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Disco Oslo, Der Tag des dümmsten Gesichts, 25.11.2017 in Münster, Zentrale - Bericht von Thruntilldeath

Disco Oslo, 25.11.2017 in Münster

Fakt 1: Ich habe zu viele Reviews offen und schreibe die jetzt in der falschen Reihenfolge: von Aktuell zu Alt. Fakt 2: Ich habe noch Rezensionen offen, die schreibe ich bestimmt noch dieses Jahr! (SORRY!) Fakt 3: Konzerte in Kiel sind der letzte Kack, deswegen fahre ich nach Münster. Und nur deswegen! Fakt 4: Disco//Oslo Dinglelingeling! Fakt 5: Disco//Oslo spielen NIE NIE NIE in Kiel. Scheiße ey. 
Münster, das bedeutet immer Fahrrad. Also nehme ich mein Fahrrad mit. Beim letzten Aufenthalt in Münster bin ich ein fremdes Rad gefahren, es war viel zu klein, es war unbequem, es hatte einen hohen Lenker und niedrigen Sattel, es hatte Rücktritt und einen Sattel, der für Fettithrun viel zu weich war. War ein Zeichen, wurde nicht als Solches erkannt. Und weil nach Münster immer der coole IC fährt, kann man auch mal das Fahrrad innet Abteil packen. Geil, deutsche Bahn. Geil, alter IC, geil, Arsch abgefroren.
Andere Leute sind schlauer und fahren schon am Donnerstag nach Münster und trinken am Freitag cool Dosenbier cool vorm coolen neuen münsteraner Bahnhof. Was ein tolles Gebäude, so viel modernes Glas, da kommt man sich gleich unbedeutend und unwürdig vor. Menschheit: Kleingehalten. Vorbildlich. Kontrast: Dose statt Glaspfand.
Nur er merkt's halt gar nicht, freut sich über die neuen Schuhe und missachtet sträflich die Doku über den Monarchen. Dabei könnte er sich da noch einiges abschauen und sein Leben auf ein neues Level heben. "Levels, Jerry!" "Well, of course it could be done! Anything could be done! But it only is done if it's done. Show me the levels! The bet is the levels."
When in Rome: Fahrradfahren. Ich fahr Rad. Und manchmal auch Bahn. Und critical mass. Meine erste Critical Mass. Natürlich nicht in Kiel, Kiel ist aus oben genannten Gründen doof, lieber in Münster Fahrradfahren und mal erleben, wie das so ist, wenn man in Münster Fahrrad fährt. Faszinierend, fahnsinnig, feucht-fröhlich. Bis zu dem Moment, in dem Fettigerd der Hinterreifen platzt und wir wieder zum Monarchen in Spe schieben dürfen. Münster: Dennoch danke. Autos raus aus Innenstädten!
Danach: Saufen.
Am nächsten Tag fehlen immer noch die Ebenen, weshalb Gerd in seinem Eck schnell versucht, eine Ebene aufzuspannen, den Mathemann zu beschwören und vor der Spinne gerettet zu werden. Hat nicht ganz geklappt, dafür hat Dortmund im Derby relativ dumm aus der Wäsche geschaut, so wie der FC heute gegen Freiburg. Fußball, Fahrrad, ist das hier 'n Sportblog? Danach, dabei, davor: Saufen, essen, Pipikackapillermannhumor. Schichtwechsel, Stöft vergessen, Fülm geschaut (Stimmt nicht), Möch getrunken (Lüge) und das Gehörn angestrengt. Dun supen, anziehen, frengeln bei Bucks, ab zur Zentrale, ins Herz von Koloss Münster.
Kleiner Laden mit Teppich, billiges Ihgittbier (Gutes Geschäft mit schlechtem Geschmack) und langem warten. Sollte ja PÜNKTLICH und FRÜH losgehen. Wie kann man nach all den Jahren und gefühlt 123.000 Konzerten noch auf diese Masche reinfallen? Dumm, dümmer, wir. So nämlich!
Und damit auch eine tolle Überleitung zur ersten Band: DER TAG DES DÜMMSTEN GESICHTS oder auch die dicksten Sportstudenten diesseits der falschen Rheinseite oder des Elbe-Dortmundkanals oder wie dat in Münster heißt. Anfangs ohne den Sympathieträger Rasmus (Namen von der Redaktion willkürlich vergeben), da dieser nochmal groß musste. Die Aufregung des Sängers vor dem Konzert.
Zweimal feucht durchgewischt und schon ging es weiter. Studentendeutschpunk von Studenten für Studenten mit neunmalklugen Texten und bewusst ironisch schrabbelig gespielten Instrumenten. Haha, ne, ich klau da gerne mal wieder bei der Konkurrenz:

Klingt streckenweise ein bisschen nach frühen FRAU POTZ, ohne die saublöde Studentenmasche, die dieser schreckliche Adam immer ätzender zur Schau trägt. Fazit: Geil abgeliefert, gerne wieder!

