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KNRD Fest Tag 2: Antillectual, Skin of Tears, Almeida, Noopinion, Money Left To Burn, Fair Do's, Kill the President, Forever Unclean, Dead Neck, Primetime Heroes, A Hero Build, 23.07.2016 in Hormersdorf, Naturfreundehaus - Bericht von Zwen

KNRD Fest Tag 2, 23.07.2016 in Hormersdorf

Zwen: Beim Zähneputzen werde ich heute morgen spontan zum Pfeffi- und Bier-Frühstück eingeladen. Aber gerne doch! Kommt gut nach den gestrigen Strapazen. Morgens halb 10 in Deutschland: Erstmal 'n Hansa. Komischerweise sind die Leute von den Minipax, bei denen ich den morgen gastiere, gar nicht so angetan vom selbigen. Das ist komisch, ansonsten aber nette Leute. Es wird Aufstrich gereicht und ich reiche Rollbrot.
Gerdistan: Frühstück: Eine angefangene Tüte Tortilla-Chips, die in meiner Wohnung rumflog. Es gibt für kleines Geld aber auch was Vernünftiges zwischen die Backen, wenn man sich aufraffen kann, die 100 m zum Gelände bergauf zu kraxeln, und das kann ich nicht. Wenige Pfeffi später laufen die ersten Radler die Kehle hinunter und es wird langsam was.
orwellwasright: Das Frühstück beginnt mit ungetoastetem Toastbrot und dem selbstgemachten Aufstrich von meinem Bruder, sehr lecker. Hinterher beschäftige ich mich mit der Aufnahme von ein paar Schlücken Absinth in der idealen Umgebung einer äußerst netten Reisegruppe aus Nürnberg und starte so wunderbar angeturnt in einen ziemlich schönen Tag.
Zwen: Beginnen wir den Tag mit etwas Antiwerbung. Meine Addiletten sind kaputt. Einfach durchgerissen. Ohne Grund. Immerhin habe ich noch die schicken weißen No-Name-Palmen-Schühchen, alles gut also. 
Zwen: Netter Hinweis, aber wie man seinen Shit clean halten soll, weiß ich nicht, aber vielleicht ist das auch wieder ein subtiler Hinweis, dass man bitte nur die auf dem Festival angebotenen Speisen verzehren soll. Der vegane Döner hier ist aber auch ultra-lecker! Dass davon aber mein Shit cleaner wird, kann ich nicht bestätigen.
Zwen: Da wir heute nicht im Stau stehen müssen, verpassen wir auch die PRIMETIME HEROES nicht. Noch ziemlich junge Senkrechtstarter, die mit viel Bock bei der Sache sind.
Gerdistan: Ja, das war schon amtlich, was die um 12 Uhr mittags da rausholzen. Ein paar andere Frühaufsteher stehen auch neben sich, oder neben mir, und gucken sich das an.
Gerdistan: Mal wieder so Skatepunk, aber auch nicht die technische oder Vollgas-Richtung, sondern mehr so das melodische. Kann man machen! Zum Glück hat sich Margarete die CD gekauft!
orwellwasright: Zu diesem Zeitpunkt hänge ich noch auf dem Zeltplatz ab und bestaune durch die Augen der GrünenFee ein weiteres Mal wie schön es hier ist
Gerdistan: Für ein Cover, das mir kein Begriff war, wird Alex von Money Left To Burn auf die Bühne gebeten. Und er kann sogar den Text!
Gerdistan: Irgendwann wird dann der Timetable geschrieben und aufgehängt, natürlich ohne Uhrzeiten, sowas professionelles erhält hier vielleicht in ein paar Jahren Einzug, aber nicht 2016.
Zwen: Damit aber auch ja niemand den Überblick verliert, wird bei jeder Band das Schildchen auf der Bühne mit dem wasserlöslichen Stift erneuert. Ja okay, ab und an wird es mal vergessen, aber ich selbst muss gestehen, dass es mir doch bei der Orientierung geholfen hat.
