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NoFX:
40 years of fuckin' up. A film by NOFX

Hier mal ein spoiler-freier Filmbericht - falls man bei Dokus über Bands, wo eigentlich schon alles bekannt ist, von Spoilern sprechen kann - werde zumindest versuchen, hier keine expliziten Szenen wiedergeben.

Es ist so: die Doku tourt momentan um die Welt, wird exklusiv in Kinos, oder auf Festivals - und immer nur einmalig - ausgestrahlt. Meistens ist dann auch wohl jemand aus der Band da, der am Ende Fragen beantwortet. Für diese Exklusivität, ergo künstliche Verknappung, lassen sich die alten Herren, die mit ihren Schirmmützen im Kino meine Sicht blocken, gerne 20€ abknüpfen. Shirts und Merch gibt es optional am Eingang. Der Veranstalter von der Gleis 22 Filmreihe sagt vorab: "so schnell war eine solche Veranstaltung noch nie ausverkauft". 

Ich schrieb das ja schon mal über die Altherrigkeit und die Nostalgiewelle am Beispiel But Alive Sampler, dass diese Abcashung irgendwie auch ein bisschen ein Abgesang auf die gute alte Punk Zeit ist. NOFX hatten diese mega geile Punk-Zeit, und genau genau das wird gezeigt. In erster Linie geht es aber darum, dass jetzt auch mal gut ist mit punken und junken, weil jetzt alle total alt und abgefuckt + (und das wird uns ganz dick aufs Brot geschmiert)  DANK FAT MIKE zusätzlich stinkreich sind.

Was es aber wieder gut macht, ist die unverblümte Daueradoleszenz, die uns dargeboten wird, die Leichtigkeit, das Herumblödeln, der ganze Hedonismus, die Schrottdekadenz in all ihren Trashfacetten und die Neurosen, die über die Jahre gefilmt wurden. Stellenweise ein bisschen wie "die Haftbefehl-Story" aber in witzig und ohne alles maximal problematisieren zu müssen. Bisschen Drama gibt es aber natürlich auch.

40 YEARS OF FUCKIN' UP ist fast schon zu self aware für eine typische Banddoku, aber grad deswegen kann ich das gar nicht mal so richtig scheiße finden. Ich kauf denen das alles ab, aber eben auch, dass die in erster Linie richtige Geschäftsleute sind.

Meine Diagnose ist, dass die Doku vom Pacing (bis auf die letzten 15 Minuten) und vom Unterhaltungsfaktor her, durchgehend so gut ist wie der Trailer.  Es mangelt nicht an expliziten und unverblümten Szenen. Der Titel ist treffend. Ich hoffe sehr, dass der kleine Junge, der von seinem Vater mitgenommen wurde, nicht irgendwelche Schäden davongetragen hat.

El Hefe war da und hat zum Schluss alle Fragen beantwortet, und den Merch auch selbst mit verkauft, das kam gut an. Witziger Dude. Macht jetzt Filme mit El Capone. 

Dubiosa 11/2026
Hörprobe:
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Skatepunk, Punkrock
aus Kalifornien, USA
NoFX - 40 years of fuckin' up. A film by NOFX

Stil: Punk
VÖ: 2026, Film, Fat Wreck Chords





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