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Die Arbeit, Kurschatten, 05.03.2020 in Dortmund, Subrosa - Bericht von Fö

Die Arbeit & Kurschatten, 05.03.2020 in Dortmund

Donnerstagskonzerte sind einfach das Beste! Das haben mittlerweile auch diverse Veranstalter begriffen, oder wie ist es sonst zu erklären, dass es heute mal wieder zwei verlockende Optionen gibt? Aber diesmal fällt die Entscheidung gegen das Wageni und für Kurschatten. Die hab ich nun auch schon ne Weile nicht mehr gesehen. Heute ist Releasetermin für ihr erstes eigenes Tape "Planeten ohne Ringe". Das Tape ist echt besser als der Titel, schwör! Und "Die Arbeit" spielen auch noch. Da Arbeit ja immer ganz witzig ist, bin ich da auch mal gespannt drauf.
Außerdem regnet es heute. Regen, grassierende Seuchen, Konkurrenzkonzerte - eigentlich perfekte Voraussetzungen für ein nettes Konzertchen mit nicht allzu vielen BesucherInnen. Aber Pustekuchen, als wir das Subrosa zu den ersten Klängen von Kurschatten betreten, steht da erstmal ne Wand von Leuten. Was nun? Pogo antäuschen, alle beiseite schubsen und dadurch nach vorne drängen? Oder so tun als wolle man aufs Klo gehen (das ist neben der Bühne) und dann einfach vorne stehen bleiben? Vielleicht kann ich mich auch als Möbelpacker verdingen und die ganzen störenden Tische, Stühle und Theken wegschleppen, die das schlauchige Subrosa noch schlauchiger machen. Ich entscheide mich irgendwann für ein Mittelding und stehe dann so mittelvorne.
KURSCHATTEN. Wirklich gute Band, das! Fällt mir heute mal wieder auf. Hatte gar nicht in Erinnerung, WIE gut die doch eigentlich sind. Der Sound im Subrosa schmeichelt ihnen ebenfalls.
Manche Leute mögen sich beim Konzert gefragt haben, wer denn da die ganze Zeit so rumkrakehlt, aber geht man ein paar Schritte nach vorne, so entdeckt man, dass Sänger Ben es sich vor anstatt auf der Bühne gemütlich gemacht hat und dort seine Runden dreht. Da ist wenigstens mal einer auf dem Teppich geblieben!
Kurschatten machen dieses wavige Punk-Ding, aber irgendwie doch ganz anders als andere. Deutschsprachige Texte, Bens krächziges Geschrei, bassige Synthies, das ist schon alles ziemlich eigen. Wobei auch Schlagzeug und Gitarre dem Ganzen einen saftigen Stempel aufdrücken.
Und natürlich Hall. Zwischendurch fragen sie, ob sie denn auch genug Hall haben. Also, mir reicht das aus. Bin abermals sehr angetan von diesem musikalischen Gelage. Weiterhin eine der derzeit spannendsten Bands der Gegend.
Die nächste Band nennt sich DIE ARBEIT und es sind wohl ehemals Leo hört Rauschen. Warum auch immer diese Umbenennung notwendig war, nach nur einem Album. Ich hab auch keine Ahnung, worin die Unterschiede bestehen, musikalisch oder personell, aber hab mich mit Leo hört Rauschen auch nie groß auseinander gesetzt. Ebensowenig mit Die Arbeit.
Zu hören gibt es so kalten Postrock-Indie. Oder auch "Diskurspop", wie sie selbst sagen. Musik für elitäre Akademiker also. Weckt Erinnerungen an so Sachen wie Messer, Karies, Nerven und wie sie alle heißen. Vermutlich kommen sie aus Stuttgart, oder aus Berlin, irgendwas Schwäbisches bestimmt. Angeblich eher aus Dresden, komisch.
Kopfnicker-Musik und Rollkragen-Kunstkram. Ist okay und durch die repetitiven Aufbauten auch irgendwie leicht hypnotisch, astreine Mitwipp-Musik quasi. Muss ja sagen, leicht faszinierend ist dieses artsy-fartsy-Konzept-Getue ja.
Irgendwie nett, im Gegensatz zur Vorband fehlt mir da aber etwas der Drive. Zwei-drei Songs fand ich richtig gut, die mal etwas aus dem monotonen Mix heraus brachen, andere packten mich hingegen auch nicht. Ebenso wie die Texte, die bedeutungsschwanger irgendwelche Ich-bezogenen Phrasen in die Welt rausflechten.
Insgesamt doch irgendwie okay. Nicht unbedingt ne Band, die ich mir zuhause häufig anhören würde, aber immerhin eine, die trotz aller Vorbilder nicht komplett im Einheitsbrei versinkt.

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