Maria Iskariot, Matching Drapes, 19.09.2026 in Berlin, Urban Spree - Bericht von matsch
Maria Iskariot, 19.09.2026 in Berlin
Einmal habe ich MARIA ISKARIOT dieses Jahr bereits gesehen, aber bei dem energetischen Quartett aus Belgien ist einmal keinmal. Also mache ich mich wieder auf den Weg, der durch einen Polizeieinsatz etwas in die Länge gezogen wird. Im Urban Spree war ich noch nicht und so laufe ich erstmal dran vorbei.
Der Bass klingt wie eine Gitarre, zwischendurch kickt der ein oder andere Beat, dann löst es sich in Noise auf und ich verliere das Interesse. Bin aber vielleicht auch noch nicht richtig angekommen in dem Konzerträumchen.
Die Band und vor allem die Sängerin gibt sich aber sichtlich Mühe, uns für MARIA ISKARIOT aufzuwärmen.
Dann lassen MARIA ISKARIOT ihren Drummer auf die Bühne los. Der richtet sich kurz ein und startet in ein ähnliches Set wie Anfang des Jahres. Der Raum im Urban Spree ermöglicht ob seiner kleinen Größe ein intimeres Erlebnis, sodass der Funke schnell überspringt.
Allerdings sind wir immer noch in Berlin und die*der gemeine Berliner*in lässt sich nicht so schnell beeindrucken. MARIA ISKARIOT sind dazu noch etwas mitgenommen von der Reeperbahn am Abend zuvor. An Bewegung auf der Bühne und Einsatz an den Instrumenten mangelt es trotzdem nicht.
Wir sehen eine sehr gut eingespielte Band, die mir einfach sehr sympathisch ist. Dazu ein grooviger Bass, macht es wieder ziemlich Spaß.
Drummer Sybe hat gar nicht so viele Teile an seinem Set, spielt aber als gäbe es einiges zu bedienen.
Zu "Dat vind ik lekker" gibt es wieder einen Ausflug ins Publikum und viele dürfen mal ins Mirko rufen.
Eine Pause zwischen den Songs nutzt Gitarristin Loeke, um uns aufzuklären, dass sie übrigens kein seltsames Deutsch singen, falls wir das dachten, sondern Niederländisch.
Eine Pause zwischen den Songs nutzt Gitarristin Loeke, um uns aufzuklären, dass sie übrigens kein seltsames Deutsch singen, falls wir das dachten, sondern Niederländisch.
Das Set flacht was die Geschwindigkeit angeht nach einer improvisierten Lärmstelle in der Mitte zum Ende etwas ab, büßt aber keine Intensität ein. Am Ende wünscht sich Sängerin Helena einen Circle of Love und jemand im Publikum sagt irgendwas mit hate. Auf Nachfrage antwortet die Person, sie gebe gerne love, habe aber für sich selbst nur hate übrig. Daraufhin steht Sybe auf, geht zu ihr und umarmt sie. Bei der einen Umarmung bleibt es dann nicht und Loeke kommentiert: "That's what you get: a sweaty hug." Eine geknüppelte Zugabe haben MARIA ISKARIOT noch für uns und dann ist Schluss für heute. Nächsten Monat spielen sie dann nochmal in Berlin im Vorprogramm von Placebo. Es sei ihnen gegönnt, das darf doch kein Geheimtipp bleiben (auch wenn ich sie dann zukünftig mit mehr Menschen teilen muss).
















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