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Moscow Death Brigade, LFO, Sunflowers of Death, 07.02.2017 in Mülheim/Ruhr, AZ Mülheim - Bericht von der Redaktion

Moscow Death Brigade, 07.02.2017 in Mülheim/Ruhr

Zwen: Na, toll. Nach einem ereignisreichen Wochenende bin ich jetzt erstmal krank. Warum fühlt man sich immer, wenn man im Winter ein paar Bierchen trinkt, danach wie ausgelutscht und überfahren? Die Halsschmerzen und die Heiserkeit kommen jedenfalls zu einem denkbar blöden Zeitpunkt, spielen heute doch die Hardcore-Antifa-Rapper um Moscow Death Brigade im AZ Mülheim. Ganz schlechter Zeitpunkt also um mit Tee und Hustenbonbons im Bett zu bleiben. Da es mir um 18 Uhr noch nicht wirklich gut geht, lege ich mich erstmal eine Stunde hin und siehe da; um 19 Uhr geht das doch schon wieder einigermaßen. Also doch aufgemacht, diesmal ohne Wegbier, dafür aber mit der festen Absicht, den letzten Zug um 23:45 Uhr zu nehmen. Wenn man am nächsten Morgen doch wenigstens nicht früh aufstehen müsste...
kiki: Krank? Das waren doch bestimmt die Nachwehen vom Rilrec-Festival am Samstag bei dir. Dienstag auszugehen ist ja fast so strange wie Sonntag. Aber bei dem stimmigen Line-Up kann man das ruhig mal wagen. 
Zwen: Egal, im Zug bzw. am Mülheimer Bahnhof treffen wir den Rest der Gang. Am AZ angekommen stellen wir zunächst einmal fest, dass es hier wirklich pickepackevoll ist und (ein Wunder geschieht!) es tatsächlich pünktlich um 20:30 Uhr mit der ersten Band LFO losgeht.
kiki: Wunder geschehen, ich habs gesehen...hat Nena glaub ich ja mal geträllert. Ja echt ey, pünktlicher Beginn im AZ Mülheim. Unfassbar!
Zwen: Völlig geflasht vom maurerpünktlichen Beginn, kann ich mich zunächst gar nicht auf die Musik konzentrieren. LFO machen irgendwie so einen Crossover aus Grindcore und HC. Ganz unterhaltsam wie der Drummer da in's Mikro grunzt und sein Gesicht dabei knallrot anläuft.
kiki: X-te Kapelle meines fast neuen Mitbewohners. Besonders erfreulich hierbei: Er hat kein Mikro und macht auch keine Ansagen. Diese Ruhe...aber ansonsten sieht er natürlich scharf  aus wie immer eigentlich <3
kiki: LASER FÖTUS OVERLORD spielen schon ein amtliches Brett, was man daran sieht, dass der Drummer (übrigens hier beim Schlagzeugerfoto gut zu sehen) extrem früh nach Luft japst. Gut, ballern und schreien gleichzeitig ist, denke ich mal, auch recht anstrengend.
Zwen: Ganz unterhaltsam; auf Dauer vielleicht etwas eintönig und anstrengend. Außerdem müssen die Gitarren doch tiefer hängen.
kiki: Och, die haben doch erst ein Demo welches zudem kein bisschen eintönig ist. Und bei knappen 20 Minuten Spielzeit gibts erst Recht nix zu meckern.
Zwen: Während sich die SUNFLOWERS OF DEATH noch schick machen müssen für die AZ-Bühne, erzählt uns der Drummer ein paar lustige Anekdoten mit Spitzen. Ich muss wirklich ziemlich oft schmunzeln. Geiler Typ, DER sollte mal ein Hörbuch aufnehmen!
kiki: Langweilig....nur weil Schoko sich noch schick machen musste...
Zwen: Beim eigentlichen Auftritt fragen wir uns die ganze Zeit ob Schoko da einen dicken Wintermantel oder einen Bademantel trägt, vergessen dann aber im Nachhinein zu fragen.
kiki: Heute war doch Russland das Motto des Abends. Putin, Vodka, Moscow Death Brigade. Dazu muss man doch einfach vernünftig gestylt auf die Bühne kommen, sonst wäre das alles ziemlich  unprofessionell. Und das möchte ich den Sunflowers auf keinen Fall unterstellen!
Zwen: Zur Musik hatte ich im Vornherein so einen tollen Satz im Kopf, den ich dem Leser nicht vorenthalten möchte: "Die Musik klingt als hätte sich ein Dreijähriger mit Magen-Darm in einem Raum voller scheppernder Metallplatten eingeschlossen". Es kommt aber, wie es immer bei vorgefassten Meinungen kommt, die Band überrascht dann doch mit was ganz anderem. Tatsächlich gibt es einfach nur verdammt kantigen Hardcore zu hören. Außerdem hat Schoko heute einen ziemlich guten Tag und klingt als würde man einen blankgeputzten Hammer direkt in die Kauleiste bekommen. 
