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Ska im Westend: The Generators, The Valkyrians, The Courettes, Johnny Reggae Rub Foundation, 10.05.2018 in Dortmund, Westpark - Bericht von der Redaktion

Ska im Westend, 10.05.2018 in Dortmund

Thomas: Nach dem Konzert im Rattenloch am Tag zuvor und den anschließenden Unternehmungen bin ich heute erst um 15.30 aus dem Bett gekommen und habe somit die Hälfte der Bands mit Sicherheit verpasst, da der Beginn bereits um 14 Uhr festgelegt war.
Haase: Carina und ich wurden von Tim eingeladen, nach Dortmund zu kommen um zum Ska im Westend zu gehen und am nächsten Tag ins Rattenloch zu Chefdenker. Also fuhren wir da mal hin mit dem Flixbus. Wir sind um 14:30 Uhr in Dortmund angekommen, schauten noch kurz bei Tim vorbei und sind von dort aus weiter aufs Festivalgelände gegangen.
Fö: Bei mir hält sich der Anreiseaufwand in Grenzen, da ich zufälligerweise direkt neben dem Park wohne und somit quasi ein Festival direkt vor der Haustür habe. Der Albtraum eines jeden öden kleinbürgerlichen Spießer-Deutschen! Somit ist so ein Festival also auch eine willkommene Gelegenheit, unbeliebte Nachbarn zu vergraulen. Ich hoffe, es funktioniert.
Büchse: Ich hielt es da wie der Fö. Nebenan wohnen. Nichts desto trotz packte ich einen Bollerwagen voll mit Bier und los ging es. Allerdings auch erst n bissel später, weil ich ja noch auf Kölner Gäste warten musste. Ging aber voll klar. Von den Bands kannte ich eh nichts. Obwohl man gerade dann hingehen sollte. Naja, ich gehe seit einigen Jahren immer zu Ska im Westend, weil Ska geil ist und der Park auch. Passt alles zusammen. Das Soli-Konzert im Rattenloch hatte ich mir geklemmt mit dem Wissen, eh zwei Tage durchfeiern zu müssen, das reicht. Obwohl ich noch nie Diarrhea Suicide gesehen habe. Hat sich einfach nie ergeben.
Haase: Als wir ankamen, war schon JOHNNY REGGAE RUB FOUNDATION dran.
Fö: Recht gemächlicher, roots-orientierter Ska bis Reggae mit kreativem Bühnenbild: Der Sänger spielt ne Bassdrum und hat zudem ne Gitarre in der Hand. Dazu Orgel und Bass, mehr braucht es nicht.
Büchse: ja genau. Habe die nur aus der Ferne bewundert, aber das klang nach klassischem Ska. Also als der noch recht langsam war. Zum Einstieg ganz nett. Für mich muss Ska aber flott sein und zum Skanken einladen. Also lieber rumsitzen und Bier trinken. Das ist bekanntlich wichtig.
Haase: Die Musik war nicht so meins. Ich hab mich auch eher die ganze Zeit unterhalten.
Fö: Kann mich nur bedingt fesseln, dazu ist mir das irgendwie doch zu eintönig und zu sehr standard. Ein Lichtblick erst, als ich mich bereits auf dem Heimweg befinde: "Attitude" von Misfits. Aber das kriegen die Slackers einfach besser hin
Haase: Früher habe ich gerne Ska gehört. Heute ist es nicht mehr so meins. Reggae ist mir auch zu lahm.
Fö: Ab nach Hause, ich muss noch Geschirr spülen. Traumhafter Hausmanns-Tagesablauf eigentlich: Bands gucken und Hausarbeit erledigen wechseln sich munter ab.
Haase: Wir saßen mit Tim auf einer Decke etwas weiter von der Bühne weg. Der Typ im Hintergrund ist der Henning, ein Bandkollege von Tim.
Büchse: mit netten Leuten lässt es sich aushalten. Für mich ist Ska im Westend meist hauptsächlich grillen und erst dann Ska. Habe noch vier Tankstellen an dem Morgen abklappern müssen bevor ich n Grill bekommen habe. Ab und zu verliert man die Dinger ja.
Haase: Hier saßen wir so ungefähr. Mir ist die Schmiere auf der Linse auch erst später aufgefallen. So eine Scheiße!
Büchse: die Schmiere passt zum Wetter. Grau mit vereinzelten Tropfen.
Haase: Tim hat einen Bollerwagen mit einer Kühlbox voll Bier mitgenommen. Brinkhoff's trank ich zum ersten Mal. Das ging auf jeden Fall fit.
Büchse: bestes Premiumpils wenn ihr mich fragt!
Haase: Die zweite Band hieß THE COURETTES. Sie gaben vom ersten Lied an direkt Vollgas. Also sind Tim und ich nach vorne zur Bühne gegangen.
