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Wacken:Open:Air 2017 Teil 3: Megadeth, The Dillinger Escape Plan, Prong, Marilyn Manson, Dog Eat Dog, Kadavar, Steak Number Eight, Grand Magus, Grave Digger, Sonata Arctica, 04.08.2017 in Wacken, Festivalgelände - Bericht von der Redaktion

Wacken:Open:Air 2017 Teil 3: Freitag, 04.08.2017

Kabl: Schon der vorletzte Tag. Da meine gestrige Schuhwerkskonstruktion eher nicht so erfolgreich war, hier ein zweiter Versuch. Müllsäcke als Schlammprotektor, in Socken reingeschlüpft, dann im Müllbeutel in die Turnschuhe geschlüpft. Die Müllbeutel an den Gürtellaschen der Hose befestigt. Hält! Bin ich wirklich der erste, der auf diese Idee gekommen ist? Ich werde gefühlte hundert Mal von Leuten angesprochen, wie toll diese Idee ist. Naja, nächstes Jahr mach ich einen Verkaufsstand und werde ein reicher Wacken-Scheich durch Schlamm-Protector-Trousers.
Kabl: Band 1 am heutigen Tag: KADAVAR. Wer mit seinen zwei größten Hits "Comeback Life" und "Doomsday Machine" direkt anfängt, kann eigentlich rein gar nichts mehr falsch machen. Außer, dass der Auftritt eigentlich nur noch etwas abflachen kann, da die beiden besten Songs schon abgefeuert wurden. Dennoch: Die drei Männer bieten einen gelungen Auftritt.
Kabl: Hier noch ein Schlagzeugerfoto. Er erinnert in sämtlichen Wesenszügen an eine Krake. Vergleicht das mal mit dem Bösewicht von Fluch der Karibik. 1:1: Bild
Kabl: Nochmal Impressionen vom Dorf.
phips: Ein kleines bisschen St. Pauli in Wacken, hab vergeblich die Tabledance-Stangen gesucht. Es gab dann aber nur Bier und Grillwurst mit Musikuntermalung.
Kabl: Da ich ja dieses Jahr voll der Pressetyp bin, der zwar noch nie Heiner Geißler beim Brunzen fotografiert hat (siehe Bericht vom Mittwoch), aber dennoch für die Bierschinken-Seite schreiben darf, nutze ich meinen D-Promi-Status aus und begebe mich mal in die Pressearea. Gigantisch. Der Pressebereich ist nochmal so groß, wie das komplette Gelände von kleineren Festivals.
Kabl: Gerade findet die Pressekonferenz zu "Werner - das Rennen" statt. Der Ort des Geschehens: Hartenholm (an dieser Stelle erwarte ich, wenn der Bericht online ist, einen Kommentar von JGS). Ja, Brösel erzählt so ein bisschen, dass er sich vorerst nicht auf das Rennen vorbereitet, sondern lieber seinen Garten pflegt und einen weiteren Comic zeichnet. Ganz amüsant.
Kabl: Jetzt mal wieder zu einer Hauptbühne und zwar zu GRAVE DIGGER. Bei meinem ersten Wacken-Besuch haben die mich sehr begeistert, heute finde ich sie eher so mittelmäßig. Die Hits kommen zwar gut (Excalibur, In The Dark Of The Sun), der Sänger ist aber irgendwie komisch drauf. Statt Ansagen brüllt er lediglich die Songtitel, immer so fünf mal. Manchmal brüllt er sie auch nur halb und erwartet, dass das Publikum sie vervollständigt. Zum Beispiel brüllt er: "Excali. Excali. Excali". Und das Publikum: "Bur. Bur. Bur". Klappt so mittelmäßig und nervt. Am Ende brüllt er: "Wacken, geht noch was? Wacken, geht noch was? Wacken, geht noch was?". Hm, nächstes Mal lieber einen Hit mehr.
Kabl: SONATA ARCTICA schaue ich mir mal gemütlich vom Jägermeister-Turm an, von der obersten Etage flüchte ich aber bald, da eine völlig besoffene, etwa Mitte vierzig jährige Frau versucht, ihre Mid-Life-Crisis zu bewältigen, indem sie sich an irgendwelche ebenso besoffenen Jünglinge ranschmeißt. Die Band liefert melodischen, etwas kitschigen Powermetal ab. Vor allem der neue Hit "The Wolves Die Young" gefällt mir!
Kabl: Rechts im Bild ein Pizza- und Dönerstand. Habe beides nicht verzehrt.
Kabl: Ich halte es exakt 20 Sekunden im Wrestling-Zelt aus. Der Moderator nervt nur noch.
phips: Da habe ich mich ehrlich gesagt noch nie reingetraut.
Kabl: Die letzten beiden Lieder von DOG EAT DOG habe ich dann noch mitgekriegt. Ich höre zwar keinen Hip-Hop, das Zelt ist jedoch sehr gut gefüllt und der Auftritt wird total abgefeiert. Ähnlich wie bei Grave Digger gibt es wieder total coole Mitbrüll-Teile: "If I Say Dog, You Say Eat - Dog Eat Dog". Weiter im Text.
