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Rock am Berg Merkers 2022 Tag 1: 100 Kilo Herz, Thees Uhlmann, Häck/Mäck,..., 16.06.2022 in Merkers, Waldstadion - Bericht von der Redaktion

Rock am Berg Merkers 2022 Tag 1, 16.06.2022 in Merkers

Fö: So lange ist echt sonst kein Ticket auf meiner Ablage verstaubt: Seit über 2 Jahren freue ich mich aufs Rock am Berg, nachdem ich zuletzt 2017 da war und die Folgejahre immer irgendwie nicht hin hauten. Dann kam auch noch so ne Pandemie und leichte Kommunikationsprobleme bei unserer Anreiseplanung - aber egal, irgendwann ist die Tasche geschultert und das 9-Euro-Ticket ist unsere Fahrkarte ins beschauliche Merkers!
kraVal: Es ist mein erstes Festival seit 5 Jahren und ich freue mich riesig, vor allem weil so viele (nette) Menschen da sind. Manche kenn ich noch nicht, aber dann drei Tage später und hab sie lieb gewonnen. Außerdem darf ich mein von bierschinken finanziertes Aufnahmegerät ständig Leuten unter die Nase reiben und damit Podcasts aufnehmen - Ge-eil (Thrun). In Hannover steig ich zur Notgemeinschaft Peter Pan ins Auto und während Stemmen uns durch die Dörfer kutschiert, nehmen wir schon mal eine Folge "Pop, Punk und Politik" auf. Locker.
Lutz: Ich glaube, ich bin seit 2013 jedes Jahr hier gewesen und da Rock am Kuhteich freundschaftlich mit Rock am Berg verbandelt ist, muss schon was ganz Schlimmes passieren, um den Termin unter den Tisch zu kehren ... also Bus gepackt, Kühlschrank bestückt und wieder rein ins Festivalleben 
Melle: Mein Ticket ist nicht verstaubt, aber dafür mein Zelt. Es wird Zeit, dies nach langer Durststrecke wieder zu ändern. 9-Euro-Ticket sei Dank dürfen wir so einige Felder, Schrebergärten-Siedlungen und den wunderschönen Bahnhof von Kassel bewundern. Der ist beinah so schön wie der von Dortmund. 🤥 Nach Ankunft und Kennenlernen von Helena und Marco begeben wir uns auf den Weg zu Frau Wolframs Eltern. Großes „Hallo“, kühles Bier und eine extrem leckere Steinpilz-Butter erwarten uns. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für die Einladung!
frau wolfram: Festival mit Heimvorteil. Grandios. Luxus pur. Ich kann mich vor Anfragen kaum retten. La Casa Wolfram ist zeitig gut belegt. Wir haben nochmal alle Kühlgeräte mit Getränken und Nahrung bestückt. Soll ja niemand zu kurz kommen. Die Gartendusche klar gemacht. Und los kanns gehen. Pünktlich Donnerstag zu bester Bier 'n Gin Zeit reiten die ersten Gäste ein. 
Fö: Am Donnerstag spielen noch nicht sonderlich viele Bands und die Vorträge schaffen wir auch nicht mehr. Die erste Band MAKABAR (ohne Foto) hörten wir auch nur von Weitem - war irgendwas mit Skapunk.
kraVal: Ska - es wird mich das Wochenende sehr sehr beschäftigen. Aber erst einmal gehe ich da nicht hin.
Lutz:Wie es so ist ...viele bekannte Gesichter begrüßt und daher von der Eröffnung nichts mitbekommen. Bei MAKABAR dann doch ein Ohr riskiert, aber so richtig geht das noch nicht rein 
Melle: Ich habe nichts gehört. Auf dem Ska-Ohr bin ich weitestgehend taub.
Fö: Im Rahmen des Festivals führte kraVal eine empirische Studie durch, ab welchem Anteil von Tröten und/oder Offbeat eine Band zur Ska-Band wird. Ich hab die Studie nur überflogen, aber ich glaube, die meisten waren der Einstellung, 100 KILO HERZ würden Ska machen. Dabei bezeichnen sie sich doch als "Punk mit Bläsern"? Mysteriös!
kraVal: Die Studie wird ausführlich im Podcast besprochen.