Gerdistan: A Hero Build aus Belgien. Keine Unbekannten und auch alle mordsmäßig begeistert, wenn es um KNRD geht.
orwellwasright: Ca. aber der Mitte des Auftritts von A Hero Build komme ich hinzu. Mal wieder Skatepunk aber mit ganz gut Wumms.
Gerdistan: Fast so schön wie die Mukke von AHB ist es, Bassist Kenny beim Grimassen schneiden zuzugucken. Mit Bowlingkugelglatze und dem Bart eines weisen alten Mannes sieht er aber auch einfach zum Anbeißen aus.
Zwen: Außerdem zelebriert der Herr bei den nachfolgenden Bands noch den ein oder anderen Stagedive.
Gerdistan: Leider musste ich nach den ersten zwei Songs eine Schicht am T-Shirt-Stand schieben. Es war quasi A Time To T-Shirt-Stand. Auweia. ATTS hoffentlich nächstes Jahr hier vor Ort!
Zwen: Die fand ich auch okay, Skatepunk halt. 
Gerdistan: Links im Bild, von Hinten, M.H., seines Zeichens Veranstalter von diesem ganzen Wahnsinn hier. Rechts im Bild: Die Band Wollstiefel aus Augsburg oder Ansbach.
Gerdistan: Dass es irgendeine Art von Baum gibt, um den man einen Circle Pit (zu deutsch: Kreisgrube) zelebrieren kann, ist ein Muss auf dem KNRD Fest. Leider muss man diese Palme mit Wasser füllen, damit sie steht, und das Wasser ist gestern ausgelaufen und deswegen ist vor der Bühne ein bisschen Matsch, obwohl das Wetter die ganze Zeit wunderschön war.
orwellwasright: Macht Spass hier, der Bühnenbereich wirkt bei natürlichem Licht gleich noch ein ganzes Stück toller, obwohl ich eine Steigerung dessen gar nicht mehr für möglich gehalten hatte.
Zwen:  Kreisgrube um den Baum (KNRD-Insider)
Gerdistan: Boah ey, hätte ich ma erst lesen sollen, nu hab ich das da vorhin auch geschrieben und jetzt stehst du voll dumm da.
Gerdistan: Das sieht ja so aus, als wäre hier gar nicht so viel los, das wäre ja schade wenn das so gewesen wäre!
Zwen: LÜGENFOTO! LÜGENFOTO!!!
orwellwasright: Das siehste auch nur aus der Perspektive so, knapp hinter Zwens lieblings Foto- und Stehplatzstelle gings da schon ganz gut ab.
Zwen: Kommen wir nun zum Rahmenprogramm: Es gibt moderiertes Flunkyball. Das ist hier so herrlich unorganisiert. Teams finden sich spontan zusammen und der Ball ist zuerst noch eine Patte und auch als diese dann durch eine Flasche ersetzt wird, wird immer mal wieder flux getauscht und getauscht.
Zwen:Trotzdem macht der Schiedsrichter einen sehr professionellen Eindruck, wie er immer wieder gewichtig das Spielfeld abschreitet, mahnend den Finger hebt oder drakonische Strafen erhebt. 
Gerdistan: Ein interessantes Foto - während im Vordergrund Flunkyball gespielt wird, streichelt Andy Dazzler zärtlich jemandem den Kopf. Was da los ist!
Gerdistan: Trinksport professionell moderiert von F. Pegelmann.
Zwen: Ah, natürlich! Der professionelle "Ich habe keine Ahnung, was ich hier tue"-Blick. Ne, mal ernsthaft, hat er besser gemacht, als jeder Fußballkommentator.
orwellwasright: Ungefähr auf der Hälfte des Geländes befindet sich etwas, das sich "Hydro Station" nennt und das sich heute im Licht als Bierbong heraus stellt. Lustig, hab ich auch noch nicht gesehen das sowas von der Festivalorga bereitgestellt wird
Zwen: Puh! Das war das letzte Foto, was ich gemacht habe und dann bin ich ungefähr eine halbe Stunde später schweißgebadet in meinem Kofferraum wach geworden. FOREVER UNCLEAN habe ich deswegen verpasst. Habe ich sonst noch was vom Rahmenprogramm verpasst?
  orwellwasright: Nein, soweit ich das beurteilen kann nicht. Der Sänger von Forever Unclean sieht übrigens vom Gesicht her aus wie einer unserer zuhause gebliebenen Mitbewohner, was mein Bruder diesem auch ganz glücklich und aufgeregt erzählt, sich hinterher dreimal bei diesem verabschiedet und dann schier ausflippt vor Freude als man ihm am Cocktailstand Rum in seinen Gin-Tonic schüttet. Forever Unclean klingen ganz gut und sehen auch aus als hätten sie Spaß auf der Bühne.
