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Bierschinken eats FZW: Hysterese, Faintest Idea, Milenrama, The Detectors, Bitter Grounds, Blinker Links, H-Bomb Holiday Camp, Black Hole Bomb, Alaska Bernd, 31.03.2018 in Dortmund, FZW - Bericht von der Redaktion

Bierschinken eats FZW, 31.03.2018 in Dortmund

Fö: Die fünfzehnte Ausgabe Bierschinken eats FZW! Außerdem feiern wir dieses Jahr unseren 18. Geburtstag und dürfen erstmalig Schnaps trinken. Und noch ne Premiere: Erstmalig an nem Samstag. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass der Donnerstag unstressiger ist...
Kabl: Bin seit 23.3. mit diesem komischen Alaska Bernd als Tourbegleitung unterwegs. Heute letzter Termin in Dortmund. Wir kommen dann gegen 17.15 Uhr an und laden gemütlich aus.
Hupe: Ich find 'n Samstag ja eigentlich schöner... Sonntag ist ja meist n Tag ohne Arbeit und Zeit zum erholen.
fred: Auf´n Samstag geht auf jeden Fall auch mal klar.
DerMitBart&Mütze: Für mich als Besucher ist der Samstag definitiv unstressiger als ein Donnerstag, der in der Regel doch wenigstens zur Hälfte mit Arbeit gefüllt ist. So kann man gechillt ausschlafen bis zum frühen Nachmittag, sich eine dem bevorstehenden Alkoholexzess entsprechende Grundlage an Nahrung zuführen und die wenigen Meter bis ins FZW antreten. Wir, soll heißen meine zauberhafte Begleitung und ich, trödeln trotzdem so hart und rennen noch vor Betreten des FZW's dreimal zum Kiosk um Bier nachzuholen, dass wir die ersten beiden Acts nicht mitbekommen. Matze bekommt darüber direkt heftige Schnappatmung, da wir die Dreistigkeit besaßen, die von ihm als sensationell angepriesenen BLACK HOLE BOMB zu verpassen.
Zwen: Eigentlich fand ich Samstag blöd, da wir bereits am Freitag nach Frankreich gefahren sein wollten. Leider funken da Wetter und Arbeit meiner Reisebegleitung dazwischen, sodass wir uns dann doch entscheiden, den Trip um gut die Hälfte zu kürzen und statt nach Frankreich nach Niedersachsen zu düsen. Los geht es demnach erst am Sonntag, weshalb ich mir heute noch in Ruhe Bands im FZW angucken kann. 
Thomas: Ich bin eingeladen, irgendwelche Knöpfe an einem Laptop zu drücken, was mich an die Bühne unten fesselt. Wofür, weiß ich bis heute noch nicht genau. Dafür hatte ich Unterstützung von Schlossi. Ist besser wenn mensch zu zweit unwissend ist. Die Pausen mussten mit Freibierkonsum gefüllt werden, so habe ich so gut wie nichts vom Café mitbekommen.
Matze:Da sich mein Punkrocker-Dasein nicht nur am Wochenende abspielt, ist es mir eigentlich egal ob ich am Donnerstag oder am Samstag zu einer Show gehe. 
Pepperann: Für mich war der Samstag ziemlich praktisch, da ich mal kein Zusatzticket kaufen musste, um früh genug für alle Bands vor Ort zu sein.
Fö: Achja: Fotos diesmal von Olaf, KoKo, Zwen und Fö
Fö: Erste Band: BLACK HOLE BOMB aus Düsseldort und Dorfmund. Hochgeschwindigkeits-Poppunk. Sehr schön.
Kabl: Leider verpasse ich BLACK HOLE BOMB, da ich mich am Backstage-Catering labe. Es gab wirklich alles, was das Herz begehrt. Weiter so, sehr schmackhaft!
Fö: Die ganze Nacht am Herd gestanden...
Hupe: Gefällt ganz gut.
Am besten war der 15 Sek. Song.
Auch sind schon einige Leutchen anwesend, trotz der frühen Uhrzeit.
