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Punk Rock Holiday Tag 3: Pears, Teenage Bottlerocket, Madball, Less Than Jake, Bono!, NOFNOG, Real Life Version, Barrier Reef The Great, 69 Enfermos, 10.08.2017 in Tolmin (SLO), Sotocje - Bericht von der Redaktion

Punk Rock Holiday Tag 3, 10.08.2017 in Tolmin (SLO)

kiki: Was? Schon Donnerstag? Und vor lauter guter Bands hat wieder niemand Bock, mit mir in die Berge zu fahren? Okay, absolut nachvollziehbar. Das Programm ist heute aber auch wirklich gut!
Zwen: Das war tatsächlich das erste Punk Rock Holiday für mich, auf dem ich wirklich weder Urlaub drumherum mache noch einen Ausflug. Bei der schönen Landschaft drumherum und den vielen gefahrenen Kilometern ist das ja schon ein wenig ignorant, aber entweder hat das mit den Interviews fürs Radio nicht gepasst oder das Wetter war die letzten Tage nicht mehr dementsprechend. Ja, das Wetter...tatsächlich hat es in letzter Zeit in Tolmin auch mal gerne und stark geregnet. Es wird also Zeit für das West Sahara Punk Festival!
Peter: Mensch kiki, ich wäre gerne mit dir in die Berge gefahren, dann wäre ich auch vielleicht noch zu meinem Flug mit dem Rettungs-Hubschrauber gekommen. Stattdessen beginnen wir, nachdem wir beschlussfähig sind, den Tag anstatt mit einem festen Frühstück, mit einem flüssigen. Einstimmig beschlossen! Das Stichwort heißt Sektfrühstück und wenn auch die Reihenfolge erst Sekt dann Brot durchaus nochmal überdacht werden sollte, ist es die beste Methode um direkt mit einem anständigen Rausch und guter, nein spritziger Laune in den Tag zu starten. Einzige Schwierigkeit bei so einem fliegenden Start ist es, den Pegel zu halten. Denn wenn der Sekt-Dusel verschwindet, drohen Kopfschmerzen und plötzliche Ermattung von Körper und Geist. Kein leichtes Unterfangen bei der schwülen Hitze, die über Tolmin hängt. Trotzdem, die Stimmung im Team ist weiterhin: gut! Obwohl die ersten Ausfall-Erscheinungen langsam zu Tage treten. Die Gesichter sind geschwollen vom vielen Alkohol, die Stimmen leicht kratzig. Teile des Teams brauchen immer mal wieder kurze Power-Nap-Phasen und hier und da ertönen erste Rufe nach einem richtigen Bett.
kiki: Mond über Moskau? Oder war es Wanne-Eickel? Oder einfach die Ruhe vor bzw auch nach dem "kleinen" Sturm von gestern?
Zwen: Apropos Moskau. Unsere russischen Freunde Jora und Natali sind dieses Jahr leider nicht da...sehr schade...
Peter: Ich glaub du bringst da was durcheinander, Sturm gab es doch erst am Donnerstag, der Mittwoch war doch durchgehend trocken und windstill. Zumindest alles außerhalb meines Zeltes.
kiki: Tja, das macht man dann also nachmittags an der Beachstage. Bier trinken, gelegentlich im Wasser mal die Stinkemauken abkühlen und im Hintergrund läuft gute Musik. Nicht die allerschlechteste Art, seinen Tag zu vergammeln. Sehr cool übrigens von Coco und Mr. Herm, für bequeme Liegemöglichkeiten plus kalte Getränke gesorgt zu haben. Vielen Dank dafür!
Zwen: Meine nicht mehr an Sonne gewöhnten Augen müssen erstmal ein paar Mal blinzeln. Erschöpft von den Interviews freue ich mich aber endlich mal runter zu Beach Stage zu können und etwas Musik zu genießen. 
Coco: Da sind wir auch endlich mal den Fluss zur Beach Stage runter geschippert! Und verbringen auch endlich mal ein paar Stunden am Stück hier...
