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Los Bitchos Bartos, Lily Havoc, Molly Punch, 18.08.2018 in Dortmund, M236 - Bericht von der Redaktion

Los Bitchos Bartos, 18.08.2018 in Dortmund

mrks: Hach der gute alte Samstag. Immer wieder ein geeigneter Tag, um mal auf die Woche zurückzublicken. Was hab ich diese Woche so alles verpasst? Achja, das zweite queerfeministische Spektakel in Dortmund. Absolut wichtige und gute Sache! 
Die sogenannte "Szene" braucht genau solche und ähnliche Veranstaltungen um die ständig totgeschwiegenen patriarchalen Strukturen, die absolut konträr zu den eigenen propagierten Werten stehen, irgendwann überwinden zu können. Dass wir ein großes Problem haben, zeigt sich nicht bloß in den Sausageparties vor und auf Bühnen bei Punkshows, sondern oft auch in konkreten Vorwürfen gegen sexistische Mackerarschlöcher in aktuell sogar angeblich feministischen Bands. Weiter gehts dann öffentlich in den Kommentarspalten von Facebook, wo sich Männer mit Männern munter solidarisieren und ich mir vor Wut, Fremdscham und vor allem Enttäuschung gern den Pimmel abhacken würde. Linke Punkszene? Nicht grade weniger Scheiße als der Rest der Gesellschaft. 
Hab mir im Endeffekt zum Glück doch nicht den Pimmel abgehackt, im Black Pigeon war ich aber leider auch nicht. Schade, denn die ganze Woche gab's dort Workshops, Vorträge, Filme und PiPaPo zum Thema und ich hab nichts davon wahrgenommen. Grund genug, heute zumindest mal bei der Abschlussparty in der M236 vorbei zu schauen. 
Fö: Ich hab da auch nichts von wahrgenommen und auch die heutige Sause hätte ich fast verpasst, einfach weil ich da nix von wusste. Irgendwie war ich wohl die letzten Wochen ein wenig aus der Welt. Aber macht ja nix. Vorher noch kurz im neuen Skatepark ein paar eher männlich konnotierten Bands gelauscht, bin ich ganz froh über den Gegenentwurf zur Würstchenparty.
mrks: LILY HAVOC aus Mülheim als erste Band. Kannte ich nicht, beeindrucken aber direkt weil sie silberne Klamotten tragen. Absolut unterschätzte Modefarbe. Auch die Gitarre und der Bass sind stylomäßig ziemlich weit vorn. Dreistimmiger Gesang, die Stimmen unterscheiden sich aber nicht sonderlich.
mrks: Musik ist sone Mischung aus Metal, Punk, Grunge, keine Ahnung. Haut mich nicht um, ist aber auch nicht scheiße oder so. Ein Song heißt "In meiner Gebärmutter ist ein Tonabnehmer" oder ähnlich und der Text geht irgendwie "Alle meine Freunde haben entweder Kinder oder ein Drogenproblem" und da kann ich mich auf jeden Fall zu 100% mit identifizieren.
mrks: Machste nichts falsch mit. Es wird sogar gepost mit Kniefall und dem Back-to-Back-Rockmove, wenn den noch jemand von euch kennt. Fand die Band eigentlich ziemlich unterhaltsam. Ich glaube ein schnellerer Song namens "Lovesong" (?) war sogar richtig super.
Fö: Die Band hab ich nicht mehr gesehen. Kann mich aber noch an den Auftritt beim Berkelterror erinnern und würde daher mrks' Eindrücken zustimmen.
Fö: MOLLY PUNCH aus Köln. Schonmal hier und da den Namen gelesen, mehr aber auch nicht. Gefällt mir aber. Gibt ziemlich abwechslungsreichen und druckvollen Punkrock, manchmal gar etwas zu rockig, zum Beispiel was die Songlängen betrifft. Für alles über 2 Minuten bin ich einfach nicht mehr aufnahmefähig. Aber abgesehen davon sehr überzeugend.
Fö: Gab sogar nen kleinen Moshpit, irgendwo am Rand im Gang, damit vor der Bühne alle in Ruhe gucken können.
mrks: mir ist leider nicht viel hängen geblieben, außer der RVIVR-Vergleich. Ich habe stellenweise so einen Vibe vernommen. 
Fö: LOS BITCHOS BARTOS soll dann wohl Elektro-Party-Trash-Hiphop sein. Drei Räpperinnen/Sängerinnen, Musik vom Laptop, Texte größtenteils gegen Bullen, so zumindest die Sprachfetzen die ich verstanden hab.
mrks: der DJ war wohl verhindert, erwähnten sie. 
Fö: Macht den Anwesenden Spaß und der Band ebenfalls, ich bin da irgendwie zwiegespalten. Einerseits cool weil "mal was anderes", andererseits haut es mich auch einfach nicht von den Latschen. Aber ich steck in diesem Rap-Game ja eh nicht so drin.
Fö: Hätte mir gewünscht, dass die Vokalistinnen sich auch mal mehr auf eigene Parts konzentrieren, meistens wurde dann doch einfach nur dreistimmig gewettert, was zwar Druck gibt, die Texte aber nicht unbedingt abwechslungsreicher.
mrks: muy sympathico. Obwohl mich die Darbietung durchgehend an Karaokeabend mit den Leuten aus dem Abiturjahrgang hat denken lassen, deliverytechnisch her. Hat ja aber auch viel Charme. Von den Texten hab ich leider nix verstanden, was vermutlich eher ungünstig ist. 
Fö: So, Fazit: Lily Havoc nicht gesehen, Molly Punch super, Bitchos Bartos okay. Im Schnitt ne 2+ und ein guter Abend. Auch echt beeindruckend, mal in der Geschlechterminderheit zu sein, das passiert uns weißen Männern auch in der heutigen aufgeklärten Gesellschaft ja immer noch selten bis gar nicht. Dafür, dass die Veranstaltung "Lauter Glitzer" hieß, etwas wenig Glitzer. Aber zumindest das mit dem "laut" stimmte. Höhö.

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