Fungas, Pisstole, 09.10.2025 in Dortmund, Subrosa - Bericht von Fö
Fungas, 09.10.2025 in Dortmund
In Ermangelung einer guten Support-Band spielen heute PISSTOLE. Oft genug gesehen, es war immer eine Frechheit.
Bester Auftritt, den ich je von Pisstole gesehen habe! Zumindest habe ich mir vorgenommen, das im Bericht so zu schreiben, als vor der Tür die Runde machte, dass sie nur ne halbe Stunde Spielzeit haben und entsprechend wenig Ansagen präpariert. Es war dann aber doch länger! Also vergesst das.
Sie haben einen guten Song ("Halt die Fresse") und viele sehr okaye, sind also ein bisschen wie Fools Garden. Sie haben sogar Fans, 2 davon sind heute hier. Die Ansagen wirken heute erstaunlich spritzig. Ja, was noch? Paul kann wegen seiner Sonnenbrille die Setlist nicht lesen, aber so ist das halt wenn man cool sein will!
Es gab mal Zeit, da wurde man im Subrosa zusammengestaucht, wenn vorne diese Tisch/Pult-Klappe betreten hat, aber Paul macht das heute ohne mit der Wimper zu zucken, ohne abzustürzen und ohne Sonnenbrille. Dazu versucht er, uns zum Song "Schwein im Anzug" zu einem zünftigen "Oink Oink Oink" zu überreden - was aber vor dem Song besser geklappt hat. Irre.
Also, Pisstole, um das mal festzuhalten, trotz meiner vielen verbalen Seitenhiebe schon ne durchaus unterhaltsame Deutschpunk-Kapelle, kann mich nicht beklagen! Die jetzt noch mit ner halben Stunde Spielzeit, das wär ein Traum.
Die Umbaupause wird damit verbracht, die anschließend spielende Band zu suchen, anschließend verpassen wir den ersten Teil des Auftritts von FUNGAS weil sie dann doch zu schnell gefunden wurden.
Gemäß der Schautafel Chain Punk vs. Egg Punk eindeutig letzteres, ich vermisse bloß den Punk. Das ist schon irgendwie weird und übersteuert und chaotisch, die Instrumente sind nicht immer definierbar und die Songstrukturen kreativ, aber in diesem selbstgewählten Kokon der psychedelisch-expressionistischen Verrücktheit geht mir die Energie irgendwann gänzlich verloren.
Paar schnellere Passagen die dann durchaus Drive entwickeln und mit dem charakteristisch übersteuerten Gesang sogar einen gewissen Zauber entfachen. Dann aber wieder lange Passagen in denen einfach nicht viel passiert. Das muss wohl so und ist an sich ne gute Grundlage, um sich ganz trance-artig in der Musik zu verlieren, zündet bei mir aber nicht.