Zwen: Heute schaffe ich es endlich mal, zur kleinsten Bühne des Festivals runterzukraxeln. Wobei man hier eigentlich nicht von Bühne sprechen kann. Die Freunde vom Kollektiv haben hier nämlich einfach nur Leute zu den Dixis eingeladen, die ein bisschen klampfen und singen dürfen. Die SEWER RATS hätte ich hier beispielsweise sehr gerne gesehen, verpasse ich aber komplett. Ich habe auch nicht den Hauch einer Ahnung, wer gerade spielt. Dieses Festival ist mittlerweile der absolute Overload.
Zwen: Die erste Band, die ich mir heute morgen gebe heißt BONO!. Das sind nette Typen, die gut gewürzten Hardcore-Punk machen. Das macht doch auch schon ziemlich Bock hier.
Zwen: Außerdem ist es schön, mal nicht Skatepunk zu hören.
kiki: BONO waren richtig gut. Mal etwas mehr Gedresche als diese ewige Melodie. Waren neben NOT ON TOUR die Band auf der Beach Stage die mir persönlich am besten gefallen haben.
Peter: Wir vertreiben uns derweil die Zeit mit reinem Blödsinn. Zum Beispiel bauen wir mit Hilfe eines Hammers und Ritzkens Steck-Schippe (nicht zu verwechseln mit einem Klappspaten) ein Gatter aus Ritzkens missglücktem Eigenbau-Campingstuhl vor Stonks Zelt. Im Anschluss behaupten wir frech und dreist, es wäre ganz allein der Verrückte von TRASHGEFLÜSTER gewesen. Stonk nimmt es mit beachtlich wenig Humor, kommentarlos, nach seiner Wiederkehr aus der Dusche hin. Der heutige Tag wird nebenbei als der Tag in meiner Geschichte eingehen, an dem ich mir die wenigsten Bands auf einem Festival angeschaut habe.
Coco: Hier nicht im Bild: Ich habe vorher noch die sehr, sehr tollen REAL LIFE VERSION bestaunen dürfen, die waren echt saugut. Drittbeste Band des Festivals! Und mal was anderes, weil eher so Emo-Kram als Skatepunk. Witzige Ansagen, z.B. dass der Gitarrist noch nie zum Publikum gesprochen habe und wir nun seiner allerersten Äußerung auf einer Bühne überhaupt beiwohnen dürfen. Und dann sagt der schüchtern "Hallo". Ganz großes Kino!
kiki: Weltpremiere! Bierschinken war dabei! Ansonsten waren REAL LIFE VERSION viel zu weinerlich.
Coco: Danach kamen noch BARRIER REEF/THE GREAT (hier nicht im Bild), das war auch sehr nett anzuhören.
kiki: Sehr nette Jungs wie sich im freitäglichen Radiointerview rausfinden lässt. Zudem verraten sie uns, dass sie (wie ich) große Fans der EAV (ja richtig: erste allgemeine Verunsicherung) sind und bei ihnen sogar manchmal als Maskottchen auf der Bühne stehen. WELTKLASSE! Bierschinken deckt auf!
Zwen: Auf NOFNOG war ich ja mal sehr gespannt, schien die Band auf dem Bierschinken-Festival doch gut abgeräumt zu haben. Das Wetter hält netterweise auch noch etwas und so ist der angekündigte Sturm dann nur ein rein elektrischer und kommt auch ausschließlich von der Bühne.
Zwen: Sowohl handwerklich, wie auch showtechnisch ist der Auftritt echt gut gemacht. Hier springt der Gitarrist gerade ins Publikum, um beim Spielen ein bisschen rumzuschubsen.
Zwen: Auch erwähnenswert ist der Schlagzeuger, der in dieser Band einen sehr großen Gesangsanteil hat. Stimme geht so in Richtung Mark Unseen, während er sich einen abtrommelt.
Zwen: Sieht gut aus, hört sich gut an, kann man definitiv so machen.