Zwen: Noch total verklatscht finde ich mich vor der Bühne zu DEAD NECK ein.
Gerdistan: Das ergibt irgendwie keinen Sinn. Forever Unclean habe ich gesehen, aber bei Dead Neck stand ich noch am Merchstand. Hä? Forever Unclean sind auf jeden Fall unglaublich süß und auch musikalisch ein Leckerbissen.
Zwen: Frag mich doch nicht, ich habe jetzt mal aus den Fotos geschlossen, dass ich Forever Unclean verpasst habe. Vielleicht bin ich aber auch nicht in meinem Kofferraum, sondern im Kofferraum eines DeLorean DMC-12, wach geworden. Das würde natürlich einiges erklären.
Gerdistan: Dead Neck dieses Mal früher im Lineup. Ich weiß auch nicht wieso, letztes Jahr konnten sie auch ziemlich spät und ultrasackhardcorebesoffen noch ziemlich gut spielen.
Gerdistan: Apropos spielen: Dazzler and friends (2/3 dieses Trios werden fleißig ausgetauscht) spielen die Songs einer 5-Song-EP, mit der sie seit zwei Jahren extensiv touren, und "take two placebos then you can call me lame" von NOFX. Und ggf. sogar noch 1-2 neue Songs.
Zwen: Gut, schön gradlinig vorneraus, eben gut.
orwellwasright:  Ja klingt alles recht stabil, ich hab die Band erst einmal live gesehen, bei einer Akustik Show im SUB Salzburg. Muss sagen gefällt mir in beiden Varianten ganz gut
Zwen: Working Class-T-Shirt. Die machen bestimmt Oi!. Ne, Skatepunk.
orwellwasright: Ungefähr ab hier würde ich mir dann doch mal ein wenig Abwechslung vom ganzen Skatepunk wünschen.
Gerdistan: Ja, das sind KILL THE PRESIDENT aus Valencia, die zwei Tage zuvor mal eben 30 Stunden durchgeballert sind nach Arschburg.
Gerdistan: Geil schnelles Drumming, Gniedelgitarre (leider nur eine) und darüber astrein gebölkte Vocals von Prince Alberto.
Gerdistan: Sehr guter Auftritt, "Weight of the World" von GR als Cover eingestreut, einfach klasse.
orwellwasright: So trotte ich zurück zum Campingplatz um noch etwas mit den Nürnbergern abzuhängen, ein Ereignis, das sich häufiger an diesem Tag wiederholen sollte. Dort gibts dann lecker Bier in denn Hals und The Baboon Show auf die Ohren
Zwen: Kill the President hauen jedenfalls ganz schön rein. Geil ist auch, dass beide Gitarre schön am Frickeln sind.
Gerdistan: Hab gar nicht aufs Bild geguckt und wollte kritisieren, dass KTP nur eine Gitarre haben, da fiel mir auf, dass das hier bereits FAIR DO'S sind.
Zwen: Hups! Bei mehr Genrevielfalt wäre das nicht passiert!
Gerdistan: Das hier ist der kleine Bruder des Sängers von Dead Neck. Die Skatepunk-Welt ist klein.
Zwen: Immerhin ein schönes Poserbild.
Gerdistan: Eine der Bands, auf die ich mich im Vorfeld am meisten gefreut habe, und ich werde nicht enttäuscht. Astrein supertight gezockter "2010er technical skatepunk", also richtig viel Gegniedel und Rüdi vom Pogoradio zu viel Metal.
Zwen: Tatsächlich mal eine Band, die auch für mich raussticht, weil eben einfach geil.
