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Captain Planet, Matula, Deutsche Laichen, Rauchen, 12.10.2018 in Köln, Gebäude 9 - Bericht von der Redaktion

15 Jahre Zeitstrafe, 12.10.2018 in Köln

Thomas: Captain Planet und Matula zusammen auf Tour. Das letzte Mal, dass ich das mitbekommen habe war so in etwa 2004 oder so auf der Zusammengenäht-Tour. Damals vor ca. 15 Menschen in irgendeinem Laden in Solingen, der heute nicht mehr existiert.
Fö: Ich glaube zusammen hab ich die tatsächlich noch nie gesehen. Hab auch Captain Planet anfangs eher ignoriert weil ich auf den Gesang nicht klar kam, aber irgendwann gewöhnt man sich an alles.
Apropos Captain Planet: Vor etwa zwei Jahren kam mal die Frage, ob wir nicht mal ein Interview mit der Band machen wollen. Es kam nie zustande, aber hier die Fragen, die das Redaktions-Brainstorming ergeben hatte. Vielleicht antwortet die Band ja.
1. Warum macht ihr so furchtbare Musik? (Notiz: Aufstehen und gehen wenn die Antwort nicht zufrieden stellend ist)
2. Wie lange haltet ihr eure furchtbare Musik am Stück aus?
3. BIK haben ja das Ziel die Westfalenhalle leer zu spielen, sind aber eigentlich bezogen auf ihr großes Ziel ziemliche Versager. Ihr scheint mir da besser gewappnet. Was meint ihr?
4. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, nicht lieber Oi! zu machen?
5. Ist der einzige Grund, dass ihr keinen Oi! macht, der, dass sich keiner von euch eine Glatze schneiden möchte?
6. Ist das noch Punk, was ihr macht?
7. Was bedeutet Punk für euch?
8. Was ist das für 1 Life?
Irinski: Vor etwa 4 Jahren habe ich Fö auf einem Captain Planet Konzert kennen gelernt. Dass ich also mit nach Köln fahre ist wohl klar, dass ich im Laufe des Abends Dreiwortsätze für diesen Bericht verspreche war so nicht geplant (immer dieser Alkohol)!
Thomas: RAUCHEN habe ich verpasst. Musste mit anderen Menschen beim Rauchen vor der Tür sprechen.
Fö: Irina und ich haben uns extra beeilt, aber nur etwas Krach aus dem Vorraum gehört und als wir uns nach vorne geschlängelt hatten, ertönte soeben der abklingende Schlussakkord. Renke ist schuld.
Irinski: Wir mussten auch auf dem Weg zur Bühne alle 3 Meter stehen bleiben und irgend jemanden begrüßen! In meinen Aufzeichnungen ist übrigens vermerkt, dass deine Freunde verrückt sind. Warum nochmal genau hab ich das aufgeschrieben?
Fö: Du meintest Michi. Eindeutig.
Thomas: Als nächstes dann DEUTSCHE LAICHEN auf der Bühne. Diesmal schaffe ichs pünktlich, aber mich noch über die Getränkepreise ärgernd, rein.
Fö: Tolle Band! Sehe ich nun schon zum dritten Mal und find's immer gut.
Thomas: Die Band auf der Bühne poltert dann auch direkt los. Das ist gar nicht negativ gemeint, nur ich hatte in Zusammenhang mit Captain Planet und Matula was anderes erwartet. Hatte auch vorher bei Deutsche Laichen nicht reingehört.
Fö: Ich find's echt sehr angenehm, dass bei der Zeitstrafe-Tour auch ne Punkband dabei ist und nicht nur so Lehrer-Bands. Nicht dass ich die anderen Zeitstrafe-Bands nicht auch mögen würde, aber Gepolter ist halt einfach was Schönes.
Thomas: Gefällt mir dann aber ganz gut. Insgesamt schon rumpelig und deutschpunkig, aber ohne die klischeehaft schlechten Texte, die sonst immer damit einher gehen.
Fö: Kam mir gar nicht so rumpelig vor, eher ziemlich abwechslungsreich, was durch Tempo- und Stilwechsel sowie mehrstimmige Gesänge erreicht wird. Und auch die Sprache wechselt mal zwischen deutsch und englisch.
Thomas: Thematisch werden diverse szeneübliche Themen aufgegriffen, es gibt aber u.a. auch einen Song über Menstruation.
