Zwen: Weiter also zu A WILHELM SCREAM. Das Publikum ist noch ein wenig verhalten, aber die Band vollführt ihr Handwerk. Soweit ein qualitativ gewohnt sehr stabiler Auftritt, aber auch definitiv nicht der beste Auftritt der Typen aus New Bedford. Sicherlich hat es auch daran gelegen, dass man keine Sitzgelegenheiten mit ins Infield nehmen durfte. Außerdem gab es nachträglich wohl etwas schlechtes Karma, weil sich AWS für ihre Verhältnisse doch eher wenig bedankt haben. Eine gute Ausrede ist natürlich, dass sie den Namen der vorherigen Band nicht aussprechen konnten, aber Ausreden jucken die Bedankungs- und Zugaben-Götter nicht.
Götz: So viele Songs und so viel Dankbarkeitsansagen, ganz schön tricky. Vor allem da noch ein paar Songs mehr vom neuesten Album "Cheap Heat" hinzugekommen sind. Die früheren Werke sind schwer zu toppen, aber z.B. "Midnight Ghost" ist eine schöne Ergänzung. Ansonsten gibt es die Standard-Setlist melodischer Banger. Vorne bleibt es noch relativ leer, aber spielfreudig sind sie ja eh. Die gute Laune passt dann wieder dazu, dass sie so oft mit Ska-Bands auf Tour gehen.