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Untergang! Festival Tag 2: Kaput Krauts, Abfukk, Nonstop Stereo, Lawi und die Biernüsse, 1982, Hard Voor Weinig, Sunflowers of Death, 20.12.2014 in Mülheim/Ruhr, AZ Mülheim - Bericht von der Redaktion

Untergang! Festival Tag 2, 20.12.2014 in Mülheim/Ruhr

Fö: Nachdem ich gestern zu faul war, kann ich ja heute auch mal zum Untergang beitragen. Wobei nicht ganz sicher ist, was heute untergeht. Gestern hat es jedenfalls mehr geregnet. Und heute kommen wir zu spät für den Polizeieinsatz. Diesbezüglich sprechen die Zeugen von irgendwas zwischen 2 und 27 Bullenwannen, weil ein paar Punks auf dem Weihnachtsmarkt keinen Glühwein bekommen haben.
Zwen: Mülheim hat einen Weihnachtsmarkt?! Weihnachtsmärkte sind zwischen drei und fünf Uhr immer am interessantesten. Warum hat mich mein Besoffski-Orientierungssinn nicht dahin geführt? Gestern war gut, heute auch. Gestern waren die Anwesenden quantitativ und heute qualitativ besser. Und ich habe auch viel weniger Bands gesehen.
Zwen: Als erstes spielen heute LAWI UND DIE BIERNÜSSE, deren eigentlicher Gitarrist Psoido mal wieder abhanden gekommen ist. Deswegen spielen heute Lawi und the Grabøwskis.
Fö: Eintrag auf der Facebook-Seite der Biernüsse vom Vorabend: Wenn jemand unsern Gitarristen Psoido sieht, sacht ihm bescheid, das wir morgen im "AZ" Mülheim spielen!!! - scheint nicht geklappt zu haben
Zwen: Bobo spielt die Rolle des Psoido aber perfekt und fragt sogar Klute die ganze Zeit nach den richtigen Akkorden. Der Mann ist ein Naturtalent.
Fö: Das Konzept der Live-Probe sollte wirklich viel öfter so aufopferungsvoll betrieben werden.
Fö: Klappt eh nicht immer mit den Akkorden, also muss für einen Song der Ersatzgitarrist vom Ersatzgitarristen einspringen. Super! Lawi und die Biernüsse sind so verdammt flexibel! Nunja. Ansonsten freuen wir uns über die extravagante Lyrik dieser Ausnahmekapelle. Frank erzählt später, was er so verstanden hat: "Der Leguan hat Aua. Au Au Au!".
Fö: Die Lieder handeln natürlich von Krieg, großen Egos, und Saufen. Also genau das, was damals auch die alten Römer beschäftigt hat, von denen der Lawigator bekanntlich abstammt. Seine durchweg unterhaltsamen Ansagen versuchen, uns die Thematik der Songs näher zu bringen, wahlweise erfindet er auch irgendwas, weil er selbst vergessen hat, worum es in dem Text geht.
Fö: Wie sich das gehört für ein Untergang-Festival, gibt es Freibier. Wie sich das bei Freibier gehört, wird die Hälfte davon durch die Zuschauermassen gespritzt und die Flaschen unachtsam zu Boden geworfen. Immerhin dieser Schlafsack wurde vor der sich ausbreitenden Bierlache gerettet!
Fö: Den letzten Song spielt Schlagzeug-Urgestein Fisher mit nur einem Stick - denkste! Mangels Alternativen wird das Becken mit einer Bierflasche angeschlagen. Man muss sich halt zu helfen wissen.
Fö: Rüber zur kleineren Bühne. Die SUNFLOWERS OF DEATH servieren hier gewohnte Kost durch den Trichter.
Fö: Ich finds ja irgendwie doch ganz geil. Heute nicht ganz so viel Klamauk wie sonst (oder kommt mir das nur so vor?), dafür versteht man ab und zu sogar was von den Texten. Unglaublich. Es geht um Krieg, um Saufen, und vielleicht auch um große Egos.
Fö: Für "Pickelnerd 1" stürmt Schlagzeuger Matze ans Mikro und stellt zunächst einmal klar, dass er im Gegensatz zum Publikum unglaublich reich ist und auf Klanwars steht. Schön, wenn die Fronten geklärt sind. Klanwars, das hat glaube ich irgendwas mit Krieg und Saufen zu tun.
Fö: Als Zugabe noch "Bier gegen Bullen und Deutschland" von Mülheim Asozial. Überhaupt könnte man das Festival in Mülheim-Asozial-Festival umbenennen. Gestern haben die ja schließlich noch selbst gespielt, heute liefern sie immerhin den Soundtrack für die Umbaupausen...
