Death To False Metal Fest: Skullhammer, Dethroned, Pesthole, Carving Void, Aschenvater, Ultima Necat, Abglanz, Hieron, Extinct, 13.-14.03.2026 in Görlitz, Basta - Bericht von verSemmelt
Death To False Metal Fest, 13.-14.03.2026 in Görlitz
Das Design hat schonmal was. Freitag habe ich schonmal nix zum knipsen in der Tasche.
Die Blackmetalbands dürfen beide Tage die Shows eröffnen. So ist man pünktlich bei HIERON im weihrauchgetränkten Raum, wo ein etwa 10-minütiges Intro, das nach Knochenmühle klang, die Leute gut warten ließ. Anschließend folgt dieser brachiale Blackmetal, wo in der Regel weitgehend durchgeprügelt wird. Das ist schonmal ein ganz entzückender Beginn.
PEST HOLE haben es tatsächlich geschafft, ein neues Album nach zehn Jahren zu produzieren. Kurz bevor die FiWa/Berlin Connection wohl wieder aufgelöst werden muss, merke ich, dass neuerdings viel D-Beat geatmet wurde. Auf Nachfrage wird spontan gekontert: "Haben wir beim Pilzesammeln gefunden". Schlagfertig, lieber Micha. Bester Auftritt der Truppe bisher! Bei EXTINCT sehe ich etwas Rest in einer Höhle, die mitlerweile einen Geruchmix aus Männerschweiß und Bier angenommen hat. Der Raum ist jetzt echt randvoll zu einem Bastard aus Thrash und Mosh. Gute Ansagen gegen die ganzen Kriege und Wehrpflicht. Am Schluss gibt´s als Schmankerl "Faschopack" von Rawside. Die letzte Band DETHRONED (die aus DD) skippe ich weitgehend. Ich weiß was mich erwartet, dass das vielen Baseballkappenträgern sehr gut gefallen dürfte. Mir ziehts die Fussnägel hoch, wenn ich schon dran denke. Sind bestimmt die beste Band des Abends gewesen?!
Die Blackmetalbands dürfen beide Tage die Shows eröffnen. So ist man pünktlich bei HIERON im weihrauchgetränkten Raum, wo ein etwa 10-minütiges Intro, das nach Knochenmühle klang, die Leute gut warten ließ. Anschließend folgt dieser brachiale Blackmetal, wo in der Regel weitgehend durchgeprügelt wird. Das ist schonmal ein ganz entzückender Beginn.
PEST HOLE haben es tatsächlich geschafft, ein neues Album nach zehn Jahren zu produzieren. Kurz bevor die FiWa/Berlin Connection wohl wieder aufgelöst werden muss, merke ich, dass neuerdings viel D-Beat geatmet wurde. Auf Nachfrage wird spontan gekontert: "Haben wir beim Pilzesammeln gefunden". Schlagfertig, lieber Micha. Bester Auftritt der Truppe bisher! Bei EXTINCT sehe ich etwas Rest in einer Höhle, die mitlerweile einen Geruchmix aus Männerschweiß und Bier angenommen hat. Der Raum ist jetzt echt randvoll zu einem Bastard aus Thrash und Mosh. Gute Ansagen gegen die ganzen Kriege und Wehrpflicht. Am Schluss gibt´s als Schmankerl "Faschopack" von Rawside. Die letzte Band DETHRONED (die aus DD) skippe ich weitgehend. Ich weiß was mich erwartet, dass das vielen Baseballkappenträgern sehr gut gefallen dürfte. Mir ziehts die Fussnägel hoch, wenn ich schon dran denke. Sind bestimmt die beste Band des Abends gewesen?!
Tag 2. Das Personal im Auto wechselt durch und wir kommen leicht verspätet zu ULTIMA NECAT. Am 01.11.2024 hier schon gesehen. Wie lange ich gesucht habe, ohne eine Suchmaschine anzuwerfen. Ich dachte nicht, dass das schon wieder so lange her war. Geboten wird wie gestern Weihrauch und ein großer warum-auch-immer kerzenbedingter Halbkreis. Der Blackmetal alter Schule fetzt derweil. Dann die dritte und letzte Blackmetalcombo im Lineup mit ABGLANZ (im Bild) aus Goslar, wo ich beim Kreuzhören im Vorfeld einfach mal die komplette letzte Platte durchgehört habe. Live ist das Ganze etwas härter, da weniger ruhige Parts vorkommen. Trotzdem coole Atmo mit feinem halligen Gesang. Die Ansagen verhallten allerdings auch komplett. Der Kerzenhalbkreis blieb derweil bestehen.
Heute ist es bei den Locals ASCHENVATER (im Bild) brechend voll. Da müsste jetzt jemand auf der Bühne sein, der schon bei Ultima Necat dabei war, aber ich hatte weder eine Leiter als auch kein Fernglas dabei. Aschenvater reißen übelst ab mit bestem deutschsprachigen Deathmetal. Das überrascht mich schon etwas, wie gut das rüberkommt. Starker Auftritt. Dann CARVING VOID aus DD/LE, die ich dagegen als stinkend langweilig empfand.
Den Abschluss machen dann SKULLHAMMER, wobei ich im Nachinein schonmal vor zig Jahren (2009) eine Art Vorgänger mit End Of Days in Niesky bei einer Waschküchenshow gesehen haben muss. Habe extra nochmal bei Partyausfall recherchiert. Bei Skullhammer dachte ich die ersten ein, zwei Songs - was das denn für eine "Karikatur an Band" sei. Ich hatte so South Park Vibes wenn die Metal durch den Kakao ziehen wollten. Aber als ich dann mich an die Schlagzahl der Bassdrum gewöhnt hatte, die mal an einem Presslufthammer, mal an einem alten getunten Trecker erinnerte, wurde ich doch gut warm mit der Combo. Knapp 30 Minuten schafft man inklusive Sepultura-Cover und weil die Leute noch so gut Bock hatten, spielte man einen nochmal doppelt. Guter Abschluss bei leicht wechselndem Publikum an beiden Tagen. Heut waren jedenfalls weniger Basecaps am Start. Publikum ansonsten genial durchmischt von jung bis alt, paar polnische Gespräche waren auch zu hören und alles ohne jeglichen Stress. Gut besucht war auch. Alles bestens.








