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Untergang! Festival Tag 1: Alarmsignal, F*cking Angry, Eat The Bitch, Hartmut, Cholera Tarantula, Operation Semtex, 16.12.2016 in Mülheim/Ruhr, AZ Mülheim - Bericht von Zwen

Untergang! Festival Tag 1, 16.12.2016 in Mülheim/Ruhr

Alle Jahre wieder Untergang! Alle Jahre wieder ein komplettes AZ voller betrunkener Chaoten, von denen ich sogar ca. 50% als Freunde bezeichnen würde. Also, Wegglühwein warm gemacht, Springer geschnürrt und nichts wie hin da! Auf dem Weg treffen wir schon die ersten Bunthaarigen und Nietenträger. Im Zug wird Hansa Pils, Korn und Nugat gereicht. Man kann tatsächlich behaupten, dass sich hier im übervollen RE6 - wie eigentlich jedes Jahr - wieder abzeichnet, dass das hier mal wieder ein verdammt gutes Wochenende wird. In Mül(l)heim angekommen bin ich zunächst mal überrascht, dass die Stadt sich offensichtlich auf das Festival vorbereitet hat und ihre komplette Staatsmacht (also drei Streifenbullen) auffährt. Zwei Kollegen sichern den Bahnhof, während ein weiterer, aufreizend auf dem Motorrad sitzend, schaut, ob die Punkas auch ja alle bei Grün über die Ampel gehen.
Wir sind übrigens schon sehr früh da, wobei "früh" natürlich auch wieder ein sehr subjektives Adjektiv ist und einige Saufpunks bestimmt schon seit mittags hier sitzen und sich ihren Korn hinter die Binde kippen. Wir schaffen es aber immerhin zur ersten Band HARTMUT. Das ist doch schon mal eine Leistung.
Drummer Tristan Shitler (Spitzname: Hartmut) präpariert vor dem Auftritt schon mal das Freibier, damit er das gleich schön verteilen kann, macht aber die Rechnung ohne Deutschpunker und Benti, die direkt mal einen ganzen Kasten in ihren Jutebeutel steckt. Immerhin besser als die ganzen Leute, die mit ihrem kostbaren Freibier nur rumspritzen. Da kann ich nur den Kopf schütteln: Bau keine Scheiße mit Bier! Darauf erstmal so'n Freibier-Hansa, dass natürlich schon vor dem ersten Song komplett weg ist.
Dann rumpeln HARTMUT los. Veranstalter Timo wird mich nach dem Auftritt fragen, ob der Sound okay war, oder zu schrammelig. Ich sage, dass er "der Musik angemessen" war. Schrammelig ist nämlich das Stichwort; nicht dass die Boys von Hartmut nicht wüssten wie man ein Instrument bedient, trotzdem ist der Sound ultra-rotzig und brachial.
Erstaunlich voll ist das hier bei der ersten Band ja bereits. Sehr löblich!
Natürlich ist nicht nur die Halle, sondern auch das Publikum um 19 Uhr bereits ordentlich voll und giert deswegen bereits jetzt nach ordentlich Blutpogo.
Songs kenne ich von Hartmut überhaupt keine trotzdem finde ich es gar nicht schlecht und der Openerslot für's Untergang!-Festival war ja wohl auch schon mal deutlich schlechter. Hängen bleibt ein Song, deren Bass-Intro an 80er Trash-Pop erinnert, dann setzt Geballer ein. 80er Trash-Pop ist immer eine gute Sache.
Am Ende wird dann noch irgendsoein Song vom Handy des Sängers abgespielt, während an den bereits nassgeschwitzten Leibern die Suppe nur so runtertropft. Hier 1 Foto von Tristan. Geil Saufen.
Nach dem Auftritt hole ich mir erstmal so ein veganes Gyros mit Reis und Tzatziki für 2€ plus Spende. Das schmeckt und schafft eine gute Grundlage für den Rest des Abends.
Dadurch verpasse ich das meiste von CHOLERA TARANTULA. Nicht schlimm, das, was ich sehe, spricht irgendwie dafür, dass sich die Band nicht viel verändert hat, nur optisch sieht der Sänger jetzt aus wie Simon Unge.
Deswegen mach ich jetzt lieber noch ein Schlagzeuger-Foto und verlasse den Raum.
In der Halle spielen jetzt EAT THE BITCH aus Hamburg. Tatsächlich noch nie gesehen. Das ordentlich abgerotzte HC-Brett gefällt mir aber echt gut.
Außerdem ist das wohl heute die Band mit dem höchsten Anteil von weiblichen Mitgliedern (2!). Ich weiß, ich kreide das echt oft an, aber das ist doch wirklich ein Problem! "Not just Boys fun", wie F*cking Angry das später auch besingen werden.
