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Meuchefitz Open Air: 100Blumen, Todeskommando Atomsturm, Deutsche Laichen, Koyaanisqatsi, XschmutzigermenschX, Abgesagt, Boston Curtis, Beton de Rouge, Rotzfreche Asphaltkultur, 19.-20.05.2018 in Meuchefitz, Gasthof Meuchefitz - Bericht von der Redaktion

Meuchefitz Open Air, 19.-20.05.2018

Schoko: Ey Meuchelfitz, ich habe viel von Dir gehört und als ich gelesen habe, dass Koyaanisqatsi spielen war klar, dass ich Dich besuchen komme. Auch der Rest des Lineups war vielversprechend. Eine witzige Reisegruppe hatte sich ebenfalls lautstark angekündigt und die Vorfreude groß. Leider hat der Hafengeburtstag in Hamburg meine Mitfahrgelegenheit gesundheitlich ausgeknockt und ich hab mich auf zu Hause bleiben eingestellt. Und Zack sitze ich am Samstag halt mit Jochen und Fö im schönen T3 auf dem Weg nach Meuchelfitz. 
Fö: Bei mir war's ne relativ kurzfristige Entscheidung. Nix zu tun, Jochen hat noch Platz, also los! Hab im Vorfeld auch schon einiges von dieser Veranstaltung gehört, die irgendwo in der Knüste stattfindet als Teil der 10tägigen "Kulturellen Landpartie", was wohl ein Überbleibsel der Anti-Atomkraft-Bewegung ist. In dem Rahmen hat jedenfalls fast jedes Dorf und jeder Bauernhof in Wendland irgendwelche Angebote, die von Konzerten über Brauereiführungen bis hin zu Yoga-Kursen und Kräuterkunde gehen. Wir bleiben dann mal doch bei der Musik!
Coco: Meuchelfritz! Letztes Jahr zur selben Zeit war ich schon auf dem Wilwarin verplant. Aber nachdem die ganze Alibi-Belegschaft in den höchsten Tönen schwärmte...dieses Jahr bin ich auch dabei. Urlaub auf dem Lande.
Schoko: Der Campingplatz ist schon so voll, dass ich mir Sorgen machen muss, die Rettungswegmindestbreite mit dem Zeltaufbau zu gefährden. Aber geht dann doch. 
Nach dem Aufbau habe ich dann damit begonnen, mir ordentlich einen zu nörten-hardenbergern. 
Coco: Du hast anscheinend auf dem Parkplatz gezeltet. Ja, der war schon voll, Mr. Nörten.
Fö: Gelände: Alles schön! Gut was los, viel mehr Leute sollten hier echt nicht mehr kommen. Aber ist auch alles echt liebevoll. Zelten und Bands gegen Spende, man braucht keine breitschultrigen Securitys, alles läuft friedlich, jeder passt auf, das Publikum zieht sich quer durch alle Generationen, ganze Familien sind da, Hunde auch, ein Paradies für Hippies und Punker.
Fö: Es gibt zwei Bühnen. Los geht es im "Schweinestall", ein schlauchförmiger Verschlag, in dem die Band aber nicht der langen Seite zugewandt spielt sondern der kurzen - was dazu führt, dass direkt vor der Band nur etwa 1 Meter Platz ist für Publikum, die anderen müssen am Rand stehen. Irgendwie komisch, aber funktioniert.
Fö: Die Band da dürfte BETON DE ROUGE sein. Mir bisher nicht bekannt und setzt sich auch nicht wirklich fest. Eher rockige Geschichte, um nicht zu sagen familientauglich, viel Energie kommt da nicht rüber. Also gehe ich nach ein paar Liedern auch wieder.
Coco: Ja doch, sehr rockig das. Ich hab ca. 30 Sekunden davon bewusst wahr genommen. Rein gestolpert, Lea guten Tag gesagt, die fragt, ob ich mit raus kommen will, ich sag nee, ich will doch die Band sehen, kurz mal zu gehört, dreh mich direkt wieder zu Lea um und sag "Okay, lass raus gehen."
