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Ten Foot Pole, Antillectual, 09.09.2014 in München, Kranhalle - Bericht von Gerdistan

Ten Foot Pole, 09.09.2014 in München

Ten Foot Pole sind auf großer Europatour und machen im nahegelegenen München halt. Mit will mal wieder niemand und so kommt es, dass ich alleine mit dem Auto in eine andere Stadt fahre, um alleine dort auf ein Konzert zu gehen. Ich glaube, das ist seit Pennywise in Bremen (ca. 2006) nicht mehr vorgekommen. Egal.
Vorband machen heute mal wieder die netten Niederländer von Antillectual, die ich heute bereits zum dritten Mal sehe. Mir fällt auf, dass ich bei jeder Gelegenheit auf der Gästeliste stand, heute ist der Grund, dass ein Freund von mir für den Laden hier kocht. Eben jener hatte am Vortag Geburtstag, springt mich nach ein paar Songs von Antillectual an und versucht, einen Moshpit zu starten.
Da die Musik von der Bühne eher was für Karohemden ist und der Kalender auf Dienstag zeigt, klappt das eher mäßig. Nunja. Am Bass haben sie einen neuen Mann, die anderen beiden kenne ich noch von meinem Interview, als ich die Band in derselben Stadt, aber an anderer Stelle interviewen durfte (Bierschinken berichtete).
Reaktionen im Publikum sind eher verhalten, hier und da singt mal einer mit, eigentlich schade, dafür dass sich Antillectual seit ein paar Jahren den Arsch abtouren. Die Songauswahl basiert hauptsächlich auf den letzten zwei Alben "Start from Scratch" und "Perspectives and Objectives", die sich auch bei mir häufiger in der Playlist befinden.
Kamera habe ich leider vergessen, aber jetzt kann ich ja mal die Fotofunktion meines neuen Handys austesten, der Hersteller wirbt mit 20 Megapixeln und so nem Blödsinn - sehen in nem dunklen Raum aber auch nicht besser aus, als mit der alten Krücke. Nach ungefähr 35 Minuten gehen Antillectual von der Bühne und machen den Weg frei für Ten Foot Pole.
Ten Foot Pole sind vier gut angezogene Herren aus den US of A, einziges Gründungsmitglied ist allerdings Sänger Dennis Jagard, der nach den ersten zwei Alben auch den Gesang übernehmen musste, weil Scott Radinsky ausgestiegen ist, um Profi-Baseballspieler zu werden. Kein Scheiß.
Die Outfits der bunt zusammengecasteten Restband lassen schnell klar werden, dass TFP heute nicht in Ernsthaftigkeit versinken, sondern die Show mit einer guten Prise Humor würzen. So, wie es sein soll - zwischen den Songs nur dummes Gelaber.
Mr. Clean, tell me, is that really you? Falsche Band, ich weiß.
Der Bassist spielt wohl auch bei den Implants, die kurz zuvor auf Europatour waren. Heute beschäftigt er sich hauptsächlich damit, von links nach rechts zu laufen und seinen Fuß auf den Monitorboxen aufzustützen, was in Implants-Hotpants natürlich besonders gut aussieht. Achja, Bass hat er nebenbei auch gespielt.
Der Gitarrist, für diese Tour von seiner eigentlichen Band "Right Said Fred" ausgeliehen, trägt die gleiche Hose, aber mit Ten Foot Pole-Aufdruck. Wer hat, der kann! Und diese Gitarre und dieses Stirnband dazu. Ich glaube, ich bin verliebt.
Die Band feuert einen bunten Strauß an Melodien, quer durch alle Alben der Bandgeschichte, auf das Publikum ab, welches diese dankend, schreiend und tanzend entgegennimmt.
Obwohl die Bandmitglieder über 40 sein dürften, wird hier der Fuß selten vom Gaspedal genommen und alles mit der gewohnten Geschwindigkeit dargeboten, was bei 90er-Skatepunk ja ein notwendiges Qualitätskriterium ist. Da die Band seit 2004 nichts mehr veröffentlicht hat, können sie ihre Fans auch nicht durch langweiliges, neues Zeug enttäuschen. Schlau gemacht!
Apropos Fans: Hier sieht man natürlich, der Musik angemessen, ausgewaschene Pennywise-Shirts und umgedrehte Schirmmützen - auch wenn sich unter der Schirmmütze immer häufiger ein paar graue Haare oder kahle Stellen verstecken. Aber heute sind wir alle wieder 17 und fahren Rollbrett!
Die Band hat auch sichtlich Spaß, die ollen Kamellen und die nicht ganz so ollen Kamellen rauszupacken. Hammering Out The Details, Rachel Corrie, Kicked Out of Kindergarden, Nova Scotia, Giving Gravity a hand und so weiter und so fort.
Irgendwann verlassen sie nach der Ankündigung "This is our "last" Song", also mit so Anführungszeichen mit den Händen, die Bühne, um direkt danach wiederzukommen, zuerst spielt der Sänger ein Lied alleine und dann alle noch mal zusammen.
Richtig viel los war nicht, 19€ Abendkasse fand ich sogar für München etwas viel, aber für ein zwei Stagedives hat es dann doch gereicht, immerhin! Ich verziehe mich nach der Show schnell wieder ins Auto und fahre mit einem defekten Frontscheinwerfer nach Hause, trotz Polizeistaat Bayern hat mich keiner erwischt!
Dann bin ich erstmal golfen gegangen. Der Scheinwerfer ist inzwischen auch repariert, ihr habt nichts schriftlich, es lohnt sich also nicht, jetzt noch zum Ordnungsamt zu gehen! Bis zum nächsten Mal, euer Gerd

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