Fö: Ein Highlight bereits zu Beginn: Wie Sänger Götz Schaffrin-Schneider etwa 3 Songs lang versucht, sich seines Pullis zu entledigen, was sich als gar nicht so einfach erweist, wenn er gleichzeitig Gitarre spielen muss und der Gitarrengurt so arg spannt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Band keine Pausen zwischen den Liedern erlaubt. Wie der Pulli stückweise vom Körper gepellt wird, ist einfach ganz großes Tennis und steht in Sachen Show-Performance auf einer Linie mit Pink Floyds The Wall und der Fledermausaktion von Ozzy Osbourne.
DerMitBart&Mütze: Matze wird auch noch Stunden später von Götz' Entertainer-Fähigkeiten schwärmen.
fred: Ich hab sie mir von draußen aus angehört; war ja Wetter und son Wetter in Verbindung mit ner kühlen Brause ist schon was Feines.
Matze: Einfach klasse, wie Götz Schaffrin-Schneider sagen würde.
Zwen: Götz ist meiner Meinung nach eh eine der größten Rocklegenden aller Zeiten, leider verpasse ich wegen Deutscher Bahn, allgemeinem "Hallo"-sagen und dann noch einem unerfreulichen Ereignis, die zeitreisenden Pop-Punks völlig. Sehr schade.
Fö: Danach: H-BOMB-HOLIDAY CAMP! Ebenfalls eine noch recht frische Band, diesmal aus Köln, wobei "frisch" auf die Protagonisten nur bedingt zutrifft, befinden sie sich doch seit 3 Tagen auf exzessiver Tour mit Milenrama. Zu hören gibt es so ne schweißtreibende Punk'n'Roll-Kiste. Wusste gar nicht, dass das 2018 überhaupt noch ein Thema ist!
Hupe: Punk'n'Roll sollte wieder aus allen Kisten rausgeholt werden, jedenfalls wenn die so gute Musik machen wie das Holiday Camp.
Kabl: Leider verpasse ich H-BOMB-HOLIDAY CAMP, da ich mit dem Kollegen von Blinker Links ein Bier trinken muss.
fred: Fand die super, die waren mir direkt sympathisch! Hab mir die Show von Anfang bis Ende angeguckt, werde mir die in Zukunft bestimmt hier oder da noch mal geben.
Kabl: Ich muss jetzt hier auch nochmal die Security loben. Das waren sehr zuvorkommende, nette und hilfsbereite Menschen. Selbiges gilt übrigens auch für die Tonmenschen!
Zwen: Hey! Beim Loben niemals die Leute am Getränkeausschank vergessen! Vor allem nicht die Leute am Cocktail-Stand, aber dazu später mehr...
Matze: Diese Band habe ich mir mal nicht angeschaut, da ich lieber zu der Zeit billiges Bier vorm Laden saufe. Aber ich habe es dann zwei Tage später in Düsseldorf nachgeholt.
Zwen: Echt ein sehr geiler Auftritt! Mir wurde eine schweißtreibende Show versprochen und die gab es dann ja wohl auch. Der Sänger wie ein Äffchen auf Crack, der Gitarrist schlägt auf seine Gitarre ein als wäre sie Adolf Hitler persönlich und der Bassist schwingt ein bisschen die Hüften, wobei er ein unwiderstehliches Lächeln auf seine Lippen zaubert. Sehr gelungen. Aber ein bisschen muss ich dann doch meckern: Auf dem letzten Album ging es der Band ja auch darum, eine kurze Geschichte des Punk abzuliefern und sich munter durch die Genre und Epochen zu spielen. Dieser auf dem Album sehr gelungene Abwechslungsreichtum fällt dann live doch etwas unter den Tisch, aber dafür gibt es durchweg ordentlich nach vorne ballernden Schweinerock. Also, kann man eigentlich nur zufrieden sein.
Pepperann: Super Band! Mochte das Album schon sehr und habe mich gefreut, sie endlich live zu sehen. Gute Musik, gut gemachter Auftritt...was will man mehr.