Schoko: ich kann mich an die gar nicht erinnern. Wahrscheinlich habe ich die auch gar nicht gesehen. Egal. 
Fö: Wie wir vor Ort erfahren, spielen gerade 2 Kilometer weiter Kettcar einen Soli-Gig für Seawatch - auch cool! Aber wir sind ja wegen Punk hier. Trotzdem ärgere ich mich im Nachhinein etwas, da nicht vorbeigeschaut zu haben, zumal ich die nächste Band im Schweinestall, xSchmutzigerMenschx, eh nicht gesehen habe.
Schoko: Kettcar reizen mich ja so gar nicht, deswegen habe ich mir schmutziger Mensch angesehen. Ich kann zur Musik allerdings nicht mehr so viel sagen. Zu viel Nörten Hardenberger. Aber ich glaube, die haben mir ganz gut gefallen. 
Fö: Anschließend: BOSTON CURTIS! Kannte ich bisher auch nicht und stolper erst zu den letzten 1-2 Songs rein. Wütender Hardcore-Punk, gut auf dem Punkt gespielt, gefällt mir! Genau die richtige Musik für kleine kuschelige Schweineställe. Reinhören hier.
Schoko:  Oh ja, Boston Curtis ist der erste richtige Knüller des Abends. Die sind echt angepisst und das hört man.
Der Schweinestall ist wirklich genau die richtige Location für die Musik. So müssen Punkkonzerte sein. Klein, eng, laut und mit einer wütenden Band ohne Bühne. I love it.
Fö: An kulinarischen Exquisitäten gibt es zum Einen den sagenumwobenen Pizzastand, der so überlagert ist, dass man nach 45 Minuten Anstehen noch weitere 45 Minuten auf seine Pizza warten muss - dementsprechend dieses Wochenende von mir nicht frequentiert. Aber dafür waren die Pommes gut.
Coco: Ja, die Pommes waren gut, vor allem die Knoblauchmajonäse. Aber am liebsten hätte ich was im Gasthof gegessen, aber da waren die Wartezeiten noch exorbitanter...
Danke an den verrückten Pommesmann, der hatte auf jeden Fall 24/7 Schichten Pommes braten. Und trotzdem immer den passenden Spruch parat, das hat mich schwer beeindruckt.
Schoko: Ich habe tatsächlich ca 90 Minuten auf meine Pizza gewartet und was soll ich sagen, selbst die doppelte Wartezeit hätte sich gelohnt. Hmmmm... lecker!
Fö: Gibt noch weitere Programmpunkte neben der Musik, wie ein Theaterzelt, Lesungen, Siebdruck, oder hier die Ausstellung über das Frauendorf Jinwar in Rojava
Fö: Anschließend: ABGESAGT! Ein Name wie geschaffen für ein Festivalplakat. Hab die Düsseldorfer ja auch schon 1-2 Mal gesehen und auch heute find ich das wieder ausgesprochen gut.
Schoko: Abgesagt haben mich auch überzeugt! Bestes Konzert, was ich bisher von denen gesehen habe. Liegt vielleicht auch teilweise am Schweinestall und der grandiosen Atmosphäre. 
Fö: Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass die Instrumentalfraktion irgendwie jeder so für sich spielt, das Resultat macht trotzdem Bock. Reinhören hier.
Coco: Die machen eigentlich gar keinen Punk, sondern von der Attitüde her ist das eher so Freejäzz. Also zumindest bei den Saiteninstrumenten. Das Schlagzeug bildet das unerschütterliche Grundgerüst und Gitarre und Bass gucken mal, was dazu heute so passen könnte. Ich glaub, das würde tierisch in die Hose gehen, wenn sich die zwei nicht gegenseitig auf die Finger gucken könnten.
Coco: Dazu ein schöner Schrei-Gesang, der passt immer drauf, egal was Gitarre und Bass da so gerade machen.