Naja, wie schon gesagt, immerhin sind EAT THE BITCH da das positive Kontrabeispiel, auch wenn es mir auf Dauer vielleicht ein wenig zu eintönig wird, was aber auch daran liegen könnte, dass ich keinen einzigen Song kenne.
Mein Blick schweift dann doch lieber etwas durch's Publikum. Schöne Frise!
Die SUNFLOWERS OF DEATH verpasse ich jetzt mal ganz gekonnt und führe lieber ein Interview mit Doktor Seifenbart, der heute Nacht die eingeschlafenen Besucher ordentlich durchschwirbeln möchte.
Weiter geht es mit ALARMSIGNAL. Die Halle ist so voll, man möchte meinen, dass das AZ gleich aus allen Nähten platzt!
An dieser Stelle kann ich auch nur sagen, dass es wirklich eine sehr gute Entscheidung war, dass zwei Leute dafür abgestellt sind, ein Auge auf die Bühne zu halten. Diese wird immer mal wieder gestürmt und alles in allem ist es mal wieder eine wahnsinnig schmandige Abrissparty bis zum Ende.
...und auch ich habe meinen Spaß. Alarmsignalkonzerte sind wohl für mich genauso ein Genuss wie für viele Leute das allabendliche Tatort gucken. Eigentlich weiß man schon so ungefähr, was passieren wird, aber es ist immer wieder schön.
"Lasst ihr auch noch ein bisschen Platz für uns?"
Die Setlist enthält auch nur Hits: "Brennende Barrikaden", "Unpolitisch tötet", "Heimat Halt's Maul", "Prost", "Mittelfinger, "Unsere Agenda heißt Widerstand" und noch ganz viele mehr. Ich kenne alles und singe deswegen auch ausgiebig mit.
Am Ende wird noch gesagt, dass man statt "Zugabe!" einfach mal "Rasta Knast" rufen soll und morgen bei Rasta Knast dann "Alarmsignal" bin mal gespannt, ob sich die Leute von heute da morgen noch dran erinnern können.
Als nächstes und auch schon vorletztes spielen F*CKING ANGRY. Da es ja gerade in der großen Halle schon berstend voll war, kann man jetzt im Raum gefühlt gar nicht mehr atmen. Das liegt aber auch daran, wie die Band hier mal eben ALLES zerlegt.
Energie pur bei Songs wie "Unterwegs", "Atomstrom", "Lone Wolf", "Old School Hardcore" und und und.
Ich schmeiße mich dann auch mal in den Pogo und bin noch 30 Sekunden klatschnass und habe mir Ellenbogen und Finger aufgerissen. Glücklicherweise wird das Ganze ja direkt mit dem in der Luft liegenden Schnaps desinfiziert und mit dem rumfliegenden Konfetti verbunden.
Der Herr ganz links ist übrigens neu dabei und seines Zeichens ehemaliger Gitarrist von Canalterror, weshalb auch prompt "Saufbauch" gecovert wurde.
...und auch wenn du das ja sehr überzeugend singst und dabei lässig das Mikro in der einen und das Hansa in der anderen Hand trägst, liebe Beckx, am Saufbauch selbst musst du ja wohl noch etwas arbeiten.
Egal, geiler Auftritt! Und am Ende lassen es sich Beckx und Bassist Chris natürlich nich nehmen auch mal von der Bühne zu hüpfen und sich von den Anwesenden durch den Raum tragen zu lassen.
Am Ende dann noch OPERATION SEMTEX. Die habe ich jetzt schon gefühlt 3000 Mal in irgendwelchen Spelunken und am meisten wohl in diesem AZ gesehen, weshalb ich nur mal kurz reingehe um ein oder zwei Fotos zu machen. Am Anschluss wird in der Halle ein bisschen mit Leuten gequatscht.
Wir verabreden noch, dass wir den Zug um 2.45 Uhr nehmen. Gut, dann kann ich ja mal ganz kurz die Augen zu machen. Als ich meine Augen dann wieder öffne und zwischen Scherben, Bierpfützen und schlafenden Menschen auf dem Betonboden des AZs wieder zu mir komme, ist es punktgenau 2.45 Uhr. FUCK!
Als großes Dankeschön fährt jetzt natürlich auch erstmal mein Kreislauf Achterbahn. Das Leben ist doch ein Hund!
Immerhin kriegen wir den Zug eine Stunde später und kommen somit noch halbwegs gut nach Hause. Bin mal gespannt wie das morgen so werden soll.

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