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Freitag, 15.06.2018: Interview mit The Bombpops


Zwen hat kürzlich die Fat-Wreck-Zöglinge The Bombpops in Köln getroffen und mal eben vors Aufnahmegerät gehalten. Das hier kam dabei raus! Bald übrigens wieder auf Tour! Juhu!



Zwen: Reden wir doch mal über eure neue EP “Dear Beer”. Wie kommt es eigentlich, dass ihr fast ausschließlich EPs veröffentlicht?
Jen: Ich denke man muss das einfach wie zwei verschieden Zeitabschnitte sehen. Josh und Don waren bei den ersten zwei EPs noch nicht dabei. “Can Of Worms” war dann die erste Veröffentlichung mit uns Vieren.
Poli: Danach hatte ich mein Baby. Also hatten wir erstmal eine kleine Pause und dann kam mit “FOMO” das erste Full-Length-Release auf Fat Wreck. Wir hatten also einen späten Start.
Jen: Ja, vor “Can Of Worms” hatten wir viele verschiedene Besetzungen, verschiedene Bassisten, verschiedene Drummer, naja, Poli und ich waren die gleichen. Irgendwie waren wir schon immer eine Band und haben auch schon immer Konzerte gespielt, aber wir hatten niemals eine komplette Band bis “Can Of Worms”.
Don: Die Sache mit der neuen EP ist, dass wir so viel Musik wie möglich unter die Leute bringen wollen. Wenn wir neue Songs haben, wollen wir die auch sofort veröffentlichen. Jetzt haben wir eine weitere Veröffentlichung: Die “Dear Beer”-EP. Das gibt uns Zeit, an einem neuen Album zu arbeiten.

Zwen: Kann ich euch darauf festnageln, dass da ein neues Album geplant ist?
Don: Das ist immer geplant!
Poli: Wir haben noch keinen Studiotermin oder einen Zeitplan, wann irgendwas fertig sein soll.

Zwen: Aber jetzt habt ihr endlich die finale Besetzung?
Jen: Ja! Hoffentlich, es hat lange gedauert und hat uns so oft das Herz gebrochen. So viele Leute und jedes Mal mussten wir uns wieder aufraffen. Okay, neuer Mensch, proben, ihm die Songs beibringen und dann passierte wieder irgendwas. Dann haben wir die Jungs gefunden und die waren schon ewig befreundet, wir waren schon ewig befreundet. Und dann hats klick gemacht: Familie!

Zwen: Wie lange spielt ihr jetzt schon in der Besetzung?
Alle: Sechs Jahre!


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Zwen: Wow! Ich will dann mal wieder auf die EP zurückkommen und über die negativen Gefühle des Tonträgers reden. Beispielsweise könnte man ja hier den Titeltrack oder “Turn Up The Thermostat” anführen. Ich meine, davor wart ihr doch eher so ne Partyband.
Jen: Ich glaube, als ich diese Songs geschrieben habe, war ich nicht in so einer guten Verfassung. Der Song und die Texte kamen einfach zu mir. Ich war so ein bisschen depressiv und habe mehr getrunken als ich sollte. Das sind einfach echte Gefühle. Ich denke, dass wir alle manchmal negativ drauf sind. Wir kämpfen alle mit Angst und Depressionen. Diese Dinge gehen Hand in Hand: Party machen und Sorgen haben. Ein fieser Kreislauf. Bei den Songs gibt es eben diese dominante poppige, federnde Musik mit ziemlich dunklen Texten. Ich meine wir singen jetzt nicht über Serienkiller, aber immerhin sind die Lyrics ein bisschen dunkel mit einem poppigen Unterton.
Don: Das Leiden in poppiger Musik verpacken.

Zwen: Ist es da nicht manchmal etwas seltsam, wenn man so persönliche Gefühle auf eine EP packt, die von Tausenden von Leuten gehört wird?
Jen: Nee, gar nicht. Nehmen wir doch mal als Beispiel “Turn Up The Thermostat”. Das ist gar nicht seltsam und ich muss ja niemanden die ganze Geschichte erzählen. Jeder kann sich da was rauspicken und das auf sich selbst beziehen. Das ist also nicht seltsam, sondern einfach das, worüber wir schreiben wollen.
Poli: Ja, das ist einfach authentisch und wir gehen ja schon da raus und wissen, dass Leute unsere Songs hören, hören was wir schreiben. Die können das dann ja interpretieren wie sie wollen. Für mich war es gut, diesen Song zu schreiben. Die Gefühle rauszulassen und einigen Menschen die Möglichkeit geben, das auch auf sich zu beziehen.

