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The Vageenas, Die Pigs, Pils-Angels, Kontrollpunkt, Dr. Reudlon, 10.06.2017 in Gelsenkirchen, Spunk - Bericht von Zwen

The Vageenas, 10.06.2017 in Gelsenkirchen

Nachdem gestern ordentlich gebangt wurde, geht es heute ins Spunk nach Gelsenkirchen. Da ist heute Punkrock-Sommer-Festival. Wetter hat sich auch spontan entschlossen wieder gut zu werden, da genießt man doch gerne bei Hansa-Pils und einigen Leckereien vom Grill (dazu später mehr) die schönste Zeit des Jahres. Musik gibt es natürlich auch. Ganze fünf Bands laden heute zum Tanze.
Als wir am Spunk ankommen, ist dort tatsächlich schon einiges los, dabei ist es gerade mal halb sechs als DR. REUDLON die Bühne betreten.
Heute ist das Line Up wie ja eigentlich immer bei der Punkrocksause sehr deutschpunklastig. Dr. Reudlon haben sich auch genau diesem Genre verpflichtet und machen auch exakt den Mitgröhl-Punkrock, den ich jetzt schon seit Jahren nicht mehr höre. Erinnert mich stellenweise an Massendefekt.
Pluspunkte gibt es für das Gefrickel an der Gitarre und die Stimme, die nicht gezwungen tough klingt.
Einen neuen Drummer gibt es auch, dieser ist aber weniger hardcorelastig als der Vorgänger und eher im Punkrock/Oi! unterwegs. Gerade bei den Fill-Ins nimmt das dann leider einiges an Geschwindigkeit heraus.
Trotzdem, dafür dass der Drummer noch neu war und der andere Gitarrist sich das Knie zerstört hatte und deswegen heute nicht spielen konnte, war das doch echt gut!
...und der Großteil des Publikums hat auch gut abgefeiert.
Wir gehen indes mal raus und genießen bei etwas Gegrilltem das schöne Wetter. Tobi hat glücklicherweise nicht die Aufgabe des Grillmeisters übernommen und den Job stattdessen an ein breit aufgestelltes Expertenteam delegiert. Somit kann er sich ganz seinen Aufgaben als Veranstalter widmen und macht das auch wie immer sehr gut. So hat er stets ein offenes Ohr für Kritik und Anregungen und reagiert auch prompt als ich ihm sage, dass hier draußen Mülltüten fehlen.
Mülltüten! Wenn das mal nicht die perfekte Überleitung zu KONTROLLPUNKT ist. Die machen Rumpeldeutschpunk und tun so als hätten sie 1000 Jahre nicht geprobt. Ich sehe mir das an und frage mich, wie man so eine einfache Musik nur so hart verkacken kann.
Naja, Fat Mike sagt ja immer, dass Verspieler beim Punkrock ganz süß sind, aber wenn der Bassist zwischenzeitlich mal überhaupt nicht mehr weiß, wo er ist, finde ich das schon ein wenig befremdlich...
...wenn auch authentisch.
Fürsorgendes Mütterchen heute Abend ist übrigens der Dr. Reudlon-Gitarrist, welcher immer wieder mit seinem Pfeffi-Tablett auf die Bühne geht und den gerade spielenden Musikern das klebrige Grün in die Kehlen kippt.
Immerhin schaffen sie es, andere Iroträger für sich zu begeistern. So singt der hier irgendeinen Song ausgiebig mit.
Joa, ich gehe dann nach ein paar Songs auch schon wieder raus. Kann ich mir echt nicht lange geben.
Weil es draußen so schön gemütlich ist und sowohl Mais, wie auch Gemüsespieße wirklich sehr gut schmecken  (Bier natürlich auch) verpasse ich auch den Anfang von den PILS-ANGELS. Eine Band von der ich wiederum noch nie gehört habe.
Dann zieht es mich doch rein, als ich nämlich von draußen ein gar nicht so schlechtes Cover von "Champs Elysee" höre. Als ich dann vor der Bühne stehe, stellt sich heraus, dass anstatt der französischen Straße über "Schalke 04" gesungen wird.
