HOSS war mein erstes LAGWAGON-Album. Die Band hat sich in meiner Gunst in den letzten Jahrzehnten immer weiter nach vorne gespielt und ich hab mir eigentlich jede Platte am Erscheinungstag besorgt. Anders geht es mir mit NOFX, die waren mir ab 2012 irgendwie egal. Joey Cape ist halt auch einfach deutlich sympathischer als Fat Mike und ein wirklich großartiger Songwriter mit gewohnt lässiger Bühnenpräsenz. Die Band zeigt sich gut gelaunt und redselig, das Publikum trägt die positiven und heimeligen Vibes durch den Saal. So als würden sich 300 alte Kumpels und Kumpelinnen mal wieder treffen. Leider versteht man die Ansagen sehr schlecht.
Die Altersschnitt bewegt sich zwischen 39 und 45 und die Bude ist voll. Voll mit Baseballkappen, die die mittlerweile unvermeidbaren Halbglatzen verdecken und voll mit verschwitzten Bandshirts beliebter Melodic-Punk-Kapellen der 90er Jahre. Das eine oder andere bekannte Gesicht taucht auf. Menschen mit denen man nie ein Wort gewechselt, die man aber schon vor soundsoviel Jahren bei Band XY gesehen hat. Allerdings noch in frischerem Aggregatzustand. Einfach cool so eine Szene.