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Punk im Eimer Tag 2: Kackschlacht, Reisegruppe Morgenthau, Tesla Cessna, Scattered Hopes, 28.12.2014 in Wuppertal, AZ Wuppertal - Bericht von der Redaktion

Punk im Eimer Tag 2, 28.12.2014 in Wuppertal

Fö: Punk im Pott, Punk im Eimer, kann man ja mal verwechseln. Deswegen finde ich mich heute unvermittelt in Wuppertal wieder, obwohl doch Betonkot in Oberhausen spielen!
Zwen: EYE, IN NORWEGEN GIBT ES TROLLE!
Fö: Da man sich auf der Straße erzählt, gestern sei es ausverkauft gewesen und ich keinen Bock hab, auszuprobieren, ob einem mit einem Punk-im-Pott-Bändchen auch hier Einlass gewährt wird, dränge ich auf rechtzeitige Anreise. Wir sind dann auch recht zeitig da. Und bekommen noch etwas vom kulturellen Vorwärmprogramm mit: Das PUNKERDUELL!
Fö: An zwei Biertischen stehen sich Team Scheiße und Team Habbichvergessen gegenüber und müssen Fragen wie "Wir haben 100 Landser-Fans gefragt: Nenne ein Album von Slime" (ich weiß, is keine Frage), oder "Wir haben 100 Asoziale gefragt: Nenne eine Band die mit Dis- beginnt außer Discharge". Das ist Unterhaltung unterster Schublade, Kandidaten und Moderator voll wie n Eimer (höhöhö) und gepennt hat hier offensichtlich keiner. Nur die Zuschauer, die zu 80% noch in ihren Schlafsäcken liegen.
Fö: Etwa anderthalb Stunden nach angekündigtem Beginn steht dann endlich die erste Band auf der Bühne: TESLA CESSNA! Ker, die Sicht auf die Bühne ist von hier hinten ja ähnlich bescheiden wie in der Turbinenhalle. Hole ich mir erstmal ein Bier. Das kostet hier nur zwei Wertmarken, wobei eine Wertmarke gleichzusetzen ist mit einem 50-Cent-Stück. Und es gibt tatsächlich alkoholfreies Bier! Ich bin glücklich.
Zwen: Klar, kann man sich natürlich wie der Fö ganz nach hinten stellen, aber eigentlich konnte man die ganze Zeit nach vorne gehen.
Fö: Nagut.
Fö: Tesla Cessna machen Hardcore-Punk mit den üblichen Attributen zwischen angepisst und wütend. Ist aber gar nicht mal so eintönig wie gedacht. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt es die Band nicht mehr wirklich, beziehungsweise ist heute ihr letzter Auftritt, und ihre Auftritte in diesem Jahr haben sie nur gespielt um die Indizierung ihrer Platte zu feiern. Cool!
Zwen: Das Problem an den meisten deutschen Bands, die Ami-Hardcore machen ist ja, dass sie alle klingen als würde man im Hintergrund ein Best Of (oder manchmal auch Worst of) Album von 7Seconds, Circle Jerks, Black Flag usw. laufen lassen. Alles ganz nett, aber nach den ersten drei 30 Sekunden-Songs hat man wirklich alles gehört; nicht so Tesla Cessna.
Fö: Beim Punk im Pott dürften gerade Pöbel & Gesocks spielen. Ich bin froh, hier zu sein.
Zwen: Tölpel & Gesocks haben letztens auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, sie würden im Rattenloch Schwerte spielen. GANZ BESTIMMT NICHT! Wir buchen immer noch die Bands und nicht die Bands das Rattenloch!
Fö: Material kenne ich nicht von der Band, im Gegensatz zu einigen fleißigen Grölern neben mir. Scheinen also nicht allzu unbekannt zu sein. Gecovert wird aber auch: "Jäger bedrohen unser Leben" von Schleim (könnte auch das Original von Schleimkeim gewesen sein, aber das bezweifle ich) sowie zur Zugabe "Bullenschweine" von Slime. Vielleicht sollten sie sich in Schleimslime umbenennen.
Zwen: Kann nicht mal eine Slime-Cover-Prohibition in Kraft treten? Ich weiß, dann hätten 1982 nur zehn Minuten Spielzeit, aber trotzdem...
Zwen: Tesla Cessna klangen auf mich so, als hätten sich Sick of it All einen Tag lang Deutschpunk angehört und wollten jetzt auch sowas machen. Sehr geil! Ich laufe auch immer wieder in die Merchendise-Area im Keller um einen Tonträger abzugreifen, habe aber kein Glück, sondern nur ein leeres Booklet, in dem die Texte stehen. Wahrscheinlich für den Ohrwurm danach. Aber auch dieses hab ich dann auf dem Klo stehen lassen.
Fö: Pause. Vom Punk im Pott bin ich ja kurze Umbaupausen von 10-15 Minuten gewöhnt, hier ist man da toleranter und gewährt den Bands ungefähr das 5-fache. Das ist nett, aber nicht unbedingt optimal für den jetzt schon etwas aus den Rudern (oder überm Eimer?) hängenden Zeitplan. Der Stagemanager liegt vermutlich eh irgendwo in ner Bier- oder Kotzlache.
