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25 Jahre Bahndamm Tag 1: Jaya the Cat, Atlas Losing Grip, Sniffing Glue, The Uprising, Kannibal Krach, Serpent Eater, The Rumjacks, 21.08.2015 in Wermelskirchen, AJZ Bahndamm - Bericht von der Redaktion

25 Jahre Bahndamm Tag 1, 21.08.2015 in Wermelskirchen

Fö: Zum ersten Mal im AJZ Bahndamm war ich vor ungefähr 13 Jahren - aber knapp doppelt so alt ist das Teil mittlerweile schon. Ganz schön beachtlich! Sehr schöner Laden, den man eigentlich viel öfter besuchen sollte, wären da nicht die (trotz des Namens) nicht vorhandenen Bahnverbindungen und die Skepsis potentieller Mitreisende, für die ein Ort namens Wermelskirchen gefühlt weiter weg liegt als Paris oder Tokyo. Dabei spielen hier doch recht häufig gute Bands, und das Lineup des Jubiläumsfestes liest sich auch sehr exquisit. Also kommen wir nicht umhin, direkt an beiden Tagen unsere Aufwartung zu machen. Auch dank Haskys Eltern, die uns netterweise Gästebetten zur Verfügung stellen. Cool!
hackemaier: Ich weiß nicht wann ich das erste mal in die Nachbarstadt in den Bahndamm gefahren bin. Leider habe ich diverse Kracher damals verpasst. NOFX, Green Day, ... da war ich einfach noch zu jung oder noch nicht so an Musik interessiert oder meine Eltern haben mich nicht gelassen. hrhr.
Mittlerweile ist eine gute Show immer ein Grund, mal wieder in der Heimat vorbei zu schauen. Für das Jubiläum hatten sich einige angekündigt - feines Lineup - das Wochenende konnte also nur cool werden. 
Coco: Das Hindernis der nicht vorhandenen Rückfahrmöglichkeiten hat mich zwar auch häufig genug abgeschreckt. Aber im Endeffekt hab ich doch immer mal wieder hier her gefunden. So ein schöner Laden! Mich kann ja immer die Kombination von guter Band und schönem AZ am Allermeisten begeistern. Also Ehrensache, dass wir auch zum Jubiläum her kommen.
Fö: Quasi ein ganzes Wochenende auf Konzert-Urlaub! Und was wäre ein Urlaub ohne Sightseeing. Heute: Die Altstadt von Lennep! Irgendwo hier wurde Wilhelm Conrad Röntgen geboren und verbrachte hier die ersten 3 Jahre seines Lebens, die anscheinend so bedeutend waren, dass er bis heute der berühmteste Sohn der Stadt ist.
hackemaier: Würzburg erhebt da wohl immer mal wieder Ansprüche. Noch steht das Röntgen Museum in Lennep. Habe den Gästen natürlich auch einen Besuch ans Herz gelegt, aber die wollten einfach nicht. 
Fö: Nächster Sightseeing-Punkt: Die Open-Air-Bühne vom AJZ Bahndamm in Wermelskirchen. Wir kommen genau rechtzeitig an für die ersten Töne von KANNIBAL KRACH alias die berühmtesten Söhne vom Proberaum Wermelskirchen-Bahndamm.
hackemaier: Weil das meistens bei den Anreisemöglichkeiten nicht erwähnt wird: Neben Bus von Köln, Bus von Remscheid "Hbf", gibt es auch die Möglichkeit eines Anruf Sammel Taxis ab Lennep Bahnhof! 
Fö: Wie immer ein Genuss für Ohren, Augen und Lachmuskeln. Auch wenn wir heute, wie Frustus betont, nur die Show für 50 Euro geboten bekommen, da sie ja nur 50 Euro Gage bekommen
hackemaier: Ich muss mich erstmal einfinden und gucken wer so da ist. 
Fö: Großer Spaß! Schnelle lärmige Kracher, wirre Grimassen und ein hoher Niederschlag an verbalen Schelten gegen Publikum, Bands und Menschen im Allgemeinen. Hass ist so lustig!
hackemaier: Als Opener eine gute Wahl. Ich musste an das 20 Jahre Bahndamm Festival denken. Vor fünf Jahren wurde noch nicht so dick aufgefahren. Damals gab es noch mehr Bands aus der Umgebung. 
