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F*** Armageddon This Is Hell Fest: Between Bodies, Jaguero, Hell & Back, The Plastic Smile, Aprés La Chute, Four Black Lungs, All My Hate For, Silent Trouble, Chris der Berg, 25.04.2026 in Stuttgart, Jugendhaus West - Bericht von der Redaktion

F*** Armageddon This Is Hell Fest, 25.04.2026 in Stuttgart

Horace: Frühlingszeit ist Hellfest-Zeit, zumindest seit es nicht mehr im September ist. Das kleine, feine 1-Tages-DIY-Festival von Hell & Back und dem Team des Juha West macht immer Spaß. Draußen kann mensch Sonne und Pizza genießen bis einen das Wummern aus dem nahen Konzertraum genau dorthin zieht. Leider schaffe ich es erst kurz nach fünf vor Ort zu sein. Das vorherige Geschehen wurde aber vom ebenfalls anwesenden alexanderdavide vorbildlich dokumentiert. Bierschinken steht halt einfach nach wie vor für hochwertige journalistische Qualität, oder so.
alexanderdavide: Hell Fest = Pflichttermin. Schön, dass einige dem Ruf gefolgt sind, sodass die sechste Edition fast ausverkauft ist.
alexanderdavide: CHRIS DER BERG sind wider Erwarten zwei Menschen und singen u.a. über die tote Grace Kelly und Milch trinken. Derweil tanke ich Sonnenenergie und schwätze klassischerweise viel zu viel.
Horace: Hätteste Dich hier lieber schon mal eingeschmiert.
alexanderdavide: Ihren zweiten Auftritt in Vollbesetzung spielen SILENT TROUBLE, was ursprünglich ein Solo-Akustik-Projekt vom lieben Felix war. Zu hören gibt es melodischen Punkrock mit Affinität für Rock 'n' Roll und Blues, der beim Publikum gut ankommt. Jetzt noch ein bisschen Feuer unterm Arsch, bitte!
Horace: Hier ist auch die tolle Deko zu sehen. Im Hellfest steckt echt immer viel Herzblut drin. Special Edition Bier und einmal auch Marmelade gibts zu kaufen - der Erlös geht an Kein Bock auf Nazis und irgendwo stand auch wieder ein Spendenkässle rum.
alexanderdavide: Dieses Jahr ist es tatsächlich Honig. An der Stelle erwähnenswert: Das Marmeladenglas von 2023, das vor allem durch seinen spülmaschinenfesten H&B-Sticker beeindruckt, ist bei mir zum Gefäß für geschrotete Leinsamen aufgestiegen. 
alexanderdavide: Hell(es) nicht von HB, sondern von der Kaiserbrauerei Geislingen. Beim Genießen bekomme ich ein wenig Sonnenbrand. Wie kann man nur so inkompatibel mit dem Medium UV sein?
Horace: Kaisers ist eigentlich immer lecker, nur leider bin ich absolut inkompatibel zu Hellem und bliebe beim Export der Braurei Schönbuch ("Vortrefflich"). Generell große Auswahl an Getränken für die dürstende Masse.
alexanderdavide: Es folgen die Hidden Champions von ALL MY HATE FOR. Lebendiger, energiereicher Punkrock erfüllt die Lauscher. Der Sound ist eingängig auf der einen Seite, roh und ungeschminkt auf der anderen. Richtig gut gefällt mir auch der Gesang. Anspieltipps: Out of Sight und Nothing at All.
Horace: Ab hier war ich dann auch irgendwann zugegen. Da meine Begleiter zu spät oder zu spät und an der falschen Location aufgeschlagen sind ("Hä, isch des net im Merlin?"). Dafür genieße ich die Band, die ich (wie so einige heute) gar nicht kannte und notiere mir den Namen. Es gibt also doch auch nette Münchner. Vielversprechender Einstieg.
Horace: Kurze Stärkung vor der ersten Band. Standortgerecht (wir sind schließlich im hippen Westen) gibt's Sushi und Weinschorle - Oi!
alexanderdavide: Da eine Bong reinphotoshoppen...
Horace: So ändern sich die Zeiten.
Horace: FOUR BLACK LUNGS     Sehr viele nette Menschen heute getroffen und somit wurde die ein oder andere Band leider komplett verlabert. Das war eine davon.
alexanderdavide: Dafür ziehe ich sie mir mittlerweile zum fünften Mal rein – in Sachen Hot-Water-Punkrock immer eine sichere Bank. Größere Überraschungen beschränken sich auf ihre stets fluide Besetzung.