Fö: Ich find's ja irgendwie immer wichtiger, dass Bands Songs und Ansagen mit Message raushauen. Also: Weiter so!
Thomas: Während des Konzertes wird dauernd die Person getauscht, die den Bass spielt. Hat wohl dramaturgische Gründe.
Fö: War letztens in Meuchefitz auch so, also muss das vermutlich so. Verstehen tu ich's immer noch nicht, aber vielleicht will man nur erhöhte Aufmerksamkeit für Bassist*Innen wecken. Nagut, das wäre auch nicht wirklich verständlich.
Thomas: Der mehrstimmige Gesang wird am Ende des Auftritts sogar um Metal-eske Grunzsachen erweitert. Interessant.
Fö: War das nicht beim Song über Menstruation? Da hätte mich der Text ja schon interessiert.
Irinski: Ja, genau  da hat man plötzlich nichts mehr verstanden! Ich war so interessiert!
Thomas: Ich habe die erste Band ja komplett verpasst und auch nicht gesehen, finde es aber hier super, dass zumindest eine Band mit Frauen in der Besetzung anwesend ist.
Fö: Bei Rauchen ging auch ne Frau von der Bühne. Also 2 Gemischtbands und 2 Pimmelbands, geht klar.
Irinski: Ich glaube, danach brauchte ich ne Cola-Sitz-Pause!
Thomas: Dann MATULA. Ich habe die Band in ihren Anfangstagen schätzen gelernt, dann ab der "Kuddel" aus den Augen verloren und erst wieder mit der "Auf allen Festen" wieder wahrgenommen. Jetzt haben sie ein neues Album raus, wo ich aber immer noch nicht reingehört habe.
Fö: Ich find das neue Album echt gut. Mittlerweile. War aber son Ding wo ich schon beim ersten Durchhören dachte "Hmm, kickt mich nicht, aber die wächst bestimmt" - und so war es dann auch.
Thomas: Den ersten Song habe ich verpasst, dann kommt auch direkt schon der Hit-Song der Auf allen Festen Platte. Der eine mit der Orgel. Die ist übrigens auch für mich neu dabei auf der Bühne. Habe Matula aber auch schon seit mindestens 5 Jahren nicht mehr live gesehen...
Fö: Ist auch für mich neu, meine auch mich erinnern zu können dass Thorben den Orgelisten als Neuigkeit verkauft hätte. Also erleben wir wohl alle eine Premiere.
Irinski: Süß!
Thomas: Das Publikum insgesamt, aber auf jeden Fall in den vorderen Reihen, ist sehr textsicher und es wird alles mitgegrölt. Der Laden ist heute ausverkauft, was daran zu bemerken ist, dass der Weg zum Klo und zurück vor die Bühne doch ein wenig anstrengend ist.
Fö: Textsicher ja, aber etwas mehr Euphorie hätte ich mir ja schon gewünscht. Die gab es dann wohl nur punktuell.
Fö: Apropos punktuell, wie sieht's eigentlich mit dem Punk-Faktor aus? Hinüber-Michi wirft einen Becher auf die Bühne und bekommt dafür heute den Punk-Ehrenpfeffi in gold überreicht. Ehre, wem Ehre gebührt.
Thomas: Das Set besteht eher aus den spät(er)en Matula-Schaffensphasen, ich höre keinen Song aus den Anfangstagen. Macht aber auch nichts, denn bei Matula kommt eh alles aus einem Guss und entweder mag mensch den oder nicht.
Fö: Da stimmte ich zu. Ich achte nichtmal großartig darauf ob das nun grad ein neuer oder ein alter Song ist, ich finde alles schön.
Thomas: Nach knapp einer Stunde dann CAPTAIN PLANET. Bei denen hat sich im Gegensatz zu früher eine dritte Gitarre eingeschlichen und der Sänger spielt jetzt bei einigen Songs auch gar nicht mehr, sondern widmet sich allein dem Gesang.
Fö: Double-Feature für Matulas Basti. Deswegen hoffe ich darauf, dass zumindest er für die nötige Straßencredibility sorgt und am Ende besoffen von der Bühne kippt.
Thomas: Auch hier ist alles aus einem Guss, es wird aber quer durch alle Veröffentlichungen gespielt. Von der ersten EP bis zum aktuellen Album wird alles gespielt, jedoch liegt auch hier der Fokus auf neuerem Material.