Fö: Kam auch verdammt gut an, vielleicht auch weil so einige Leute aus unserer Region da waren, vielleicht auch weil das einfach mal so schön anspruchsloser Punk war. Vielleicht auch wegen dem Schleimkeim-Cover, wer weiß.
Schoko: es ist tatsächlich das halbe Ruhrgebiet da. Wahrscheinlich hat man sich deswegen so schnell zu Hause gefühlt. 
Dass Abgesagt so gut ankamen, kann auch daran liegen, dass sie geil abgeliefert haben. 
Fö: Anschließend stehen die Auftritte auf der Draußen-Bühne an! Den Anfang machen DEUTSCHE LAICHEN. Irgendwann letztes Jahr in Dortmund gesehen und für gut befunden, also freu ich mich heute drauf.
Schoko: Ich habe bisher noch nie etwas von der Band gehört und war auch einer der wenigen, der das Wortspiel im Bandnamen gar nicht so witzig fand. Aber drauf geschissen, denn die Musik überzeugt mich ab der ersten Sekunde. 
Fö: Und, ja, das kann schon wieder voll überzeugen! Find ich sogar noch besser als damals in Dortmund, vielleicht ist der Sound besser oder die Band einfach mehr eingespielt, knallt jedenfalls ganz ordentlich.
Fö: Musik: Punk! Es wird gesungen, geschrien, zwischendurch auch mal mehrstimmig und melodiös, dabei aber durchgehend druckvoll und abwechslungsreich. Post-Pop-Hardcore-Punk oder was auch immer. Reinhören hier.
Schoko: Ich finde vor allem den Gesang herausstechend, hier kann jemand wirklich singen!
Fö: Etwas verwirrend, dass sie mit zwei Leuten am Bass aufwarten, die sich abwechseln. Verstehe ich nicht. Aber hatte bestimmt einen Grund, und sei es nur mich zu verwirren.
Coco: Mir geht es mit Deutsche Laichen umgekehrt - damals im kleinen Kellerloch in Dortmund haben sie mir ausgesprochen gut gefallen. Auf der großen Bühne hier wirkt das irgendwie nicht so. Und der Sound könnte auch besser sein.
Schoko: Also für mich sind Deutsche Laichen wirklich eine angenehme Überraschung, die behalte ich auf jeden Fall auf dem Schirm!
Fö: Zwischendurch wird immer mal hingewiesen auf die Geschehnisse am Vortag, als ein paar linke Straßenmusiker vor dem Haus eines berüchtigten Polizeibeamten eine Kundgebung abhielten und anschließend von der Polizei verprügelt wurden. Das liest sich im Polizeibericht etwas anders und selbst wenn die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen sollte, Deeskalation scheint hier echt ein Fremdwort zu sein. Mehr dazu hier oder auch hier oder, wer etablierten Medien mehr vertraut, hier.
Fö: Anschließend: KOYAANISQATSI. Schon wieder so eine Reunion-Band. Oder waren die gar nicht aufgelöst? Egal. Jedenfalls spielen die dieses Jahr ein paar vereinzelte Shows.
Schoko: Endlich Koyaanisqatsi. Der Grund, warum ich überhaupt hier bin. 
Fö: Muss ja zugeben, die Band früher zwar gehört zu haben, aber nie wirklich verinnerlicht. Mag daran liegen dass ich sie anfangs immer mit Kobayashi verwechselt hatte und ich die einfach viel besser fand. Aber wat solls.
Schoko: Ich habe die Band früher ebenfalls sehr gern gehört und war auch in der Lage, sie von Kobayashi zu unterscheiden. Leider habe ich sie nie gesehen und hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass sich das ändert. 
Fö: Gibt jedenfalls diesen deutschsprachigen Punkrock à la frühe Turbostaat oder Muff Potter, bloß eben aus einer Zeit als noch nicht jede zweite Band so klang. Reinhören z.B. hier.
Schoko: Hach, ich fühle mich auch gleich wieder etwas jünger, wenn ich das so höre. 
