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Durga, Boneflower, 17.04.2019 in Dortmund, Nordpol - Bericht von Fö

Durga, 17.04.2019 in Dortmund

Kulturbrennpunkt Dortmund wartet heute gleich mit zwei szenerelevanten Veranstaltungen auf: Geschrei im Nordpol und Gebrüll im Rekorder (Danke an R. für die Klarstellung, dass das zwei unterschiedliche Sachen sind). Tja, da bin ich natürlich hin- und hergerissen! Will ich mich jetzt lieber anschreien oder anbrüllen lassen? Wo fühle ich mich besser aufgehoben? Für 210 im Rekorder hab ich zu viele Haare aufm Kopf, für drei mir unbekannte Bands im Nordpol zu wenig Haare im Gesicht. Die Szene macht es einem echt nicht einfach! Entscheidung fällt dann auf Nordpol, da gibt es das bessere alkoholfreie Bier. Außerdem war ich da länger nicht mehr und ich glaube, ich treffe da mehr bekannte Gesichter.
Erste Band, WATCHING TIDES, hab ich verpasst bzw nur ein wenig von draußen gehört. Musik war halt so Musik, die man auf Fiducia-Shows erwartet. Ich warte ja noch auf den Moment, dass die Fiducia-Konzertgruppe sich rote Nasen aufsetzt und endlich zugibt, die ganze Zeit auf den ganzen Konzerten immer nur die gleiche Band gebucht zu haben, nur mit unterschiedlichen Maskenbildnern.
Zweite Band, BONEFLOWER. Ich steh zwar mehr auf Bonefactory, aber mal gucken was das kann - ja, hm, ich sach ma: Musik, die man auf Fiducia-Shows erwartet. Post-Hardcore, Screamo, Emo, irgendwo in diesem Spannungsfeld. Exotenbonus: Kommen aus Spanien. Drei Leute, es wird gekloppt und geschrien, soweit okay, leider in der Form schon häufig gesehen und irgendwie fehlt mir da der Haken zum dran festhalten, das Salz in der Suppe und das kleine Quentchen Besonderheit.
Nun, besonders wurde es dann doch in den paar Momenten, in denen die Musik mehr in Richtung Emo schwappte und auch ein wenig bedrückender und atmosphärischer wurde. Ob das jetzt schon Post-Rock oder Post-Emo oder irgendein anderer Lieferdienst war, vermag ich nicht zu benennen. Aber zumindest waren es diese Momente, die für mich dem Auftritt die nötige Würze gaben, während all das sonstige Gefissel und Geschrei ein wenig verhallte.
Ansonsten war der für nen Mittwoch ziemlich ordentlich gefüllte Nordpol aber recht angetan. Und dieses recht eigene Bühnenlicht fand ich auch schön. Insgesamt okay, aber nichts was in meiner Fiducia-Shows-Konzertbesuche-Historie bleibenden Eindruck hinterlassen wird, wage ich mal zu prognostizieren.
Zur nächsten Band hab ich erst keinen Bock reinzugehen, wage dann aber doch irgendwann nen Blick: DÛRGA! Ebenfalls aus Spanien, mir ebenfalls vorher nicht bekannt - und die besten Momente auch hier die atmosphärischeren, postrockigeren und emoeskeren - bloß, dass eigentlich der ganze Auftritt aus diesen Momenten bestand. Einfache Rechnung: Kein Geschrei = gute Band!
Ja doch, das fand ich dann echt überraschend gut. Hatte mich ja im Vorfeld null mit den Bands auseinander gesetzt und dementsprechend nicht wirklich ne Erwartungshaltung, aber irgendwie hab ich ja doch ein kleines Faible für solcherlei Kram. Hat mich erinnert an die späteren Turnover, nur nicht ganz so poppig, dafür aber auch mal mit Sprech-Parts.
Auch hier wieder sehr eigenes Bühnenlicht. Also eigen wohl auch in Form von "selbst mitgebracht", denn, wenn wir ehrlich sind, Lichtverhältnisse im Nordpol bei Konzerten sind meistens doch eher eindimensional. Hier aber sehr gleißend und stimmig auf die Songs angepasst, vermutlich im Vorfeld exakt auf die Songs einprogrammiert. Da scheint jemand wirklich mit Konzept an den Auftritt heran gegangen zu sein. Im DIY-Rahmen ehe rungewohnt, sorgt hier aber für die passende Stimmung.
Also, Dûrga. Mal im Hinterkopf behalten! Vielleicht fand ich's nur gut weil ich damit nicht gerechnet hätte, vielleicht aber auch mehr als das, wer weiß. Musik der Band gibt's für lau bei Bandcamp, gut Material also um den eigenen Eindruck noch weiter zu schärfen. Schönes Ding! Mittwoch, Nordpol, Fiducia, kann man machen! Gute Entscheidung.

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