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Vraket, Blindtext, 26.04.2018 in Bielefeld, Plan B - Bericht von der Redaktion

Vraket, 26.04.2018 in Bielefeld

Zwen: The Sensitives. Das ist eine Band wie ich sie mag. Schöner edgy Singalong-Punkrock mit leichten Folk-Einflüssen und dazu ein paar politische Messages. Außerdem sind Magnus, Paulina und Martin auch einfach saunette Leute. Irgendwie haben sich wohl nur nach den letzten ausgiebigen Touren die drei allesamt vorgenommen, was das fahrende Musikerleben angeht, etwas kürzer zu treten. Auch wenn es dafür persönliche und auch sehr gute Gründe gibt (wie Nachwuchs bei Drummer Magnus), ist das natürlich für den gemeinen Fan doch eher schade. Umso besser, dass sich zumindest Martin doch noch mal aufgerafft hat und den schneeigen Landschaften Schwedens in aller Frühe heute morgen entflohen ist. 
Fö: Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass Martin schon wieder unterwegs ist. Umso besser, dass Zwen fragt, ob ich nicht mit will nach Bielefeld. Noch dazu ins Plan B, da war ich noch nie.
Zwen: Da in letzter Zeit ja immer mehr der Wunsch aufkam auch etwas von der Fahrt zu berichten. Hier ein polarisierendes Foto.
Fö: Im Zuge der Web 2.0-Initiative von Bierschinken mit erhöhter Live-Partizipation wurde das Bild testweise auf Instagram gepostet. Hier die ersten Reaktionen:

uncle_m_music: Das tut mir leid. Ehrlich.
watch_the_stars: das "l" kann weg. 😋
fakeimmixer: Oh Gott dieses Deckskaff aber haben super Bier

Oelde scheint also echt viele Fans zu haben...
Zwen: Übrigens locken heute ins Plan B nicht nur die beiden Liedermacher, sondern auch der günstige Eintritt von 0€. Stattdessen geht später ein Hut rum, der sogar gut voll wird.
Den Auftakt macht dann BLINDTEXT und während ich mal wieder den Blindflug wage, hat Fö schon mal ein Ohr riskiert. Scheint aber eher zur allgemeinen Verwirrung beigetragen zu haben, oder?
Fö: Ey ja. Ein Youtube-Video war irgendsoein Elektro-Trance-Gemuffel mit dezentem Gesang, ein anderes, etwas älteres, war ne "richtige" Band mit Schlagzeug und Piano. Ich weiß also noch weniger, was mich erwartet, als vor meiner Recherche.
Zwen: Jedenfalls geht Blindtext im Plan B doch ziemlich unter. Ich könnte hier jetzt wieder die Gleichung des Messias anführen, mit welcher dieser analysiert, wie sich der Eintrittspreis auf das Publikum auswirkt, lasse es aber. Trotzdem kann man wohl sagen, dass Blindtexts dünnes Stimmchen von den Kneipenbesuchern einfach weggequatscht wird.
Fö: Vielleicht haben wir uns auch nur schlecht positioniert. Hinter uns jedenfalls sind überhaupt keine Leute, die sich fürs Konzert interessieren, vor uns schon eher. Aber uns jetzt da nach vorne drängeln und zwischen die Tische stellen würde auch nur für Unruhe sorgen. Puh, diese Akustik-Konzerte. Ich weiß nie, wie ich mich da verhalten soll.
Fö: Musik: Naja, so Akustik-Geplänkel, eigentlich ganz angenehm. Ebenso auch die Stimme, für meinen Geschmack zwar zu weich, aber immerhin kann er singen (da haben wir schon Schlimmeres erlebt!). So wirklich viel kommt aber, wie erwähnt, bei uns nicht an. Noch weniger bei den Ansagen, gefühlt scheinen die nur geflüstert zu werden.
Zwen: Am Ende gibt es dann noch in Featuring mit Martin bzw. VRAKET, wo mir das Zusammenspiel der beiden Gitarren wirklich gut gefällt. Als dann niemand Zugabe rufen möchte, meine ich zu verstehen wie Blindtext sagt: "Okay, es hat mindestens keiner Zugabe gerufen, dann spiele ich noch einen".
Zwen: Nach kurzer Pause darf dann auch schon VRAKET vor die Fotowand und mit seiner Gitarre ein paar Lieder spielen. Interessanterweise leert es sich vor dem Musiker etwas, aber dafür werden sich jetzt eher keine Burger mehr reingezogen und die Leute hängen stattdessen an Martins Lippen. Dieser legt dann auch richtig schön los. Lautes Punkrock-Organ hat er ja. Gut so!
Fö: Der spielt auch wirklich noch ein paar Level tiefer in meinem persönlichen Geschmacks-Game. Ausdrucksstarke Stimme, und Gitarre spielen kann er auch - auch, wenn sein Musiklehrer das damals anders sah. Das Konzert selbst ist echt ziemlich klassisches Songwriter/Storytelling-Konzept: Erst erzählt er was aus seinem Leben, schlägt dann die Brücke zum Thema des folgenden Songs und spielt dann schließlich das Stück. Finde ich ziemlich gut so, bei "verstärkten" Konzerten geht ja oft ziemlich unter wovon die Lieder eigentlich handeln. Wenn sie nicht gerade total plakativ "Trump" heißen.
Zwen: Ansonsten halt auch ein total guter Auftritt. Geschichten über Stress mit der Bayrischen Polizei, über das erste Mal richtig Saufen, über die Natur in Schweden und noch so dies und das wechseln sich ab mit eingängigen Songs. Mal aus seiner ganz persönlichen Feder wie "Yay, another straight white man with a beard and a fucking guitar!" oder "Mother Nature Ain't Nothing To Fuck With"
und mal von den Sensitives ("Trump", "Old Fashioned Fuck Off")
Fö: Der Auftritt geht recht kurzweilig rum, zaghaft wird am Ende dann noch zur Zugabe applaudiert. Martin meint, er hätte auf der Hinfahrt ziemlich viel Rancid und Against Me gehört - was wir uns denn wünschen würden. "Against Me!" schallt es aus den Reihen, und Martin freut sich, Rancid könne er nämlich eh nicht. "Walking Is Still Honest" gibt's zu hören, in einer, nunja, recht eigenen Version. Aber trotzdem gut!
Fö: Soviel dazu! Konzert ist kurz vor 22 Uhr zuende, was für uns super ist, um noch ne gute Bahn zu kriegen. Mitten in der Woche nach Bielefeld - kann man echt mal bringen!

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