Ich fühle mich verpflichtet, die Band anzuschauen, da sie ja quasi eine Bierschinken-Band sind. Mir gefällt die Duesenberg-Gitarre des einen Gitarristen. Viel mehr aber auch nicht.
Lutz: Nun weiter zu 100KH ...ich kann mich hier outen ...ich mag SkaPunk und ich liebe 100KH...jetzt ist es raus  
Melle: Hier kommt wieder die Geschichte mit dem Ska-Ohr zum Tragen. Aber zumindest können Grüße raus an Maori- ich schneide das Cover von „Denkmal“ mit, da er den Song liebt. Aber es war ok vom Ska-Anteil. Mir haben nicht gefühlt die Ohren geblutet.
kraVal: Leider einfach zu viel Bläser.
Lutz: es ist schon der Hammer, wie die Band sich entwickelt hat ...und offensichtlich sehen das hier doch sehr viele Menschen genau so ...denn der Platz ist anständig gefüllt für einen Donnerstag (späten Nachmittag)
frau wolfram: Die einzige Band, für die ich heute den Liegestuhl verlassen wollte. Ich habe mich eine ganze Weile aufgrund unnötiger Vergleiche gewehrt, konnte mich den Boys dann doch nicht entziehen. Super sympathische Buben. 100mal besser als andere Gruppen in diesem Genre. 
kraVal: Und mindestens einen Off-Beat - hab ich genau gehört!
Lutz: ja was machen 100KH - SkaPunk-SkaPop - Punk - BläserPunk - OffBeatPunk - ach egal ...sie machen gute Laune, Stimmung und Durst ...mehr kann man nicht erwarten und die mit den negativen Schwingungen jetzt mal ab an den Bierstand, 0,4/3.50 zur Info ....und steht hier nicht gelangweilt rum 
frau wolfram: Ich kann mich Lutz hier nur anschließen. Wir haben viel Spaß und auch beste Laune. Ich bin auch kein Vollblut Ska-Mensch. Aber das bleibt einfach gut drin und lädt zum Mittanzen ein. Zusätzlich zu den Bierpreisen ist Wasser mit 3€ bei 30°C und mehr einfach nicht nice! Achja, und der Weißweinvorrat war auch schneller aufgebraucht als die Diabetiker*innen unter uns vertragen konnten.
kraVal: Warum hat Fö so viele Bilder von 100Kg Herz hochgeladen? Bewusste Manipulation zur positiven Darstellung der eigenen Labelbands?
Fö: Du würdest einen guten Verschwörungstheoretiker abgeben. Schon mal überlegt, die Seiten zu wechseln?
kraVal: Wenn die besser zahlen als bierschinken...why not.
Lutz: FaktenCheck: Stimmung großartig, Set sauber gespielt, Band und alle ringsherum gut drauf Bier schmeckt wieder so kann es weiter gehen
frau wolfram: Ein Prost an Lutz!
Fö: Lasst doch einfach diese Rauchfackelscheiße sein. Ich finde das furchtbar nervig, es stinkt und stört und ist mitunter sogar gefährlich. Auch wenn Verfechter*innen der Pyrotechnik immer wieder behaupten, das sei kein Verbrechen, belegen Studien, dass sie halt ganz einfach strunzdoofe Vollspaten sind.
kraVal: das liebe ich am Bierschinken-Kollektiv: immer eine passende Studie zur Hand! 
Lutz: keine Ahnung wann das mit dieser Räucherei alles angefangen hat ...... eine Fackel um mal ein (!!) Lied zu unterstreichen...ok... aber ich habe das Gefühl, jeder zweite hat sich die Taschen mit dem Zeug vollgemacht ...(aber das sollte noch schlimmer kommen). Frage in die Runde, was kostet sowas eigentlich ...