Fö: Dann mal rein, SERPENT EATER spielen zum Tanze auf. Oder, sagen wir, zum Rumstehen und Bösegucken. Die Black-Sludge-Suppe habe ich ja erst kürzlich in Bonn begutachten können, und meine Haltung zur Band hat sich eigentlich nicht groß geändert.
Fö: Eigentlich ganz geile Kiste. Brodelnder und grooviger Höllenlärm, aber der Gesang ist mir einfach zu drüber. Son fieses Gegrowle halt, das sich in meinem Kopf aber unwillkürlich umformt zu meckernden Babygeschrei mit Texten wie "Bababbrrghahmllll" und "lalalaLALAlababaa"
hackemaier: Es hat auch Nachteile wenn so ein Event in der Nähe von einem Ort statt findet, in welchem 20 Jahre verbracht wurden, da ist man dann schon mal mit anderen Dingen beschäftigt und kann sich nicht alles ansehen. Werde ab jetzt nichts mehr zu den Bands schreiben die ich nicht gesehen habe.
Fö: Wieder raus, Menschen gucken. Die Bühnen drinnen und draußen wechseln sich mit den Bands ab, dazu gibt es draußen noch ein paar Stände sowie den Hofbereich mit Grill und Biertischen, auch drinnen einige Möglichkeiten sich aufzuhalten - verteilt sich eigentlich ganz gut. Ist aber trotzdem schon ordentlich gefüllt hier draußen.
hackemaier: Für kurz vor der dritten Band ist schon gut was los.
Fö: Dieser gefrustete Typ bietet an, mir ein alkoholfreies Getränk mitzubringen, mangels Angebot meines Wunschgetränkes (alkoholfreies Bier scheint im Bergischen noch nicht angekommen zu sein) kommt er zurück mit der kompletten Auswahl. Interessante Farbgebung! Aufgrund meiner Allergie gegen Nationalfahnenfarben entscheide ich mich fürs Wasser.
Fö: Den Soundtrack zu unserem Getränkeverzehr liefern die Folkpunker THE RUMJACKS aus Tralien.
hackemaier: Um kurz noch mal auf die Getränke zurück zu kommen. Fälschlicherweise habe ich jetzt schon mehr als einen Bericht zu dem Festival gelesen, wo es hieß, im Bahndamm gäbe es immer 0,3l Pullen. Dem ist nicht so, das war ein extra "günstiges" Angebot für das Festival. 
Fö: Ich stelle fest: Folkpunk ist einfach nicht mehr meins. Zumindest nicht dieses Gedudel mit so klischeebehafteten Hochton-Quoteninstrumenten. Kommt ansonsten ganz gut an, aber mir gibt das nix.
hackemaier: Stimme ich Fö grundsätzlich zu. Qualitativ sind die RUMJACKS echt gut, aber meine Musik ist das auch nicht. 
Fö: Als Journalist bin ich natürlich auch hier, um Skandale aufzudecken. So bekomme ich mit, wie die 50-Euro-Band Kannibal Krach gebeten wird, doch für die nachfolgende Band den Merchstand zu räumen. Da Jaya the Cat mehr als 50 Euro Gage kriegen, ist das vermutlich gerechtfertigt. Also stelle ich mich daneben, zeige mit dem Finger auf Frustus und lache hämisch.
Fö: Ich weiß das ja aus eigener Erfahrung: als Veranstalter braucht man immer ne Opferband, auf der man alles abladen kann, was den optimalen Ablauf des Abends gefährden könnte. Eine Band, die für 50 Euro spielt, bereitwillig den Opener macht, nicht aufmuckt wenn sie des Platzes verwiesen wird, sowas halt. Ich sollte Kannibal Krach auch öfter buchen!
Fö: Der Basar ist eröffnet! Noch 10 Minuten Zeit, bevor die Sonne unter geht und keiner mehr die ausgelegte Ware sehen kann.
Fö: Irgendwann aber doch eiligst rein! SNIFFING GLUE legen nun drinnen los. Die habe ich nun echt viel zu lange nicht mehr gesehen und bin quasi auf Anhieb weggeblasen. Eine der wenigen Hardcorebands, die ich auch von Platte gut hören kann, auch wenn ich das, wie mir heute auffällt, lange nicht mehr getan habe.