Fö: BLINKER LINKS. Begleiten uns nun in unterschiedlichen Formationen schon seit gefühlt Jahrzehnten, beim Bierschinken-Festival waren sie zuletzt 2010 in Berlin. Wie die Zeit vergeht! Aber daran können sich Schlagzeuger Martin und Bassist Kai eh nicht erinnern, die waren nicht dabei.
Kabl: BLINKER LINKS sind genial wie eh und je. Eine Frechheit, dass sie mit einer Spielzeit von nur 35 Minuten abgespeist werden. 90 Minuten wären dieser Band würdig.
Thomas: Ich hab die vor kurzem im Wageni gesehen und bin rausgegangen. Aber ich muss Knöpfe am Laptop drücken und gucken, dass alles läuft. Gut das alles lief. Einen Problemlöseplan gab es nicht. Um den persönlichen Stressfaktor zu verringern, wurde Backstagebier in rauen Mengen zum (hüstel) Arbeitsplatz geschleppt.
Matze: Diese Band habe ich mir mal nicht angeschaut, da ich zu der Zeit lieber billiges Bier vorm Laden saufe. Hatte die aber auch schon zu Karneval gesehen.
DerMitBart&Mütze: Los geht's für mich in Sachen Bühnenprogramm mit den Herren aus Berlin, wobei ich immer dachte das wären Kölner. Nun gut, dafür gibt's einen Haufen Coversongs von den Kölner Bands KNOCHENFABRIK (Filmriss) und CASANOVAS SCHWULE SEITE (Höllenfeuerlicht). Gibt hier wohl personelle Überschneidungen. Wenn mich nicht alles täuscht der Herr mit dem schiefen Cap an Gitarre und Gesang.
Fö: Überschneidung in der Form, dass er in einer Band spielt, in der Mitglieder der genannten Bands auch spielen. Chefdenker-Cover gab's übrigens auch.
Thomas: Ich kannte keinen Song bis auf die genannten Cover.
tenpints: Ich stand auf Gästeliste, muss auch irgendwas schreiben, fürs Gewissen und für EUCH. BLINKER LINKS sind einfach Klasse. Jedenfalls so ab der Hälfte des Sets, da lief es irgendwie besser, vorher hatte ich noch nicht ganz verstanden, warum der Kollege sich das antut.
Kabl: NUR HITS! Ende, aus. Geile Band!
Hupe: Stimme zu, nur würd ich 'God Bless Mike Ness' als Über-Hit bezeichnen.
DerMitBart&Mütze: Fehlen darf natürlich auch nicht der Super-Hit "Pimmel raus, Mofa fahren", der vor kurzem noch in der Spotify-Playlist vom Böhmermann und Olli-Schulz und CASPER gelandert ist und es somit zu einem kurzen Moment der Berühmtheit geschafft hat. Auch ein Knaller ist "alles kostet 100 Mark" vom neuen Album. Genau mein Humor, ich grinse fett und breit bis über beide Ohren. Das geht ja gut los hier!
Thomas: Bei Pimmel raus, Mofa fahren, habe ich mir gewünscht, den Text nicht zu verstehen. Gut gespielt isset, so dass ich jetzt einen Ohrwurm habe. Na, toll. 
tenpints: Puh, ob Dominik Kollege Jungmann diese Schmach hier erträgt? Man erkennt ihn nicht einmal auf Fotos?! Das Leben ist hart. Live jedenfalls schämt er sich die ganze Zeit in Grund und Boden - guter Auftritt!
Fö: Für viele Leute wahrscheinlich das Highlight: Es gibt einen Solistand mit "Punker-Cocktails"! Erlöse gehen an Lesvos Lgbtiq+ Refugee Solidarity. Informiert euch, unterstützt, spendet, trinkt Schnaps!
