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Trashgeflüster, Alternativlos, The Doctor & The Pain Patients, 24.05.2018 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Trashgeflüster, 24.05.2018 in Bochum

Fö: Mal wieder Donnerstag, da kann man ja mal auf 1-2 Getränke und 1-2 Bands im Wageni vorbeischauen. Heute sollen "Fluchtpunkt" und "Trashgeflüster" spielen, was ja ganz nett ist. Doch plötzlich taucht in den sozialen Netzwerken eine weitere Ankündigung auf, es würden "The Doctor & The Pain Patients" spielen. Nagut, drei Bands, geht auch noch. Als wir dann kurz vor 21 Uhr ankommen, erfahren wir, dass Fluchtpunkt bereits gespielt haben, dass gerade "Raus" spielen würden und dass "Alternativlos" auch noch dran sind. Also 5 Bands? Was war das denn wieder für ne Fehlplanung? Dafür ist es brechend voll vor und im Wageni. Ich halte mich an das Gebot der Band "Raus" und bleibe draußen, während sie spielen.
Thomas:  Wageni ist ja eigentlich immer ganz gut. Hab da schon oft ein Konzert besucht, ohne eine Band zu kennen und wurde nie wirklich enttäuscht. Die Verwirrungen im Vorfeld wer denn nun überhaupt spielt fand ich eher witzig. Warum auch immer alles wie alle anderen machen? Ich war schon früh da, habe es aber weder zu "Fluchtpunkt" reingeschafft (da kommen bestimmt noch ein paar gute Bands, so der Gedanke). Bei "Raus" habe ich mich nicht reingetraut. Draußen war es auch eh so voll, dass die Zeit gut mit quatschen verbracht werden konnte.
Fö: Zur dritten Band THE DOCTOR & THE PAIN PATIENTS wage ich mich dann mal rein. Kenne ich noch nicht und man ist ja offen für alles. Hm. Zumindest haben die schonmal lange Umbaupausen zu verantworten, weil sie über eigenes Equipment spielen wollen. Gibt nen Minuspunkt. Aber das bleibt nicht der einzige.
Thomas: Ich bleibe weiter draußen.
Fö: Musik ist so Hardrock. Es werden ausschließlich Cover gespielt. Und die kommen, nicht sonderlich originell, aus dem Hardrock/Metal/Rock-Lager. Die Bandmitglieder tragen durchweg Shirts ihrer eigenen Band. Es gibt einen Notenständer mit Textblättern. Die Minuspunkte hageln nur so durch die Bude!
Thomas: Ich dachte heute wäre Punk-Konzert? Ich wette die haben einfach einen Flyer gemacht und sind aufgetaucht und vom Wageni wollte niemand unhöflich sein und die wegschicken.
Fö: Wenn's denn wenigstens knallen würde, aber das klingt halt auch einfach nicht gut. Ich halte drei Lieder aus, dann stürme ich nach draußen. Von dort klingt die Musik noch grausiger. Die Qualität der dargebotenen Musik erinnert mich durchweg an Anal, was auch schon das einzig Positive ist. Schafft ja nicht jeder, ein Scorpions-Cover so zu verschandeln, dass es wie der Pipi-AA-Mann klingt.
Thomas: Hatte was vom Eläkeläiset-Stil her. Mensch braucht mindestens ne Minute, um die Originalversion zu erraten. Selbst bei Whiskey in the jar oder Breaking the law.
Fö: Und außerdem spielen sie viel zu lang. Coverbands wissen einfach nicht wann Schluss ist.
Thomas: Ich kann mich vor der Tür beim Song-raten köstlich amüsieren. Da wars auch nicht so laut.
Fö: Nächste Band: ALTERNATIVLOS. Ich erspare mir Wortspiele mit dem Bandnamen. Einigermaßen verwirrt bin ich aber doch, weiß ich doch nicht, ob es sich hier um dieselben Alternativlos handeln, die ich mal im AKZ gesehen habe - und die Kiki damals zur schlechtesten Liveband des Jahres erkoren hatte. Aber haben die nicht Skapunk gemacht?
Thomas: Ist egal, ob das die gleichen waren, ich geb Kiki recht.
Fö: Diese Alternativlosen hier machen eher so deutschpunk, so die Sparte tut-keinem-weh-deutschpunk, obwohl die Texte recht aggressiv und politisch/kritisch gehalten sind. Aber irgendwie sehen die alle so brav aus. Ich mein, von denen hat doch bestimmt noch nie jemand nen Bullen vermöbelt oder?
Thomas: Jo, das was ich verstanden habe klang inhaltlich ok, aber gleichzeitig auch irgendwie unglaubwürdig.
Thomas: Das schönste Erlebnis war, dass sie die meisten Songs mehrfach anfangen mussten, weil irgendwer irgendwas so richtig verkackt hat. Das Sahnehäubchen aber war der eine Gitarrist, der, ganz wichtig, diese spezielle Gitarre stimmen und checken musste, nur um damit ein Solo zu spielen, welches mit Chewbaccas Stimme inkl. Lungenentzündung konkurrieren konnte.
Fö: Boah, dieses Solo. Ich hab mich ernsthaft gefragt ob das ne Form von musikalischer Satire sein sollte.
Fö: Immerhin liefern sie mir noch den Ohrwurm des Abends: "Bullenwagen klaun und die Innenstadt demolieren", das One-Hit-Wonder von Ricco Raw. Ist eben einfach ein Hit. Oder mehrere Hits, wie auch immer. Wird von Alternativlos auch direkt verkackt, wie eigentlich auch alle Songs zuvor. Aber unterhaltsam allemal.
Thomas: Echt ey. Drei Akkorde so zu verkacken muss auch erstmal hinbekommen werden. Ist auf jeden Fall mehr Punk als Campino.
Fö: Ich bin ein wenig neidisch auf Zwen und Pepperann, die schon frühzeitig die Biege gemacht haben ohne sich überhaupt ne Band anzuschauen. Aber eine Hoffnung habe ich noch: TRASHGEFLÜSTER!
Thomas: Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss. Und schlimmer gehts eigentlich auch gar nicht mehr.
Fö: Mittlerweile ist es schon nach 0 Uhr, und das mitten in der Woche. Auauauaua. Ist den Protagonisten aber egal. Trashgeflüster hab ich bisher nie gesehen, aber Matze redet ja quasi von nix anderem, also mal gucken!
Thomas: Ich habe die Uhr überhaupt nicht mehr im Blick, fühle mich aber trotzdem sehr unterhalten.
Fö: Ich find's tatsächlich ganz geil. Klassische Trio-Besetzung ist halt immer noch am besten. Objektiv gesehen zwar auch irgendwie Qualitätslimbo, aber dafür gehen die Songs ganz gut nach vorne und sind abwechslungsreich gehalten. Irgendwie Punkrock halt, bisschen 90er-lastig.
Thomas: In Relation zu allem davor, waren Trashgeflüster hörbar. Gut wäre meiner Ansicht nach das falsche Wort, aber zumindest muss mensch hier nicht flüchten. Oder sich kaputtlachen.
Fö: Zwischendurch ruft Sänger Kasuppke immer mal wahlweise zu Revolution/Kalifat/Dschihad/Biertrinken auf. Revolution hätte jetzt echt was, aber ich bin zu müde. Tschüss und gute Nacht.
Thomas: Auf dem Rückweg in der Bahn komme ich zu dem Schluss, dass ich seltenst so viele Bands an einem Abend gesehen habe, die auf unter Schülerband-Niveau gespielt haben. Hab auch lange nicht mehr so viel gelacht während eines Konzertes. Dat is halt Punk - dat raffste nie.

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