Fö: Das nächste Highlight steht bereit: NONSTOP STEREO! Würde man mich fragen, was für mich die Faszination dieser Band ausmacht, würde ich wohl sagen, es sind die Texte und das kreative Spiel mit Worten, ohne sich im Abstrakten zu verlieren. Würde man jemand Anderen fragen, wäre die Antwort vermutlich "Ey, spielt mal wat von Bash!"
Zwen: Da hat mich der liebe Fö mal wieder korrekt zitiert.
Fö: Und so spielen sich Nonstop Stereo locker und flockig durch ihre mittlerweile drei Alben. Das aktuellste, "Kontraklang", ist in meinen Gehörgängen noch nicht wirklich angekommen, da braucht man Zeit für. Aber die neuen Lieder machen auch live Spaß.
Zwen: Ja, ist ja auch doof, wenn man von allen nur darauf herunter gebrochen wird, wo man herkommt. Ist ja genau wie bei den Bottrops; für sich eine tolle Band, aber alle erwarten irgendwie die Terrorgruppe.
Fö: Nebenbei verspricht mir Klute 100 Ostmark, wenn ich im Bericht schreibe, dass ich "Lawi und die Biernüsse" super fand. Laut seiner Umrechnung wären das etwa 800 Euro. Kann man machen!
Zwen: In bar, oder per Reichsflugscheibe?
Fö: Desweiteren erzählt Klute, dass kürzlich, irgendwann 1998, als Bash! in Brilon spielten, der Sänger schon ne Glatze hatte. Das sind doch Hintergrundinfos, die für die Nachwelt erhalten bleiben sollen!
Zwen: Das weiß ich nicht mehr, weil da war ich so ungefähr vier, aber Nonstop Stereo selbst hab ich schon drei Mal gesehen, kenne aber so wirklich nur einen Song. Warum eigentlich? Ich finde diese Band doch bei jedem Auftritt gut und den Song mag ich auch.
Zwen: Der Song heißt "Niemals Feierabend" und wurde auch gespielt, was mich sehr freute.
Zwen: Ansonsten gibt es einen neuen Song, der vom Bassisten gesungen wird. Klingt in der Ansage wie eine Drohung, gefällt mir aber doch super. 
Zwen: Nonstop Stereo sind für sich eine sehr gute Band, aber ich glaube Bash!-Songs haben sie gar nicht gespielt, oder?
Fö: Nee. Muss ja auch nicht, nach 3 eigenen Alben. Ich dachte ja eh dieses ganze Fordern von Bash!-Songs wäre nur noch ein Running Gag den maximal noch das eigene Label lustig findet, aber heute war es schon ziemlich penetrant. Auch wenn Klute, wie er euphorisch "Wo ist mein Bier" ins geklaute Mikro lallte, äußerst putzig anzusehen war.
Fö: Anschließend auf der anderen Bühne: HARD VOOR WEINIG! Irgendjemand (ich glaube, es war der Fö) streut das Gerücht, es würde sich um holländischen Battlerap handeln. Ist dann aber eher so Hardcore-Punk. Schade.
Fö: Kommt auch ganz gut, entlockt mir aber keine Begeisterungsstürme. Die Band hat eh ziemlich damit zu kämpfen, dass sie hier offensichtlich keiner kennt - aber immerhin 3-4 Leute sind zum Tanzen bereit.
Fö: ABFUKK! Immer wieder ein großer Spaß, auf großen wie auf kleinen Bühnen. Wenn ich das richtig deute, sind auch einige Leute heute extra wegen ihnen hier. Ordentliche Feierei!
Zwen: ABFUKK mag ich ja nicht so, das ist wie Kotzreiz mit K, und immer, wenn man die fragt, ob sie spielen wollen, sind die in Thailand.
Fö: Heute etwas zurückhaltend: Der Bauarbeiter! Torkelt nur einmal kurz über die Bühne. Schade. Dafür kriegt Lars fast einen auf den Deckel, als er dem Abfukk-Sänger das Mikro klauen will (was mit der ursprünglichen Intention geschah, dieses durch ein weniger kaputtes auszutauschen).
Zwen: Nach den Extraschichten, die der Bauleiter am vorherigen Tage wieder knüppeln musste, habe ich vollstes Verständnis, wenn er am Samstag-Abend ein paar Gänge runter schaltet. Oi!
