Ruhrpott Rodeo Festival Tag 1: Napalm Death, Turbonegro, Biohazard, Reverend Hardy Hardon, Blood Command, The Dead End Kids, Feine Sahne Fischfilet, Split Dogs, Doctor Krapula, Los Fastidios, The Dickies, Rodeo 5000, 24.07.2026 in Hünxe, Flugplatz Schwarze Heide - Bericht von der Redaktion
Ruhrpott Rodeo Tag 1, 24.07.2026 in Hünxe
Wir reisen schon Donnerstagabend an. Ankunft am Parkplatz 20.30h, angefangen Zelte aufzubauen 00.30h. Die Gründe erspare ich euch.
The DEAD END KIDS. Eigentlich ja schon fast eine Verschwendung eine so gute Band gleich als erstes ran zu lassen.
Es ist allerdings trotz der frühen Uhrzeit doch schon einiges los vor der Bühne und alsbald das Kommando Glitzer ertönt, beginnt sich die Masse auch schon fröhlich zu bewegen.
Die haben mittlerweile offensichtlich einen ordentlichen Bekanntheitsgrad. Vollkommen zu Recht natürlich, herrlich sympathische Truppe. Und dann auch noch gute Musik
Die haben mittlerweile offensichtlich einen ordentlichen Bekanntheitsgrad. Vollkommen zu Recht natürlich, herrlich sympathische Truppe. Und dann auch noch gute Musik
Bei nur einer halben Stunde Spielzeit fehlt leider der eine oder andere Hit, vielleicht war es aber auch nur die Generalprobe für den wahrscheinlich größten Auftritt ihrer bisherigen Bandkarriere, welcher morgen in Freiburg anstehen wird. Als Support einer nicht unbekannten Band aus dem Umfeld von Düsseldorf (und PASCOW) Den Bildern aus den sozialen Medien nach war das Konzert wohl ein voller Erfolg. Glückwunsch dazu!
Dass Alex auch immer wieder einiges an Überraschungen fürs Rodeo bucht, sollte auch hinlänglich bekannt sein. Mal sind diese positiv, leider auch immer wieder mal eher unverständlich. Als Beispiel für die Kategorie zwei dann RODEO 5000.
Musikalisch angesiedelt zwischen einem Schützenfest in Niedersachsen und dem 60. Geburtstag von Onkel Wilhelm kommt hier noch ein unfassbar langweiliger Humor dazu. Das ist wirklich nicht vermittelbar, dass selbst diese Musik noch Zuhörer findet. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, wird als Outro auch noch "Cotton Eye Joe" angespielt. Himmel hilf, da ist selbst anstehen in der Biermarkenschlange der bessere Zeitvertreib.
Wie es viel besser geht, zeigen dann SPLIT DOGS. Astreiner rotziger Punkrock, mega Stimme der Sängerin. Volle Punktzahl. Erste sehr positive Überraschung des Tages.
Schlag auf Schlag (am ersten Tag ist mensch immer noch so motiviert, sich möglichst viel an musikalischem Input abzuholen) geht es weiter. Auf der Hauptbühne spielen BLOOD COMMAND zum Tanze auf.
Mir bis dato auch kein wirklicher Begriff, lassen Name und Schriftzug auf die Musikrichtung Hardcore schließen.
Liege ich nicht 100% falsch mit, allerdings sind die Norweger in einigen Passagen deutlich poppiger als gedacht. Mir gefallen die Stücke mit viele Druck und Geschrei am besten.
Nach kurzer Pause am Zelt zur Mitte den Konzerts zurück. Auf dem Rockade Festiwoll kennen gelernt, tolle Live-Band.
Nach kurzer Pause am Zelt zur Mitte den Konzerts zurück. Auf dem Rockade Festiwoll kennen gelernt, tolle Live-Band.
Kleines Cölachen später (Getränkemarken 2026 waren für 4,30 Euro zu erwerben., Kartenzahlung funktionierte, Statistikteil erledigt) lausche ich noch den letzten 3 Songs von DOCTOR KRAPULA.
Ich sach ma so, machste um 17 Uhr auf nem Festival nie wat falsch, mit dieser Mestizo-Ska Mukke. Warum allerdings immer die gleichen 3 Coversongs gespielt werden...tja...
Hm, wo war ich da? Ich war aufm Gelände, kann mich an die Band aber null erinnern. Vermutlich irgendwo Bier getrunken und gequatscht
Hm, wo war ich da? Ich war aufm Gelände, kann mich an die Band aber null erinnern. Vermutlich irgendwo Bier getrunken und gequatscht
Was KNOCHENFRABRIK ihr Filmriss ist, sind LOS FASTIDIOS ihr Antifa Hooligans. Ein Ohrwurm, den mensch einfach nicht mehr hören kann.
Zum Glück hat die Bands neben ihrer hervorragenden politischen Einstellung auch noch den einen oder anderen weiteren Hit im Programm. Ihr Auftritt war dann schon das dritte Highlight des heutigen Tages.
Los Fastidios lohnen sich immer anzuschauen. Macht einfach Laune. Eben nicht nur Party-Ska.
Los Fastidios lohnen sich immer anzuschauen. Macht einfach Laune. Eben nicht nur Party-Ska.
Was auf dem Rodeo auch nie fehlen darf (und den meisten Anwesenden auch wahrscheinlich früheste Kindheitserinnerungen bescheren wird) sind Bands, welche das Renteneintrittsalter schon lange hinter sich haben. Heute in Form der DICKIES
Als die Kalifornier sich gegründet haben, habe ich meinen ersten Geburtstag gefeiert. Das war wahrscheinlich ne fette Party. Ihre Gründung, nicht mein Geburtstag.