Zwen: Dazu tobt er in seinem Zarenoutfit herum, als gäbe es kein Morgen.
kiki: Die Sunflowers gefallen mir bei jedem Auftritt besser. Abwechslungsreich, da immer mit neuen Ideen in punkto Ansage und Outfit, trinksicher (auch dienstags!) dazu jede Menge Action. Und nicht zu vergessen: Konfetti!
Zwen: "Den nächsten Song haben wir auf Vodka geschrieben, deswegen wäre es ehrenlos ihn nicht auf Vodka zu spielen."
kiki: Die Pulle Schnaps kreist, nachdem die Band nen tiefen Schluck genommen hat, artig durchs AZ. Leute, Leute....nochmal: Es ist Dienstag, bis Freitag ist doch noch nen End.
Zwen: Extremst gut finde ich auch das Cover von "West Berlin" von den Ärzt und natürlich das obligatorische "Eiskunstlauf-Hooligans".
kiki: Die haben was von den Ärzten gespielt? Ist gänzlich an mir vorbeigegangen. "Eiskunstlaufhooligans" hingegen darf natürlich im Set nicht fehlen. Heute wahrscheinlich in der Baikalseeversion.
Zwen: Dann wird erstmal die Backline abgebaut und ein Tisch mit Laptop aufgestellt. MOSCOW DEATH BRIGADE spielen dann wohl ohne Instrumente und diesmal zu dritt. Vor einem Jahr in Kassel waren sie ja noch zu zweit, aber bei den Sturmmasken weiß man ja auch gar nicht, vielleicht sind das sowieso bei jedem Gig andere Leute.
kiki: Naja, zumindest beim Hauptrapper erkennt man schon recht eindeutig, dass es immer der gleiche Typ ist. Die Stimme mit dem renglischen Akzent (Das Wort "renglisch" wollte ich unbedingt im Bericht unterbringen!) besitzt schon einen recht hohen Wiedererkennungswert.
Zwen: Letztendlich ist das ja auch egal. Wichtiger ist da schon, dass die drei Protagonisten auch heute wieder das AZ abbauen. Das Publikum ist optisch erstaunlich bunt: Von Langhaarigen, über Squatter-Punks, Skinheads mit Hosenträgern und Menschen in Trainingsanzügen ist hier wirklich alles vertreten und alle haben wirklich Bock und so wird es im kleinen Raum das AZ auch ziemlich schnell sehr warm und beim ersten Hardcore-Song entsteht dann auch direkt ein ordentlicher Moshpit. Stagedives'n'Highfives, so gefällt mir das!
kiki: Eigentlich gar nicht meine Mucke. Bissken Keyboard an, immer die selben Ansagen, schön die Hände in die Luft. Trotzdem oder grade wegen der Simplizität kommt da jede Menge Energie bei raus. Das von Swen bereits beschriebene bunt gemischte Publikum ist ein weiterer Faktor, der den Auftritt mal wieder recht kurzweilig gestaltet.
kiki: Zur Message der Jungs ist ja wohl auch schon alles gesagt, bzw. geschrieben worden. Hut ab, grade in einem so hoch demokratischem Land wie Russland so sehr für seine Meinung und Lebenseinstellung Position zu beziehen. Stelle ich mir nicht immer unbedingt so angenehm vor. Respekt dafür!
kiki: Schema der Shows auch immer recht ähnlich: Ein Song wird gerappt, danach kommt ein Abgeh-Lied. Eigentlich immer abwechselnd. Bei "Sharp as a Knife"wackelt kurz das komplette AZ. Und alle so :"Yeaaaaahhhh!"
Zwen: Da ich heute eh pogounfähig bin, stelle ich mich einfach ganz weit an die Seite und nicke angeregt mit dem Kopf. Ist ja fast ein bisschen wie Tony Hawk zocken. Schön entspannen und immer einen Rapsong und dann einen Punksong hören. Finde ich sehr gut.
kiki: Ein musikalisch sehr guter und vom Timing noch besserer Abend (letzter Zug heim: check!).
Drei Kapellen, die wirklich ohne Ausnahme von vorne bis hinten Bock gemacht haben. Dann auch gerne mal dienstags ...ab ins Bett. Und Tüss!
Zwen: Jo, same here. Leider sollte am nächsten Tag meine Stimme trotz Komplettabstinenz komplett weg sein. Danke Winter!

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