DerMitBart&Mütze: Wenn denn nicht so eine schlechte Auswahl an Schnäpsen getroffen worden wäre. Ich mein, Korn? Hallo, geht's noch? Wenn schon so eine ekelhafte Plörre trinken, dann bitte Doppelkorn! Aber was tut man nicht alles... Nach nur wenigen Schlücken zeigt das Teufelszeug seine Wirkung - denn es kann kein Zufall sein, dass mir in den nächsten Minuten mehrfach auffällt, dass etliche um mich herum stehende Menschen aussehen wie total überzeichnete Comic-Figuren. War echt so, ich schwöre! Zudem schwanke ich immer wieder so unglücklich in Richtung des Manege-Frei-Bassisten, dass dieser schon denkt ich würde ihm mit Absicht ständig am Hintern herum fummeln.
Zwen: Der Cocktailstand war definitiv meine Rettungsinsel. Am Ende weiß das Personal auch schon ganz genau was ich möchte: Immer schön Korn-Apfelsaft, den einen mit und den anderen ohne Strohholm. Da macht es auch nix, dass ich irgendwann alkoholbedingt die Zähne so gar nicht mehr auseinander kriege. Auch Götz-Schaffrin-Schneider ist von meiner heutigen Leistung am Plastikbecher mehr als begeistert und der muss es ja schließlich wissen, hatte er doch gut ne Woche Training in Kroatien und Bosnien.
Fö: ALASKA BERND spielt Gitarre und Schlagzeug gleichzeitig, zumindest, wenn seine Fußmaschine nicht gerade Füße bekommt und wegläuft. Gespielt werden Deutschpunk-Cover. Großartig!
Kabl: ALASKA BERND zockt 15 Deutschpunkklassiker in 30 Minuten. Knochenfabrik, Bash!, Motörhead, Pascow, Blinker Links, Supernichts, Rasta Knast, etc.. Er kann einige Leute sogar zum Mitgrölen animieren. Der Auftritt war ganz gut, wäre die Fußmaschine nicht ständig weggerutscht, wäre er noch besser gewesen.
Hupe: Trifft voll meinen Musikgeschmack, könnte nach jeder Band 20 Minuten spielen.
fred: Hab ich leider verpasst.
tenpints: ALASKA BERND möchte ich zunächst einmal loben für den hervorragenden Einstieg ins Set (u.a. spielt er "Glücklich" von Knochenfabrik"). Kritisieren möchte ich ihn für den Kampf mit der Fußmaschine, ist doch egal, wenn die wegrutscht, macht man halt ohne weiter!
Fö: Alleine, den Kollegen alle 10 Sekunden treudoof dahintrotten zu sehen um die Fußmaschine gerade zu rücken, war's das wert.
Zwen: Zunächst mal: Großartiger Bandname! Ich habe das tatsächlich geschluckt und dachte jetzt kommen wieder irgendwelche Franzosen, die mit rauchigen Stimmen ihre Akustikinstrumente streicheln, stattdessen sitzt da der Kabl und das ganze Cafe gröhlt mit. 
Thomas: Ich finde ja immer noch, dass es eine Unverschämtheit war, dass der von Fö gewünschte Pipi-Aa-Mann nicht gecovert wurde. Ich dachte, nach Blinker Links wäre heute Claus-Lüer- Gedächtnis-Tag. War wohl doch nur Ostern.
Matze: Diese Band habe ich mir mal nicht angeschaut, weil ich zu der Zeit lieber billiges Bier vorm Laden saufe. Hatte aber mit dem Typen vorher gequatscht, ist auf jeden Fall ein netter.
tenpints: Die Kassierer und Pascow kommen auch gut an.  Ich verstehe aber nicht, dass das Publikum trotz der fortgeschrittenen Tageszeit (es ist NACH 20 Uhr) sich noch nicht lattenstramm rumgröhlend euphorisch in den Armen liegt. Einige sind sogar noch gar nicht anwesend! He, es ist SAMSTAG!
Fö: THE DETECTORS! Oder kurz Die Tectors, wie Wortfaule zu sagen pflegen. Sind gerade mitten in der Schaffensphase zum neuen Album und schieben für uns eine kurze Stippvisite ein. Sehr nett!