Fö: Energiegeladene Show zum unwillkürlichen Fäusteballen! Was da an Adrenalin durch den Raum schießt, herrlich! Ich bin wieder mal begeistert.
Fö: Ich weiß nicht ob's an mir liegt oder ob die Band sich wirklich rar gemacht hat, aber irgendwie hab ich mich echt lange nicht mehr mit denen befasst. Haben ja sogar kürzlich ne neue EP rausgebracht. Hab ich noch nicht gehört, Tape liegt hier aber (danke Maz!)
hackemaier: So viel wie Abfukk in letzter Zeit unterwegs waren - da konnte nicht mehr so viel Zeit für SNIFFING GLUE sein. Feines Set an diesem Abend. 
hackemaier: Auch wenn ich für die Aussage bestimmt ordentlich einen kassiere. JAYA THE CAT ist ja so gar nicht meins. Ich hätte lieber noch mehr hiervon gesehen.  
Fö: Wieder raus. Schon stressig, diese Festivals mit den zwei Bühnen. Immerhin lässt uns der Zeitplan immer ca. 5 Minuten Zeit zum Wechsel. Is' doch nett! JAYA THE CAT sind nun dran, auf die hab ich mich ja eh sehr gefreut, nachdem ich sie letzte Woche mangels Geld nicht sehen konnte und sie vorletzte Woche wegen schlechtem Sound nicht wirklich zünden konnten. Ihr merkt, die touren echt viel!
Fö: Was den Sound betrifft: Der ist hier wirklich klasse, trotz Open Air. Ist lediglich ziemlich laut, ohne Ohrenstöpsel halte ich's vor der Bühne nicht aus. Aber weiter hinten verteilt sich der Schall ganz gut.
hackemaier: Wie Frank vom Bahndamm mal so schön gesagt hat, schlechten Sound können wir hier nicht bringen. Ich frage mich da ja manchmal warum das open air so wenige hinbekommen. 
Fö: Jaya The Cat, das bedeutet Party! Super Set und ein auf weiten Strecken textsicheres und feierwütiges Publikum. Großartig!
Fö: Hier eine der wenigen Momente, in denen Sänger Geoff mal seine Sonnenbrille abnimmt. Er meint, er wolle auch mal das Publikum sehen. Ja, cool, is' ja doch wer da!
Fö: Erfreulich langes Konzert, so für nen Festivalauftritt. Die Band selbst muss auch hin und wieder beraten, was sie als Nächstes spielen - das zeigt dann wohl, dass heute nicht einfach nur ein Standard-Festival-Set durchgezogen wird. Stark!
Fö: Am Ende verkackt Drummer Germ bei einem Song. Die Band ist entsetzt, der Schock steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Reumütig kündigt Geoff an, dass wir an der Kasse unser Geld zurück bekommen würden, und bricht den Auftritt ab.
Coco: Da mein Tag nicht so verläuft, wie er geplant war [a) einmal im Tierheim drin kommst du nie wieder raus; b) wenn man sich nach dem Essen kurz aufs Sofa legt, schläft man ein; c) wer eine etwas weitere Anreise zum Konzertwochenende hat, sollte auch seine Eintrittskarte einpacken, sonst doppelte Befahrung der landschaftlich schönen Strecke],
...kommen Hermie und ich erst zur Hälfte von Jaya der Katze an. Wir beschließen einfach, dass wir für unseren Musikgeschmack noch nicht allzuviel verpasst haben.
Fö: Nächste Band: ATLAS LOSING GRIP! Die haben wir ja vor etwa 2 Jahren schon mal an dieser Stelle gesehen, damals noch mit dem alten Sänger. Heute das erste Mal für mich, dass ich mir mal den "Neuen" anschauen bzw -hören kann.
Coco: Juchu! Ich hab sie auch schon zweimal mit altem Sänger gesehen, hier vor Ort und auf dem Wilwarin-Festival. Ich war so unglaublich neugierig (und auch ein wenig skeptisch) wie das mit neuem Sänger wohl klingen wird! Zumal das neue Album noch mit dem altem aufgenommen wurde...
Fö: Vom Schauen her: Das tut gut, Niklas ist ja mal deutlich agiler als der gute alte Rodrigo. Und vom Hören: ne gute Stimme kann man ihm auch attestieren, wenn auch hier und da etwas ungewohnt.