Peter: Den Nachmittag verbringen wir wieder damit, einfach wahlweise mit dem Arsch oder den Füßen in der Soca zu sitzen und somit auf die schwüle und drückende Hitze klarzukommen. Man munkelt bereits es soll Gewitter geben, doch aller Unkenrufe zum Trotz lassen wir uns nicht beirren und harren am Strand aus.
Zwen: Bei den 69ENFERMOS spürt man bereits die ersten unguten Vorzeichen, dass das Unwetter nun doch seinen Weg in dieses beschauliche Tal findet. Das hätte nicht sein müssen, aber erstmal können die Enfermos noch ihr Set beginnen. Gespielt wird Skatepunk. Eher so die poppige Variante, aber doch sehr gut arrangiert.
Zwen: Nach 4-5 Songs öffnen sich jedoch die Schleusen. Die Besucher flüchten sich unters Zelt und die Südamerikaner auf der Bühne - müssen, nachdem die ganze Bühne unter Wasser steht, ihren Auftritt vorläufig abbrechen.
Peter: Als wir zum Zelt kommen, ist das drohende Gewitter schon unschön zwischen den Bergen zu erkennen. Da braut sich ganz schön was zusammen! Der gerade im Camp eintreffende Ritzken verkündet noch unheilvoll. "Oh oh ich glaub da kommt es gleich ganz dicke!". Wenige Sekunden später fegt die schwarze Wand von einer Naturgewalt über uns her und hinterlässt Chaos und Zerstörung! In der Ferne sieht man ganze Zelte abheben und davon fliegen. Nebenan knicken die Zelte zusammen, da die Zeltstangen brechen und saufen anschließend im Platz-Regen ab. Unser guter Ausblick auf die Berge wird uns nun zum Verhängnis, wenig windgeschützt, durch dichte Bebauung, wie auf dem Rest des Campingplatzes, trifft uns der Sturm mit all seiner Kraft.
Peter: Innerhalb von Sekunden fliegt alles um mich herum durch die Gegend. Unsere Camping-Tische schießen an mir vorbei und alles was sich auf ihnen befindet verteilt sich einige Meter weiter im Matsch. Vladi reißt der Sturm sein gerade zubereiten Topf mit Nudeln aus der Hand und unser Gummiboot beschleunigt auf 200 km/h und fliegt davon. Panik bricht aus, alles rennt von links nach rechts, einige verbarrikadieren sich im Auto, andere versuchen zu retten was noch zu retten ist. Ich stehe zusammen mit Jenni fast eine Stunde in unserem Zelt und versuche es am Wegfliegen zu hindern, da der Wind mittlerweile alle Heringe aus dem matschigen Boden gerissen hat. Beim Versuch, unser Gummiboot zurück zu erlangen latsche ich zudem noch barfuß in einen Hering und blute das sich langsam mit Wasser füllende Zelt voll. 
kiki: Du hast dir aber auch richtig gegeben die Woche :-)
Peter: Doch viel schlimmer ist noch, dass sich unser exorbitant großer Pavillon, an den noch ein weiterer Pavillon getaped ist, auch in die Lüfte erhebt und in Richtung unserer und weiterer Autos fliegt. Hätten sich nicht alle Anwesenden geistesgegenwärtig an den Pavillon gehängt, ihn zu Boden gedrückt und die Plane entfernt, hätte er sich um unsere Autos gewickelt und wohl einiges an Schaden angerichtet. Die Stangen des Pavillons knicken während der Aktion, wie auf dem Bild gut zu sehen, um wie Strohhalme. Gut dass da niemand die Finger zwischen hatte, oder so eine Stange an den Kopf bekommen hat.
Auf den Bühnen macht sich der Sturm auch bemerkbar, 69 ENFERMOS müssen ihren Gig abbrechen und dürfen am Donnerstag nochmal ran. GET DEAD treten erst gar nicht an und spielen nun ganz zum Schluss nach ANTI-FLAG auf der Hauptbühne.