Kabl: THE DETECTORS habe ich leider verpasst, da mir der Kollege von Blinker Links im Backstage-Raum ein Video von Hansi Hinterseer gezeigt hat. Da er es so lustig fand, hat er es mir noch weitere dreimal gezeigt. Als ich ihm dann als Gegenleistung ein Video der Ursprung Buam zeigen wollte, entgegnete er nur trocken: "Kein Bock, das interessiert mich nicht." Was für ein Rockstar-Arschloch.
fred: The DETECTORS, hab nur das halbe Set mitbekommen, was ich hören und sehen durfte gefällt mir echt sau gut. Würde Vergleiche a la Rvivr oder den Rivershores in den Raum werfen.
Zwen: Toll, dass die Tectors ihre Albumaufnahmen extra fürs uns unterbrochen haben und dann auch noch in den Ruhrpott gefahren sind. Einfach nice dudes und so ist auch deren Musik. Perfekter, eingängiger Politpunk mit eingängigen Singalongs und guten Messages. Mehr davon!
Thomas: Ich bin völlig mit Quasseln und den Laptop im Auge behalten beschäftigt. Die Band geht gut ins Ohr, ich höre aber nur mit einem halben hin. Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass wir wohl das Internetradio machen. Scheint zu funktionieren, wie irgendwer mir mit Blick aufs Internet-Handy mitteilt. So können wenigstens mehr Menschen dem Sound lauschen.
Pepperann: Waren mir bisher leider weitgehend unbekannt. Dafür Asche auf mein Haupt! Fand ich schon sehr geil und habe geplant, mir die CDs anzuschaffen.
Matze: Für mich die beste Band des Abends, wahrscheinlich weil ich so viel billiges Bier vorm Laden gesoffen habe. Ich musste die ganze Zeit auf die weiße Gitarre starren, würde es die so zu kaufen geben, hatte ich die auch.
DerMitBart&Mütze: Das letzte Album "Deny" ist ja auch schon wieder eine ganze Weile her. Da darf ruhig mal was neues von den Kielern kommen. In Sachen Ami-Punk-Kopie eine der besten Bands aus Deutschland. Neben mir höre ich jemanden was von ALKALINE TRIO sagen, passt schon. Wobei ich sie früher immer gern mit ANTI-FLAG verglichen habe. Allgemein gutes Set und eine eingespielte Truppe, somit gibt's hier nichts zu meckern. Hinten links an der Bühne müht sich noch ein Bandmitglied mittels eines Synthesizers ab, um Akzente zu setzen, das ist neu glaub ich. Meine Ohren sind entweder zu schlecht oder man hört es nur ganz leise, ich bekomme jedenfalls davon nur wenig mit. Mick wird mir später versichern, dass man es sehr wohl hört und ich einfach zu taub bin.
Zwen: Die Synthies sind im Gesamtbild echt etwas untergegangen. Dafür hat man den Schellenkranz aber schön deutlich gehört. Mehr Schellenkranz im Punkrock! Und Triangel!
Zwen: Heute freut mich auch, dass sich die sonst so perfektionistisch veranlagte Band mal ganz leger gibt und z.B. an einer Stelle versehentlich auf den falschen Knopf drückt und ein falsches Songintro vom Band kommt. Das macht euch menschlich!
Fö: BITTER GROUNDS aus Utrecht bringen uns irgendwie zurück in die 90er, damals als Streetpunk sich noch angenehm mit Ska paarte.
Kabl: BITTER GROUNDS habe ich gesehen. Fand ich ziemlich gut, da mal wieder bewiesen wurde, dass Trompeten nicht zwingend notwendig sind, um coolen Ska zu spielen!
Hupe: Jepp, sehr abwechslungsreiche Truppe, mal Punk mal so Uptempo Ska. Sehr kurzweilig.
fred: Geht klar, die haben ja letztes Jahr auf dem PRH gespielt, leider verpasst, weil wir da auf Fluss-Exkursion waren, was auch sehr schön war. Aber heute dann, gefällt mir sehr gut, schöne Show.
Matze: Alkohol ist eine sehr harte Droge, die man nicht unterschätzen sollte!
Pepperann: Und schon wieder bin ich begeistert. Alles schön Abwechslungsreich, hat ziemlich Spaß gemacht.
