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Jarada:
Ma'agal Sina'a
No Spirit, ein kleines DIY-Label, welches sich bemüht, rund um den Globus ein wirklich buntes Potpourri an kleinen, den etwas härteren Garagen-Sound frönenden Bands, im hauseigenen Roster zu versammeln, beglückt uns mal wieder mit einer neuen Veröffentlichung. Ah, Doomtown und Crapoulet sind auch an Board. Äh, die sind bestimmt auch dufte!

Dufte ist jedenfalls auch die neue 12" von Jarada. Ein kollektiver Zusammenschluss verschiedener israelischer Musiker, die ganz viele negative Gefühle, wie Angst und Selbsthass, nehmen und mit diesen insgesamt acht Songs einprügeln, auf denen keine Gefangenen gemacht werden. Die Texte sind hierbei auf hebräisch, englische Übersetzungen werden aber netterweise mitgeliefert. Es geht also nihilistisch und laut ordentlich zur Sache. Das bedeutet aber auch explizit, dass man hier bei sich selbst anfängt bzw. vor der eigenen Haustür kehrt oder besser gesagt abreißt. Somit ist die hier besprochene 12" auch ein krachiger Rundumschlag gegen den Staat Israel, die stark konservativ geprägten Knesset und natürlich auch (zumindest implizit) gegen Netanjahu. Mrks sagte es bereits bei der letzten Veröffentlichung der Gruppe: "Genug Stoff, um den solidarisierungswütigen 'antideutschen' Macker anzupissen[...]". Jop, dem kann ich mich nur anschließen.

Fazit: Extrem angepisster Düster-HC aus Tel Aviv, der alles kurz und klein schlägt.

Anspieltipp: A Jewish State Is A Circle Of Hate
Zwen 01/2020
Hörprobe:
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Jarada
Musikstil: Hardcore-Punk
Herkunft: Tel-Aviv, Israel
Homepage: jarada.bandcamp.com
...mehr Infos
Jarada - Ma'agal Sina'a

Stil: Hardcore-Punk
VÖ: 2019, 12", No spirit, Doomtown, Crapoulet


Tracklist:
01. Fed Up With The Future
02. Blame People
03. A Jewish State Is A Circle Of Hate
04. Monopoly On Suffering
05. Sixth Column
06. Riddance
07. They Wore You Down, They Burned You Out
08. I Was In The Army

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mrks
(mrks)
28.01.2020 11:17
mit diesem "antideutschen Mackern an den Karren pissen" wollte ich allerdings keinesfalls in die gleiche Kerbe wie Jarada hacken.
Ich halte die bedingungslose Solidarität mit Israel für zwingend notwendig, wenn sich deutsche Menschen als links begreifen wollen. Wer die Regierung Israels "kritisiert" muss sich einfach mal die Geschichte Israels seit Gründung 1948 und die Shoah anschauen und dann verstehen, warum die IDF ist wie sie ist. Insgesamt sollten Deutsche einfach die Fresse halten und sich solidarisch zeigen. Wenn allerdings Menschen, welche in Israel leben müssen, dort gezwungenermaßen Teil des Militärs werden mussten und als radikale Linke tagtäglicher Diskriminierung ausgesetzt sind, ihren Staat angreifen, ist das etwas vollkommen anderes. Ich würde niemals israelische Linke, welche den Jüdischen Staat einen "Circle of Hate" nennen, in irgendeiner Weise belehren wollen. Ihre Wahrnehmung wiegt um Längen mehr als mein und unser angelesenes "Wissen".
Mit "Antideutschen Mackern" meine ich diese Partybewegung, welcher die israelische Flagge dazu dient ihren Outlaw Status zu unterstreichen. Meiner Erfahrung nach nennen sich viele Deutsche "antideutsch" und meinen damit Pepziehen und Technoparty. Mit echten Positionen (Bruhn, Grigat, Pohrt etc.) hat das wenig zu tun. Israel dient diesen Deutschen demnach als Vehikel für einen bestimmten Lifestyle und das ist leider genau derselbe Mechanismus, welchem sich auch die "Erinnerungsweltmeister" aus der bürgerlichen Mitte bedienen. Die "Wiedergutwerdung der Deutschen" halt. Der jüdische Staat wird von den Deutschen instrumentalisiert für das eigene Selbstverständnis.
Keine Ahnung ob das hier überhaupt jemand liest, aber es war mir jetzt einfach wichtig nicht wie ein Altlinker oder Antiimp zu erscheinen. Antideutsch sein ist super, Israelflaggen als Statussymbol auf Facebook und Kriegsglorifizierung aus sicherer Entfernung sind aber richtig wack.
poly
(poly)
28.01.2020 13:16
Sehe ich genauso!

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