Coco: War Anti-Flag nicht gestern? ;-)
Peter: Stimmt! Ich meine natürlich nach Toy Dolls!
kiki: Mittwoch, Donnerstag..hauptsache Wochenende :-)
Peter: Nach dem Orkan ist die Stimmung im Team: schlecht! Quasi mit dem Sturm davon geflogen oder im Matsch abgesoffen. Deshalb scheiße ich nun auf PEARS. Die wollte ich mir eigentlich anschauen da sie mir letztens auf dem Ruhrpott Rodeo deutlich besser gefallen haben als auf Platte. Stattdessen bauen wir unser Camp so gut es geht wieder auf. Wie ich finde mit reichlich Einfallsreichtum. Wahre Ingenieurs-Kunst. Danach lecken wir unsere Wunden, tragen unsern Kram wieder zusammen, legen unsere Zelte wieder trocken und schauen, was alles so zu Bruch gegangen ist. Positiv fällt auf, wie viele Nachbarn gleich ganz solidarisch ihre Hilfe anbieten, obwohl es die meisten auch nicht weniger erwischt hat. Leider hat der Sturm mir zu allem Überfluss auch noch meinen Alkohol-Pegel geraubt. Den gilt es nun erstmal wieder aufzubauen.
Coco: Tja, wir mussten zu viert (!) unser Gemeinschaftsdach fest halten, während der Pavillon unserer Nachbarn zweimal auf uns drauf fällt. Im Hintergrund fliegen ganze Zelte vorbei. Meine Unterhose ist nass. Scheiß Berge! Nur Schrott-Wetter, entweder viel zu knalle heiß oder Sturm. Ich will zurück ans Meer!
kiki: Berge sind großartig! Der einzige Fehler ist, zu zelten!
kiki: Ah, endlich wieder Musik nach dem kleinen Schauer! Empfehlung des Tages: Wurfzelt von Decathlon für 29,90 Euro. Nicht ein Regentropfen ins Innere des Zeltes gelangt!
Coco: Ich bin auch raus. Ich gucke noch eine nicht mehr rekonstruierbare Anzahl an PEARS-Songs. Die Band ist auch echt gut! Aber alles ist klamm und feucht. Und ich hab Bauchkrämpfe, weil Mama Natur das mit der Fruchtbarkeit irgendwie nicht vernünftig eingerichtet hat. Die dusselige Kuh! Ich rauche eine riesige Sportzigarette, um wieder auf den Damm zu kommen. Jetzt starre ich stattdessen aber nur noch doof vor mich hin. Erst Badeurlaub mit Luftmatratzen-Ausflug bei 100 Kraat und jetzt kalt und usselig. Das überfordert mich alles. Ich geh schlafen! Im Hellen. Unfassbar, aber wahr. Gute Nacht!
kiki: Und da war sie weg und wurde fortan nicht mehr gesehen :-)
kiki: Auch die PEARS habe ich mir auf dem Rodeo schon angeschaut. Hier ist die Show ziemlich ähnlich der bereits gesehenen. Immer interessant zu vergleichen, wie unterschiedlich (manchmal) oder aber auch wie ähnlich (oft) Bands ihr Programm aufziehen.
Vollgas, Pause, Breaks, Geschrei. Gefällt mir live ausgesprochen gut. Die Spielzeit der Band ist heute etwas länger als in Hünxe. Trotzdem kommt der erwartetet Abnutzungseffekt nicht wirklich auf.
Zwen: PEARS ist und bleibt ein Monster von einer Live-Band. Heute sogar mit der von Gerdi auf dem KNRD schon erwähnten Exorzistenshow. Tatsächlich ist die Show hier ein wenig anders. Diese Hintergrundmusik zwischen den Songs gab es nämlich auf dem KNRD auch nicht.
kiki: Wo sind denn alle Punker hin? Ach so, Miracoli ist fertig...kalte Dosenravioli isst man ja anno 2017 anscheinend nicht mehr auf Festivals. Lieber veganen Döner für 6 Euro.