DerMitBart&Mütze: Mit Abstand stehen bei dieser Band die meisten Lebensjahre des heutigen Abends auf der Bühne. Trotzdem gibt's keine "Alt-Herren-Mucke". Die Musik der vier würd ich als eine Mischung aus Street- und Ska-Punk beschreiben, der sich wunderbar ergänzt und durch und durch echt und glaubhaft rüberkommt. Dazu sorgt das leicht grölige Organ, für ein wenig Knast-Charme a'la BONECRUSHER oder SOCIAL DISTORTION. Passt auch zu den leicht verrockten Visagen der Bandmitglieder. Wunderbar! Die Holländer haben ihre erste Platte "Hollowlands" im Gepäck, die ich mir nach dem Auftritt direkt sichere und die ich jedem nur empfehlen kann der auf besagten Style steht.
Fö: HYSTERESE! Gestern erschien ihr neues Album. Erste Frage bei Ankunft: "Wer ist eigentlich dieser Tenpints?". Ungeachtet dessen spielen sie ein unfassbar mitreißendes Konzert mit natürlich auch vielen älteren Stücken dabei und mit jeder Menge staunender und in Trance tanzender Gestalten vor der Bühne.
Kabl: Die geilste Band des Festivals. Der "Frontman" steht ausschließlich mit dem Rücken zum Publikum, keine Ansage, Hit reiht sich an Hit. Ich war sogar so begeistert, dass ich mir ein T-Shirt kaufen wollte, gab es aber nur noch in S. Wie Fö schon schreibt, unfassbar mitreißend, hier gibt es wirklich gar nix zu meckern.
Fö: Er wird sich freuen, als "Frontman" bezeichnet zu werden.
tenpints: Also, wer in der Mitte steht, ist automatisch "Frontman"? Steht das irgendwo festgeschrieben? Faszinierend!
Pinky: Zutreffend! Großartige Band, die es offensichtlich auch schafft das riesen Bühnen-Raumschiff im Club entsprechend zu nutzen. Fand die ersten Songs irgendwie ein paar BPM zu langsam gespielt - fand die Band nachher auch. Zur Kritik von Tenpints kann ich nicht viel sagen, weil ich die Platte (bewusst) noch nicht gehört hab. Die drei Songs, die HYSTERESE heute Abend davon gespielt haben - insbesondere die beiden schon durch Videos und Live-Session bekannten - fand ich absolut super! Wer in zwei Monaten noch mal Bock auf die Band, auf der besten Bühne Dortmunds hat, sei hierauf verwiesen.
Hupe: Fand die auch sehr gut. Live auf jeden Fall mega. Kenn nur das erste Album, welches ich sehr gut finde und live wurd das ganze nochmal besser dargeboten.
fred: Hab mich mit Hysterese noch nicht so beschäftigt, aber was ich sagen muss, direkt von Anfang an ham se mich, der Kopf wippt zum Takt und die Füße bleiben auch nicht mehr still. Schön.
Matze: Der Bassist könnte vielleicht noch ein bisschen an seiner Bühnenpräsenz arbeiten. Aber vielleicht schämt er sich auch für irgendwas.
Zwen: Ich hab's verpasst und könnte mir heute noch so in den Arsch dafür beißen!
Matze: Schon ganz ordentlich.
tenpints: Hi Matze, schön, dass du wieder drin bist! Ich glaube, wir haben uns auch kurz begrüßt. Du fielst mir lallend in den Arm und lobtest BLACK HOLE BOMB. Mein persönliches Highlight des Abends (neben ALASKA BERND).
Pepperann: Leider verquatscht...Habe mich im Vorfeld so auf die Band gefreut und sie tatsächlich verpasst.
tenpints: Ja, geiler Auftritt, sehr viel Energie, super Songs. Auch die neuen gefallen mir live wesentlich besser als auf Platte. Wobei ich den einen auf Platte ja auch geil finde.
DerMitBart&Mütze: Leider verrauche ich fast den halben Auftritt und komme gerade noch passend für das letzte Drittel des Sets und den Zugabenblock (mit so ziemlich ihren besten Songs). Von Pop-Punk oder Oi!-Grölstimme, wie in der bierschinken-Rezi vom neuen Album, nehm ich hier allerdings nichts wahr. Schade, eigentlich.
