Red Apollo:
The Laurels Of Serenity
Ich hatte immer gedacht, Post-Metal wäre ausgestorben, vor allem zwischen Sylt und Bodensee gab es, nachdem The Ocean endgültig zur merkwürdigen Hypeband verkommen waren, nichts mehr in dieser Sparte was mich ernsthaft hinterm Tresen hervorgeholt hätte.
Nun gut, Red Apollo hauen mich jetzt auch nicht direkt um, das ist aber eher son "Musik die mensch vor der neugewonnenen Begeisterung für Zwölftonmusik und den Killerpilzen noch gefeiert aber längst erfolgreich verdrängt hat"-Ding. Vielleicht ist es Zeit, Altbewährtes wieder zu entdecken. Bei "The Laurels Of Serenity" handelt es sich bereits um die dritte LP der Band, nun habe ich die ersten leider nicht gehört, mir aber sagen lassen dass sie sehr crustig und 10mal mehr Hardcore gewesen wären als das aktuelle Werk. Na gut?! Kruste gibt's hier auf jeden Fall keine, das ganze Ding ist sauber geschliffen und weiß sich in seinem Genre gut zur Ruhe zu setzen. Mir persönlich ist das Ganze aber auch eben genau das: zu sauber! Gut produzierter Metal catched mich auf Anhieb erst mal nicht mehr. Nichtsdestotrotz, wenn es aktuell doch noch mehr gute Bands in diesem Genre gibt, kenne ich sie nicht und hebe Red Apollo hiermit auf den einsamen Thron der guten bis sehr guten Post-Metal-Kapellen nach 2010 oder so. Die aktuelle Scheibe macht sich gut zum Durchhören, ist in sich stimmig. Hier schwimmt mensch sehr schön zwischen mal melodiösen, mal brachialen Parts und das weiß die Band erfolgreich auszuspielen. Nices Teil!
Edit: Was ich bis gerade nicht wusste, Red Apollo spielte die Releaseshow zu The Laurels Of Serenity zusammen mit den eben genannten The Ocean! Das ist natürlich lit und wird dem Ganzen mehr als gerecht.
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