Fö: Den Verstand? Die Würde?
kraVal: Ich sehe MONTREAL das erste Mal live, finde es grauenhaft. Vorher hatte ich mal hier und da was auf Platte gehört und dachte noch so "Aha" - aber das peinliche Rumgehopse und Gepose gibt mir echt den Rest. Negativer Höhepunkt kommt, als der Schlagzeuger gefühlt einen Song lang "cool" den Stick im Finger dreht. Aber es ist wie bei einem Unfall - Mensch muss doch hinkucken.
Lutz: Ach Montreal ....dafür bin ich nicht gemacht und ich will mir nicht den schönen Festival-Einstieg mit 100KH verdrängen lassen  ....ich geh Bier trinken 
Melle: Jetzt bluten mir die Ohren. Und diese Schlagzeug-Nummer. Aber glaubwürdige Quellen behaupten spätestens seit diesem Auftritt, es handele sich hier um Fö‘s neue Lieblingsband. 
frau wolfram: Wir verlassen dann mal schnell das Gelände...
kraVal: Mit viel Nieten guckt sich diese Person semi-enthusiastisch Montreal an. Verständlich. Ich denke: ich bin alt. oder habe keinen aktuellen Humor (mehr)
Fö: Beim Rock am Berg gibt es zwei Bühnen. Die kleinere ist die "Political Tent Stage", auf der es mittags Vorträge gibt und später, meist im Wechsel mit der großen Bühne, Livemusik. Jetzt sind HÄCK/MÄCK dran! Kannte ich bisher nicht und hatte beim Namen auf schlimmen Funpunk getippt. War es aber nicht!
kraVal: Schau kurz rein. Ganz nett, aber nicht meins, obwohl ich Rap ja sehr gerne mag. Aber ne.
Lutz: ich geh weiter Leute begrüßen....
Fö: Zu hören gibt es Rap mit, soweit ich das mitbekommen habe, größtenteils politischen / antifaschistischen Texten. Kommen aus Eisenach, was auch nicht allzu weit von hier weg ist. Zwei Räpper, okaye Beats, irgendwann sogar ein richtig tanzbarer Elektro-Part. Kam gut, wurde ordentlich abgefeiert, gerne wieder!
Melle: Zu Hause würde ich’s nicht spielen. Aber die Texte fand ich gut, den Beat eingängig. Würde ich mir noch mal geben.
Fö: THEES UHLMANN spaltet die Gemüter. Aus meiner Reisegruppe ließ sich lediglich Marco überzeugen, sich das zu geben, während die anderen mit erbarmungslosen Abhaten beschäftigt waren. Tja, mir egal! Kann sogar offen gestanden nachvollziehen, dass man mit dem Musikgenöle und der etwas eigenen Thees-Attitüde nix anfangen kann. Aber ich dafür umso mehr!
kraVal: Ich schaue es mir auch an und bin auch gespalten. Ori und Stemmen von der Notgemeinschaft feiern es derbe ab und nach der Hälfte haben sie mich immerhin dazu überzeugt, dass es doch genießbar ist. Ich bin ja Riesen-Fan der ersten Tomte-Platte und auch danach hatten die viele gute Songs. Aber...
Lutz: ich versuche mal vorurteilsfrei an die Sache ranzugehen 
Fö: Thees weiß auch, dass er hier auf nem Punk-Festival spielt, und nimmt da immer wieder Bezug drauf. Muss er gar nicht, aber ich würde auch sagen dass in Thees einiges mehr "punk" steckt als in vielen anderen Musiker*innen, die dies sogar komplett ohne ironischen Unterton von sich behaupten.
kraVal: Das Gepose von TU bleibt grenzwertig.
Lutz: als St-Pauli-Fan freut man sich natürlich, dass er "Das hier ist Fußball" spielt und es scheint hier schon eine große Braun/weiße Gemeinschaft zu geben ...kurz Gänsehaut ..weiter im Programm 
Fö: So viele Tötenköpfe, seid ihr alles Piraten?
Melle: Ich finde es gut, was Thees in HH so alles auf die Beine gestellt hat. Und er liebt St. Pauli. Ein weiterer Pluspunkt.