Peter:  Und der ist noch nichtmal wirklich gut, geschweige denn ist viel drauf. Trotzdem muss man sagen, dass sich das kulinarische Angebot auf dem Festival durchaus sehen lassen kann. Gut gefällt mir auch der Local-Food Stand. Die Preise sind Festival-typisch etwas höher, meistens aber im Rahmen (Fleisch- und Veganer Döner für 6 Euro sind hingegen eine Frechheit).
kiki: Was ist das denn heute bitte? Waren TEENAGE BOTTLEROCKET ja schon immer für exzellente Liveauftritte bekannt, gab es heute die absolute Krönung.
Zwen: Für mich die beste Band des Festivals.
kiki: Neben PROPAGANDHI gebe ich dir absolut recht.
kiki: Publikum frisst der Band aus der Hand, von der Bühne schwappt eine gute Laune Stimmung über Tolmin, es passt einfach alles. Jeder Song wird lauthals mitgegröhlt. Wahnsinn!
kiki: Es gab u.a. einen Liegestütz pumpenden Sänger (kleine Hommage an die zwei total besoffenen Idioten, die immer wieder Band und Ordner mit ihrem Pseudostagediving genervt haben) und ein radschlagendes kleines Kind auf der Bühne. 
Zwen: Irgendwie war es, als spielte die Band heute im perfekten Einklang mit Fortuna. Alles, was die Band da angepackt hat, wurde zu einem wunderbaren Feuerwerk und Zufall und Erfahrung entwickelten sich somit zu einem fulminanten Feuerwerk auf der Bühne.
kiki: "They call me Steve", "Ich bin Ausländer" und den Megaohrwurm "Why the big Pause" waren nur einige Highlights, die auch Stunden später nicht aus dem Kopf wollten.
Zwen: Richtig, richtig, richtig stark ist auch die Ansage, die Sänger Ray seinem verstorbenen Zwillingsbruder und Ex-Teenage-Bottlerocket-Drummer Brandon widmet und die ich jetzt einfach mal frei ins Deutsche übersetze: "Als wir das letzte Mal hier gespielt haben war mein Bruder Brandon noch dabei. Nach dem Konzert damals umarmte er mich und sagte mir, dass er mich liebt. Das kam nicht sehr oft vor. Brandon hatte immer Probleme damit, jemanden an sich heran zu lassen. Aber scheinbar holt das Punk Rock Holiday das beste aus den Menschen heraus." 
Ich weiß nicht, wann mich das letzte Mal etwas so berührt hat.
Zwen: So, ein bisschen Fremd-Content: Hört mal in dieses Interview rein, was wir vor dem Auftritt mit Ray gemacht haben.
kiki: Heute geht es wirklich Schlag auf Schlag. Das Bier zum Runterkühlen nach dem famosen TENNAGE BOTTLEROCKET Auftritt noch nicht ganz leer getrunken, entern MADBALL die Bühne.
kiki: Diese Band mag ich schon seit ihrem ersten Album. Zwischendurch gab es zwar zwei nicht ganz so starke Werke, die letzte Scheibe ist allerdings mal wieder top.
Fetter New York Hardcore, der richtig schick ballert.
kiki: Sänger Freddy Cricien immer in Bewegung, übelst geiler Sound. Extrem unprollige Ansagen (im Gegensatz zu ihren nahen "Verwandten" Agnostic Front) machen die Band mehr als sympathisch.
Zwen: Die Ansagen haben mir auch gut gefallen, vor allem das mit dem "Freut euch doch mal über den Regen. Das ist das erste Mal seit langem, dass ihr hier duscht, ihr dreckigen Punker. Naja, ist bei uns auch so, wir haben uns auch gerade mit Shampoo rausgestellt."
kiki: Mein persönliches Highlight: das auf spanisch vorgetragene"100%". Mega Hit!
Peter: Schöne Sache mit den Akustik Shows an der American-Socks Bühne. Leider bekommen wir von NOT ON TOUR nur den letzten Rest mit. Dafür decken wir uns noch schnell mit etwas Merch von ihnen ein. Ich finde es nach wie vor etwas unübersichtlich, dass der Merch von manchen Bands an der Beach-Stage und von anderen am Eingang zum Festivalgelände bzw. der Hauptbühne verkauft wird. Da blickt doch niemand durch!