Zwen: Ich schaue mir den Auftritt übrigens von weiter weg an. Das ganze sieht schon nach großem Spaß aus, aber ich habe auch nicht so Lust näher zu kommen.
Fö: Keine Kompromisse! Schon irgendwie ein ganz geiles Gefühl, wenn der ganze Laden "So wie ihr sind wir noch lange nicht!" brüllt. Ungefähr so amüsant wie wenn eine ganze Armee von gutbürgerlichen Anzugträgern "Wir sind alle individuell" brüllten würde.
Fö: Anschließend die KAPUT KRAUTS! Zum Glück im kleinen Raum, hier guckt man sich immerhin fleißig Bands an anstatt bereits besoffen in der Ecke zu liegen. Trotzdem verpasse ich den Anfang, weil ich zwei anwesenden Mitgliedern einer hier nicht näher zu nennenden b.a.n.d. versuche zu erklären, warum ich nicht mit den Shitlers in einem Raum gesehen werden darf.
Zwen: Vielleicht hat man heute Schilder zum kleinen Raum aufgestellt, oder war gar das Publikum schlauer als gestern?
Fö: Die Krauts sieht man ja wirklich häufig in letzter Zeit. Gibt Schlimmeres! Desweiteren habe ich schon recht lange kein wirklich schlechtes Konzert von ihnen gesehen. Auch cool.
Zwen: Ich habe noch nie ein schlechtes Konzert von denen gesehen, würde es aber gerne.
Fö: Heute hat Hermie die Setlist geschrieben und mutwillig alle Lieder vergessen, die er nicht spielen kann. Buh! Die Setlist wird dann auch eher als grobe Richtlinie genommen. Was ich gut finde, denn anscheinend sind die Lieder, die Hermie nicht spielen will, exakt jene, die ich am Liebsten höre.
Fö: Der ehemalige Bassist Stefan darf heute auch mal seine alte Band feiern und dreht fleißig seine Pogorunden vor der Bühne, bis er plötzlich auf ebenjene beordert wird. Instrumententausch. Man kennt das.
Zwen: Haben mir auch sehr gut gefallen, habe mich ja sogar zeitweise im Pogo befunden. Auch diese Band habe ich für gut befunden.
Fö: Da hat bloß der neue Basser nix zu tun. Außer eventuell Bier trinken. Und vielleicht versuchen, durch gezieltes Handauflegen die durch seinen zu tief hängenden Bass ausgelösten Irritationen zu beheben.
Fö: Achja: Irgendwann zwischendurch zitiert Fossi "Saufen" von Die Ärzte, glaubt den zahlreichen Stimmen aber nicht, dass das Lied von ebendieser Band stammt.
Fö: Letzte Band: 1982! Die gibts mittlerweile auch schon äußerst lange, wenn auch noch nicht ganz seit 1982. Es gibt Deutschpunk-Cover aus besagter Zeit. Damals war ich ja noch nicht einmal geboren, kann mich auch nicht entsinnen im Mutterbauch diese Töne schon vernommen zu haben, weswegen ich gar nicht mal so viele Lieder kenne wie erwartet.
Fö: Macht aber Spaß. Kleines Hobby für zwischendurch: Anzahl der Slime-Cover zählen. Ronja meint, es wären 5 gewesen.
Zwen: Von denen habe ich höchstens vier Lieder gesehen und mindestens zwei waren Slime-Cover.
Fö: Ich war zwischendurch draußen, selbst mitbekommen habe ich 3 Slime-Cover.
Fö: Für ein paar Lieder darf Molotow-Soda-Gitarrist Dominik die Gitarre übernehmen. Beziehungsweise war der damals bestimmt bei Canalterror und noch bestimmter wird von denen was gecovert.
Zwen: Als die fertig waren, kam noch eine Person auf mich zu und fragte, ob ich 1982 gesehen hätte. "JAA, SICHAA, DIE WAREN HEERBE GEIL!". Heute denke ich da etwas differenzierter drüber.
Zwen: Oh, ich dachte, das hier hätte ich nur geträumt.
Zwen: Irgendwo zwischen diesen Pringels-Dosen muss ich wach geworden sein.
Fö: Im A&O-Hostel Dortmund? Krasser Typ!
Zwen: Ne, ich war ja noch in Mülheim, aber das ist ja eine Kette, weswegen die sowohl von der Einrichtung, als auch vom Personal überall gleich aussehen.
Zwen: Und dann bin ich noch gefühlt zehnmal um den Bahnhof gelaufen, weil ich irgendwo falsch abgebogen bin und den Eingang nicht gefunden habe; zumindest keinen der offen gewesen wäre. 

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