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Bunt statt Braun Open Air Familientag: Saras Wohnzimmer, Schicke Erscheinung, Audiospace, Rolling Bone, 28.08.2015 in Dortmund, Brauks - Bericht von Zwen

Bunt Statt Braun Open Air Familientag, 28.08.2015 in Dortmund

Bereits zum 4. Mal geht dieses Jahr das Bunt Statt Braun an den Start. Zeit - dachten sich zumindest die Leute vom Jugendzentrum - auch mal neben dem normalen Festivaltag einen "Familientag" einfließen zu lassen. Es gibt Kistenklettern und etwas "gesetztere" Musik. Außerdem hofft man mit diesem Angebot, die notorisch angepissten Nachbarn wenigstens etwas zu beruhigen. Soweit so gut, da ich natürlich heimlicher Audiospace-Fan bin und außerdem eh noch was wegen Morgen klären muss, geht der Herr Veranstalter des Bunt Statt Braun mal zum Bunt Statt Braun Familientag, welchen er aber nicht veranstaltet. 
Bühne steht auf jeden Fall schon mal. Sehr beruhigend. Die Kisten werden gerade abgebaut. Voll schade, hätte ich doch tierisch gerne gesehen, wie die Feuerwehr ein paar hilflose Punker aus den Bäumen retten muss. Aber kommen wir zur Musik. ROLLING BONE kriege ich leider nur so am Rande mit. Typ mit Akustikgitarre und teils Mundharmonika. Im späteren Verlauf des Abends wird er mir noch anvertrauen, dass er eigentlich mit Band unterwegs ist, diese aber heute irgendwie verschwunden ist. Der Herr ist übrigens eine gute Hintergrundmusik zum Sachen klären. Ich verstehe, was die Chefin mir sagt, und deswegen wird Morgen auch alles laufen.
Danach spielen SARAS WOHNZIMMER. Im Vordergrund sitzen übrigens die Kinder, um die es ja heute vorrangig gehen soll. Ja, Blagen! Genießt das, morgen besaufen wir uns und denken 'nen Scheiß an euch!
Aber zurück zur Band. Die sind die Überraschung des Tages. Die Sängerin spielt Keyboard und ab und an mal Melodica, der Gitarrist wechselt gerne mal zum Bass oder simuliert mit seiner E-Gitarre nahezu perfekt eine Geige und auch der Schlagzeuger hat da hinten ein ganzes Repertoire an verschieden Dingen, die klopfen, rascheln, klingeln und und und. Sehr vielfältig und einfallsreich das Ganze.
Die Songs sind eher traurig bis depressiv, aber es gibt auch fröhliche Nummern, wie das letzte Lied, welches vom Urlaub auf der Terrasse handelt, wobei das ja eigentlich auch traurig ist, weil man ja als Musiker kein Geld für richtigen Urlaub hat und hier auf dem Balkon die Tauben nerven. Dazu werden Morgen die Awesome Scampis bestimmt auch noch was zu sagen haben.
Dann ruft noch wer "Zugabe", aber die Sängerin sagt, dass sie für einen Rufenden keine Zugabe spielen. Außerdem hinken wir auch sehr hinterm Zeitplan her. Irgendwie scheint sich hier keiner drum zu kümmern. Man, man, und ich dachte die hätten hier in den Jahren mit mir mal was gelernt!
Publikum ist auch aufgrund der kurzfristig, aus den Boden gestampften, spontanen Planung auch kaum vorhanden. Ich würde sagen, dass nie mehr als 40 Leute da waren. Aber jetzt spielen ja auch AUDIOSPACE *würg*.
Testosteron-Rock'n'Roll + total schmierig. Ed Hardy-Shirts, damit man jeden Muskel sieht, jede Menge Gel in den Haaren, Lederjacke, prolliges Dicke-Eier-Gepose und Texte über Nutten und Drogen. 
Irgendwie eine Mischung Peter Maffay und den Böhsen Onkelz. Irgendwie möchte diese Band auch niemand gebucht haben. Außerdem erzählt man sich Backstage, dass die Band wohl auch keinen Bock hat, heute hier zu spielen.
Naja, ich habe auch keinen Bock mehr und verschwinde nach drinnen. Gesprächsthema: Audiospace und ihre sexistischen Texte. Danach: Audiospace und ihre überheblich Rockstar-Art auch hinter der Bühne.
Danach spielen dann noch SCHICKE ERSCHEINUNG. Das sind zwei schon etwas ältere Jahrgänge, die ein bisschen Akustik-Blödsinn auf der Bühne machen. Ein bisschen so, als hätte sich der Sänger von den Aeronauten mit einem Arbeitskollegen verabredet um ein wenig zu Klimpern und Unsinn zu singen.
Der Spaß steht hier im Vordergrund, was am häufigen Outfit-Wechsel und an der bekloppten Bühnenperformance deutlich wird. Zwischen den Songs wird dann selbstverständlich auch ziemlicher Non-Sense geredet.
Da es nun schon etwas später ist, und morgen für mich ein langer Tag wird, beschließe ich etwas eher abzuhauen, doch gerade als ich mich verabschieden will, ertönen die Klänge von Dirty Old Town, sodass ich noch etwas bleibe. Schönes Cover mit eigenem (deutschem) Text, welcher von der Bierstadt Dortmund handelt und wie könnte man diese treffender beschreiben, als mit den Worten "Hartz4" und "Bier". Alles richtig gemacht Jungs.
Ich hau mich jetzt aber aufs Fahrrad und dann gleich in die Koje. Wir sehen uns im Blutpogo, Jungs und Mädels.

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