Thomas: Relativ am Anfang 3 Meter noch zum Glück, welches mich lauthals mitsingen lässt.
Thomas: Bei den Songs der letzten beiden Alben "Treibeis" und "Ein Ende" muss ich allerdings passen. Die sind bei bei mir nach mehrmaligem Anhören nicht hängen geblieben. Da fehlen mir einfach die Songs oder die Hits, die herausstechen.
Irinski: Zauberfein!
Thomas: Sowohl Matula, wie auch Captain Planet erzählen, dass es sie etwa seit 15 Jahren gibt, genauso lange wie das die beiden vereinigende Label Zeitstrafe. Gefühlt gibt es das alles schon viel länger für mich.
Thomas: Irgendwann steht dann der Sänger von Matula wieder auf der Bühne und ein alter Smash-Hit von Matula wird gespielt: Agenda S.C.H..
Fö: Find ich geil, solche Kollaborationen. Rockbands machen das viel zu selten, kennt man eher aus dem Hiphop, obwohl da doch alle verfeindet sind. Versteh das mal einer.
Thomas: Alles in allem wird mir dann aber doch wieder klar, wieviele Hit-songs die eigentlich haben. 120 Sachen, Blattsport, Zugehört...Meckern kann ich hier wirklich nicht. Auch der Sound ist sehr gut, ich kann sogar die Texte verstehen von den Songs die ich nicht kenne.
Fö: Noch ein Feature, Gastgesang von der Deutsche-Laichen-Gitarristin. Aber so wirklich kann sich ihre Stimme nicht durchsetzen, schade. Soviel zum Sound.
Thomas: Je weiter es gegen Ende voran schreitet, desto mehr Bewegung kommt ins Publikum, so dass bei den letzten Songs ein richtiger Pogo-Pit entsteht und haufenweise Stagediver*innen darüber hinweg getragen werden.
Thomas: Kein Baumhaus, Kein Rambo. Auch nicht als Zugabe. Hätte ich nicht erwartet, da das doch die vermeintlichen Hits von Captain Planet sind. Oder waren.
Fö: Hamse doch gespielt, oder vertu ich mich da? Hast du den Anfang verpasst? Egal, klingt ja eh alles gleich.
Thomas: Ich habe den genauen Grund vergessen warum Fö die Kräne fotografiert hat. Wir haben darüber sinniert, dass es sowas Schönes bei uns zu Hause nicht gibt.
Fö: Bierschinken ist eigentlich ein Kräne-und-Gerüste-Fanzine, das mit der Musik machen wir nur wegen der Werbekunden! Die Kräne in Deutz sind stimmig beleuchtet und sehr eindrucksvoll, dafür aber nicht so bodenständig wie in Belgien oder Hamburg.
Thomas: Ich vergesse immer, dass nachts aus Köln zurückfahren ultra-langweilig ist. Außer mensch findet die "Takt" und die "Mobil". Wir betreiben eine Analyse der beiden DB-Fanzines.
Fö: Ich fand's gar nicht so langweilig. Nur eben lang!
Irinski: Ich glaube wir saßen gerade 20 Minuten, da sagte Fö: "Ich habe Bier, mir ist warm und ich habe gerade gepinkelt!". So schlimm war es also gar nicht!
Thomas: Unzählige Papierflieger später. Ich weiß nicht mehr was da genau los war.
Irinski: Auf jeden Fall bist du der bessere Papierfliegerbauer von uns beiden!
Fö:
Am Sommervormittag habe ich dich noch gesehen
Du hast mich nicht mehr erkannt und bliebst noch nicht mal stehen
Doch meinen Papierflieger habe ich nur für dich gebaut
Doch du hast ihn dir nicht einmal mehr angeschaut

Refrain:
Mein Papierflieger verfehlt niemals sein Ziel
Mein Papierflieger ist ganz schön stabil
Mein Papierflieger schwebt nur auf und ab
Mein Papierflieger macht euch alle platt

Jetzt sitze ich in meinem Zimmer und warte nur noch ab
Das ist der Moment den ihr noch zu leben habt
Denn mein Papierflieger ist immer in meiner Tasche
Und er wartet auf den Tag an dem ich ihn fliegen lasse

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