Coco: Ich fand irgendwie, das sich das gar nicht soo groß anders angehört hat.
hackemaier: Klingt schon anders, aber immer noch sehr gut. 
Fö: Fällt mir vor Allem auf bei den höheren Stimmlagen, die für Rodrigo ja charakteristisch waren. Niklas trifft zwar auch die Töne, klingt aber einfach anders. Da muss ich mich dran gewöhnen. Dafür kommen die Songs auf "normalem" Stimmniveau umso besser. "Through The Distance" zum Beispiel, ganz groß.
Coco: Also wie gesagt, ich höre da gar keinen soo großen Unterschied raus. Und da ich die Band vorher gut fand, finde ich sie jetzt auch gut.
Fö: Das Set umfasst ansonsten ne gute Schnittmenge aus den beiden Alben. Das aktuelle "Currents" hat ja ein wenig die Geister geschieden, ich persönlich find's ja wegen der stärkeren Metal-Akzente sehr gelungen. Aber eigentlich muss jetzt schnellstmöglich ne neue Veröffentlichung her, damit auch der neue Sänger mal auf Platte gebannt wird...
Coco: Puh, ich mag die Band ja wegen der unfassbar schönen Poppunk-Ohrwürmer. Auf dem neuen Album sind so einige Perlen in dieser Richtung drauf. Aber die Metal-Gitarre, die da neuerdings mit dazu gekommen ist, die finde ich eher anstrengend. Zum Glück spielen sie heute keine der Metal-Lieder. Es gibt heute auch nur ein Gegniedel-di-Solo zu hören. Das finde ich ausgesprochen gut!
Coco: Obwohl ich die neue Platte wegen der Metal-Soli gar nicht so oft gehört habe, sind die Ohrwürmer so penetrant gut, dass ich sie trotzdem sofort wieder erkenne. Dum-ti-dum!
hackemaier: Die Band hätte es auf jeden Fall nicht verdient, dass ihr die Fans auf Grund eines fehlenden Rodrigo wegrennen. 
Coco: Hermie beschwert sich über die Publikumsanimationsversuche. Dabei gibt es davon heute nur ganz wenige, auf dem Wilwarin-Festival waren es jedenfalls viel mehr, haha. Tja, ich weiß auch nicht, sonst nervt mich sowas auch. Endweder habe ich die Baboon Show so oft gesehen, dass mir das bei anderen Bands jetzt auch nichts mehr ausmacht. Wahrscheinlicher ist aber, dass Atlas Losing Grip so saugut sind, dass ich gerne darüber hinweg sehe, wenn ich zum Im-Kreis-Rennen aufgefordert werde oder das Publikum meint, im Takt mitklatschen zu müssen. Ich muss ja nicht mitmachen...
Coco: Also ein famoser Auftritt! Ich bin jedenfalls begeistert.
Ich hatte ja befürchtet, dass es rappelvoll im Schuhkarton hier wird, als ich die Massen draußen bei der Katze gesehen hatte. Aber es war angenehm gefüllt und nicht zu eng. War das bei den anderen Bands drinne auch so?
Fö: Irgendwie schon! Scheinen wirklich viele wegen dem Bahndamm hier zu sein und nicht wegen den Bands - und die halten sich dann halt lieber draußen auf. Wetter und so.
Fö: Letzte Band für heute: THE UPRISING. Melodischer Streetpunk aus Berlin. Die sind ja ganz gut unterwegs, zumindest liest man den Namen immer öfter - ist trotzdem für mich das erste Mal, dass ich sie sehe. Na, da bin ich mal gespannt.
Coco: So, für heute genug Bands gesehen (1).
hackemaier: Da schließe ich mich an. 
Fö: Kurz gesagt: Solide. Kann man sich gut geben, haut mich aber nicht vom Hocker, dazu habe ich diesen Stil einfach schon zu oft gehört, und was Eigenes bringen die Berliner da irgendwie nicht rein. Da hatte ich mir mehr von erhofft.
Fö: Die Band muss heute übrigens mit Ersatzbassist spielen. Klappt ganz gut. Fesselt aber einfach nicht. Wir bleiben noch auf ein Getränk, bevor wir uns gen Fachwerkschlafstätte machen. Morgen is ja auch noch ein Tag.

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