Gerdistan: Drummer John feiert heute seinen 30sten. Könnte mir schlimmeres vorstellen, als mit einem Haufen geiler Bands im Wald so ein monumentales Alter zu erreichen!
Gerdistan: Ja, Fair Do's, einfach geil, kauft diese Band oder wenigstens ihr Merch, die habens mal echt verdient.
Gerdistan: Gastauftritt von Mr. Sean Arnold, passionierter Gastmusiker bei ungefähr allem. Ich glaube hier war es ein Cover, möglicherweise von Propagandhi oder was anderem.
Zwen: Die Coverdichte war generell während des ganzen KNRD-Fests sehr hoch. Ich glaube nur Antillectual kamen ohne aus.
Zwen: Bei MONEY LEFT TO BURN gibt es wie gewohnt eine fette Party. Stagedives, Baumwürfe, Moshpit, eben wie es sich für eine Hausband gehört. Man kennt sich, man feiert sich.
Gerdistan: MLTB sind einfach immer wieder genial. Die Songs, die Menschen, die Performance, da gibts wirklich NICHTS zu meckern.
Gerdistan: Das hier müsste dann ein Cover der Band "Konrad 48" gewesen sein, aufgrund derer damals 2012 das erste KNRD Fest stattfand. Danach haben sie sich leider aufgelöst.
Zwen: Ein Hausbandelement, was natürlich auch nicht fehlen darf ist, dass man seine ganzen Freunde auf die Bühne holt und ordentlich abfeiert.
Gerdistan: JA MANN!
Zwen: ...und dann gibt es mal endlich einen richtig ordentlichen Stagedive. Dafür hat der Sänger, wenn ich mich sonst auch an anderer Stelle vielleicht gerne mal über seine Art lustig mache, definitiv meine Anerkennung.
Gerdistan: Da wurde noch der Sänger der Primetime Heroes aus der Versenkung geholt, war das noch ein Cover, ich weiß gar nicht, sollte vielleicht mal Notizen machen oder so.
Zwen: NOOPINION waren für mich jedenfalls das absolute Highlight. Da gab es schön vollen Punkrock, der souverän und ohne große Schnörkel runtergezockt wurde.  
Zwen: Ordentlich Bewegung gibt es hier auch auf der Bühne und zum Schluss sogar noch ein Gang Green-Cover. Geile Show!
Gerdistan: No doubt about it, I can't live without it!
Zwen: Schön auch, als der Gitarrist erzählt, dass er schon immer mal Fuffis durch die Hand schnipsen wollte. Leider hatte er keine Fuffis, sondern nur zwei Zwanziger in der Patte. Lower Middle Class Punkrock Problems.
Zwen: Bevor es dunkel wird, mache ich noch mal ein letztes Foto vom Campingplatz. Dieser ist wirklich sehr sauber. Es gibt tatsächlich hier eine ziemlich große Solidarität vom KNRD-Fest fürs KNRD-Fest.
orwellwasright: Über den Tag verteilt kommen doch noch einige Leute dazu, was allerdings nicht dafür sorgt, dass es unangenehm voll wird. Es ist immer noch schön überschaubar, was ein weiterer Pluspunkt für dieses Festival ist, da ich mich in zu großen Menschenmassen dann doch meistens eher unwohl fühle
Zwen: Es ist nun merklich voller geworden. Klar, jetzt kommen ja auch SKIN OF TEARS.
orwellwasright: Auf die hatte ich mich gefreut auch wenn so Sachen wie Melodycore, Skate- und Skapunk wie schon erwähnt nicht unbedingt zu denn Sachen gehören, die ich hauptsächlich höre.
Zwen: Ich war im Vorfeld merkwürdiger Weise 100% der Meinung, dass Skin Of Tears komplett reinen Skatepunk machen. Echt komisch, dabei ist mir doch schon im Rattenloch aufgefallen, dass die Musik ziemlich Ska-lastig ist. Finde ich aber gut, denn so ist immerhin im Gesamtbild mal etwas Abwechslung da.
orwellwasright: Skin of Tears sorgen aber tollerweise trotzdem dafür, dass die Mischung aus diesen Stilen bei mir zündet wie sonst nur selten. Bin froh, das nicht verpasst zu haben.
