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Frank Carter & The Rattlesnakes, The Pearl Harts, 05.04.2019 in Bochum, Matrix - Bericht von Zwen

Frank Carter & The Rattlesnakes, 05.04.2019 in Bochum

Zunächst noch so weit weg, ist heute nun der Tag gekommen, an dem mal wieder ein Konzert ansteht, auf das sich bereits Monate zuvor gefreut wurde und wo ich jeden Morgen auf das Konzertticket an meiner Pinnwand blicke. Frank mothafuckin' Carter ist zu Gast in Bochum und feiert dort sein Tourfinale mit den Rattlesnakes. Ein wenig gezögert habe ich ja im Vorfeld, da ich von der Matrix und vor allem der Tube unten im Keller als Konzertlocation nicht wirklich begeistert bin. Sound war bis jetzt immer kacke und gefühlt steht man dort immer 3000 Kilometer entfernt von der Bühne und sieht im engen und schwitzigen Gedränge überhaupt nichts. Da mir aber alle im Vorfeld gesagt haben, wie geil dieser Frank Carter doch sei, wollte ich das nicht verpassen. Außerdem heißt das aktuelle Album "End Of Suffering". Da Frank Carter in den letzten zwei Jahren ziemlich stark mit Depressionen kämpfen musste und deswegen auch einige Shows abgesagt hat, habe ich aus dem Ganzen durchaus die Möglichkeit abgelesen, dass das die letzte Tour des Großmeisters hätte sein können. Aktuell glaube ich das zwar nicht mehr so unbedingt, aber was solls? Scheiß auf Matrix, oder auf die Tube! Frank fuckin' Carter Altah!
Der erste Vorteil an der Matrix ist definitiv, dass die Secus hier im Gegensatz zu einem anderen Laden in Dortmund scheinbar keine Doppelausbildung vom Britischen Zoll und dem Mossad erhalten haben und deswegen auch mal ein Auge zudrücken und dich vor allem beim Einlass wie einen Menschen behandeln. Leider fällt mir gerade auf, dass ich meine Kamera zu Hause vergessen habe. Dann gibt es halt mal nicht ganz so gute Fotos. Quantität vor Qualität.
Als wir reinkommen, hören wir schon - durch die Location total dumpf und entstellt - die ersten Töne von THE PEARL HARTS. Die begleiten Frank Carter & The Rattlesnakes auf dieser Tour und klingen, je näher man kommt, auch immer besser. Okay, den ersten Song fand ich noch etwas beliebig pop-rockig dahinplätschernd, aber dann legten die beiden Protagonistinnen ganz schön los und erzeugten immer wieder eine ordentliche Druckwelle.
Ein oder zwei schnellere Nummern werden dann auch gespielt. Die gefallen mir natürlich am besten. Irgendwann stürmt dann auch mal Frank Carter auf die Bühne und feiert mit den beiden ihre gemeinsame Tour, auf der wohl alle sehr viel Spaß hatten, durch üppiges Champagnerspritzen. Übrigens ist der Sound heute echt nicht verkehrt. Wir haben aber auch Trick 17 angewendet und uns direkt neben die Mischer gestellt. Außerdem fallen mir an Wänden und Decken Vorrichtungen zur Schalldämmung auf. Das macht gerade bei nacktem Fundament meist alleine schon einen riesen Unterschied.
Und da kommt er auch schon angeklettert. FRANK CARTER & THE RATTLESNAKES eröffnen den Abend direkt mal mit "Crowbar" und zeigen dabei auch sofort auf, wo es die nächste gute Stunde hingehen soll. Man sollte schon erwähnen, dass die Rattlesnakes auch ordentlich Action auf der Bühne machen, trotzdem rückt das neben diesem fulminalen Frontmann alles fast ein wenig in den Hintergrund.
Crowdsurfing habe ich nun schon sehr oft gesehen. Für Crowdwalking ist auch die ein oder andere Band bekannt, aber ich habe bis jetzt noch niemanden einen Handstand auf dem Publikum machen sehen.
Netterweise nimmt aber die ganze Band Rücksicht darauf, dass ich meine Kamera vergessen habe und kommt einzeln zu mir.
Neben energiegeladenen Songs gibt es vor allem zwei sehr lange Ansagen. In der einen geht es um Safespaces für Frauen auf Punkkonzerten, weshalb jetzt auch erstmal jede Frau, die möchte auf die Bühne und Stagediven darf und in der anderen geht es um Suizid durch Depressionen. Bei dem emotionalen Statement, wo Frank erzählt, dass er in diesem Jahr nicht nur Freunde durch Suizid verloren hat, sondern sich auch selbst fast das Leben genommen hätte, wird es plötzlich sehr still im Publikum. Lediglich ein dämlicher Zwischenruf wird vom Sänger ziemlich strikt abserviert. Davon abgesehen ist das Publikum heute Abend aber sehr angenehm. Alle passen aufeinander auf und genießen das Konzert.
Auch Stagediver und Crowdsurfer werden jedes Mal sorgfältig in der Luft gehalten und dann vorsichtig wieder abgesetzt.
Irgendwer wirft immer mal wieder was auf die Bühne, was Maestro sehr zu amüsieren scheint.
Somit gibt es also zu einigen alten und sehr vielen neuen Songs einen kontrollierten Abriss. Vorne mit ordentlich Pogo und hinten wird immer noch bis in die letzten Reihen ausgelassen mitgewippt und das Haupthaar geschüttelt.
Irgendwann stackst Frank dann noch durchs Publikum und klettert auf das Mischpult direkt neben uns. Dort schwingt er noch ein wenig seinen Hintern durch die Gegend, um dann wieder den Rückweg zur Bühne anzutreten.
Dort angekommen, wird dann nochmal mit "I hate you" alles abgefackelt, was man so abfackeln kann. Was ein Finale! Da man das auch nicht mehr toppen kann, wird konsequent auf eine Zugabe verzichtet. Was eine geile Show!

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