Fö: Beim Gesang wechseln sich Bassist und Gitarrist ab, bei zwei Liedern ("Paranoid" und "Klippen") gibt's auch mal weibliche Gesangsunterstützung, was dem Auftritt auch gut tut.
Schoko: Ich hoffe ja wirklich, dass es nicht bei den paar Konzerten in 2018 bleibt und ich die Band auch nochmal in einem Club sehe. Das wäre schön!
Fö: Anschließend TODESKOMMANDO ATOMSTURM! Die Band heute, die ich schon am häufigsten live gesehen habe, gleichzeitig aber auch die auf die ich mich am meisten gefreut habe - und die, bei der ich einfach am meisten Spaß hatte! Erwartungshaltung erfüllt.
Coco: Ja genau.
Schoko: Ja genau. 
Fö: Ich weiß auch gar nicht, was ich noch groß zu dieser Band schreiben soll. Großartige Lieder, toll eingespielte Band (die werden echt immer besser!) und auch sonst stimmt alles. Ach schön! Bisschen tanzen jetzt.
Coco: Ja genau.
Schoko: Ja genau. 
Fö: Die Band freut sich auch. Über all die glücklichen und fröhlichen Menschen hier. Kann ich nur unterschreiben, wirklich ne sehr schöne Veranstaltung, das alles hier.
Coco: Ich kann Fö nur in allen Punkten zustimmen.
Schoko: Ich kann Fö und Coco nur in allen Punkten zustimmen!
Fö: An die Zyniker, Eine Milliarde Chinesen, Einbahnstraße, Wasserstandsmeldung, MH370, Früher war da doch mal Hass usw usf - nur Hits!
Coco: Die werden echt immer besser. Alles genau auf den Punkt gespielt, wirklich ausnahmslos Hits, und dann obendrauf auch noch die nettesten Menschen, die je aus München raus kamen; ich bin verliebt.
Coco: <3
Schoko: Sehr sympathische Menschen, neben dem astreinen musikalischen Teil sind die Ansagen auch einfach nur Zucker und überhaupt total süß, wie die Band sich freut, hier spielen zu dürfen. Dass die Band Spaß hat, merkt man wirklich und das macht mir wiederum total viel Spaß 
Fö: Oh, den kennen wir doch. Koyaanisqatsi-Chris spielt ja inzwischen eigentlich bei 100 BLUMEN, und die dürfen auch noch ran.
Fö: 100Blumen hab ich jetzt ja auch schon einige Male gesehen und war jedes Mal begeistert, nur heute will sich das irgendwie nicht einstellen. Netter Auftritt, aber irgendwie fehlte da der Wumms.
Fö: Vielleicht weil's schon spät ist, vielleicht weil das Todeskommando einfach zu gut war, wer weiß. Vielleicht auch, weil neue Lieder gespielt wurden. Das eine hatte so einen Whoho-Refrain, wie sich das für eine echte Düsseldorfer Band gehört.
Schoko: Also ich finde auch das ganz gut, vielleicht bin ich nach den ganzen guten Bands auch einfach nicht in der Lage, noch irgendwas scheiße zu finden. Aber 100 Blumen mag ich ja sowieso, da sind die Grundvoraussetzungen einfach gut. 
Fö: Da darf auch Pyrotechnik nicht fehlen.
Schoko: Da fing das schon an, mit der Invasion der Klein- und Straßenkünstler 
Schoko: Ich finde, 100 Blumen sind ein guter Abschluss für den Teil mit der Livemusik. Fast nur grandiose Bands in einer grandiosen Kulisse. 
Fö: Das war auch schon das Meuchefitz Punk Open Air. Von der anschließenden Deutschpunk-Disco krieg ich nicht mehr viel mit, muss pennen.
Schoko: Ich hingegen war bis in die frühen Morgenstunden im Schweinestall das Tanzbein schwingen und nörten-hardenbergern. 
Auch hier konnte Meuchelfitz überzeugen! Zu hören gab es ausschließlich Punk Classics auf Vinyl. Geil!