Kabl: GRAND MAGUS! Wozu braucht noch irgendein Schwein Manowar, wenn es diese Band gibt? Texte, genau gleich. Hymnen, jawoll. Aber: Diese Band hat Bock und kommt ohne Diven-Allüren aus. Beginn des Sets direkt mit "I, The Jury" und "Varangian" und es folgen nur Hits über "Steel", "Battle" und "Warriors". Überragend! Schade nur, dass kein einziger Song von "The Hunt" gespielt wird.
Kabl: SALTATIO MORTIS? Könnte sein. Ich habe aber eine Allergie gegen Mittelalter-Rock und habe mir die nicht angeschaut. Rein objektiv gesehen machen die aber schon nette Ohrwürmer.
Kabl: So voll das Zelt bei Dog Eat Dog und Grand Magus war, ich glaube, dass es selten so leer wie bei STEAK NUMBER EIGHT war. Vielleicht war der Slot um 17.50 Uhr doch etwas zu ambitioniert für eine vielleicht noch etwas unbekanntere Band. Egal, was hier geboten wird ist schlichtweg eine geniale Mischung aus Sludge, Stoner und Metal, Spielfreude trifft auf vertrackte Rhythmen. Vor allem der letzte Song ist eine Granate. Weiß jemand wie der hieß?
phips: Steak Number Eight habe ich vier Wochen vorher schon als Vorband von Mastodon in Frankfurt gesehen. Hatte mir sehr gut gefallen, kann mir gar nicht erklären warum ich nicht da war.
Kabl: Jetzt spielen PRONG. Ich frage mich die ganze Zeit, ob der Bandname eine Onomatopoesie für irgendetwas ist. Die Band ist mir auf den mir bekannten Aufnahmen etwas zu lasch, der Auftritt ist hingegen super, weil abwechslungsreich und druckvoll. Ich sollte mal mehr Lieder von denen anhören. Überzeugend!
phips: PARADISE LOST, wie nennt man das Genre noch? Death Doom? Dark Rock? Egal, man konnte den Leuten ansehen wie sie es genießen. Wo ich das schreibe fällt mir ein, warum ich nicht bei Steak Number Eight war: Ich wollte pünktlich bei Paradise Lost sein.
Kabl: Wurde mit der Band noch nie warm. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich bei STEAK NUMBER EIGHT war.
Kabl: Ein paar Lieder von THE DILLINGER ESCAPE PLAN schaue ich mir noch an. Habe die Band vor ein paar Wochen schon beim Nova-Rock gesehen und die Setlist ist scheinbar exakt identisch. Man beginnt mit "Prancer" und "I Lost My Bet" und knüppelt sich dann eben so vertrackt durch das Set. Reißt mich heute absolut nicht mehr mit, vermutlich weil mir der Math-Core nach mittlerweile neun Stunden auf dem Gelände schlichtweg zu anstrengend ist.
phips: War für mich ein gutes Kontrastprogramm nach Paradise Lost und gefühlt auch bessere Stimmung als bei Trivium, die zeitgleich gespielt haben.
Haben mit Herzblut gespielt und alle mitgerissen. Knüppelzelt eben! 
Kabl: Ich fröne noch kurz einem meiner liebsten Hobbys: Fotografen beim Fotografieren fotografieren.
phips: APOCALYPTICA. Hab ich mir später auf YouTube angehört. Wer auf Instrumentalversionen von Metallica auf Klassikinstrumenten steht, dem kann ich das nur ans Herz legen. Mir war das zu langweilig nach dem Zelt, kann man aber gut zu arbeiten.
phips: MEGADETH. Alles in allem ein gelungener und solider Auftritt. Dave Mustaine hat erst was grimmig aus der Wäsche geschaut, aber nachdem die ersten Mädels vor der Bühne blank gezogen hatten, bekam er ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht und hat nochmal eine Schippe draufgelegt.
Danke Mädels!
Kabl: Ist mir zu sexistisch.
Kabl: Dann verlasse ich langsam das Gelände, nachdem ich mir noch APOCALYPTICA und EMPEROR gediegen von der Ferne angehört habe. Beide solide. Zum Glück habe ich nicht mehr bis zur Witzfigur Marilyn Manson ausgeharrt - alle die dies getan haben waren mehr als enttäuscht, die Performance soll eine absolute Frechheit gewesen sein. Mehr dazu liest man jedoch bestimmt im Metal-Hammer. Morgen geht es weiter - The Last Day Is The Deepest.
phips: Übrigens ein sehr schönes Beispiel wie toll die neue Drainage funktioniert hat.
Kabl: Für den Schlamm haben sich die Veranstalter auf der morgigen Pressekonferenz explizit entschuldigt. Das Drainagenprogramm wird bis 2018 fortgeführt.
phips: Nach den ersten Liedern von MARILYN MANSON habe ich das Weite gesucht. Nichtmal im Jägermeister-Hirsch ließ sich der Gig schönsaufen. Ich bin in meinem Leben noch nie so beleidigt worden!
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