Chefdenker, Pastor Gerald, Grabowski und Dennis Band, 10.10.2026 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von der Redaktion
Chefdenker, 10.10.2026 in Schwerte
Ich bin häufiger da aber trotzdem zu selten. Es scheint manchmal eine kleine gläserne Wand zwischen Schwerte und dem (Rest des) Ruhrgebiet(s) zu stehen. Manchmal auch durch Reparaturen an der Bahnstrecke begründet. Ich kann nur alle Interessenten ermuntern, häufiger zu erscheinen.
die erste Band nennt sich "GRABOWSKI UND DENNIS BAND", oder umgekehrt. Da ein Dennis und zwei Grabowskis mitspielen, ist das wohl okay. Was das alles soll, erzählt Michel vorher im exklusiven Hintergrundgespräch. Irgendwas von einer ursprünglich spontan und einmalig zusammengewürfelten Band, aber warum sie jetzt hier spielen, weiß niemand.
Hauptgrund wird wohl sein, dass das Budget nicht Chefdenker plus zwei externe Vorbands zulässt. Ich finde es witzig und erfrischend als Reinkommer.
Hauptgrund wird wohl sein, dass das Budget nicht Chefdenker plus zwei externe Vorbands zulässt. Ich finde es witzig und erfrischend als Reinkommer.
Gespielt werden ausschließlich Coversongs. Wir rätseln noch im Vorfeld, ob es sich dabei vielleicht ausschließlich um Coversongs von Schwerter Bands handelt. Vielleicht ja sogar eine reine Tributband mit Songs von Pigs Can Fly? Aber Pustekuchen, es gibt eher diverse Hits der großen Punkrock-Kapellen von hauptsächlich der 90er Jahre, würde ich mal sagen. Inklusive Britney Spears.
Über die Songauswahl kann man natürlich streiten. Finde ich auch nicht super aber was soll's. Die Band muss halt schauen was sie kann und mag. Finde ich ok. Auf Song 2 hätte ich verzichten können.
Über die Songauswahl kann man natürlich streiten. Finde ich auch nicht super aber was soll's. Die Band muss halt schauen was sie kann und mag. Finde ich ok. Auf Song 2 hätte ich verzichten können.
An aktuellem Material dann noch The Interrupters - ich habe schon mal an anderer Stelle erklärt, warum ich damit ein großes Problem hab und dass ich nicht verstehe, warum diese Band in unseren Kreisen weiterhin so gefeiert wird. Als Update dazu: Es lässt sich zwar sowas wie ne Distanzierung zu Alex Jones finden, aber weiterhin keine zu Ron Paul, und dass die Band den Fragen nach diesem gerne ausweicht, stimmt mich auch nicht unbedingt gnädiger. Keep Schwurbelbands out of punk.
Dann PASTOR GERALD. Sah ich mal irgendwann in Hannover, weiß also ungefähr was mich erwartet - keine Interrupters-Cover, das spricht schon mal für die Band. Zu hören gibt es relativ glatten (mir jedenfalls zu glatten) Pop-Punk mit witzigen bis politischen bis aufstachelnden Themen.
Pop Punk kommt hin. Melodisch aber mit teilweise witzigen Texten ohne viel Wohoo its Party Time. Also eine angenehme Punk-Attitüde und ein Gefühl für Harmonien. Hat Potenzial. Auch witzige Ansagen und eine ansprechende Bühnenpräsenz. Nicht affektiert und nervig, aber auch nicht gehemmt wie eine Schülerband. Macht weiter so.
Fisher bereitet Schnäpperken vor. Lecker. Ich hatte einen Maracuja oder so. Starker Support des Venue.
OK, CHEFDENKER also. Es handelt sich offensichtlich um eine aufstrebende Deutschrock Band aus dem südlichen Niederrhein. Spaß beiseite. Die Band schreibt ernste Texte über das Leben und hochprofessionelle Licks. Im Gegensatz zu anderen Rockstars oder hiesige Teppichhändler haben sie nicht die Dreistigkeit, ab und zu ihr Karriereende anzukündigen, nur um kurz darauf wieder eine überteuerte Reunion Tour zu starten.
Die Jungs liefern ab wie immer. Trotz dass sie am Tag zuvor noch ein Heimspiel in Köln hatten, was sicher auch anstrengend war. Aber da Kollege glaube ich nicht mehr trinkt hilft das auch, ansonsten hilft ja immer ein Konterbier und dann geht's wieder. Setlist gut wie immer. Auch ein paar neue Songs von der Kühlschrank-Platte. Natürlich nicht zu viel. Die Leute wollen den alten Scheiß hören.
Claus wollte eigentlich auch nicht trinken heute, aber es gab original Karlsquell Edel-Pils Premium Dosenbier! Anscheinend hat Klute den einzigen Aldi ausfindbar gemacht, in dem es nicht nach 10 Minuten ausverkauft war, und hat sich die Wohnung sowie das Rattenloch mit Paletten vollgestellt.
Claus wollte eigentlich auch nicht trinken heute, aber es gab original Karlsquell Edel-Pils Premium Dosenbier! Anscheinend hat Klute den einzigen Aldi ausfindbar gemacht, in dem es nicht nach 10 Minuten ausverkauft war, und hat sich die Wohnung sowie das Rattenloch mit Paletten vollgestellt.
Fehlen darf auch nicht ein Plöpp. Heute glaube ich zu Eye of the Tiger. Brinkhoffs kommt gut an, obwohl es im Rattenloch ja auch Kölsch gibt. Claus wieder mit vielen Weisheiten aus dem Leben und etwas Struggle mit von ihm selbst irgendwann geschriebenen Songs. Alle lieben es.
Eine Polonaise gab es dann auch noch. Da das Rattenloch quasi nur aus Treppenstufen besteht, kein einfaches Unterfangen! Aber soweit ich beurteilen kann, haben das alle überlebt. Glück gehabt!
Achja, dann wurde auch noch das letzte Schnäpperken gefegt. Also den Munitionsgürtel, den Fisher auf obigem Bild akribisch vorbereitet hat. Aua aua.
Casanovas Schwule Seite wurden auch noch gecovert! Und Claus spielt "Angela"! Und bestimmt noch viele andere Hits. Kurzer Blick auf die Uhr: Das Konzert sollte laut Ankündigung um 20 Uhr starten, damit niemand Sorgen um die Zugverbindung haben muss. Mittlerweile haben wir 1 Uhr. Rattenloch is halt doch immer noch wie früher.




















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