Peter: Ganz allgemein muss man sagen, dass sich der Merch-Bereich doch noch etwas ausbauen lässt. Die Locals, die am Anfang des Slovenian-Village Kinkerlitzchen und Firlefanz verkaufen, dürften glaub ich nicht so den Umsatz gemacht haben und wirkten etwas deplatziert mit ihren (AnarchieA) Kettchen, (AnarchieA) Kochlöffeln und (AnarchieA) Kaffeetassen. Auch gewundert hab ich mich über den Stand mit den elastischen Metall-Schnürsenkeln. Wer braucht denn sowas? Für meinen Geschmack hätten es ruhig noch ein paar mehr Platten und Shirt-Stände zum Stöbern sein dürfen. Ähnlich dem Groezrock-Festival.
Zwen: Das mit den Locals war sicherlich gut gemeint, blöderweise hatten sich diese aber weniger auf ein Punk-Festival eingestellt, die Auswahl wirkte eher wie ein Besuch auf einem belgischen Antiquitäten-Laden inklusive 1. (und auch 2.!) Weltkriegsdevotialien.
kiki: LESS THAN JAKE sind so ziemlich die langweiligste und überbewerteste Band diese Universums. Ich habe aufgrund der zahlreichen schlechten Livekonzerte und ewig gleicher Lieder schon gar keinen Bock, das Gelände zu betreten. Deswegen gehe ich jetzt auch zum Zelt Bier trinken. Was ich vom Campingplatz aus höre, bestärkt mich noch einmal in meiner Meinung.
Peter: Zu LESS THAN JAKE schleppe ich mich nochmal zur Bühne. Weniger weil ich die Band wirklich sehen will, mehr, weil es mich so wurmt dass ich heute noch nichts gesehen habe. Ich bereue es schnell. Mir ist schleierhaft wie ich, wenn auch nur einen Sommer lang, dieser Band jemals etwas abfinden konnte.
Peter: Komplett nerviges Getröte, viel zu poppig. Grauenhaft, lange halte ich das hier nicht aus. Hinzu kommt, dass mich mal wieder die komplett übertriebene Light-Show der Hauptbühne ärgert. Ich habe das Gefühl dass dieses fies grell leuchtende Stroboskop-Licht immerzu auf mich gerichtet wird. Alter! Leute! Ich werde blind. Das könnt ihr nicht machen.
Zwen: Ich ärgere mich, dass Less Than Jack heute nicht einfach als Letztes spielen. Komplett nerviges Getröte, viel zu poppig. Grauenhaft, lange halte ich das hier nicht aus. Hinzu kommt dass mich mal wieder die komplett übertriebene Light-Show der Hauptbühne ärgert. Ich habe das Gefühl dass dieses fies grell leuchtende Stroboskop-Licht immerzu auf mich gerichtet wird. Alter! Leute! Ich werde blind. Das könnt ihr nicht machen.
Zwen: Dazu kommt noch, dass gerade die Anstrengungen und der Schlafmangel wie eine Tonnenlast über mir zusammenkracht. Würde jetzt eine halbwegs interessante Band auf der Bühne spielen, würde mich das ja halbwegs wieder wach machen. So, fallen mir die Augen zu und ich muss jetzt erstmal ins Zelt und mich hinlegen. Zack! Natürlich sofort weggepennt! Dass ich dann TOY DOLLS verpasse, ist ärgerlich aber okay, dass ich dann aber irgendwann wieder aufwache und aus meinem Zelt noch höre wie GET DEAD, die aufgrund des Unwetters nach hinten verlegt wurden, die große Bühne komplett demontieren, lässt mir beim Schreiben dieser Zeilen noch mal die Hutschnur platzen. Danke Less Than Jack!
Coco: Get Dead hätte ich auch gerne gesehen. Leider, leider kann ICH Less Than Jake nicht die Schuld dafür geben, dass ich sie verpasst habe... "Man muss wissen, wer der Feind ist; dann hat der Tag Struktur".

Morgen ist der letzte Tag!

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