Fö: Kannte ich bisher nicht, aber Pedro erzählte zuvor die würden keinen Ska machen - willkommene Bereicherung! Gibt eher stark 60s/70s-mäßigen Garage bis Punk von einem Gitarre-Schlagzeug-Duo. Die Legende will es, dass die brasilianische Sängerin und der dänische Trommler sich bei einem Urlaub in Brasilen kennen lernten, woraufhin sie direkt zu ihm nach Kopenhagen zog, sie heirateten und eine Band gründeten. Schöne Story!
Büchse: fand ich ziemlich geil. Hat zwar nichts mit Ska zu tun aber n bissel alternatives Geschrammel kann ich mir immer anhören.
Haase: Der Schlagzeuger benutzte neben dem Stick einen Schellenkranz, mit dem er auf das Schlagzeug haute. Interessant.
Fö: Auftritt gefällt. Schönes Gefidel, Bewegung auf der Bühne gab's auch, alles wunderbar Lofi und Garage. Ein paar Brocken deutsch werfen die beiden auch noch rein, sympathisches Duo.
Haase: Tim mach mich darauf aufmerksam, dass die Sängerin ihren Lippenstift so weit hochgezogen hätte, dass es so aussieht, als würde sie aus der Nase bluten. Er hatte Recht.
Büchse: Das schöne bei Ska im Westend ist ja, dass man mal Musik mit Ecken und Kanten kriegt, also ein paar merkwürdigere Sachen, die man sonst nicht so sieht. Zum Beispiel gitarrespielende Frauen oder an der Front spielende Drummer. Nette Abwechslung. 5 Ska-Bands hintereinander hätten manche Leute wohl gelangweilt.
Haase: Hauptsache der Grill ist an. Wir setzten uns ein bisschen weiter abseits wo wir grillen konnten.
Fö: Ich verbringe die Umbaupause wieder zuhause: Sachen packen für morgen. Was du in der Umbaupause kannst besorgen, das verschiebe nicht auf nachts.
Büchse: Ach Haase, immer schön Chefdenker Zitate einwerfen. Mag ich :-) Sind dann doch noch einige Leute gekommen mit denen man ein paar Meter weiter von der Bühne grillen konnte. Hinten im Bild: mein vor ein paar Jahren auf dem Westparkfest gewonnener Bollerwagen. Schlau: mit Bootslack bearbeitet für lange Haltbarkeit, dumm: mehrfach hart überladen und daher Achse im Eimer.
Haase: Weil wir am Grillen waren, bin ich eigentlich immer nur noch kurz gucken gegangen, wenn eine neue Band anfing zu spielen. Mich hielt es dann aber nie lange an der Bühne.
Fö: War eigentlich auch mein Plan, aber bei The Courettes hab ich's dann doch länger ausgehalten. Und THE VALKYRIANS stehen ja auch noch auf der Liste.
Thomas: Pünktlich zu den Valkyrians aus Finnland hab ich es dann doch auf das Gelände im Westpark geschafft. Die Securities halten mich aber erst kurz auf, da Glasverbot herrscht. Ich trinke brav aus und gehe dann Richtung Bühne.
Haase: Ach, aus Finnland kamen die? Hätte schwören können, dass das alles Engländer waren.
Fö: Zum Glück haben sie den Weg hierher gefunden, war wohl nicht so einfach, wie dieses Video andeutet. Zudem sind sie wohl, ganz professionelle Rock'n'Roller, heute morgen so stinkbesoffen aus dem Flugzeug gefallen, dass ihnen vorm Auftritt erstmal ne ausgiebige Runde Mittagsschlaf verordnet wurde. Dafür machen sie jetzt aber nen recht fitten Eindruck!
Thomas: Typisch für die Valkyrians macht der Sänger die ganze Zeit Gesichtskirmes auf der Bühne. Auch ansonsten ist das immer wieder ein Spaß die anzuschauen, weil wer sich so auf der Bühne verhält, zeigt, dass die sich selber nicht so ganz Ernst nehmen.
Haase: Auf jeden Fall gehörten sie schon zu den bekannteren Bands. Das Publikum fing fleißig an mitzusingen.
Thomas: Musikalisch ist das eher so zum Mitwippen geeignet. Also eigentlich sehr passend für einen Tag im Park. So Rocksteady der 60er/70er in Richtung The Specials spielen die Finnen da auf der Bühne.
Thomas: Wir bewegen uns nach den Valkyrians mehr in die Mitte vor die Bühne. Irgendwer schmeißt ne Bierflasche vor unsere Füße und ziemlich schnell häuft sich ein kleines Flaschenmeer an. 
