Messer:
Im Schwindel
Geiles Teil! Zwar hatte ich keinen Bock, das beiliegende Schreiben von Tobi Neumann (Duesenjaeger) zu lesen, aber ich bin trotzdem begeistert: Absolut fett produzierte und sauber eingespielte Scheibe. 10 Songs, nicht zuviel, nicht zu wenig. Diese Art von Musik ruft bei mir sofort Assoziationen zu Oma Hans hervor. Jedoch schaffen es 'Messer' (geiler Bandname) dennoch, eigene Nuancen mit in ihren Sound einzubauen. Der Schlagzeugbeat (durchgetretene Bassdrum), der Gesangsstil (Rachut) und die Gitarrenklimpereien (wenig Standardakkorde) erzwingen dennoch diesen Vergleich. Selten passte ein CD-Cover so gut zum Sound: Düsterer, kryptischer Punkrock. Zwischendrin gibt es ein Hörspiel (Weißer Rauch).
Eigentlich gibt es hier keinen Ausfall.
Anspieltipps: Der Opener "Was man sich selbst verspricht" und der genial düstere Rausschmeißer "Romy". Absolutes Highlight und so ganz nebenbei Anwärter für die beste Songzeile des Jahres 2012 ist allerdings "Fieberträume": Ich will nur einen Raum mit einem Plattenspieler, eine Matratze und ein Buch und ihr seht mich nie wieder. Jawoll!
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