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Vånna Inget, About Béliveau, PunPunBo, 21.05.2016 in Oerlinghausen, JZO - Bericht von Fö

Vånna Inget, 21.05.2016 in Oerlinghausen

Coco meint sie will un-be-dingt zu diesem Konzert nach Oerlinghausen, und sie würde auch fahren, und wir müssten nur ins Auto springen. Das klingt so verlockend, dass wir gar nicht wirklich nein sagen können. Ansonsten sprechen noch einige Punkte dafür:
1. war ich seit mittlerweile 11,5 Jahren nicht mehr im JZO. Unfassbar!
2. spielen Vånna Inget, das ist eine gute Band
3. spielen 2 Vorbands, die ich beide noch nicht kenne. Und ich freu mich doch immer über Bands, die ich noch nicht kenne!
4. ist heute auch sonst nicht wirklich was los wo man jetzt sonst unbedingt hin müsste. Also los!
Wirklich zeitig vor Ort sind wir nicht, aber trotzdem noch mehr als rechtzeitig. Da das JZO mitten in der Pampa liegt, ist denen ein pünktlicher Beginn offensichtlich egal, und so geht es erst gegen halb 10 mit der ersten Band los: PUNPUN BO.
Ich sach ma so: Bei diesem Vorsatz, mehr Bands sehen zu wollen, die ich noch nicht kenne, ist ja der gelegentliche Griff ins Klo eigentlich vorprogrammiert. Heute habe ich mir nicht mal die Mühe gemacht und im Vorfeld mal in die Band reingehört, so dass ich mich komplett unvoreingenommen darauf einlassen kann.
Zu hören gibt es, hm, wie sagt man, diesen 80er Düster-Punk, oder Postpunk, oder wie auch immer. Der Gitarrist legt dabei ein paar echt ordentlich klingende Sounds aufs Parkett, auch die Bassläufe zeugen von Fingerfertigkeit - aber das hilft alles nichts, ich finde das Resultat trotzdem ziemlich langweilig. Zu monoton, keine Überraschungen, kein Biss.
Gesang abwechselnd vom Bassisten und der Schlagzeugerin. Allerdings beides Gesangsstimmen, die mir nicht ins Ohr wollen. Zumal auch da wenig Abwechslung geschaffen wird, die beiden teilen sich die Lieder artig auf - erst gen Ende gibt es ein paar Songs, die auch mal mehrstimmigen Gesang bieten, was schon deutlich besser rein geht.
Insgesamt: So ach, naja, stellenweise ganz interessant, aber insgesamt nicht wirklich meins und zu eintönig, zudem ist mir der Auftritt für ne Vorband viel zu lang, das zieht sich wie ein durchgelutschtes Kaugummi. Immerhin gab's keine Zugabe.
Dann sind wir doch mal alle umso gespannter auf die nächste Band. ABOUT BÉLIVEAU ist ein ähnlich kruder Bandname wie PunPunBo, liest sich aber etwas eleganter. Und sie machen es uns noch einfacher, die Anzahl der Bandmitglieder zu zählen: Es sind nämlich nur zwei.
Etwas schwerer wird es da schon, die Musik in Worten zu umschreiben. Vielleicht hilft es, dieses Arsenal von Fußabtretern vor dem Sänger zu erwähnen. Er spielt sich da durch eine wahre Effektorgie, wie sie selbst gestandene 5-Mann-Kombos nicht besser hinkriegen könnten.
Auch das Schlagzeug ist druckvoll und peitscht die Songs ordentlich nach vorne. Stilistisch fühle ich mich an so 90er Alternative-Krams erinnert, durch ne ordentliche Noise-Wand getrümmert, hier und da etwas Post-Grunge und an Kyuss erinnernde Riffs. Leider auch alles nicht so wirklich meine Musik, aber in der Summe ergibt das ne ganz ordentliche Soundwand, der ich mich nicht voll entziehen kann.
Und der Rest der Reisetruppe? Die entziehen sich dem Geschehen, indem sie ihre Aufmerksamkeit auf die Halloween-Deko richten. Man kann sich ja nie früh genug auf dieses Ereignis vorbereiten!
About Béliveau interessiert das nicht, sie konzentrieren sich weiter auf die Musik. Nix was bei mir auf dem Plattenteller landen würde, aber so live für zwischendurch 'ne echt kurzweilige Angelegenheit.
Anschließend VÅNNA INGET! Schwedische Band, schwedischer Name, schwedische Songs. Was dazu führt, dass hier im Publikum außer nem "da-da-da" nicht wirklich viel mitgesungen wird. Dann muss man halt stattdessen lauschen und träumen und tänzeln.
Zuletzt gesehen vor 2 Jahren in Essen, damals noch in dezent anderer Besetzung. Die Bassistin ist wohl, so die kurze Recherche, auf dieser Tour nur aushilfsweise dabei. Außerdem fehlt heute das Keyboard - aber so wirklich vermissen tut man das auch nicht, die Stücke gehen auch so gut rein. Soundmäßig kommt das heute sogar deutlich besser als damals, was aber auch der besseren Abmischung zuzuschreiben ist.
Zu hören gibt es, tja, Midtempo-Post-Punk-Pop, sage ich mal. Sehr melodisch aber auch packend und mit Gespür für Songs, die im Unterbewusstsein noch ewig nachhallen.
Gibt ein paar eher knappe Ansagen über das gute Essen, die netten Leute und darüber, die Grenzen zu öffnen (sehr gut), ansonsten hält man sich eher bedeckt und lässt die Musik sprechen. Is doch auch mal nett.
Einziges Manko: Der Auftritt war viel zu kurz. Buh! Jaja, immer was zu meckern. Die eine Band spielt zu lang, die andere zu kurz, man kriegt halt nie was man will. Aber hier war zumindest am Publikumszuspruch bemerkbar, dass da gerne noch mehr hätte kommen können. Immerhin eine Zugabe wurde uns gewährt.
Und dann? Ab nach Hause! Toller Laden, toller Ausflug, tolle Band. Geht doch.

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Weitere Infos zu den Bands: PunPunBo, About Béliveau, Vanna Inget
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