Fö: Ich nutze die Pause und geh kurz nach Hause. Schnell was zu essen machen. Zwar bietet das Festival auch ausreichend kulinarische Besonderheiten, aber mein Geldbeutel schreit nach Do-It-Yourself.
Büchse: Wo wir beim Thema Preise wären: An sich ist so ein Festival ja unterstützenswert. Aber wenn man dann auf die Preisschilder guckt (vor allem beim Bier) erwischt man sich dann doch wieder beim Gang zum Kiosk oder nach Hause.
Thomas: Dann entern THE GENERATORS die Bühne. Ich dachte dat is heute n Skafestival? Na, immerhin kriege ich so noch ne Portion Punkrock zu hören.
Haase: Ich bin wieder zur Bühne um mal zu gucken und war auch überrascht, dass für so ein Skafestival eigentlich wenig Ska gespielt wurde.
Fö: Wirklich ein erfreulich abwechslungsreiches Lineup dieses Jahr!
Thomas: Die Generators kann mensch getrost dem Melody-Punk zuordnen, wie er in den 90ern modern war. Ich tippe darauf, dass die Band auch aus der Zeit stammt.
Haase: Und dann gings wieder zurück zu den anderen abseits, wo der Grill langsam aus ging.
Fö: Jau, ziemlich klassische Westcoast-Ami-Punkrock-Kapelle. Freuen sich auch sichtlich, dass das vemeintlich Ska-affine Publikum vorm Auftritt nicht gänzlich die Biege gemacht hat.
Büchse: Ich kann mich da an nix mehr erinnern. Gut dass das mal gesagt wurde. Generell wieder sehr wenig Musik gesehen und sehr viel gegrillt. Irgendwie ist das jedes Jahr so bei mir.
Thomas: Selten habe ich in letzter Zeit einen Pogo mit so hohem Altersdurchschnitt gesehen. War schon witzig. Weniger witzig waren die Deppen, die sich auf die Fresse hauen mussten. Lag dann wohl am Vatertagssaufen.
Fö: Ohne volltrunkene Assi-Prolls wär das Festival super. Aber leider ist es an Vatertag und Leute mit Bollerwagen sind hier. Oh, sorry Tim!
Büchse: Hey, ich bin kein volltrunkener Assi-Proll.
Thomas: Die Generators spielen einen Ohrwurm-Song nach dem anderen. Alles nix Neues, lässt aber gut den Fuß mitwippen. Manche Songs erinnern zwischendurch an Pennywise oder auch Social Distortion.
Fö: Ich kenn nicht wirklich viel von der Band, geht aber alles gut rein. Nur geht mir der Auftritt dann irgendwann doch zu lang...
Thomas: Das Flaschenmeer wächst. Fö macht fleißig mit und schmeißt wie gewohnt seine Flaschen dazu! Wir haben Schadenfreude dabei, die Menschen zu beobachten, die in das Loch in der Menschenmenge treten wollen und dann erst merken, was der Grund ist, warum hier niemand steht.
Thomas: Vor der Bühne ist es die ganze Zeit gerappelt voll. Die Leute auch. Einige Alkoholleichen werden aus dem Pit rausbegleitet, weil ständiges Umfallen dann auch irgendwie nervt.
Thomas: Puh, die spielen echt eineinhalb Stunden. Ein bisschen eintönig wirds dann doch zum Schluss, aber trotzdem ein runder Auftritt.
Thomas: Ja, soviel zum Flaschenverbot. Fö, musst du immer so nonkonform sein ;-)
Fö: Ich sollte Pfandsammler werden, ich ziehe Flaschen einfach magisch an. Damit meine ich natürlich nicht dich, Thomas.
Haase: Joa, das sind Schmock, Chris und Sushi. Mit den dreien habe ich noch gut was getrunken. Wir spielten vorher noch in einer größeren Gruppe Flunkyball. Irgendwann wurde die Gruppe aber immer kleiner und so gingen Tim, Carina und ich so gegen eins nach Hause zum Tim.
Büchse: Der Sushi spielt tatsächlich Posaune. Den hätte ich mal vor zehn Jahren kennenlernen sollen, als wir noch ne Ska-Band hatten. Haase und ich brüllten nach Ende der live-Musik noch lange Chefdenker-Songs von meinem Brüllwürfel mit. Damit gingen wir ein paar Leuten selbstverständlich auf die Nerven, was voll ok war.
Büchse: Das ist schon der nächste Tag. Somit ist dieser Bericht auch repräsentativ für das gesamte mehrtägige Westparkfest zu sehen. Das Wetter war deutlich besser, der Park war gefüllt mit Familien und chillenden jungen Erwachsenen. Kontrastprogramm zum Tag davor. Carina und ich sammelten Energie für den Abend in Schwerte, während Haase in Köln Mathenachhilfe geben musste. So mutt dat!

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