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The Menzingers, PUP, Cayetana, 18.02.2018 in Amsterdam (NL), Melkweg - Bericht von Zwen

The Menzingers, 18.02.2018 in Amsterdam (NL)

Nach dem gestrigen Konzert im Rattenloch Schwerte müssen wir jetzt erstmal das Land verlassen. Da unsere Reisekasse aber nicht gerade gefüllt ist, reicht es nur für eine Flixbusfahrt bis nach Amsterdam. Naja, so müssen wir immerhin nicht nach Belgien, sondern fahren in die Stadt in die es nur eines mehr gibt als Menschen, Käse, Gras und Bier zusammen...genau, Fahrräder.
Soweit so gut, in Amsterdam angekommen, stelle ich dann aber erstmal fest, dass es hier irgendwie ganz anders aussieht als auf dem Stadtplan beschrieben. Sind wir etwa doch in die falsche Stadt gefahren? Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber statt zum Amstardam Centraal fährt der Bus wohl nur zum Sloterdijk-Bahnhof. Das ist eine Station vor dem HBF und die Fahrt mit der niederländischen Eisenbahn würde ca. 6 Minuten dauern. Da das Wetter aber wirklich wunderbar ist und wir geizig sind, entscheiden wir uns fürs Laufen.
Der Weg jedenfalls führt zunächst relativ unspannend an einer heute nicht ganz so stark befahrenen Straße entlang, um dann in das Amsterdamer Parkviertel abzubiegen. Zunächst durch den Gemeinschaftspark und dann durch den Westerpark. Ich bin total geflasht wie viel Grünfläche es hier mitten in der Innenstadt gibt. 
Vielleicht hätten wir von den Parks ein paar Fotos machen sollen...irgendwie total vergessen.
Dafür gibt es Grachtenfotos, denn nach ca. zwei Stunden erreichen wir auch mal die Altstadt und nach einer weiteren Stunde unser Hostel. Wir checken schnell ein und laufen schon wieder los. Schade, dass niemand von uns so einen Schrittzähler hat, da würden wir wohl hier in Amsterdam wirklich auf astronomisch hohe Zahlen kommen.
Hah! Ein Parkfoto wurde dann doch noch ausfindig gemacht. Hier sieht man einen Küstenbewohner gegen Möwen kämpfen. Ein faszinierendes Naturschauspiel.
Wir machen übrigens neben dem Kulturprogramm (Konzert) auch noch anderes Kulturprogramm (Museum) und da wir ja schon bei Busfahrt und Hostel solche Sparfüchse waren, gönnen wir uns jetzt mal eine kleine Erfrischung in der Heinecken Experience. Teilweise ganz nett, teilweise denkt man sich aber auch, "Was soll das?", aber immerhin gibt es während der Führung ein Bier und danach kann man sich an der Bar noch mal zwei holen. Zumindest wir konnten das. Ich glaube Leute mit weniger guten Tickets haben dort nur eins gekriegt, aber vielleicht vertue ich mich.
Durch das feine Hopfengetränk gestärkt geht es dann auf zum Melkweg. Vor diesem sammelt sich bereits eine Schlange und vor uns stehen ein paar Engländer, die sich an dem Programm in der anderen Halle des Melkwegs erfreuen. Dort ist wohl Paganfest und besonders ein Bandname hat es den Engländern angetan: Trollfest.
Ich bin begeistert, selbst wäre ich wohl gar nicht auf diese großartige Verbindung gekommen und kann mir jetzt Sätze anhören wie "wonder how their girlfriends look like". Hach ja, der feine britische Humor.
Nicht ganz so witzig finde ich dann, als mir die Frau am Einlass erklärt, dass ich zu dem Ticket eine Clubmitgliedschaft bräuchte (steht sogar im Kleingedruckten auf dem Ticket). "Ja, wie? Clubmitgliedschaft?". Ich bin verwirrt und frage wie ich die denn kriege. Joa, da müsste ich jetzt pro Person vier Euro blechen, dann geht das klar. Da mir nichts anderes übrig bleibt und den Trip nach den vielen Buskilometern jetzt an vier Euro scheitern zu lassen ist ja auch Quatsch, trotzdem halte ich das für ziemlich miese Abzocke. Vor allem weil ich die Tickets ganz regulär über ein Portal gekauft habe, da rechnet man ja nicht mit sowas. Scheiß versteckte Kosten!
Dafür ist der Melkweg aber an sich eine nette Location, schön geräumig, aber irgendwie doch gemütlich, erinnert er mit dem Balkon schon ein wenig an die Clubbühne im FZW. Erleichtert stelle ich außerdem fest, dass es keinen Graben gibt, fetter Pluspunkt.
Den Opener machen jedenfalls CAYETANA und ich stelle erfreut fest, dass es bereits jetzt schon ziemlich voll ist. Die All-Female-Band macht schönen seichten Pop mit leichten Punk und Indie-Einflüssen. Musikalisch geht das ein wenig in Richtung Muncie Girls und gefällt mir deswegen sehr gut.
Die Drummerin hat heute Geburtstag.
Schöner Auftritt, wenn auch etwas kurz. Immerhin wurde "Hot Dad Calendar" gespielt. Da habe ich sogar etwas mitgesungen.
In der Umbaupause holen wir uns derweilen mal von der Bar ein bisschen Biernachschub. Die Preise sind hier so auf FZW-Niveau, aber wir sind ja auch im Urlaub. Ich verstehe nur nicht warum man hier in Amsterdam überall mit so einem Schuhanzieher zuerst sorgfältig die Schaumkrone abkratzt und dann erst das Bier aushändigt.
Zum Glück finden wir im jetzt wirklich richtig vollen Melkweg noch ein kleines Plätzchen ziemlich direkt vor der Bühne. Hier kann man schön den Abriss beobachten, den PUP da starten. "If This Tour Doesn't Kill You", "Dark Days", "Reservoir" (Fuck! Ich höre das gerade echt live!!!) und viele Hits mehr. 
Geil, wie auch direkt schon beim ersten Song der erste Stagediver die Bühne stürmt und seinem Beispiel noch viele weitere folgen.
"If I loose a tooth or two I hope it's here in Amsterdam". 
Die Band hat also auch Spaß. Ich auch, schließlich sind Pup-Fans intelligent und wissen wie dieses Stagediving funktioniert: Kurz (und die Betonung liegt hier wirklich auf KURZ! Verdammt!) auf die Bühne rennen und dann nach maximal 5 Sekunden ins Publikum springen. Das Ganze natürlich auch ohne Selfie-Cam. Diese hatte von bestimmt locker über 50 Stagedivern auch gerade mal einer, der dann auch als einziger sofort von der Roadcrew von der Bühne gekickt wird. Sauber!
Die Roadcrew hat aber trotzdem natürlich gut zu tun, ständig wird irgendwas umgetreten und irgendwann fällt auch mal die Gitarre aus, aber Band und Publikum haben trotzdem bzw. gerade weil einfach gerade den Spaß ihres Lebens.
Schön auch die Ansage für Jim - ein schon etwas älterer Typ mit langen grauen Haaren und Halbglatze - der von der Band total für seinen durchgeplanten Stagedive abgefeiert wird: Auf die Bühne klettern, die Lage abchecken und gucken, wo man denn hin möchte. Dann dem Publikum artikulieren, wo man hin möchte, dann von drei runterzählen, springen und sich genau da hintragen lassen, wo eben der Zielort war. Sehr effizient und stilsicher. Dementsprechend gab es den Abend auch ein paar Nachahmer, selbstverständlich keiner so cool wie Jim.
Auch gut, als die Band den Anfang von "Yukon" spielt und irgendein Typ auf die Bühne stürmt. Lachend stoppt Frontmann Stefan den Song und sagt "Dude, this is the worst time in our whole set to stagedive. You know that this song is kinda slow? Shall we just play a metal-thing so you can jump off stage?"
Bei "Old Wounds" wird dann auch mal ganz galant die Gitarre in die Ecke geschmissen und ohne über die Bühne gehüpft.

