Ansonsten, tja, wie son Punkkonzert halt so sein muss. Mikroständer und Boxen drohen ständig umzufallen, Bierflaschen bedecken den Boden und Bierspritzer die Decke, erste Erschöpfte lungern schon auf der Bühne rum, und im Hintergrund dieses wunderschöne Gemälde an der Wand.
Siegeszug schlechthin natürlich gen Ende des Sets die Highlights "Punk bleibt Punk" und "Berlin", da wird nochmal fein alles auseinander genommen, zumindest nimmt das Publikum sich ganz gut selbst auseinander. Großartige Feierei!
Zur Zugabe noch "Pfeffi Graf", das zumindest ein halber Siegeszug wird - die Zuschauer können fleißig mitsingen, Fabi offensichtlich nicht. Lag aber vielleicht auch an mangelndem Pfeffi: Wie man sich erzählt, ist dieser im Supermarkt in der Nordstadt nicht mehr erhältlich. Ob's am Kotzreiz-Konzert lag oder nicht, vermag ich hier nicht zu eruieren.
Anschließend endlich: DJ BABY! Ursprünglich sollte ja DJ Alien auflegen, dem war das aber alles zu kindisch. DJ BABY legt mit bandagierter Hand einige heiße Beats aufs Parkett, kann sich aber manchmal nicht entscheiden ob er lieber mit der Nadel schmusen oder an der Flasche nuckeln möchte. Aber er is ja noch jung.
Das ist der Bewährungshelfer von DJ Baby. Na, war doch ein verdammt runder Abend! Über 800 Euro wurden gesammelt und werden straightamente auf die Philippinen geschickt, was deutlich mehr ist als im Vorfeld erhofft, und wenn die Gäste dabei auch noch ihren Spaß hatten, ist doch alles schön. Dickes Herz an Zustände, Kotzreiz und die tOnbande.

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Roland der Voland
(Roland der Voland)
16.01.2014 17:03
ZUSTÄNDE waren echt ganz gut!

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