Wobei ich Adam Angst oder Potz nie gesehen habe und das daher nicht beurteilen kann, aber das Ox, die alte Shoegaze-Klitsche, wird das schon wissen. Sind ja Profis.
Wie witzig das alles ist, macht vor allem das witzige T-Shirt deutlich. Halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse.
Stichwort halt die Fresse: Geschichtsstunde mit Bernd Höcke. Einer von diesen in solch schlechten Magazinen wie diesem oft beschriebenen "Hits". Auch wenn Bernd Höcke mittlerweile wirklich ein einfaches Ziel ist, aber der Song bringt das ganz gut auf den Punkt. Hat auch den Vorteil, dass aufgrund der nicht ZU außergewöhnlichen Songstruktur auch das Publikum relativ schnell in die Angelegenheit eingebunden werden kann. Halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse, halt die Fresse. Und ja, der Song wurde natürlich zweimal gespielt. Vor allem auch, weil die Band das beste Lied der Welt nicht spielen kann. Bitte fürs nächste Mal üben. Danke. 
Familienreunion in Münster. Gotthard und Baltasar, getrennt in den Farben, vereint in der Sache.
Ok.
Eigentlicher Grund der Anreise: Die wohl beste deutschsprachige Band der jüngeren Vergangenheit, die absolutnichtmehrimschatten-deranderenstehenden DISCO//OSLO. Irgendwann mal vor Jahren dank dieser tollen Seite hier die kostenlose EP heruntergeladen und schon da stand fest: Das wird was! Vergleiche mit Pascow und Konsorten bieten sich natürlich immer an, gibt echt schlimmeres, aber das haben die mittlerweile einfach nicht mehr nötig. Wie lange ist das jetzt her? 7 Jahre? Wie die Zeit vergeht!
Und spätestens mit dem aktuellen Album Tyke haben sich die kleinen Racker ganz ganz weit vorne in der Rangliste meiner Lieblingsbands eingereiht, also wird das hier alles nur ein blödes Abgefeiere einer total großartigen Band mit genug kryptischer Scheiße in ihren Texten und genug Wut im Bauch gegen so vieles, was hier falsch läuft. Ohne plakative Texte, ohne Uffta-Uffta, mit reichlich Pessimismus und soviel Lebensfreude, wie Tyke erst im Zirkus und dann im Kugelhagel gehabt haben dürfte.
Wieso auch immer sich hier die Sirmmüz umdreht, das darf die doch eigentlich nur bei Skatepunk? Freche Müz! Und wie voll das hier geworden ist hab ich erst auf Facebookfotos gesehen, dichtgedrängt und vorne drin mitbölken und hüpfen und springen und Bier verschütten und mehr bölken und mehr strahlende Gesichter und mehr Schweiß und wieso können Konzert nicht immer so sein? Und das trotz dieser durchaus depressiven Themen, die hier besungen werden? Viel wird es nicht bewegen? Das mag wohl sein, aber manchmal reicht es auch, wenn alle zusammen ein wenig Spaß haben und so die Welt ein klein wenig angenehmer machen.
Geh mal spazieren, und geh mal raus hier!
Ok!
Weiß ich dann auch nicht mehr genau.
Und obwohl Münster die Fahrradhauptstadt ist, lassen einige Anfänger hier ihr elektronisches Rücklicht mehrere Tage brennen. Eventuell lag es daran, dass der Ausschaltemechanismus kaputt ist? Wird an dieser Stelle nicht mehr aufgelöst werden können, da 1. ich nicht in Münster bin und 2. auch nicht mehr so genau nachvollziehen kann, wo ich da versucht habe, herumzudrücken. Ein Wochenende, wie im Alter von 15 Jahren: Um 14 Uhr das erste Bier auf, um 23:30 zu Hause und ins Bett. Dazwischen: Kinderkrams, Rumgezicke und doofe Witze.
Und natürlich Zeit für Nachdenken, Insichgehen und Weltretten.
Haha, naja. Ne.
Sonst noch was? Jo, nö, schüs.

PS: Spielt mal in Kiel.

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Der Gaar
(Der Gaar)
15.12.2017 13:27
Lars du geiles Stück, du hast ne neue Band und erzählst das keinem? Pah! Lass mal was machen!
Thruntilldeath
(Thruntilldeath)
16.12.2017 10:01
BIERSCHINKEN BRINGT DIE MENSCHEN ZAMM!

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