Übrigens kann ich euch das Klicken des Links nur empfehlen, wenn ihr Bock auf ein richtig schön trashiges Youtube-Videospiel habt.
"I'm coming!" und schon stürzt sich Stefan in die Menge. Sehr geil!
...und da ist er auch schon wieder.
Am Ende wird dann noch mal zu "DVP" ordentlich ausgerastet und dann ist Ende! Jetzt schon das beste Konzert des Jahres! Meine Fresse!
Da darf man sich dann auch ruhig mal etwas für feiern lassen!
Weiter geht es dann mit den MENZINGERS. Der Melkweg ist noch einen Tacken voller geworden, dafür erscheint mir das Publikum nicht ganz so ausgelassen wie bei PUP. Das könnte aber auch einfach daran liegen, dass wir jetzt weiter hinten stehen.
 Ebenfalls eine gute und eingespielte Show. Leider sind mir von denen nicht so viele Songs im Kopf, aber lohnt trotzdem.
Alle drei Bands haben auf der Bühne übrigens immer wieder betont wie sehr sie die gemeinsame Zeit auf Tour genossen haben. Während des Sets von Menzingers kommen dann auch die Frontleute von PUP und Cayetana auf die Bühne und vollführen einen gemeinsamen Stagedive. Schöne Aktion!
Auf der einen Seite merkt man ja schon - anders als bei den Vorbands -, dass es sich hier um eine ziemlich durchgestylte Rockshow handelt, trotzdem bleiben Menzingers sympathisch und sind immer noch sehr nah am Publikum.
Total müde, aber sehr glücklich, machen wir uns dann auf den Weg zurück zum Hostel. Morgen haben wir ja auch schon wieder so einiges vor.
So geht es erstmal aufs Dach des NEMOs von wo aus man einen tollen Blick auf das heute leider etwas graue Amsterdam hat. Danach verschlägt es uns ins Dungeon. Dieses ist echt witzig und nicht schlecht gemacht. Anschließend zu Madame Tussauds, was ganz okay war, aber für den Eintrittspreis schon unverschämt kurz war (die Treppe zum Ausgang war fest genauso lang wie die Ausstellung) und last but not least zum Anne Frank Haus. Das sollte man auch wirklich mal mitgenommen haben, wenn man in Amsterdam ist.
Da wir nicht zum Spaß hier sind, geht es am nächsten Tag direkt weiter. Heute steht das Fotomuseum FOAM auf dem Plan, was ganze drei sehr interessante Ausstellungen in sich verbirgt. Hier ist der Eintrittspreis wirklich fair. Sollte man unbedingt mitnehmen, wenn man sich für Fotografie interessiert. Ist also leider nichts für den normalen Bierschinken-Redakteur.
Weiter geht es zum MOCO. Dort befindet sich aktuell eine Ausstellung über Roy Lichtenstein, vor allem aber auch eine über Banksy. Dann noch schnell einen Happen essen und ab zum Bus nach Sloterdijk. Diesmal sogar mit dem Zug.
Amsterdam im Februar also sehr lohnend aber auch sehr kalt. 
Konzert war sowieso geil.

