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Automatic Restarts, Manege Frei, 07.12.2019 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Automatic Restarts, 07.12.2019 in Bochum

Mandela: So, es ist Samstag und das Wageni öffnet erneut diese Woche die Türen. Diesmal für La Manegé und die automatischen Neustarter. Fabi bat mich bereits im Vorfeld, ob ich nicht für Freibier an der Theke oder an der Kasse aushelfen kann. Somit war ich sogar mal pünktlich, bzw. sogar bereits eine Stunde vor Konzertbeginn an Ort und Stelle. Als ich dann da war, standen bereits 8 vertraute Gesichter vor der Theke, sowie zwei Freibierkisten Hansa Pils. Schon einmal ein guter Auftakt für den Abend.
Zwen: Freibier zieht eben immer, obwohl es für alle Freibier gab. Haha! Prost!
Mandela: Als erstes machen sich MANEGE FREI warm. Eine Band, die ich gefühlt schon tausend mal live gesehen habe. Also schon ein absoluter Ruhrpottdauerbrenner. Bereits in Köln aufm Bauwagenplatz hatten wir zuletzt das Vergnügen und diesmal hat man sogar etwas verstanden, ohne irgendwelche Störgeräusche, fehlende Equipmentteile und andere Ausfälle, wie sie für Bauwagenplätze üblich sind.
Zwen: Joa, also "etwas" hat man schon verstanden, auch wenn die Bands nicht die guten Mikros eingepackt haben, weshalb der Gesang ein bisschen klingt, als würde er aus dem Volksempfänger tönen. Bei HC ist das aber alles nur halb so schlimm.
Mandela: Die Band legt auch direkt richtig los, mit Songs wie "Alles brennt" und "Hartz IV Army".
Zwen: Da die Band kürzlich im Studio war, gibt es auch neues Material wie "El Presidente (Bang bang)". Geht gut nach vorne und Garry darf etwas frickeln.
Mandela: Als das Publikum dann noch lautstark "Hagen Asozial" anstimmt, spielt die Band nach einigem Mörren und Quengeln den absoluten Ruhrpottinsidepunk-Klassiker. Zählt Hagen noch zum Pott?
Zwen: Kommt das nicht ursprünglich mit "Gießen Asozial" von den Pestpocken und wäre somit alles andere als ein Ruhrpott-Insider? Bitte wütende Kommentare, falls ich Quatsch erzähle. Jedenfalls hasst Kloppstock den Song, weil er ein "Hagen Asozial"-Tattoo hat(te) und jetzt in Iserlohn wohnt und ihm das peinlich ist. Oder so ähnlich.
Mandela: Dann ist das beste Pulver, aber auch leider verschossen und es kommen eher eintönige Songs. Diese gehen zwar alle noch gut nach vorne, aber schade, dass die ganzen Hits direkt alle am Anfang gezockt wurden. Ich beschließe, noch einmal die Feurtonne anzuheizen und die Kasse weiter zu übernehmen. Dort werde ich erst einmal von ein paar Althippies über die Krefelder Offenheit und Nettigkeit gegen jedweden freien Willen ausführlich unterrichtet. Scheiße, wenn man nicht weg kann.
Zwen: Dem Publikumswunsch "Nackt Furzen" zu spielen, wurde nicht entsprochen, stattdessen gibt es "Bite It You Scum" zu hören. Das hat mir letzte Woche vorgetragen von Death By Horse definitiv besser gefallen. Sorry Kiki...
Mandela: Dann geht es auch weiter mit dem Hauptact AUTOMATIC RESTARTS. An dieser Stelle sei schon einmal Fabis kreative Ader zum Flyerdesignen hervorzuheben. Hört, hört, der Junge kann nicht nur verdammt gut Schlagzeug spielen. Das Konzert beginnt wie üblich mit einem Playbackdüsterintro, diesmal verläuft der Übergang auch perfekt reibungslos. Zuvor hatte ich noch Vicky darauf angesprochen, nicht immer so versteift auf der Bühne zu verweilen, worauf mir mit der Anwendung von Gewalt gedroht wurde.(*Zwinkersmiley*)
Zwen: Ach, deswegen hast du dich also während des Auftritts irgendwo in der hintersten Ecke verkrochen.
Mandela: Diese Leidenschaft und Aggressivität konnte sich auch gut auf die Bühnenshow auswirken. Die Band wirkte viel sicherer und energischer als zuletzt. Mittlerweile ist die Truppe richtig gut eingespielt und zieht locker ihr Programm durch. Die Bude ist heiß wie veganes Frittenfett und hinter der Theke bin ich auch gut und sicher vor dem schwitzenden Pöbel, der leidenschaftlich die Bude auseinander nimmt.
Mandela: Zu Beginn des Konzertes wird Vicky erst einmal lautstark von ihrem privaten Fanclub begrüßt. Was wahrscheinlich auch ihre Kriegsbemalung zu verantworten hat.
Zwen: Jau, kann mich dem nur anschließen. Da es sich ja hier um meine Ex-Band handelt, habe ich anderen Leuten bis heute immer gesagt "also, singen tut Vicky definitiv besser als ich, bewegungstechnisch muss sie noch ein bisschen was machen". Nach diesem Konzert denke ich aber auch, dass sie diesbezüglich auf einem wirklich guten Weg ist.
Mandela: Zum Schluss wird noch nach alter Fabi-Manier "Dig up her Bones" von Misfits gecovert. Zwar versteht man von der Strophe nicht viel, aber der Song steht der Band auf jeden Fall deutlich besser als uns. Alles in allen ein schöner Abschluss und ein sehr gelungenes Cover, das sieht das lautstarke Publikum ähnlich. Ich freue mich schon auf weitere Gigs der Truppe. In der aktuellen Konstellation klingt die Band zwar wie eine komplett andere, obwohl Zwens Songs angeblich allesamt übernommen wurden. Die Automatischen Neustarter gefallen mir auf jeden Fall nach wie vor sehr gut und ich hoffe, ich kann bedenkenlos und körperlich unversehrt weitere Konzerte der Truppe besuchen.
Zwen: Jau, Texte sind alle von mir. Vicky singt diese jedoch gänzlich anders und an den Instrumentals wurde auch gefeilt seit ich weg bin. Ansonsten kann ich mich nur anschließen. Gudde Leudde!

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Kloppstock
(Kloppstock)
10.12.2019 15:14
Das iserlohnt sich, Zwen!

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