Däächt, Kalte Hand, 28.02.2026 in Ulm, Hemperium - Bericht von alexanderdavide
Däächt, Kalte Hand, 28.02.2026 in Ulm
KALTE HAND haben Bock, der Stadt ihren Song Spatzen zu präsentieren. Wobei, das haben sie wahrscheinlich schon beim 30 Jahre Civilisation Records Festival, an dem ich sie verpasste. Paar Töne drin feiere ich es schon ziemlich ab. Eiskalter Gitarrensound mit haufenweise nadelstichartigen Einzelnoten, abwechslungsreiche Drums und auch der Bass nimmt zurecht seinen Raum ein. Die Instrumentalarbeit kommt geil rüber und verschmilzt zu einem wavigen Hörerlebnis, das live mehr Breitseite gibt als ich erwartete. Die stoische Stimme, die genauso bei Team Scheiße singen könnte, thematisiert u.a. Lücken im Lebenslauf, Argwohn gegenüber der (bayrischen) Polizei, und Säureblocker, um einfach nur zu funktionieren.
Jetzt komme ich tatsächlich noch zu 1/30 Nürnberg Punk Fest. DÄÄCHT aus Regensburg spielens deutlich mehr aus der Garage heraus, stets eingängig und mit Feuer unterm Hintern. Obwohl der Bassgurt auf Jazz eingestellt ist, liegt eine gewisse Hardcore-Punk-Mentalität in der Luft. Neben der beherzten Spielweise – am Schlagzeug ist ein Handtuch von Nöten – leisten Auftritt und Blicke des Frontmenschen ihren Beitrag. Anspieltipp: Candle.
Stabiler Abend von Oli und Affenkrach. Ungeklärt bleibt die Frage, welchen Zweck die animalischen "ULM" Rufe von Bands und Publikum verfolgten.