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Thruntilldeath
(Thruntilldeath)
01.03.2018 20:19
Krass, wie hier Lügen über Amsterdam verbreitet werden!
Kiki

02.03.2018 08:34
Krass, wie hier seit Jahrzehnten Lügen über Musik verbreitet werden!
Zwen
(Zwen)
02.03.2018 11:20
Krass, wie hier seit Jahrzehnten des Demo-Tape von Lügen verbreitet wird!
Thruntilldeath
(Thruntilldeath)
02.03.2018 17:17
K.R.A.S.S. – Diese fünf Buchstaben sind mittlerweile Bestandteil in der
Musikszene Nordrhein-Westfalens und auch mal über ihre Landesgrenzen
hinaus. Wo immer man diesen fünf Buchstaben begegnet, da erwarten
einen Spaß, Tanz und Jungs oder schon Männer, die der Musikgeschichte ihre ganz persönliche
Note verleihen.

Sie covern sich mit ihrem abwechslungs- und
umfangreichen Repertoire durch die Musikgeschichte und haben dabei die
Mission zu erfüllen, die Musik ganz allein nur für Dich zu spielen. Damit
Du tanzen und mitsingen kannst und spät in der Nacht, von Ohrwürmern
verfolgt, in sanfte Träume verfällst.

Du hast K.R.A.S.S. noch nicht gesehen? Dann wird es aber höchste Zeit,
denn dann spielen wir nur für Dich.

Deine Musik. In krass.
kiki

03.03.2018 13:11
...in meiner Jugend hießen die noch CRASS...und kamen vonne Insel!
berti

05.03.2018 21:04
nice männer

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