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Codefendants:
Lifers

Die Codefendants sollten mittlerweile allen ein Begriff sein, die sowohl auf Punkrock als auch auf HipHop stehen. Releases, die einschlagen wie eine Bierpulle gegen den Frontallappen und Liveshows, die hart gehen wie die Waden von Tour-De-France-Fahrern. Wer Codefendants 2026 immer noch nicht kennt, hat die letzten Jahre unter einem Stein gelebt.
Das neue Album "LIFERS" ist keine Überraschung, sondern reiht sich nahtlos an vorherige Veröffentlichungen an. Songs wie "Bad Business" oder auch "Crime Wave" sind nun schon etwas länger draußen und dürften dementsprechend mittlerweile schon eher mitgrölfest und zeigefingererprobt sein, aber ganz ehrlich who cares?! Die ganze Platte ist als Gesamtwerk einfach unglaublich stimmig. Auf dem Tisch stehen nämlich perfekt abgemischte Vocals und ein Bass, der drückt und dröhnt, aber niemals übersteuert. Wenn ich mir so anschaue, in wessem Haus ich mir hier gerade die Füße abtrete, ist das aber auch wenig überraschend. 


Musikalisch bietet "LIFERS" die perfekte Mischung aus boxenzerberstendem Hardcore Rap ("Bad Business", "The Fix") und zunächst melancholisch, ja fast unschuldig klingenden Tracks wie "Lifers" und dem schönen Pianointro von "What You Get". Naja, insofern man von "unschuldig" sprechen kann, wenn man die drogenzersetzten Stimmen von Sam, Ceshi und Fat Mike auf den Beat raspeln hört.
Der wahre King ist gesangstechnisch aber The D.O.C.. War mir vorher kein Begriff, war aber ein ziemlich großes Tier im HipHop, hatte dann einen ziemlich heftigen Unfall und musste sich deswegen jahrelang aus dem Rap-Game zurück ziehen. In "Rivals" kratzt und gräbt sich seine Stimme mit unglaublicher Bestimmtheit und Unbarmherzigkeit in die Gehörgänge.

Wer mir bis hierhin gefolgt ist oder die Band auch nur vage kennt, dem dürfte klar sein, dass hier textlich ebenfalls an keiner Stelle der Fuß vom Pedal genommen wird. Drogenmissbrauch, Erfahrungen mit dem Strafvollzug und persönliche Schicksalsschläge werden hier sehr schonungslos dargestellt.

Zum Schluss möchte ich noch auf das Artwork von "LIFERS" eingehen, was mit seiner Zeitungsschnipsel-Optik und der ungewohnten Farbe sehr viel im Regal hermachen dürfte. Dementsprechend war es definitiv die richtige Entscheidung nach dem digitalen Release im April jetzt nochmal einen physischen Langspieler rauszubringen.

 

Fazit: Wer die Codefendants nicht kennt, sollte das hören. Wer die Codefendants kennt, sollte das hören.

Anspieltipps: Rivals, Art Of Protest, Bad Business

Zwen 08/2026
Hörprobe:
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Punk, HipHop, Rap-Rock
aus Los Angeles, California
Codefendants - Lifers

Stil: Punk, Rap-Rock, Hip Hop
VÖ: 07.08.2026, LP, CD, This Is Crime Wave, Regime Music


Tracklist:

1. What You Get
2. Rivals feat. The D.O.C.
3. Lonely Life
4. Art of Protest
5. Interlude (Vinylversion)
6. The Fix
7. Lifers
8. Crime Wave
9. Bad Business feat. N8NOFACE
10. The Right Wrong Man feat. Fat Mike
11. The Weathermen
12. Ditch The Party




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