Danach gibt das dann auch direkt noch ein Lied über den S04. Eigentlich muss ich die ganze Zeit schmunzeln, stelle ich mir doch vor, dass der kiki an meiner statt hier stehen müsste. Der würde sich freuen. Haha!
Ach ja, mal total aus dem Kontext gerissen: Wisst ihr was total dämlich aussieht? Wenn Fußball-Fans (im Urlaub ja eh schon total auf Entzug) ihre Mannschaft nicht in der Glotze, sondern via Smartphone-Ticker hören/gucken müssen und dann ihr Handy anbrüllen. Großartig!
Naja, was gibt es noch? Abgesehen vom Fußball ganz schön viel FickiFicki. Hmm...irgendwie macht die Band einen Mix aus Lokalmatadore, Wilde Zeiten, De Ramönsche und den Mimmis. Halt so Party-Punk, der für mich eher auf ein Straßenfest, einen Junggesellen-Abschied oder auch eine Hochzeit passt, als auf ein Punkkonzert, aber okay.
Gefallen tut mir dann aber das an die Pogues angelehnte Folk-Lied zu welchem die Gitarristin extra ihre Flöte auspackt und das auf deutsch gesungene Cover von "R.A.M.O.N.E.S.".
Draußen breitet sich indes eine leichte Unruhe aus. Als ich Veranstalter Tobi frage, was denn los sei, berichtet mir dieser, dass er jeglichen Kontakt zu DIE PIGS verloren hat. Zum Glück schaffen sie es dann doch rechtzeitig zum Auftritt. Zuvor wurde wohl noch ein Auftritt in Hamminkeln gespielt. Witzigerweise war es wohl tatsächlich sowas wie ein Junggesellenabschied oder eine Hochzeit. Wie passend!
Nun aber live und in Farbe: DIE PIGS (früher: The Pig Must Die). Spielen - ich sage mal - klassischen Deutschpunk, der aber auch gerne mal etwas mehr als nur drei Akkorde haben darf.
Die Band schafft es jedenfalls sowohl den Pogo, wie auch die allgemeine Raumtemperatur gut zu befeuern.
Ach ja, das habe ich ja mal wieder ganz vergessen zu erwähnen. Vor der Bühne tummeln sich heute mal nicht nur dicke Männer mit Bärten, sondern Mädchen, deren Alter ich jetzt mal so auf acht bis elf schätzen würde und feiern dort total ab. Das freut nicht nur die anwesenden Musiker.
Bei dem Hit "Kulturbanausen" muss dann aber doch mal vor der Bühne für die alten Herren und mich Platz gemacht werden. Ihr wart doch damals noch gar nicht geboren!
Okay, ich habe gerade mal recherchiert. Der Track kam 1994 raus. Da wurde ich gerade geboren. Oha!
Auf den Schreck muss ich jetzt erstmal nach draußen. Zum Glück werden dort gerade die letzten Spieße(r) verfeuert, sodass ich Katrin drei Stück für 1 € abluchsen kann. Dann werden sogar noch die kalten Spieße gratis verteilt. Läuft!
Jetzt aber schnell wieder rein. Dort turnt nämlich die verrückte Babette schon durch den Raum und kaum habe ich mir ein gutes Plätzchen gesucht, da packt die Kralle auch schon zu und versucht mich in Richtung Raummitte zu ziehen. Zur Hülf! THE VAGEENAS!
Ich fange mich wieder und sehe mir einen wie immer - trotz anfänglichen Problemen an den Mirkos - sehr gelungenen Auftritt an.
Abschließend glaube ich wirklich, dass es nicht die kleinste Ecke im Raum gab, in der Babette sich während des Auftritts nicht aufgehalten hat. Okay, das Spunk ist jetzt auch nicht so riesig, aber trotzdem Respekt dafür!
Aber wie das immer so ist; wenn's am schönsten ist, soll man aufhören. Hier im Spunk besonders früh, schließlich muss ja schon um 22 Uhr Sense sein.
Wir verdrücken uns dann auch mal. Lieber Tobi, das haste wie immer sehr schön gemacht! Immer wieder gerne!

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