Gerdistan: Der Kenner nennt das "offbeat", besonders wenn keine Bläser im Einsatz sind, kann man mit diesem Fachbegriff immer punkten.
Zwen: Hey, Skin Of Tears brauchen keine Bläser. Der Toto kann auch prima mit seinem Mund tuten. Hat er zumindest heute bewiesen.
orwellwasright:  Ich find die Art wie die Leute hier stagediven und crowdsurfen irgendwie komisch. Es wird eine kleine Ewigkeit auf der Bühne verbracht und mit denn Armen rumgefuchtelt damit Mensch auch ja gefangen wird und dann trägt der Pulk von Leuten  die Person durch die Gegend anstatt sie weiter zu reichen. So hart ist der Boden auch nicht als dass hinzukrachen so schlimm wäre.
Gerdistan: Der Bassist kriegt 1000 Sympathiepunkte, weil er ein Siknotes-Shirt trägt. Er erzählt mir auch, dass die mal drei Konzerte zusammen in Deutschland spielen wollen. Augsburg ist bereit.
Zwen: Da ich mich ja jetzt mit Zeitreisen perfekt auskenne, wird es sicherlich möglich sein, dieses vergangene Konzert der beiden Bands noch in die zukünftige Tour mit einzubringen.
Zwen: Ach ja, Stichwort Coverdichte: Ich sage nur Men At Work - "Down Under" und Pixies - "Where is my mind?". Es gibt aber auch einiges an eigenen Songs. Gefreut hat mich zum Beispiel, dass vom neuen Album Fake My Day "Offline" gespielt wurde und dass "New Horizon" zum besten gegeben wird, war ja irgendwie klar. Wenn ihr mehr über das neue Album des Trios erfahren wollt, schaut doch mal, was ich dazu zu sagen habe.
orwellwasright: Als ich "Where is my mind" und "Down Under" höre zucke ich nur noch hektisch vor mich hin. Was mir wohl das Aussehen eines Duracell-Hasen auf Speed verleiht, wie ein Mensch neben mir feststellt
orwellwasright: Zum Schluss gibts dann noch lustiges Belagern der Bühne.
orwellwasright: Tolles Konzi, die schau ich mir gerne wieder an!
Zwen: Von ALMEIDA hatte ich mich bis dato doch etwas fern gehalten, dachte ich doch, dass die Musiker alle totale Freaks sind, die zwar ihre Instrumente bis zur Perfektion beherrschen, mich damit aber zu Tode langweilen. Nun, erstes stimmt, letzteres mal so gar nicht. Altah, ist das eine Wucht! Mir fallen gleich die Augen raus!
Gerdistan: Almeida ist einfach krank. Was hier geboten wird, schimpfen sie "progressive thrash", aber irgendwie sind sie damit in der Skatepunkwelt, in der krasse Soli ja langsam immer wichtiger werden, voll akzeptiert.
Gerdistan: Kennt jemand das Lied "Let's go smoke some pot" von Dash Rip Rock? Je nach Tauschbörse evtl auch von JBO, Blink 182 oder Green Day feat. NOFX. Jedenfalls gibts da einen tollen Gag in diesem Lied, der Sänger schreit "EVERYBODY SOLO" und dann legt jeder los. So ungefähr klingt die Musik von Almeida.
orwellwasright: Gefällt mir auch ganz gut, allerdings verfalle ich nach Skin of tears auch wieder in denn "ich lass mich nebenbei beschallen und quatsch ein bisschen mit denn neu kennengelernten Leuten"-Modus.
Zwen: "So, we have two songs left and then we brexit". Zuerst gucken sich alle ein bisschen betreten an und dann entscheidet man sich doch für ein Lachen. Es folgt noch ein leicht entschuldigend klingendes "I thought it was a funny joke."
Gerdistan: Also, Almeida... würde ich mir nie zu Hause anhören, aber live ganz schön geil. Man erzählt sich außerdem, der Bassist habe sich freiwillig gemeldet, die Plumpsklos umzurühren.
