Dr. Mabuse: „Wir spielen jetzt ein Lied über nervige Leute! […] Wenn nervige Leute heute hier sind, dann sollte man sie einfach rauswerfen!“ Zwischenruf aus dem Publikum: „Du kannst doch Rapha (den Gitarristen) nicht einfach rauswerfen?“ „Ok der nervt auch, aber anders…“
Fö: "Ich nerve seit 42 Jahren", hat Rapha dazu zu sagen. Kann ich nicht beurteilen, so lange kenne ich ihn noch nicht. Aber dank Rapha weiß ich immer, wie alt ich selbst bin.
maks: Wie üblich Hit an Hit. 3-4 Songs später, Ihr wisst schon. Dieses Mal bleibe ich direkt im Vorraum und stelle mich unter den großen Bildschirm, wo die Getränkeauswahl optisch dargestellt wird, inkl. Abbildung der Flaschen: Hansa, Stauder Bierchen, Afri, Bluna, MioMio Mate (0,33), alles für je 2 Ocken und Wasser umsonst. Sehr schön. Einziges Manko: Es gibt kein alkoholfreies Bier für die nicht wirklich vorhandenen fahrenden Eltern und für mich (erwähnenswert: seit neustem weiß ich - in Anlehnung an ganz früher - dass Traugott Simon 0,0 tatsächlich gar nicht mal so scheiße ist). Aber es gibt dafür klassische alte weiße Männer (jaja, Ihr mich auch), die ich von meinem Platz hier gut beobachten kann und die mir einmal mehr zeigen, warum ich mit vielen Teilen der Punk-Generation meines Alters so gar nix mehr anfangen kann. Es gibt an der rechten Seite der ca. 2 Meter breiten Theke ne Schlange, eine ca. 160cm-große weiblich gelesene Person ist an der Reihe, will gerade bestellen, da kommt von links eine (nicht nur gelesen) männliche Person daher, nimmt direkt 1,80 Meter der Theke ein und bestellt vorher. Nahezu zeitlich kommt von vorne, schräg rechts, der nächste und bestellt über die ersterwähnte Person hinweg ebenfalls. So sinnbildlich. Smash the Patriarchy und erspart mir euren "ich bin auch alt und weiß und männlich und fühle mich von dir diskriminiert"-Dreck.