alexanderdavide: Bei APRÉS LA CHUTE wirkt die Bühne plötzlich wieder größer. Doch bei dem Drive des Trios fällt das nicht weiter auf. Selbst die Ansprachen erfolgen unter beachtlicher Geschwindigkeit.
Horace: Haben gute Laune verbreitet und den unfairen Vorteil, dass Ansagen mit französischem Akzent eh immer gut ankommen. Inhaltlich ist mancher Song eher düster und nach eigener Aussage sind sie dafür fast zu gut drauf, kommt so aber auch gut. Dem Aufruf ins Goldmark's hinterher sind wir dann leider doch nicht mehr gefolgt, weil alt und betrunken.
alexanderdavide: Besonders Durstige können Konzerte im Juha West auch von der Bar aus gucken.
Horace: Oha, ist mir tatsächlich noch nie aufgefallen.
alexanderdavide: Um 20:00 Uhr THE PLASTIC SMILE. Die Ludwigsburger produzieren in letzter Zeit eine Menge Output und hier beweisen sie kurzerhand, dass sie voll im Fett stehen. Krasses Set!
Horace: Auch hier weitestgehend verquatscht, aber zu den letzten zwei Songs bin ich doch noch zugegen. Was ne Sauna! Sieht aber nach einem super Auftritt aus!
alexanderdavide: Länger nicht im Juha gewesen, aber manche Dinge werden sich nie ändern: Da wird in guter alter Manier der Eingang zum Konzertraum zugestanden.
Horace: Eine Unart - so müssen geneigte Zusehende sich durch 3 eng gepresste Reihen kämpfen, um dann mit viel Platz vor der Bühne zu stehen. Den Sicherheitsabstand braucht keine*r
alexanderdavide: Darauf die Veranstaltenden, die heute nur Hits vortragen, weil das Set 5 Minuten kürzer als üblich ist. Colletti gibt einen Gastauftritt bei ihrem Feature auf Die Inside zum Besten. Zu hören gibt es auch das Cover von ...But Alive's Das sind die 90er, Baby. Jenes ist physisch erhältlich als 7" oder als Teil eines Tributsamplers, der im Mai auf Sterbt Alle erscheinen wird. Es ist alles ein ziemliches Fest und ich kann's mal wieder nicht lassen, schlechten Gesang beizusteuern. 
Horace: Es war aber sehr schöner schlechter Gesang. Das mit den 5 Minuten kürzer nehme ich leicht verschnupft zur Kenntnis, denn es erklärt das fehlende "Everlasting" oder "Hold on tight" und was ist eigentlich mit "Late Bloom", liebe HELL & Back, hä??? Aber abgesehen davon ist es gewohnt gut und das but Alive Cover hat überraschend viel Power! Die 7" wurde gleich gegönnt.
alexanderdavide: Zu JAGUERO habe ich bei der Besprechung ihres neuen Albums viel Gutes sagen können. Live fliegt konsequenterweise der ein oder andere Punkrockfinger. Mitten im Geschehen fragt mich ein Genosse, ob man in dieser Lokalität crowdsurfen darf. Wenige Sekunden später finde ich mich eine Etage höher wieder. Na gut, dann halt von hier oben: "JUST ANOTHER MONDAY".
Horace: Und wieder ein Opfer des Socializings. Ich muss sagen, dass etwas längere Pausen zwischen den Bands etwas entspannter gewesen wären. Aber ich glaube im Juha muss halt um 23:00 Uhr Schluss sein und NOCH früher anfangen ist für die ersten Bands dann auch kacke.
Horace: BETWEEN BODIES haben sich ja neulich schon auf dem Bierschinken eats FZW aufwärmen können. Ich gehe blind rein und bin hin und weg. Mega sympathische Band, schön krachiger Emo. Live mit mehr Zähnen als auf Platte. Auch ordentlich Bewegung um mich rum. Der Synthie spielende Basser ist natürlich ein Hingucker, aber auch der Rest der Band versprüht gute Laune. Was ein toller Abschluss. Anscheinend habe ich es auf dem Heimweg noch geschafft das kommende Album vorzubestellen (kommt am 29.05.2026 über Zeitstrafe). Sagt zumindest mein Postfach am nächsten Morgen...
alexanderdavide: Leider musste ich schon zur Bahn. Gut, dass ich Between Bodies letztes Jahr beim Farewell Youth gesehen hatte, im Juni dort wiedersehen werde, und hoffentlich klappt es mit unserer Show in Ulm.
Horace: Wenn das in Ulm was wird, sag Bescheid!
alexanderdavide: Fazit in aller Kürze: Ein trüber Tag wurde zu einem der besten überhaupt.


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