Blackmail:
II
Der Opener "Impact" schafft direkt einen soliden Grundstein für den Rest der Platte. Schlägt quasi direkt ein und der Mix aus schleppend wuchtigen Gitarren und seichtem Singsang gefällt mir von der ersten Sekunde an. "The Rush" bietet den perfekten Soundtrack um bei gutem Wetter durch die Landschaft zu düsen.
"Shine" könnte auch aus der Feder von Brian Molko stammen. Da haben Kurt Ebelhäuser (der u.a. Frau Potz, Donots produzierte) und Co ein gutes Händchen für feine Melodien.
Nachdem man mit "La Futura" schon einen Gang runter geschaltet hat, wird es auch bei "Day of Doom" um einiges seichter.
Dafür wird dann bei "Palms" die Keule ausgepackt. Schublade ahoi - Therapy? lassen grüßen. So macht das Laune.
Bei "Kiss the sun" gewährt man dem Zuhörer kurz Zeit zum durch schnaufen, kurz, also zwischendurch. Allerdings ist hier auch der schwächste und trägste Teil des Albums bis man kurz von den Seventies-Prog-Elementen im vorletzten Song wach gerüttelt wird. Streicher, Bläser - okay?! Funktioniert aber und macht (mir zumindest) wirklich Spaß beim Hören.
Verabschiedet wird man mit "Dual". Nett, aber zu langatmig und schwer um die Platte würdig ausklingen zu lassen.
Insgesamt eine gute bis sehr gute Rock-Platte, die allerdings gegen Ende hin etwas krankt bzw zu schleppend wird. Die Gänsehaut hat sich nach 2/3 der Scheibe verzogen. Schade, aber trotzdem eine sehr schöne Scheibe für gewisse Momente.
Anspieltipps; Impact, Shine, Palms, Day of Doom
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