Kann man sich gut anschauen. Die alten Herren haben offensichtlich noch Spaß an der Sache und können das auch gut vermitteln.
Kann man sich gut anschauen. Die alten Herren haben offensichtlich noch Spaß an der Sache und können das auch gut vermitteln.
Solider Punkrock, gute Laune bei den Protagonisten. Ist doch schön, dass alle noch Spaß haben und gesund sind! Wenn man einen Tag später hört, dass Lou Koller viel zu früh verstorben ist...ach...was ne Scheiße.
Hauptgrund meiner Anreise heute waren BIOHAZARD. Ich gebe gerne zu, ein Faible für diesen leicht prolligen Schwachsinnshardcore zu haben.
Hier wird nicht gekleckert, hier wird nur geklotzt. Fettes Backdrop, den Sound bitte voll aufdrehen und schon gibt es kein Halten mehr.
Macht einfach immer mal wieder Spaß, anzuschauen. Ist halt ordentlich Bewegung auf der Bühne und es knallt ordentlich.
Macht einfach immer mal wieder Spaß, anzuschauen. Ist halt ordentlich Bewegung auf der Bühne und es knallt ordentlich.
Wenn Evan Seinfield mit seinen schlanken 58 Jahren OKF (pfui!) seinen Anabolika-Body präsentiert und dazu wild "Punishment" schreit, fühle ich mich bestens unterhalten.
Selbstverständlich gibt es kaum neue Songs, sondern ganz viel vom Überalbum "Urban Discipline" . Publikum vor der Bühne rastet phasenweise komplett aus, Bier wird durch die Gegend geworfen und 50jährige Familienpapas tanzen Pogo mit Bandanas umme hohe Stirn gewickelt. I feel you. Top Konzert! Volle Punktzahl!
Danach kreative Pause, weil Hip Hop (MEHNERSMOOS) mich nicht interessiert und SCHMUTZKI eine der schlechtesten Punkbands dieser Bananenrepublik sind.
Aber jetzt: REVEREND HARDY HARDON. Christian Steiffen-Musikgott! Der Mann kann alles, sogar Elvis!
Aber jetzt: REVEREND HARDY HARDON. Christian Steiffen-Musikgott! Der Mann kann alles, sogar Elvis!
Es wird dunkler und die Bilder schlechter. Sehr wahrscheinlich ist die Linse nur verstaubt. Das war aber auch ein Fest für Lunge und Kontaktlinsenträger heute auf dem trockenen Acker. TURBONEGRO läuten die finalen Hauptacts ein.
Nachdem wir uns nochmal eine Pause am Zelt gegönnt haben, sind wir zu Turbonegro natürlich wieder am Start. Bekommt man schließlich nicht mehr allzu oft zu sehen. Ist aber definitiv immer noch sehenswert.
Death Punk ist ein schöner Name für diese Musikrichtung. Und ja, auch nach 38 Jahren (sic) ist die Band weiterhin ein Ohr und zwei Augen wert. Die alten Hits taugen aber immer noch am besten. Die "Ass Cobra" ist weiterhin ein unfassbar gutes Album.
Der Text von "Suffer the children" ist weiterhin eine der besten Lyrics, die jemals geschrieben wurden und wird wohl auch nie unaktuell werden.
Mal wieder komplett abgeräumt!
Einfach wieder der Hammer. Was da für ein Krach (Eigenaussage) auf die Bühne gezaubert wird, lässt mich regelmäßig mit offenem Mund zurück.
Einfach wieder der Hammer. Was da für ein Krach (Eigenaussage) auf die Bühne gezaubert wird, lässt mich regelmäßig mit offenem Mund zurück.
Kleine Umstellung vonnöten. Feine Sahne statt Napalm Death. Auf die Rostocker scheint das komplette Rodeo gewartet zu haben.
Klar, die Party muss einen Höhepunkt haben. Rauchfackeln raus, schiefe Trompete rein. Man kann über Monchi und Co denken, was mensch möchte, feiern können sie.
"Alles auf Rausch" wird relativ zu Beginn verheizt, "Zurück in unserer Stadt" wird natürlich ebenfalls abgefeiert wie nix.
Ich werde nie verstehen, warum ausgerechnet Feine Sahne so erfolgreich geworden sind. Trotz ihrer eher mittelmäßigen musikalischen Fähigkeiten (was nicht unbedingt negativ gemeint ist) schaffen sie es wie kaum eine andere Band aus jedem Konzert eine riesen Sause zu machen. Da muss man schon seinen Hut vorziehen, klasse Konzert.
Die Songs der letzten beiden Alben haben einige Längen, mit der Ballade kann ich ebenfalls nichts anfangen. Aber spätestens bei "Geschichten aus Jamen" haben sie einen dann wieder. Ne, war in Ordnung. Sehr guter Start ins lange Wochenende!
Nachdem ich die früher doch eher schlecht fand, muss ich nun mittlerweile auch zugeben, dass sie gute Konzerte spielen. Zu Hause würde ich mir die Mukke trotzdem nicht geben.
Ein staubiger, aber sehr schöner erster Tag ist zu Ende. Und zumindest was den Staub betrifft, soll es morgen noch eine Steigerung geben, soviel sei verraten.


















































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