Zwen: Okay, ganz anderes Thema. In eurem Song “FOMO” singt ihr:
“Now the tours is over, the sun is coming up
I work at 9 am but I'm still throwing up”

Also, Frage an euch: Was macht ihr nach der Tour?
Don: Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und ich nehme mir immer wenigstens noch zwei Tage frei.
Poli: Ich purzel direkt wieder ins Leben. Ich bin ja Mutter und alles ändert sich von null Verantwortung auf komplette Verantwortung. Der Übergang ist schwierig.
Jen: Da prallen einfach Welten aufeinander – für jeden. Das hier ist eine ganz andere Welt.
Don: Ich weiß noch als ich letztes Jahr von der Tour wieder kam und einfach nur auf meinen Computer-Bildschirm gestarrt habe und mich gefragt habe wie ich das hier noch mal mache.


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Zwen: Was läuft bei euch im Tourbus. Also im CD-Player, Radio etc.?
Don: Ich liebe es, mir über Kopfhörer das Album anzuhören, was am besten zur Tour passt. Das ist dann eine ganz andere Erfahrung, denn dann hast du nämlich Erinnerungen, die mit dem Album verknüpft sind. Das letzte Mal als wir hier waren habe ich die ganze Zeit das “Inviting Light”-Album von den Flatliners gehört. Jedes Mal, wenn ich die jetzt höre, muss ich an die Schweizer Alpen denken.
Jen: Ich habe viel The Weakerthans gehört und eine Konstante auf Tour sind für mich die Menzingers. Auf der letzten Tour haben wir Joe McMahon getroffen, außerdem sind wir befreundet mit Michael Marty und Marco und Mike DeeCracks. Du trinkst und feierst also mit denen und hörst dir ihre Musik nicht an. Dann hörst du dir deren Alben an und das wird dann deine Tour-Musik.

Zwen: Was sind denn neue Bands, die ihr aktuell feiert und empfehlen könnt?
Jen: Da gibt es eine Band aus Los Angeles, Odd Robot heißen die und klingen wie Smoking Popes gemischt mit Alkaline Trio und die sind sooo gut! Die haben sogar genau heute eine Single rausgebracht.
Don: Letzten Sommer haben wir mit einer Band in England gespielt: Aerial Salad. Das ist auch so eine Band wo ich den Leuten sage, dass sie sich die mal anhören sollen, weil ihre Platte so gut ist. Die Leute von Wonk Unit haben die produziert. Direkt vonner Straße. Ich liebe das! Genau wie das Album von Pkew! Pkew! Pkew!

Zwen: Es ist an der Zeit für meine faule Frage: Habt ihr noch was zu sagen?
Don: Wir kommen zurück im Juli und August: Mighty Sounds Festival, Brakrock, Punkrock Holiday, Back To Future...
Jen: Das ist die Hauptsache. Außerdem bitte glaubt hier nicht, dass alle Amerikaner Donald Trump gut finden würden. Ihr habt es hier echt besser als wir. Können wir hierhin ziehen?
Don: Wir wollen eigentlich weiterhin Gas geben: Mehr Songs, mehr touren und ein neues Album.
Zwen: Okay, dann warte ich mal gespannt auf das neue Album und vielen Dank für das Interview.



Für die wirklich interessierten: Hier noch die englische Originalfassung!

Zwen: Considering your new EP called “Dear Beer“. Again, it is another EP. Why is it that you have only released one album but several EPs so far?
Jen: I think you have to look at it like two different times. Josh and Don weren't even in the band on the first two EPs. “Can Of Worms“ actually was the first EP where we were all together.
Poli: After that I had my baby. So we had a little break and then “FOMO“ was the first real release on Fat Wreck in full length. So we got a late start on that I guess.
Jen: Yeah, before “Can Of Worms“, we had a lot of different line ups, different bass players, different drums, yeah Poli and I were the same. We kinda were always a band, always kinda touring, but we never got the full 'band' until “Can Of Worms“.
Don: The thing with the new EP is, we want to have as much music out as possible. We just say we have these songs so let's put them out. Now we have another release, the “Dear Beer“ EP, so now that gives us time to work on more music for a full length.