Fö: MILENRAMA aus Katalonien. Oder aus Spanien? Man weiß ja gar nicht, was man heutzutage sagen darf. Die Band hinterlässt auf ihren Deutschland-Touren regelmäßig schweißvertropfte Konzerträume, so auch heute. Geiler Auftritt!
Kabl: Die zweitgeilste Band des Abends! Hochdruck-Skatepunk, der sich vor Szenegrößen wie den Satanic Surfers oder auch No Fun At All nicht verstecken braucht. Was hier vor der Bar abging, war unbeschreiblich. Flotti-Karotti, wie der katholische Landwirt sagen würde.
fred: MILENRAMA, hab ich in den letzten Jahren irgendwo schon mal live gesehen, und damals wie heute find ich die geil, es macht einfach Spaß sich die rein zu ziehen. Sympathische Band mit Power, die Bock auf das haben was sie machen.
Matze: Einfach klasse, wie Götz Schaffrin-Schneider sagen würde.Fahre sogar zwei Tage später nach Düsseldorf um mir die nochmal zu geben.
DerMitBart&Mütze: Die Katalanen entpuppen sich als komplette Überraschung, die mir komplett das Blech wegzieht. Eigentlich ist alles spanischsprachige nicht wirklich mein Steckenpferd im Bereich Punk. Hier kann ich da aber gut drüber hinwegsehen. Die haben ziemlich Fuego im Hintern und sind zudem recht sauer und das lassen sie uns mit ihrem rockigen Hochgeschwindigkeits-Skatepunk spüren. Da brennt die Luft und sogar meine eigentlich dem Punk abgeneigten Metal-Freunde, die nur hier sind weil das Black-Metal Konzert schon ausverkauft war, werden vor mir durch den Pogo-Mob geschleudert.
tenpints: Wahnsinn, was hier los ist. Die Luft wird so dick, dass ich endlich mal raus muss. Aber auch von da ist das sehr unterhaltsam. Würd ich mir auf Platte nie anhören, aber live geht das gut rein! (Der Satz fehlte irgendwie noch im Bericht, sorry.)
Fö: Abschließender und letzter Act: FAINTEST IDEA aus England! Skapunk oder Skacore, oder wie auch immer man das bezeichnen mag. Ich bin ja kein großer Fan von Skapunk, mit Ausnahme einzelner Vertreter des Genres. Und das sind eben heute Faintest Idea.
Kabl: Schlecht war es sicher nicht, mir aber zu viel Getröte. Gefallen haben mir hingegen die Stimme des Bassisten/Sängers, sowie die instrumentalen Fähigkeiten. Meckern auf hohem Niveau - basst scho, wie der katholische Landwirt sagen würde.  
fred: Weil man ja bei so nem Band-Marathon auch mal Zeit zum Verschnaufen braucht, geh ich mal raus anne frische Luft, deshalb auch hier nur ein paar Songs mitbekommen. Nimmt mich aber auch nicht so mit.
Eigentlich find ich Skacore ja ganz geil, evtl. lag das ja auch an der frischen Luft, dem Bier oder der großen selbstgedrehten vorher, wer weiß.
Fö: Raue und schnelle Songs, der Laden tanzt von der ersten zur letzten Minute. Etwas zu penetrant waren für mich die Bläsereinsätze, da steh ich mehr auf den puristischen Operation-Ivy-Stil, aber mehr ist halt manchmal mehr. Immerhin ist man mit Bläsern mobil genug, um vor Beginn noch kurz einen Tröt-Marsch durchs Foyer zu machen.
Hupe: Ja, konnte man sich gut anschauen, aber so richtig packt es mich nicht. Irgendwie nicht so abwechslungsreich. Aber auf jeden Fall n netter Abschluss bevor es bierselig und zufrieden ins Cafe Banane geht.
Zwen: Perfekter Abschluss eines perfekten Festivals! Ich schwinge wie ein Irrer das Tanzbein. Klasse Auftritt von Faintest Idea, die einfach Bock haben richtig abzureißen. "Bull in a bull in a bull in a china shop"!
