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Krawehl, Anorak, 05.11.2017 in Bochum, Rotunde - Bericht von der Redaktion

Krawehl, 05.11.2017 in Bochum

Thomas: Krawehl in Bochum an nem Sonntag abend. Kann mensch machen, weil ist ja um die Ecke. Hatte die letztens schon im Subrosa in Dortmund gesehen und bei mir ist hängen geblieben, dass die unglaublich tight gespielt haben.
Fö: Nachdem ich für die letzten Krawehl-Konzerte, denen ich beiwohnen durfte, eher hinter den Kulissen gewerkelt habe, freue ich mich, die Band heute mal vollkommen ohne Verpflichtungen sehen zu können! Zudem auch noch in der Rotunde, in der ich seit dem Umbau auch noch nicht war. Und ein früher Beginn verspricht ein sonntäglich frühes Ende. So gefällt mir das.
Thomas: Die Vorband ANORAK ist mir gänzlich unbekannt. Vor dem Laden können wir kurz mit Kammi von Krawehl quatschen, der uns ein bisschen über den Verlauf der Tour erzählt, die heute Abend endet.
Fö: Anorak hab ich vergangenes Jahr als Vorband von Kmpfsprt in Köln gesehen und fand die da überraschend gut. Bin also mal gespannt wie das heute so zündet.
Thomas: Anorak werden laut Beschreibung mit La Dispute verglichen.Nach langem Intro, bei dem der Sänger minutenlang enthusiastisch mit einem Schellenkranz herumhantiert, legt die Band dann auch los.
Fö: Son Schellenkranz sorgt schonmal für Unmut im Punkerherzchen. Was soll das? Der Sänger scheint einfach gerne perkussiv in die Musik einzugreifen. Kurz später greift er sich zwei Drumsticks und kloppt auf den Becken rum.
Thomas: Der Vergleich mit La Dispute ist im Groben nicht verkehrt, jedoch vermisse ich hier die Hardcore-Kante...Und alle haben den gleichen Frisör und sehen so aus als ob sie Elektrotechnik studieren.
Fö: La Dispute hab ich genau einmal (kurz) gesehen und fand die da erschreckend fad. Die hatten ungefähr so viel Hardcore-Kante wie der kleine Zeh vom Anorak-Sänger. Was aber natürlich nicht heißen soll, dass Anorak hier mega die Show abreißen.
Thomas: Instrumentell gut gespielt, aber mir gefallen leider nur die härteren Parts, die aber nur spärlich eingestreut werden. Klingt halt wie ne Indie-Band, die La Dispute gut findet.
Fö: Ich war ja eher frohen Mutes, aber so wirklich wollen mich Anorak auch nicht begeistern. Mir ist da zu viel Geschnödel in den Songs, zu viel Mucker-Krams.
Fö: Die Band selbst kommt aber eigentlich ganz sympathisch rüber, der Sänger bedankt sich beim Laden und bei Krawehl, und beim (nicht unbedingt zahlreich erschienenen) Publikum, alles ganz nett soweit. Attitüde gut, Musik geht so. Und textlich?
Thomas: Textlich habe ich keine Ahnung, worum es geht, da ich nichts verstehe.
Thomas: Liegt vielleicht auch an den konstanten 96 Dezibel...Das ist so deutsch hier...
Fö: Ich hab auch keine Texte verstanden. Aber ich glaub das war alles englisch. Erwartet man bei dem Bandnamen ja nicht unbedingt. Oder wird "Anorak" etwa englisch ausgesprochen?
Thomas: Das nur spärlich versammelte Publikum ist aber zumindest mitwipp- und kopfnicktechnisch mit dabei.
Thomas: Zuletzt wird noch ne Tom ins Publikum gestellt, auf der dann vom Sänger das Schlagzeug begleitet wird. Nett. Mehr aber auch nicht.
Fö: Da isser wieder, der Trommelschlumpf.
Thomas: Nach kurzer Pause und Intro vom Band dann KRAWEHL.
Fö: Intro verpasst weil wir noch in der "Lounge" saßen - die Rotunde ist ja neuerdings echt edel zurecht gemacht...
Thomas: Mensch, sind die heute auch wieder auf den Punkt. Der Sound steht wie ne Eins und auch die Atmosphäre auf der Bühne stimmt.
Fö: Trotz (oder wegen?) der weiterhin 96 Dezibel klingt das hier so dermaßen dicht, dass die Ohrmuscheln gar keine störenden Fremdtöne reinlassen. Was eine Wand!
Thomas: Gespielt werden in erster Linie Song vom aktuellen Album. Aufgrund der markanten Gesangsstimme kann ich aber nur Textstücke erahnen. Was jedoch rauszuhören ist klingt schonmal ganz gut. Alltagsangepisstheit auf jeden Fall.
Thomas: Die Band ist einfach wahnsinnig gut aufeinander abgestimmt. Hier passt heute alles.
Fö: Zwölfter und letzter Tourtag heute für die Typen. Wenn denen das in den Knochen hängt (wie sie selbst sagen), können die das auf jeden Fall gut verbergen. Das Set sitzt, viele Songs werden stur ohne Unterbrechung hintereinander weg gespielt, da bleibt keine Zeit zum Verschnaufen!
Thomas: Leider hat sich die Menge des Publikums kaum erhöht. Dafür war nebenan im Riff Poetry-Slam mit hunderten Besucher_innen. Verrückte Welt. 
Fö: Bei uns eher so 25-30 Leute, die sich aber artig vor der Bühne aufreihen, so dass es hier drinnen zumindest nicht den Eindruck gähnender Leere macht. Und mir schien, als wären auch alle recht zufrieden mit ihrer Wahl der Abendbeschäftigung.
Thomas: Zum Schluss werden noch einige Lieder von den ersten beiden EPs gespielt und dann kommt der ganze Spaß auch relativ früh zum Ende.
Fö: Einhundertkiloschmerz, Komm lass uns Alpträume tauschen, Nachts in Cottbus schlafen oder Wächter bleiben - auch die alten Stücke klingen live um einiges fetter als auf den damaligen Aufnahmen. Aber das aktuelle Album, so ganz unter uns, toppt einfach alles.
Thomas: Einziger Kritikpunkt: Der tourbegleitende Fotograf hat an die 1000 Bilder an dem Abend gemacht und das ewige Blitzlichtgewitter hat zwischendurch genervt. Hoffentlich ist was bei rausgekommen.
Fö: Ach, verglichen mit der sonstige Lightshow war das doch fast "erhellend", höhö. Ich möchte übrigens nicht in dem seiner Haut stecken - wenn er die ganze Tour über jeden Abend so fleißig war, wird er wohl noch einige Monate mit Fotos-Sichten befasst sein.
Wieauchimmer. Schönes Konzert, toller Abend!

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