Zwen: THEE INFIDELS sind heute auch - zumindest in Teilen zu Gast - und da man nächstes Jahr eh auf der Bühne stehen wird, gibt es heute nur für bierschinken einen kleinen A cappella-Auftritt mit deftigen Klängen. Sehr schön!
Zwen: Das Bild kennt man ja auch irgendwo her. Hach ja, die KNRDs.
Gerdistan: Hier mal ein ganz wichtiges Foto, denn man sieht einen Bierkrug. Saufen wird auf dem KNRD Fest nämlich auch groß geschrieben, und bei Almeida war ich wirklich schon ziemlich duhn.
Zwen: Ich hänge ein wenig zurück. In der Zeit, mit dem Bier, eigentlich mit allem.
Zwen: ANTILLECTUAL stechen dann zum Ende mit ihrem politischen Midtempo-Punk etwas aus dem Gesamtensemble heraus. Wobei Midtempo gar nicht richtig ist. Eigentlich gibt es eher langsame Songs und Midtempo bis schnellere Lieder.
Gerdistan: Hier habe ich in weiser Voraussicht dann nur noch Wasser getrunken. Antillectual, klasse Band, besonders das Album "Start from scratch" mag ich sehr, und davon gibts auch ein paar geile Songs zu hören.
Gerdistan: Naja, ma sagen, es gab Drummer auf diesem Festival, bei denen es eher gerechtfertigt gewesen wäre, ein derart unscharfes Foto zu veröffentlichen.
Gerdistan: Politisch bissig, musikalisch vergleichsweise zahm, aber guter Auftritt, nix zu meckern, viel zum mitsingen.
Zwen: Richtig stark finde ich den Song gegen Homophobie, wo der Bassist die Botschaft ohne Mikro mit voller Kraft seiner Lunge ins Publikum brüllt und dazu von einer leisen Gitarre begleitet wird.
orwellwasright: Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Richtig Stark!
Gerdistan: Every crisis is a moral crisis, bring it on, let's start from scratch!
Zwen: Hier sehen Sie den offiziellen KNRD-Mottenfänger.
Gerdistan: Immerhin fallen sie nicht mehr in die Lampen und gehen in Flammen auf, das ist schon ne Verbesserung! (Ja, ich muss wirklich immer raushängen lassen, dass ich schon das dritte Jahr in Folge auf diesem Festival weile)
Zwen: Böh! Ich steige gleich wieder in den DeLorean und sorge dafür, dass ich auch schon fünf Mal hier war!
Zwen: Zum Ende wird dann noch mal die komplette Crew "gezwungen" auf die Bühne zu kommen. Geilo, Leute. Schön, dass sich so viele Bekloppte zusammenfinden, um so etwas aus dem Boden zu stampfen. Wenn das Festival auch bei der Vielfalt der Bands etwas zu wünschen übrig lässt, so steht doch außer Frage, wie viel Arbeit und Anstrengungen hier mit einem verschmitzten Lächeln von der Crew genommen werden. Großartigst! Leider habe ich das Punkrock-Yoga verpasst. Vielleicht nächstes Jahr.
Gerdistan: Ich bin auch auf diesem Bild.
orwellwasright: Der restlich Abend wird dann im großen und ganzen auf dem Zeltplatz ausklingen gelassen bei angenehmen Gesprächen, Mucke aus der Konserve und Bier.  Alles in allem ein richtig cooles Festival aufgrund von entspannten Menschen (was sowohl die Leutz aus der Crew betrifft, die ich getroffen habe, als auch das Publikum), leckerem Essen und der schon häufiger erwähnten schönen Umgebung auf der sich das Gelände befindet. Dabei bin ich eigentlich kein sonderlich großer Freiluft-Festivalfreund. Wenn jetzt vl. nächstes Jahr noch der ein oder andere Raw-, Hardcore-Punk oder Crust Act zum Lineup dazu kommt, werd ich restlos begeistert sein. Aber auch so bin ich mir sicher nächstes Jahr hier wieder am Start zu sein und das kann ich auch allen anderen nur wärmstens empfehlen.

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