DerMitBart&Mütze: Die Engländer meistern ihre Aufgabe, am heutigen Abend den Headliner zu geben, mit Bravour. Auch wenn es sich etwas gelichtet hat vor der Bühne. Viele müssen wohl noch Luft schnappen nach dem furiosen Auftritt von MILENRAMA. Der Anarcho-Skacore der Band erinnert mich stark an das, was die VOODOO GLOW SKULLS früher so fabriziert haben. Live kommt das Ganze rüber, als wäre der Zirkus in der Stadt. Mehr über- und aufgedrehter kann man solche Musik ja wohl kaum noch servieren. Der Titel ihres Songs "Bull in a China Shop", wohl das englische Pendant zu "Elefant im Porzellanladen", trifft es als Beschreibung hier eigentlich ausreichend. Ich überlege die ganze Zeit während des Auftritts hin und her, ob ich mich mit Vinyl von ihnen eindecke, doch für Zuhause ist mir das ganze doch zu hektisch. Von einer Bühne aus lasse ich mich aber gerne immer wieder von ihnen volltröten.
Matze: Ehrlich gesagt haben die mir zu viel getrötet. Bin dann lieber raus gegangen um mir noch ein billiges Bier zu gönnen.
Pepperann: Durfte Faintest Idea jetzt schon 1-2 Mal bewundern und mag sie nach wie vor. Ich kann mir nicht so viel Ska geben aber ihre Mischung geht wirklich gut ab. Da fällt es einem schwer, die Beine still zu halten.
Zwen: Kritik, die ich gehört habe: "Warum steht der Bassist eigentlich so am Rand, wenn er eigentlich doch ALLES macht?"
Fö: Heute brechen wir echt mit sämtlichen starren Rock'n'Roll-Strukturen. Frontleute, die nicht in der Mitte stehen. Eine Welt bricht zusammen!
DerMitBart&Mütze: Nachdem im FZW die Musik verstummt, gehen wir noch auf ein paar Bier und schlecht gemixte Shots rüber ins Cafe-Banane. Dort erwartet uns Kristina, die wie immer mäßig bis schlecht gelaunte und leicht genervte Chefin der Bar. Immer ein Knaller in dieser Kneipe: Die Musik, die zum größten Teil aus ausgenudelten Rock-Hits besteht und der Fakt, dass man nirgends stehen kann ohne komplett den Weg zu versperren. Davon mal ab, jedoch die akzeptabelste Kneipe Dortmunds, mal abgesehen von der für eine After-Show-Party zu weit weg gelegenen Hirsch-Q (Dortmunds Punk-Kneipe Nr. 1). Als sich die Diskussionen zum wiederholten mal um das Thema Kommunismus und die westliche Sicht auf die Welt drehen und ich viel lieber darüber sprechen würde warum Metal-Typen immer so stinken, ist es ganz klar an der Zeit abzubrechen und nach Hause zu wanken.
Zwen: Die vernünftigen Kneipen kannste in Dortmund echt an einer Hand abzählen, aber die Banane gehört da definitiv dazu. Eigentlich wollte ich ja auch heute nach Faintest Idea direkt den Zug nach Hause nehmen, daraus wird natürlich nicht. Zu groß der Durst, zu groß der Drang noch ein paar Geschichten von Wacken '98 zu hören und so geht es dann doch noch in die Rheinische Straße auf ein Bier und etwas undefinierbares. Der Rest des Abends verschwimmt im Alkohol und in langen, welligen Haaren.
Pepperann: Krönender Abschluss im Cafe Banane.
Matze: Guter Abend, Danke FÖ!
Fö: Och, ich hab ja nur dumm rumgestanden (kann ich gut!). Danke lieber an alle anderen die diesen Abend so rund gemacht haben. Danke an die Bands, an die Besucher und natürlich an die Mitarbeiter (ja, alle!)
Nächster Termin: Bierschinken eats FZW 16 am Donnerstag, 11.10.2018!

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