Zwen: Can I nail you on that, there is a full length album planned?
Don: It's always planned.
Poli: We don't have any schedule or an actual date for going into the studio.

Zwen: But now you have like the final line up?
Jen: Yes! Hopefully, it took a long time and a lot of heartbreaks just going through so many people and we just kept picking ourselves up. Okay, new person, practice, teach them the songs and then something always happened. Then finally we found these guys and they have been friends forever, we have been friends forever. And then it finally clicked – family.

Zwen: How lang do you play in this connection?
All: Six years!

Zwen: Wow! I want to take it back to the EP and talk about the negative feelings which are used in the songs of “Dear Beer” like in the titletrack or “Turn Up The Thermostat”. I mean before that you were more like a party band.
Jen: I think when writing these songs I was not in a good place. Writing that song and the lyrics just came to me, kinda depressed, drinking more than I should. It's just real feelings. I think we are all negative sometimes. You know we struggle with anxiety and some depression. Those things go hand in hand: The partying and then the anxiety. It's a vicious cycle. There is this overwhelming poppy, bouncing music with some of the darkest lyrics. I mean we are not singing about serial killers but at least the stories are a little bit dark with a poppy undertone.
Don: Wrapping the sorrow into positive music.

Zwen: For you isn't it kinda strange to put these personal stories on an EP which is listened by like thousands of people?
Jen: It's not strange. Take for example “Turn Up The Thermostate”. It's not strange and I don't have to tell the whole story to anybody because somebody else can pick up the experience and relate it to themselves. I hope that somebody else can take away some other feelings from it. That's not strange that's just what we tempt to write about.
Poli: Yeah, it's just honesty and we already putting ourselves out there so you know people are gonna hear what we write and interpret how they want. It was good for me to write that song and release those feelings and have some people relate as well.

Zwen: Okay, totally different topic: In your song “FOMO” you sing:
“Now the tours is over, the sun is coming up
I work at 9 am but I'm still throwing up”

So I'm going to ask you: What do you do after the tour?
Don: I've learned my lesson, I give myself at least two more days off from work.
Poli: I pop right back into real life like I am a mum and I get thrown in from zero responsibilities to everything. The transition is difficult.
Jen: It's a complete collision of worlds for everybody. This is a different world.
Don: I know after the last year after coming back from tour I was staring at my computer screen like 'How do I do this again?'.

Zwen: What are you listening to when you are in the van? What is on the CD player, the radio?
Don: I love having my headphones and listening to the album which matches the tour. It brings such a different experience to the record because then you have like memories tied to the album. Last time we where here I was listening to The Flatliners “Inviting Light” record the whole time. Now everytime I listen to it I think about driving through the Swiss alps.
Jen: I was listening to The Weakerthans and a constant for me whenever I am on tour is The Menzingers. The last tour we met JoeMcMahon and we are friends with Michael Marty und Marco and Mike DeeCracks. So you are partying with them but never listen to the record but then you listen to the record and it really becomes a tour record.

Zwen: Any new bands you can recommend which we should check out?
Jen: 100% there is a band called Odd Robot from Los Angeles and they sound like Smoking Popes mixed with Alkaline Trio and they are so good! They actually released a single today.
Josh: We played with a band in the UK last October called Aerial Salad. That's another one I have been telling people to check out because their record is really good. The Wonk Unit guys produced it. Right of the alley I love it. Also the Pkew! Pkew! Pkew! record is pretty good. There is so much stuff because there are a lot of bands just getting started. It's pretty cool.

Zwen: Time for my lazy question: Do you have anything else to say?
Josh: We'll be back in July and August: Mighty Sounds Festival, Brakrock, Punkrock Holiday, Back To Future..
Jen: That's the main thing we want to say. Also don't associate all Americans with Donald Trump. You guys have a lot better way of life over here. Can we move here?
Don: We don't have plans to slow down on anything. More songs, more touring, a new album.
Zwen: Okay, I am waiting for the album and thank you very, very much for the interview.



Zwen 06/2018
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