Fö: Hupp Hupp Hurra! Der nächste Tag, passenderweise ein Sonntag, gehört der Muße. Da wir erst Montag zurückfahren, können wir ein wenig rumgammeln.
Coco: Fös liebstes Hobby! Sinnlos auf Festivals aufm Campingplatz rumgammeln!
Schoko: Rumkatern eher. Ganze drei Stunden Schlaf und ein riesiger Schädel. Die ersten Kopfschmerztabletten werden mit Nörten Hardenberger runtergespült, kurz danach geht es dann wieder. 
Fö: In der Nähe gibt's nen Badesee. Und das Wetter ist super. Strahlend blauer Himmel, wir passieren so richtig klischeemäßige Fachwerkhäuser, Ker is dat idyllisch hier im Wendland!
Schoko: Den See habe ich mir geknickt. Ich war noch viel zu fertig für jegliche Aktivitäten. 
Coco: Kleine Wanderung zum Badesee. Manch einer wandert nur, und badet dann gar nicht. Tss, tss, tss. Unser Fotograf hat es ja nicht mal bis zum Wasser geschafft, um ein Foto vom See zu machen. War aber auch kalt, das Wasser.
Aber ich glaub erst, das wirklich Sommer ist, wenn ich im Badesee drin bin. Es ist Sommer, Kinder!
Coco: Und wieder zurück, marsch, marsch... Auf dem Rückweg unterstützen wir örtliche Kinderarbeit, wir kaufen irgendwelchen Blagen Limonade am Straßenrand ab. O-Ton irgendwer aus der Reisegruppe: "Kinder, die Limonade verkaufen, ich dachte, das gibts nur in Filmen!" Na, das Wendland ist wahrscheinlich so ähnlich wie Bullerbü und Umgebung.
Fö: Am Abend gastiert die ROTZFRECHE ASPHALTKULTUR in Meuchefitz. Ein Haufen Straßenmusiker, die die vergangenen Tage durch diverse kleine Orte getourt sind, in denen man als linker Straßemusiker nicht unbedingt so beliebt ist. Also da wo Nazis sind. Oder Polizisten.
Schoko: Ich habe Angst. Echt. Ich hab so einiges über die Rotzfreche Asphaltkultur gehört und echt nichts gutes. Spätestens als ich gehört habe, dass Faulenza dabei ist, sind bei mir alle Alarmglocken angegangen. 
Ich habe Faulenza vor einigen Jahren im Wageni gesehen. Das war das mit großem Abstand schlimmste Liedermacherkonzert, das ich je gesehen habe. Und Liedermacherkonzerte sind in der Regel so schon schlimm, das liegt in der Natur der Sache. Seitdem kommt mir immer mal wieder der Song „autonome Maus“ in den Sinn und mich übermannt eine Welle der Fremdscham. 
Womit wir auch schon beim vorherrschenden Gefühl für die nächsten Stunden wären. 
Der Auftritt beginnt damit, dass einige der Musiker auf die Bühne kommen und so tun, als würden sie einen Song spielen. Ohne Instrumente. Das ist so peinlich, dass ich kaum hinsehen kann.  Ich erinnere mich an einen Satz, den mir irgendjemand mal gesagt hat: „Pantomime ist die niederste Form der Kunst.“ Hier der Beweis.
Fö: In immer unterschiedlichen Konstellationen stellen sich die Musiker auf die Bühne, mal unverstärkt und mal mit (leisem) Mikro. Eigene Lieder, bekanntere Protestlieder, alles dabei. Das Duo hier trägt den "Song of Choice" vor. Das war nett. Aber ansonsten ist das alles musikalisch einfach nicht meine Baustelle.
Coco: Ja nee. Danke auch. Inhaltlich schön, musikalisch kann ich das auch nicht. Keine einzige Kapelle/Künstler gesehen. Heute sitze ich statt dessen mit Tixi und Stöfi einfach mal den ganzen Tag/Abend in diesem herrlichen Gasthof und trinke Weinschorle. Wie war das? Echtholzstandby!
