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Mann kackt sich in die Hose, Sad Neutrino Bitches, Pisse, 23.10.2015 in Recklinghausen, AKZ - Bericht von der Fö & Zwen

Mann kackt sich in die Hose, 23.10.2015 in Recklinghausen

Fö: Dortmund-Jena-Connections haben ja eigentlich keinen allzu guten Ruf, aber manchmal kann das auch durchaus Früchte tragen, die über Mord und Totschlag hinaus gehen. So haben Mann kackt sich in die Hose und die Sad Neutrino Bitches wohl zu lange ungeschützt aufeinander rumgehockt, was zum ersten gemeinsamen Kind (7 Zoll groß und vermutlich 180 Gramm schwer) führte, das heute per Kaiserschnitt auf die Bühne plumpsen soll. Das ist ne tolle Sache, Glückwunsche an die strahlenden Eltern, aber eigentlich interessiert das keine Sau. Aber im Vorprogramm spielen Pisse, weswegen wir uns dann doch mal auf den Weg nach Recklinghausen machen.
Zwen: Von Pisse habe ich noch nie was gehört, aber auf die heißen Mädels von den Sad Neutrino Bitches war ich dann doch sehr gespannt.
Fö: PISSE umweht (mal abgesehen vom strengen Geruch) ein leichter Hauch von Hype, ausgelöst durch Leute, die immer noch meinen, dass Punk doch Kunst sei und die es für total chique und en vogue halten, alle paar Monate mal ne Punkband in den Himmel zu loben. Meistens sind diese Leute Brillenträger. Man sollte ihnen nicht trauen.
Fö: PISSE geben sich auch redlich Mühe, nicht als die Klischee-Punkband von nebenan rüber zu kommen. Denn sie nutzen verpönte Instrumente wie Schellenkranz, Keyboard oder, Obacht, ein Theremin.
Zwen: Pisse sind nicht pisse, sondern scheiße. Ne, eigentlich gar nicht. 
Fö: Sie schaffen es tatsächlich, den Einsatz dieser kruden Instrumente dermaßen stimmig in ihren Gesamtsound einzubauen, dass sie nicht wie ein Fremdkörper wirken. Alle Achtung!
Fö: Die Musik von PISSE lässt sich irgendwie schwer in Worte fassen. Ein wenig Goldene Zitronen in asozial, gepaart mit der Abgedrehtheit von Antitainment, und ich weiß nicht ob's am Keyboard oder der ostdeutschen Herkunft liegt, aber irgendwie musste ich auch an N.O.E. denken. Ihr dürft gerne mal ein Ohr riskieren.
Fö: Ich hab ja ne neue Kamera und experimentiere nebenbei ein wenig mit den Einstellungen. Das Bild hier bringt die smarte Verrücktheit der Bühnenpersönlichkeiten ganz gut zur Geltung.
Fö: Der Sänger scheint ein Faible für ausgefallene Pyro-Shows zu haben. So zündet er ständig irgendwelche Sachen an, die dann Funken schlagen. Sehr spannend!
Zwen: Am Anfang des Auftritts dachte ich so: "In spätestens 10 Minuten finde ich das absolut langweilig", aber am Ende des Sets hätte ich doch tatsächlich noch gerne ein bis zwei Songs mehr gehabt.
Fö: Nächste Band: SAD NEUTRINO BITCHES! Den Anfang verpasse ich beim Palaver auf der Straße, und als ich reinkomme, muss ich mit Blick auf die Setlist feststellen, dass ich gar nicht so viel verpasst haben kann - die ist nämlich ziemlich lang.
Zwen: Naja, ich würde eher sagen, dass sie nicht wirklich platzsparend auf einen sehr großen Zettel geschrieben wurde. 
Fö: Zum Glück sind die Lieder kurz. Die Musik ist son abgehakt-trashiges Garagenpunk-Gebretter, stilbildend der in extremen Höchstlagen schwebende Gesang. Ist schon irgendwie witzig und amüsant, auf Dauer aber echt nervenaufreibend. Ein 10-Minuten-Auftritt hätte mir voll gereicht.
Fö: Zum Glück ist die Band ansonsten ganz unterhaltsam. Beste Ansage: "Das nächste Lied handelt davon, auf die Straße zu gehen und alles kaputt zu machen - aber ich hab gesehen in Recklinghausen sind die Straßen eh schon kaputt". Tätää.
Zwen: Joa, hier war ich froh, als es dann irgendwann zu Ende war. Obwohl es am Ende noch "I wanna be your dog" von den Stooges zu hören gab. Das fand ich cool. Danach will die Band eigentlich abbauen. Der Sänger wird jedoch so massiv von einem anwesenden Punker mit Schlägen bedroht, dass er sich wieder auf die Bühne stellt und mit panischen Blicken und wilden Gesten auch seine Bandmitglieder dazu animiert doch noch eine Zugabe zu spielen.
Fö: Nächste Band: ELLBOGEN! Äh, nee, MANN KACKT SICH IN DIE HOSE. Der Drummer leidet aktuell an Magen-Darm und kam erst kurz vorm Auftritt mit seinem fliegenden Porta Potti angebraust. Wir warten alle auf diesen großen Moment, dass MANN KACKT SICH IN DIE HOSE endlich in die Geschichte eingehen, weil der Schlagzeuger dem Bandnamen usw ihr wisst schon. Leider hält er durch.
Fö: Dieses Bild soll zeigen, dass bunte Schlieren im Punkrock sehr angesagt sind. Ich mag diesen Modus meiner Kamera, sollte ich beibehalten.
Fö: Ups.
Fö: Der Auftritt vom MANN: erste Sahne! Ich bin echt total begeistert. Vor allem auch vom sexy Gitarristen mit seiner coolen Miene hier. Die Gitarre ist heute sehr akzentuiert und unterstreicht den Ausnahme-Charakter von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE.
Zwen: Die machen mit Ska-Akkorden Hardcore-Punk und niemand glaubt mir das!
Fö: Die Lieder handeln, glaubt man den Ansagen, hauptsächlich von Recklinghausen und Recklinghäusern. Das ist ganz spannend. Spannender fänd ich's, zu zählen, wie oft Maz sein Bier umschmeißt, ich komme aber lediglich auf zweimal. Schwache Performance.
Zwen: Man hätte ja auch das Schlagzeug auf das Schlagzeug-Podest hinten verlegen können. Dann hätte Maz mehr Platz zum Dancen gehabt und wir hätten es nicht gemerkt falls timm doch ein kleines Malheur passiert wäre.
Fö: Achja, ich soll das schreiben: Maz braucht mehr Platz für seine Henry-Rollins-Performance.
Fö: Ein gruseliges Bild. Brrr, da schüttelt es mich. Ich werde heute Nacht nicht schlafen können.
Zwen: Obwohl timm deutliche Probleme hat seinen Stuhl zu halten, zockt er das Set doch immerhin sehr souverän durch.
Fö: einerseits gut, andererseits...

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