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Hass:
Macht kaputt, was längst kaputt ist

Meine Erwartungen waren enorm hoch, als ich mich beim Bierschinkenimperator für das neue Album von HASS beworben habe. Denn das letzte Werk "Kacktus" ist nach wie vor eine enorme Hitplatte. Hass-Ultras werden mich vielleicht nicht verstehen, aber meiner Meinung sogar besser als das ganze alte Zeug, das die Band gemacht hat - zumindest auf Albumlänge und auf Hitdichte gerechnet.
"Macht kaputt, was längst kaputt ist" heißt nun das aktuelle Werk und eines kann man direkt vorne weg nehmen: Es ist wieder eine wirklich sehr gute CD geworden. Direkt die drei ersten Songs können locker mit dem Niveau der Vorgängerscheibe mithalten, vor allem das Hass-typische Gitarrengedüdel bei "Dein Pelz macht dich zum Miststück" überzeugt vom ersten Hören an. An diesem Titel kann man auch direkt erklären, warum man eigentlich nicht näher auf die Texte eingehen muss: Diese sind wie immer bei dieser Band sehr konkret, direkt und wenig kryptisch. Auch im Jahr 2020 werden sämtliche Missstände beim Namen genannt.
Textlich sind vor allem noch "Geister ohne Schatten" und "Digitaler Zungenkuss" erwähnenswert - solche Texte können irgendwie nur Hass schreiben. Völlig unverblümt, den Finger ungeschönt in die Wunde.
"Zum Scheißen zu doof" wurde im Voraus als Video veröffentlicht - auch ein starker Song, aber im Kontext des Albums nicht der stärkste. Aber vermutlich war der Band ein Statement gegen die AfD sehr wichtig. Außerdem singt bei diesem Lied auch der neue Sänger Marv Mandela mit, der den bisherigen ablöst (das gesamte Album wurde nämlich noch mit Thomas Sohns aufgenommen).
Was sonst noch auffällt, sind kleine, aber recht originelle Nuancen, zum Beispiel der schmissige Chor in "Der Verlierer" oder "Haus der Finsternis" - beide erinnern von den Gesangsharmonien sogar etwas an Rasta Knast. Generell haben HASS irgendwie Gefallen an Chören gefunden. In "Abendland verrecke" assoziiere ich gar singende Klostermönche. Das Album endet mit dem musikalisch wiederum interessanten "Wo jeder eine Knarre hat".

"Macht kaputt, was längst kaputt ist" ist ein tolles Album geworden. Ob es an "Kacktus" rankommt, muss der Langzeittest beweisen. Uneingeschränkte Empfehlung!

Kabl 10/2020
Hörprobe:
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Hass
Musikstil: Punk
Herkunft: Ruhrgebiet
Homepage: www.hassproduktion.de
Hass - Macht kaputt, was längst kaputt ist

Stil: Punk
VÖ: 23.10.2020, LP, CD, Aggressive Punk Produktionen (Link)


Tracklist:

01. Die Wahrheit
02. Mama, was macht der Panzer vor der Tür
03. Dein Pelz macht dich zum Miststück
04. Menschenhasser
05. Billig macht willig
06. Abrissbirne
07. Zum Scheißen zu doof
08. Der Verlierer
09. Keiner kommt hier lebend raus
10. Gangbang
11. Haus der Finsternis
12. Abendland verrecke
13. Geister ohne Schatten
14. Damals
15. Digitaler Zungenkuss
16. Wo jeder eine Knarre hat


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