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Befreiungsfest: Christmas, The Aftermath, Kannibal Krach, Bail, The Roadies, Ape Shack!, Beater F. & Band, 17.05.2014 in Düren, MultiKulti - Bericht von Chris Crusoe

Befreiungsfest, 17.05.2014 in Düren

Befreiungsfest der Antifa in Düren. Gefeiert wird das Ende des zweiten Weltkrieges bzw. der Niedergang des NS-Regmies. Aber sieben Bands? Das kann ja was geben. Man rechnet also mit einer langen Nacht. Erste Info: die Dawnlight Blues Band fällt aus. Kannibal Krachen fallen rein. Cool und Yeah!
Den Abend eröffnet Peter ?Beater? F. mit Bluesrock in Triobesetzung.
Unaufregender aber dennoch versierter und verspielter Sound. Da wird sich sogar fürs Stimmen ordentlich Zeit genommen. Very entspannt. Und das einzige Schlagzeug-Solo des Abends gibt es auch noch.
Ape Shack!, ebenfalls aus Düren, spielen als zweite Band und geben Coverstücke zum Besten. Geschmackssicher aber auch Nummer sicher wird als Opener ?Blitzkrieg Bop? gewählt. Ramones geht halt immer.
Was kommt noch? Unter anderem CCR's ?Fortunate Son? und ?Schrei Nach Liebe? von den Ärzten. insgesamt eine bunte Auswahl. Cover-Bands zu bewerten ist natürlich so ein Ding. Aber man kann den Auftritt zusammenfassend engagiert und sympathisch nennen.
Bail aus Köln oder so spielen als drittes. Die sind allerdings weniger fotografiert worden. Merkwürdig... So sahen sie noch trocken und entspannt VOR dem Auftritt aus.
Vierzig Minuten später dann etwas nasser und zerrupfter. Der Sound ist gut, was tatsächlich für alle Bands an diesem Abend gilt. Mischer Wolfgang hat hier auf unkomplizierte Weise ganze Arbeit geleistet. (Foto: Bruce <3)
Als vierte Band sind wieder Dürener dran: The Roadies. Diese spielen Rockabilly und Rock n' Roll mit Country-Einschlag.
Dabei werden sowohl Coverstücke (die üblichen Hits) aber auch selbstkomponiertes Material zum besten gegeben. Die eigenen Stücke fügen sich aber gut ins Programm ein.
Unfriede bricht gegen Ende aus, da es sich die Roadies nicht nehmen lassen, trotz der vorherigen Bitte heute davon abzusehen, die Rebel Flagge hissen. Was der eine als ästhetische Südstaaten-Romatnik, die zur Rockabilly-Kultur dazugehört wahrnimmt, stößt anderen bitter auf, die mit der Flagge eher die rassistische Konnotation und das Rednecktum verbinden. Auch wenn der Band selber kein Rassismus-Vorwurf gemacht wird, wäre es bei einer politischen Veranstaltung dieser Art vielleicht sensibel gewesen, auf die Flagge zu verzichten.
Einen ganz eindeutigen Kurs fahren da The Aftermath aus Wermelskirchen. Klar positionerter Hardcore-Punk mit Mittelfinger-Attitüde und ebensolchem Sound.
Auch hier muss noch mal der wirklich großartige Sound gelobt werden. Aber natürlich auch die Performance der Band. Schwer bratende Instrumente mit viel Druck und darüber der angepisste Wut-Gesag von Exil-Engländer Alan.
Richtig voll ist es zwar nicht, aber für so ein gemischtes Programm sind doch immerhin ca. 80 Gäste plus die anwesenden Bands und Helfer im Laden. Getanzt wird ab The Aftermath auch etwas engagierter.
Weiter geht es mit Christmas aus St. Wendel. Viele Worte über die Kunst der Saarländer zu verlieren hieße wohl Eulen nach Bierschinkia zu tragen.
Neu an Bord ist Schlagzeuger Alex, der für Matze gekommen ist. Christmas verschleißen Trommler wie Chris Gehirnzellen. Exzellenter Schlagzeuger, der sich richtig gut in die Band eingliedert, zumindest wirkt der Auftritt wie aus einem Guss.
Christmas sind wie immer ordentlich in Form (getrunken) und spielen trotz Uhrzeit und Zustand wieder tight wie sau und geben ordentlich Gas. Keine Balladen, keine Ausfälle (von ein bisschen Kotze mal abgesehen).
Was passiert während dessen? Der Kannibalen-Frutus ist kurz vor Düren mit dem Auto liegen geblieben. Schon vor Stunden mit Totalschaden. Das Auto der restlichen Kannibalen, das losfuhr um ihn zu bergen und zum Konzert zu bringen ist praktischer Weise auf der Rettungsmission ebenfalls liegen geblieben.
Aber noch spielen ja Christmas und machen richtig Spaß. Sänger Max wie gewohnt in bester Entertainer-Manier, da verzichtet man gerne auf Gesangsvariationen. Außerdem singen die beiden Saitenkünstler Nadine und Tommy ebenfalls mit, was für die angenehme Hardcore-Färbung der Punksongs sorgt.
Außerdem großartig: Die Band hat ihr eigenes Fass Bier mit auf die Bühne gebracht. Der arme Alex muss für die Band zapfen, obwohl er selber ganz kultiviert lieber zum Rotwein greift. Alles geht heute!
Großer Bahnhof für Kannibal Krach, die es unter größten Entbehrungen doch noch geschafft haben und mal eben den (zumindest gefühlt) besten Auftritt auf die Matte legen, den Chris von dieser Band gesehen hat. Da wird auch kein Tropfen Bier verschwendet.
Leider nicht so richtig viele Fotos, die vorzeigbar sind. Aber Musik auf Fotos ist eh so eine Sache. Die Band scheint richtig Bock zu haben und ordentlich geprobt haben sie auch - jedenfalls klingt es so. Wenig Kirmes und viel Geballer ist heute der Marschbefehl. Da scheint sogar das Chaos des Tages positiven Einfluss auf Derwisch Frustus zu haben. Agil, frech und hellwach - das könnte auch aus einer Werbung für Seniorenmedikamente sein. Stimmt aber hier noch mehr! Chapeau! Fazit: auch trotz der Misstöne eine insgesamt sehr schöne und äußerst unterhaltsame Veranstaltung, einschließlich der Infostände, Volxküche und Astra!

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