Fö: SCATTERED HOPES sind als nächstes dran. Nie von gehört, mal gucken was die so können. Parallel dazu spielt beim Punk im Pott gerade Götz Widmann, musikalisch liegen da doch einige Welten dazwischen.
garagephotographer: Es ist übrigens immer noch nicht ausverkauft.
Fö: Wieder Hardcore-Punk, etwas düsterer. Aber anders als viele Düsterpunkbands verliert man sich nicht in der Langsamkeit, sondern nimmt eher Fahrt auf. Das ist schön. Die zusätzliche Komponente des Mann-Frau-Wechselgeschreis bringt noch etwas mehr Pfeffer in die Angelegenheit.
Fö: Ist mir auf Dauer etwas zu eintönig (ungefähr so, wie wenn Götz Widmann den 20. Song übers Kiffen rauskramt), aber wat willste machen. Scattered Hopes spielen heute übrigens ebenfalls ihren letzten Auftritt. Ist das Konzept oder wissen die Bands irgendwas, das wir nicht wissen? Geht die Welt morgen endlich unter?
Zwen: Da freut man sich, dass man zum Ende des Jahres noch zwei Bands entdeckt, die sehr zu gefallen wissen, und dann das...
Fö: KACKSCHLACHT! Endlich kokettiert eine Band mal ein wenig mit dem Punk im Pott. So kündigen sie sich als Axel und Alex Schwers an, die Schwersverbrecher aus Braunschweig, und zwischendurch werden Lieder als Vertonungen von Texten von Erich Mühsam (wahlweise Monchi Fromm) angekündigt oder über Bands am Krückstock gelästert.
Fö: Auf dem Punk im Pott dürften parallel übrigens gerade die Fuckin' Faces spielen. Das ist etwas schade, wollte ich die doch (trotz Krückstock) gerne mal wieder sehen, aber andererseits, Kackschlacht kann man sich ja auch ganz gut anschauen.
Fö: Es hagelt Hits. Arbeiten/Saufen, Bulle, Dosenbier, Deutschland, Praktikum und und und. Die Zuschauer sind redlich angetan, singen fleißig mit oder trinken rhythmisch Bier.
Fö: "Ich bin heute morgen aufgestanden, dann sind wir nach Wuppertal gefahren - und dagegen ist das nächste Lied!". Die Ansagen von Kackschlacht sind ein Traum.
Zwen: "Unser Merchendiser dachte bis gerade, dass Wuppertal im Osten liegt." 
garagephotographer: Wie ihr euch sowas immer merken könnt, Respekt. Ich hab mir nur gemerkt dass mich die Ansagen amüsiert haben.
Fö: Gecovert wird auch noch: "Lack ab" von Mann kackt sich in die Hose. Dann ist es ja nur noch halb so schlimm, dass wir die heute nicht mehr sehen werden.
Fö: Während auf dem Punk im Pott vermutlich gerade 4000 pubertierende Jugendliche Wölfis Hodensack bewundern, starten bei Punk im Eimer REISEGRUPPE MORGENTHAU ihren Auftritt.
Fö: Der Name ist mir jetzt auch schon ein-zwei Mal untergekommen, Musik bisher nicht. Gibt recht fixen Hardcore-Punk bis Deutschpunk, ziemlich politisch soweit ich das vernommen habe. Knallt ganz gut, aber da ich kein Lied kenne, wird's auch hier irgendwann etwas eintönig. Tja, machste nix.
Zwen: Ich hätte jetzt auch nichts gegen ein wenig Pubertät mit Hodensack gehabt. Ein Nachteil hat der Eimer gegenüber dem Pott: Durchweg gibt es doch eher Knüppel aus dem Sack, kein Ska, kein Schlager, kein Liedermacher. Immerhin gibt es Pferdewitze.
Zwen: Das letzte Mal, als ich über diese Band geschrieben habe, konnte ich mir ja nicht so wirklich eine Meinung bilden. Das fiel mir auch dieses Mal schwer, aber heute fand ich sie wirklich etwas eintönig. Schrammel, schrammel, bah, bah. 
Fö: Kein Punkkonzert ohne auf der Bühne rumlungernde Punker. Reisegruppe Morgenthau hat ihr ganz eigenes Mittel, damit umzugehen, und drückt ihm hier ein Buch mit Pferdewitzen in die Hand.
Zwen: Punk 1 hat den Witz ja nur zur Hälfte vorgelesen. Punk 2 konnte ihn immerhin ganz erzählen, verstanden habe ich ihn aber trotzdem nicht. Irgendwas mit einem Pferd, dass für die Reitstunde kein Geld bekommt.
Fö: Sagt der Reitlehrer zu seinen Reitschülern: "Ich glaube fast, ich bin der einzige, der hier arbeitet". Erwidert ein Reitschüler: "Sie sind ja auch der einzige, der Geld bekommt".
Ich werde bald ein Buch mit Punkerwitzen schreiben. "Sagt der Punkerlehrer zu seinen Punkerschülern...."
Fö: Vor den KELLERASSELN hauen wir dann schon ab. Anschließend spielen PANZERBAND, hier im Bild. Total schöne Menschen und die Musik ist ein Ohrenschmaus.
Fö: Danach MANN KACKT SICH IN DIE HOSE, hier im Bild. Total hässliche Menschen und die Musik ist eine Frechheit.

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