Das war es dann auch für mich. Weder er noch Tomte holen mich musikalisch  ab. Ich begebe mich mit Helena zum Bierstand um dann bequem auf der Bank sitzend abzuhaten (sorry Fö <3)


kraVal: Die St. Pauli nummer finde ich ja als Ex-Hamburger, Ex-Pauli-Fan und Ex-Astra Trinker ja etwas dubios.
Fö: Gibt relativ viele Lieder vom neuen Album (glaube ich, denn die sind mir geläufiger) und sogar zwei Tomte-Songs. Vermutlich als Anbiederungsversuch gibt Thees noch zu, dass "Die Schönheit der Chance" eigentlich von Clash geklaut ist. Außerdem freut er sich, dass ein Typ im Dritte-Wahl-Shirt seine Texte mitsingt, dass er von jemandem von 100 Kilo Herz geküsst wurde und dass er hier allgemein so gut aufgenommen wird.
kraVal: Mit der "Schönheit der Chance" kriegt er mich. Mein Indi-Herz fängt an zu jauchzen und ich kann sehr laut mitsingen. Kurz werde ich in die Mitte der 2000er zurück geschickt und freue mir einen Ast ab!
Lutz: Gute Unterhaltung, aber eine Platte wird wohl nicht in mein Regal wandern 
Fö: Auch sonst nette Ansagen, auch wenn so oder so ähnlich auch an anderer Stelle schon mal gehört. Die Story von der Slayer-hörenden Kassiererin fand ich etwas überflüssig, dafür gab es andere mit mehr Substanz. Er stellt fest, dass, auch wenn er wisse, dass das in den nächsten Tagen anders wird, heute einfach zu wenig Bands mit Frauenanteil auf der Bühne standen (tatsächlich hebt seine Band die Quote) und dass man sich ruhig trauen sollte, sich in psychologische Behandlung zu begeben, wenn es einem schlecht geht (vor "Avicii").
kraVal: Ist gut, dass er das sagt. Hoffe, sein Label signt auch mehr FLINTA+ Bands als Reaktion auf die wenigen Bands mit nicht-männlicher Beteiligung beim Rock am Berg.
Lutz: Ich lass TU noch ein noch ein bisschen singen und geh schon mal quatschen, Kontakte pflegen inkl. Bier trinken und schon ist Tag 1 dann gegen 2:30 durch. Fazit: entspannte Eröffnung mit 100 Kilo Herz als Highlight 
kraVal: Am Ende spielt er noch "Ich sang die ganze Zeit von dir" und widmet es einer ehemaligen St.-Pauli-Umfeld Kollegin Melli, die vor kurzem an Krebs starb, und auch Stemmen von den Notis, denn der war auch dicke befreundet mit ihr. Es ist wirklich rührender Moment und ich gestehe ein, dass TU manchmal ganz schön passende Worte finden kann. Seinen Nachruf zu Melli findet ihr im Millernton-Blog
Fö: Das war schön. Anschließend muss ich noch die abhatenden Resttruppe finden und dann geht's ab in die Schlafgemächer.
frau wolfram: Wir sind aus Versehen auch nochmal bei TU reingestolpert. Ist nicht schlimm, tut nicht weh, ist aber einfach unfassbar langweilig. Unser Ziel ist aber auch die Aftershowparty. Puh, schnell ins Zelt jetzt...
frau wolfram: Aftershowparty mit DJ TOFUWABOHU
Bestes Set seit Jahren! Nur Hits! Ein Punkrock-Partyset, ohne die immer wiederkehrenden ausgelutschten Sauf-Party-Deutschpunk-Hits. TTCHIK, Fuckin Faces, Danger Dan, Lulu&die Einhornfarm, WIZO etc.etc... Nur Sahnestückchen! Nach kurzer Zeit war das Zelt gefüllt und auch ALLE haben getanzt. Tag eins schließt somit doch auch nochmal mit einem Highlight ab. Kann ich nicht anders sagen. Stimmt gut ein auf morgen.

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