Schoko: Alle sitzen auf dem Boden und die Musiker spielen Akkordeon oder Banjo. Zeit für mich zu gehen.
Fö: Ich geh ab und zu nochmal hin, um festzustellen dass das immer noch nicht meins ist, und gehe wieder.
Schoko: Ich verbringe den Großteil des Abends auf dem Zeltplatz und widme mich dem herrlich würzigem Geschmack vom Nörten Hardenberger Pils. 
Schoko: Ab und zu hört man mal ein paar Töne von der Bühne und ich bekomme Gänsehaut (die schlechte Art)
Zum Glück ist auch dieser Horror irgendwann mal vorbei und die grandiose Party im Schweinestall geht in die zweite Runde. Yes! Heute halte ich aber nicht so lange durch und entscheide mich doch relativ früh, mich noch etwas vors Zelt zu legen und Sterne zu gucken. War auch nett. 
Fö: Nächster Tag, Abreisetag! Ich werde natürlich viel zu früh wach und begebe mich auf ne kleine Wanderung. Schön hier!
Coco: Naja, oder Deine Reisegruppe föhrt viel zu spät nach heim, wie mans nimmt...
Fö: Bis auf die Chemtrails ein strahlend blauer Himmel.
Schoko: Guten Morgen, Nörti!
Leider will das Frühstücksbier heute nicht mehr schmecken. Ich lasse es stehen. Tut mir leid. 
Fö: Schoko, wie war nochmal die Antwort zu 31?
Schoko: NOERTEN!
Schoko: Die Sägespänentoilette. Ich hab lieber im Gasthof bei der Spültoilette angestanden. Ich stehe halt auf Luxus. 
Fö: Auch ohne Kontrollen und Müllpfand-System kann es tatsächlich funktionieren, einen ordentlich gefüllten Zeltplatz so zu hinterlassen, dass wenig bis kein Müll zurück bleibt.
Fö: Kleines Dejà-Vu auf der Rückfahrt: Plötzlich schrabbt unser Auspuff am Boden. Das hatte ich irgendwann vor 14 Jahren auch mal, damals flickte Dr. Kremer das Teil mit ner alten Basssaite. Jochen hat eine solche leider nicht parat, also müssen wir uns mit ordinärem Tüddeldraht behelfen. Klappt auch! 
Schoko: Ich hab ins kurzzeitig schon mehrere Stunden in einer Werkstatt in Niedersachsen verbringen sehen. 
Coco: Ach, Meuchefitz, schön war es. Leichte Reizüberflutung aufgrund all dieser unzähligen netten Menschen, die man irgendwo her kennt und die aus der ganzen verdammten Republik angereist sind. Ich hab Euch alle lieb, aber Ihr wart zu viele! Unmöglich, mit allen angemessen zu quaaken. Entschuldigung an alle, mit denen ich eigentlich mehr Zeit hätte verbringen wollen.
Und zu voll wars auch. Also, wer das liest und es noch nicht kannte: Das ist keine Werbung hier. Bleib zu hause. Dankesehr.
Ich hab nicht alle Bands gesehen, teils weil ich mich bei bestem Wetter nicht in den Schweinestall rein quetschen wollte, teils weil ich aus Gründen extra fern geblieben bin - aber die Bandauswahl spricht für guten Musikgeschmack.
Und in diesen wunderschönen Gasthof! In den bin ich auch verliebt. Könnte ich einfach für den Rest meines Lebens sitzen bleiben und Weißburgunderschorle trinken. Also falls der Arzt mir mal sagen sollte, das ich nicht mehr viel Zeit übrig hab: Ihr findet mich im Gasthof Meuchefitz.Wohlsein!
Schoko: Ich kann mich Coco nur anschließen und mich für dieses einmalige Fest bedanken! Ich bin überwältigt von so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft und kann mich bei allen Veranstaltern und Helfern nur ausdrücklich bedanken!
Fö: Ja, das war schön!

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